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Rechenschafts- und Geschäftsbericht 1999


überreicht aus Anlaß der Jahresmitgliederversammlung am 05. April 2000

VERBAND FÜR SICHERHEIT IN DER WIRTSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG E.V.

Telefon: (07 11) 95 46 09-0
Telefax: (07 11) 95 46 09-20

Sehr geehrte VSW-BW-Mitglieder, zu unserer 32. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 5. April 2000 legen wir Ihnen den Rechenschafts- und Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 1999 vor.
Wir verbinden damit unseren Dank an Sie für Ihre Unterstützung des Vorstands und der Geschäftsführung zur Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben und Ziele des Verbandes.
Weiterhin danken wir allen Geschäftspartnern und Förderern des Verbandes sowie den Sicherheitsbehörden, die durch eine ebenso enge wie kooperative Zusammenarbeit erneut sehr wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Sicherheit in der Wirtschaft und im öffentlichrechtlichen Bereich größere Beachtung geschenkt wurde. Die Entwicklung zeigt, dass sicherheitsrelevante Themen wie z. B. Wirtschafts- und Konkurrenzspionage, Betriebskriminalität, IT-Schutz und Extremismus häufiger zur Chefsache erklärt und mit größerem personellen und finanziellen Einsatz bearbeitet werden. Neuere Gefährdungen wie die Produkt- und Markenpiraterie, die Euro-Einführung und die „Hacker-Problematik“ verschärfen die allgemeine (Un-) Sicherheitslage und zwingen die Unternehmensleitungen - nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund des KonTra-Gesetzes - dazu, verstärkt in die betriebliche Sicherheit zu investieren.
Da jedoch bauliche und technische Investitionen allein nicht ausreichen, hat der VSW-BW in enger Abstimmung mit den Sicherheitsverantwortlichen der Mitgliedsfirmen und den Sicherheitsbehörden unter seinem Motto „Fachwissen und Erfahrung kompetent und praxisgerecht weitergeben“ auch für dieses Jahr ein umfangreiches Seminar- und Ausbildungsangebot konzipiert. Ihr VSW-BW bittet Sie auch in diesem Jahr weiterhin um Ihre wertvolle Unterstützung.

Vorstand und Geschäftsführung des VSW-BW
Stuttgart, im April 2000


Präsident Schweigler bei
seinem Rechenschaftsbericht
Herr Wolfgang D. Salewski
Mitglieder

Am 31. Dezember 1998 hatte der Verband 209 Mitglieder
Im Jahre 1999 kamen dazu

  • ordentliche Mitglieder: +11
  • kooperative Mitglieder: +16
    _______________________________________
    Gesamtanzahl: 236 Mitglieder

Ausgeschieden sind 1999

  • Unternehmen durch Konkurs/Auflösung: -1
  • Unternehmen durch Ausschluss: -1
  • Unternehmen durch Fusion: -2
  • Unternehmen durch Austritt: -10
    _______________________________________
    Gesamtzahl: 222 Mitglieder

Mitgliederstand am 31. Dezember 1999: 222 Mitglieder

Wir sind damit in der Bundesrepublik nicht nur der älteste regionale Sicherheitsverband, sondern mit Abstand auch weiterhin der mitgliederstärkste Verband für Sicherheit innerhalb der "Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft e.V." (ASW), Bonn/Berlin.


Mitgliederversammlung

Insgesamt 62 Mitglieder - zzgl. 11 Stimmübertragungen - wohnten der 31. Ordentlichen Mitgliederversammlung des VSW-BW bei und verfolgten die Rechenschaftsberichte des Vorstands, des Geschäftsführers, des Schatzmeisters und des Revisors. Nach einer Aussprache über die Berichte erfolgte die einstimmige Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung durch die Delegierten.
Im anschließenden öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung referierte Herr Wolfgang D. Salewski vom Institut für Konfliktforschung und Krisenberatung in München über das Thema „Ursachen und Dynamik bei Erpressungen“. Der von vielen Unternehmen und staatlichen Stellen hoch geschätzte Berater und Trainer, der auf einen einzigartigen, jahrzehntelangen Wissens- und Erfahrungsschatz in diesem Spezialgebiet zurückgreifen konnte, fesselte sämtliche Zuhörer mit seinem fachlich wie rhetorisch ausgezeichneten Vortrag. Nach seinen Ausführungen – die in mehreren überregionalen Tageszeitungen ein großes Echo fanden und taggleich auch in der SÜDWEST 3 „Landesschau aktuell“ gesendet wurden – und einer anschließenden Diskussionsrunde klang die Mitgliederversammlung mit einem gemeinsamen Imbiss und weiterem Gedankenaustausch aus.


Vorstand

Im Berichts-/Geschäftsjahr 1999 fand am 13. April eine Vorstandssitzung statt, auf der die Themen Jahresabschluss 1998/Haushaltsplan 1999, Personalangelegenheiten der Geschäftsstelle, neue Geschäftsfelder des VSW-BW sowie die Vorbereitung der 31. Mitgliederversammlung im Vordergrund standen.
Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen dem Geschäftsführenden Vorstand und der Geschäftsführung sowie der Erkenntnis, dass keine entscheidungsrelevanten Tagesordnungspunkte vorlagen, wurde nach telefonischer Abstimmung auf die Einberufung der für November geplanten weiteren Vorstandssitzung verzichtet.
Jeweils einmal im Quartal unterrichtete der Geschäftsführer den Geschäftsführenden Vorstand über die laufende Verbandsarbeit der Geschäftsstelle. Themenschwerpunkte der vier Sitzungen waren die Entwicklung des Mitgliederstandes, der Finanzsituation und der Lehrgangs- und Seminarbelegungen. Vor dem Hintergrund des bereits vor Jahren getroffenen Vorstandsbeschlusses, die jetzigen angemieteten Geschäftsräume erwerben zu wollen, wurde ein größerer Bausparvertrag abgeschlossen und zeitgleich hoch dotiert, damit baldmöglichst die Zuteilung und in Verbindung damit der Kauf der jetzigen Mieträume erfolgen kann.


Geschäftsführung

Während im Vorjahr 1998 wichtige personelle Veränderungen – Nachfolger/in für den Seminarleiter und die Buchhalterin – vorgenom-men werden mussten, stand 1999 im Zeichen der hard- und softwaremäßigen Erweiterung bzw. Erneuerung der Geschäftsstelle. Ein moderner Videoprojektor (Beamer) und ein leistungsfähiger Adressendrucker wurden zur Ergänzung der maschinellen Geschäftsausstattung des Verbandes erworben. Im Softwarebereich wurde in enger Zusammenarbeit mit der Mitgliedsfirma DACS AG, Stgt, eine neue Verbandssoftware entwickelt und installiert, die nunmehr eine enge Verknüpfung zwischen der Seminarverwaltung und der Finanzbuchhaltung ermöglicht und andererseits auch die Gewähr für einen reibungslosen Jahr-2000-Übergang bot sowie die künftige Abrechnung in Euro ermöglicht. Neben diesen Erneuerungen bzw. Erweiterungen wurde auch stark darauf geachtet, dass die VSW-BW-Homepage mit ihrer passwortgeschützten Datenbank hinsichtlich ihrer Benutzerfreundlichkeit und ihres Informationsgehaltes verbessert und ständig aktualisiert wurde.
Sämtliche internen und externen Aktivitäten hatten stets die Erfüllung des Satzungsauftrages des VSW-BW – „...die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Körperschaften in allen für die Wirtschaft wichtigen Fragen des Sicherheitswesens zu beraten und zu betreuen...“ – zum Ziel. Auch dank der intensiven Unterstützung der Sicherheitsbehörden des Landes sowie der Fachleute bzw. Referenten unserer Mitgliedsfirmen wurde im Geschäftsjahr 1999 dem Thema „Sicherheit“ in der Wirtschaft, im öffentlichen Bereich sowie auch in den Medien eine stärkere Beachtung gewidmet.
Ganz besonders deutlich wurde dies an der von Innenminister Dr. Schäuble gestarteten Initiative „Sicherheitsforum Baden-Württemberg – die Wirtschaft schützt ihr Wissen“. In direktem Anschluss an das erfolgreiche Symposium vom 24. Juni 1999 „Spionageabwehr – ein Beitrag zur Sicherung des Technologiestandorts Baden-Württemberg“ trafen sich im September 1999 unter Federführung des Innenministeriums erstmals hochrangige Vertreter der Unternehmen ABB, Mannheim, und DaimlerChrysler, Stuttgart, des Landesverbandes der baden-württ. Industrie, des Industrie- und Handelskammertages Baden-Württ., des baden-württ. Handwerkskammertages, des Wirtschaftsministeriums, der Steinbeis-Stiftung, des Landesamtes für Verfassungsschutz und des VSW-BW.
Innenminister Dr. Schäuble führte aus, dass dieses Gremium einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der heimischen Wirtschaft und damit zur Sicherung von Arbeitsplätzen leisten könne. Der Erfolg der baden-württ. Wirtschaft beruhe zu einem erheblichen Teil auf dem hohen technologischen Standard der Unternehmen, sagte Schäuble weiter. Diesen Technologievorsprung zu halten, sei angesichts der globalen Konkurrenz für die hiesige Wirtschaft von existenzieller Bedeutung. Aufgabe und Ziel des Sicherheitsforums sei es deshalb, Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln, um gefährdeten Unternehmen und sonstigen Institutionen praktische Empfehlungen an die Hand geben zu können.


Zertifizierung des VSW-BW

Die Geschäftsführung hat sich mit der Einführung des Qualitätsmanagement-Systems nach DIN EN ISO 9001 im Jahre 1996 das Ziel gesetzt, eine stetige Dienstleistungsverbesserung zu erarbeiten. Im Rahmen des ersten Wiederholungsaudits am 8.12.1999 durch den „Verein für Qualität im Handwerk und in der gewerblichen Wirtschaft e.V.“ wurde die Zertifizierung des VSW-BW bis zum 31.01.2003 be-stätigt. Allen Anforderungen wurden Genüge getan. Das Wiederholungsaudit wurde durch den leitenden Auditor, Herrn Dr. Rüdiger Oehmke, durchgeführt.

Auszug aus dem Auditbericht:
„Als vorbildlich kann zweifellos die Kunden-/Mitgliedsorientierung des Verbandes bezeichnet werden, die vor allem durch das große Engagement der Mitarbeiter deutlich wird und offensichtlich eine Reihe von Firmen und Auftraggebern durch eine entsprechende Mitarbeit im Verband bindet.“


Dem VSW-BW und insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle ist stets bewusst, dass die Zertifizierung eines QM-Systems eine vertrauensfördernde Maßnahme ist, dass Qualität jedoch auch täglich gelebt und den Mitgliedern bzw. Kunden gegen-über permanent bewiesen werden muss.


Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft e.V. (ASW), Bonn
Die "ASW-Brainstormer"
in beratender und geselliger Runde

Unser Beitrag zur ASW-Finanzierung lag auch 1999 im Rahmen der bereits in der Vergangenheit geleisteten Zuschüsse. Innerhalb der VSW-Regionalverbände leistet unser Verband nach wie vor den mit Abstand größten Beitragsanteil.
Die ASW neuer Art – eingetragener Verein, basierend nicht mehr nur auf den Sicherheitsverbänden, sondern auch auf weiteren Bundesverbänden wie z. B. DIHT, BDI und BDA – hat sich etabliert und wird in der Öffentlichkeit, der Politik und in den Medien zunehmend beachtet.
Der dringenden Forderung unseres Verbandes nach elektronischer Übermittlung der ASW-Sicherheitsinformationen wird die ASW-Geschäftsstelle nunmehr gerecht, so dass die Weiterleitung dieser Infos an unsere Mitglieder mittels „VSW aktuell“ sowie die Einstellung in die VSW-BW-Homepage schneller und auch kostengünstiger erfolgen kann.
Zur Definition und Stärkung der Rolle der ASW in der Zukunft sowie zur Abstimmung der zentralen ASW-Aufgaben versus der der Regio-nal-VSWn traf sich fast der komplette ASW-Vorstand im Januar 1999 zu einem zweitägigen Brainstorming „ASW-Strategie-2000“ in der Württ. Sparkassenakademie in Neuhausen a. d. Fildern. Die Teilnehmer berieten u. a. auch eingehend darüber, wie das Informationssystem der ASW weiter optimiert und ausgebaut werden sollte. Zur Stärkung der finanziellen Basis der ASW wurde angeregt, dass diese eigenständige Veranstaltungen und Seminare – ohne direkte Konkurrenz zu den VSW-Mitgliedern – durchführen solle.
Der 1. Vorsitzende der ASW, RA Hoffmann, wies auch mit Nachdruck darauf hin, dass Kontakte zu europäischen „Schwesterverbänden“ und ausländischen Sicherheitsorganisationen gesucht und ausgebaut werden müssen mit dem Ziel, eine europäische Organisation für Sicherheit der Wirtschaft zu gründen. Die Fortführung und der Ausbau der erfreulichen Ansätze internationaler Kontakte wurden von allen Teilnehmern als unbedingt notwendig angesehen.


Informationswesen

Eine der vordringlichsten Aufgaben des VSW-BW besteht darin, sicherheitsrelevante Informationen aller Art zu beschaffen, auszuwerten und diese seinen Mitgliedern zur Verfügung zu stellen. Nur auf der Grundlage von ausreichenden Informationen über die aktuelle Sicherheitslage ist es möglich, Risiken schnell und richtig einzuschätzen.
Diese Informationen bilden die Basis eines jeden Sicherheitskonzeptes. Informationen aus den Bundesbehörden bezieht der VSW-BW zum größten Teil über die ASW. Auf Landesebene stellen die Sicherheitsbehörden des Landes die wichtigsten Informationsquellen dar.
Vor allem mit dem Landeskriminalamt und dem Landesamt für Verfassungsschutz wurde die Zusammenarbeit durch ständige Kontakte und regelmäßige Treffen verstärkt.
Die für Mitglieder kostenfreie Zeitschrift „WIK“ als zentrales Verbandssorgan der ASW und die VSW-BW-Verbandszeitschrift „VSW-aktuell“ sind die beiden - papiergebundenen - Säulen des Informationswesens unseres Verbandes.
Darüber hinaus stellt das Telefax - und in immer größerem Umfang auch die E-Mail-Schiene - weiterhin ein bewährtes bzw. neues, ebenso schnelles wie kostengünstiges Mittel dar, um aktuelle Informationen zeitnah an speziell betroffene Firmen weiterzuleiten.


Internet

Die Homepage des VSW-BW wurde in diesem Jahr insbesondere für unseren Mitgliederbereich noch interessanter und informativer gestaltet. Durch das Einrichten eines passwortgeschützten Bereiches haben unsere Mitglieder nun die Möglichkeit, nach Eingabe eines Benutzer- und Kennwortes sicherheitsrelevante aktuelle Informationen über das Internet abrufen zu können. Diese Informationen werden ständig durch den VSW-BW aktualisiert.
Die Nachfrage über den Zugang zur Homepage ist 1999 stetig gestiegen. Um die Befriedigung der Nachfrage und den dauerhaften Informationsfluss gewährleisten zu können, mussten viele Bereiche umgegliedert und die Darstellungsweise bzw. der Aufbau der Homepage geändert werden.
Im Rahmen der ASW-Mitgliederversammlung im September wurde beschlossen, dass unter Federführung des VSW-BW ein Projekt zum Aufbau einer ASW-Sicherheitsdatenbank erarbeitet und entwickelt werden soll.

Außer dem bereits bekannten Zugang www.vsw-bw.com ist der Verband nunmehr auch unter

  • www.vsw-bw.de
  • www.verbandfuersicherheit.de sowie
  • www.asw-vsw.de

erreichbar.

Die durchschnittlichen wöchentlichen Zugriffe auf unsere Homepage haben sich im Zeitraum 07/98 bis 12/99 von 30 auf 700 gesteigert.

Der Angebotsbereich im offenen Teil unserer Homepage wurde in den Bereichen Seminare und Lehrgänge 1999 noch transparenter gestaltet. Nach Aufruf eines Seminars können durch einen Doppelklick der Tagesablauf sowie die Themengliederung und die Referenten abgerufen werden.
Neben den Titeln „Was Sie über uns wissen sollten“ und „Lehrgänge & Seminare“ können hier auch Informationen über die Satzung, Mitgliedsbeiträge, Rechenschaftsberichte, Presseartikel u. a. m. auf- bzw. abgerufen werden.
Darüber hinaus führen „Links“ zu weiteren Internet-Adressen wie z. B. Polizei, LKA, Verfassungsschutz und Auswärtiges Amt. Anmeldungen zu Veranstaltungen wie auch Anfragen, Anregungen u. ä. können au-ßerdem schnell, komfortabel und kostengünstig mittels E-Mail erfolgen.
Die vom Verband ermittelten, stark ansteigenden VSW-BW-Homepage-Nutzungen sowie die prozentual zunehmenden Seminaranmeldungen per E-Mail bestätigen den Trend, dass nur die Firmen erfolgreich sein werden, die die Chancen der Technik nutzen, um flexibler, schneller und produktiver zu sein als die Mitbewerber.


Erfahrungsaustauschkreise
Teilnehmer des Erfa-Kreises Mannheim bei der
Besichtigung der Heidelberger Druckmaschinen AG

Der Gedanken- und Informationsaustausch war auch im Jahr 1999 ein wichtiger Bestandteil unserer Dienstleistungen. Das Interesse unserer Mitglieder - und auch von Nichtmitgliedsfirmen - an der Teilnahme war sehr erfreulich.
Der VSW-BW möchte sich auch auf diesem Wege recht herzlich bei den regional zuständigen Erfa-Kreis-Leitern für ihren Einsatz und für ihr Engagement bedanken.
Themen des Jahres 1999 waren u. a.:

  • Sicherheit im Internet
  • Sicherheit bei der Lufthansa AG
  • Siemens AG München und Paulaner Brauerei anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Erfa-Kreises Heidenheim
  • Sicherheit im Dienstleistungsbereich der Firma Ziemann
  • Mieter im Betriebsgelände
  • Boorberg Verlag
  • Besichtigung des Werkschutzes und der Werksfeuerwehr der DaimlerChrysler AG, Werk Untertürkheim
  • 6. Strafrechtsreform
  • Marketing im Internet, FH Pforzheim
  • Sicherheit im Kernkraftwerk Leibstadt in der Schweiz
  • Heidelberger Druckmaschinen AG

Erfahrungsaustauschkreise bestehen unverändert in den Regionen Stuttgart, Heidenheim, Bodensee, Freiburg, Karlsruhe und Mannheim sowie überregional zu den Themen „Datenschutz“ und „Geheimschutz.“

Teilnehmer des Erfa-Kreises
Mannheim bei der Besichtigung
der Heidelberger Druckmaschinen AG
Die Teilnehmer des "Jubiläums-Erfa-Kreises"
auf dem Dach des Siemens-Gebäudes
Vertiefte Einblicke in die
Siemens-Welt von morgen

Insbesondere möchten wir auf den Erfa-Kreis Heidenheim hinweisen, der 1999 sein 25-jähriges Bestehen feiern konnte. Gegründet wurde der Heidenheimer Erfa-Kreis 1974 im Gästekasino der Siemens AG in Heidenheim in Anwesenheit von Herrn Dr. Albert Riester, dem Gründungspräsidenten des VSW-BW.
Anlässlich der 130 durchgeführten Erfa-Termine kamen 3.663 Teilnehmer zu den Veranstaltungen. Dies ergibt eine Anzahl von mehr als 5 Erfa-Kreis-Sitzungen pro Jahr mit durchschnittlich 28 Teilnehmern.
In all den Jahren wurden weiterhin viele Strategiegespräche in kleinen Arbeitsgruppen zu aktuellen Themen wie z. B. Arbeitszeitregelung im Werkschutz, Berufsbild der Werkschutzfachkraft, Dienstleistung Werkschutz eigen/fremd, Sicherheitskonzepte für operative Standorte, Aufbau von Schließplänen, aktuelle Sicherheitsfragen vor drohendem Arbeitskampf, interne Aus- und Fortbildung, integrierte Werksicherheit, Werkschutzkosten und Verrechnung von WS-Dienstleistungen im Unternehmen durchgeführt.
Die „Jubiläums-Sitzung“ des Erfa-Kreises Heidenheim führte am 23.06.1999 zur Siemens AG und zur Schörghuber-Gruppe nach München. Der Ausklang am Abend fand in der Paulaner-Brauerei statt.


Bereich „Aus- und Weiterbildung“

Die Neuordnung der Berufsausbildung in sicherheitsrelevanten Bereichen nimmt langsam konkrete Formen an. Der neue Ausbildungsberuf mit dem Abschluss „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ mit einer Ausbildungsdauer von 3 Jahren ist seit längerer Zeit mit unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkten im Gespräch.
Die ASW hat zu verschiedenen Zeiten aufgrund der Erfahrungen in der Werkschutzfachkraftausbildung Anregungen und Vorschläge in die Planungen und Überlegungen eingebracht. Die Inkraftsetzung dieser Neuordnung ist z. Zt. noch nicht bekannt. Der Umschulungsberuf Werkschutzfachkraft sollte nach den Planungen modifiziert werden. Der VSW-BW wird aus nachvollziehbaren Gründen die Entwicklung mit großem Interesse verfolgen und seine Vorschläge versuchen durchzusetzen.
Grundsätzlich ist zum Thema Ausbildung noch anzumerken, dass sich die Anfragen nach Werkschutzfachkräften beim VSW-BW häufen und dass viele in der Branche tätige Privatpersonen vermehrt ihre Ausbildung selber bezahlen, um eine nach Tarif mögliche höhere Bezahlung zu erhalten.

Von der Bierherstellung in der
Schörghuber-Gruppe bis zur Konsumierung


Englisch im Empfang und Tordienst

Um den veränderten Bedingungen in Zeiten der allgemeinen Globalisierung und Fusionen im begrenzten Umfang auch im Bereich Werkschutz Rechnung zu tragen, wurde im Berichtszeitraum erstmalig für im Empfang und Tordienst eingesetztes Personal ein - auf Teilnehmerbedürfnisse abgestimmtes - dreitägiges Seminar in englischer Sprache durchgeführt. Ziel des Seminars war die Auffrischung evtl. vorhandener Grundkenntnisse und das Üben situationsangemessener Kommunikation im Aufgabenbereich.
Das vermittelte Vokabular soll die Teilnehmer in die Lage versetzen, den englisch sprechenden Besucher zu begrüßen, nach seinen Wünschen zu fragen und gewisse Formalitäten abzuwickeln.
Die Resonanz der Teilnehmer war sehr positiv. Man war einheitlich der Meinung, dass sowohl das vermittelte Vokabular, die bespielte Kassette als auch die in Folie verschweißten Unterlagen eine wirksame Hilfe am Arbeitsplatz sind. Laut Schreiben der Lufthansa AG, Konzernsicherheit, war das Seminar geeignet, die Kommunikationsfähigkeit zu verbessern und mehr Sicherheit im Umgang mit der englischen Sprache zu vermitteln.
Um auch in anderen Aufgabenbereichen das Ausbildungsangebot an den oft sich ändernden Aufgaben neu angepasst zu gestalten, wurde für die Werkschutzermittler eine Weiterbildung mit Schwerpunkten wie

  • Drogenproblematik am Arbeitsplatz, Erkennungsmerkmale und Eingriffsmöglichkeiten
  • Einsatzmöglichkeiten und Effizienz von konspirativen Videomöglichkeiten
  • Ursachenforschung bei Explosionen und Bränden
  • Private Anhörung und privates Nachschauen
mit sehr positiver Resonanz durchgeführt.


§ 34 a Gewerbeordnung

Die vom Gesetzgeber in der Bewachungsverordnung geforderte Unterrichtung für neues, im Dienstleistungsbereich Bewachung tätiges Personal wird zwischenzeitlich durch den VSW-BW im Auftrag der IHKn Stuttgart, Mannheim und Reutlingen durchgeführt.

Fälschlicherweise wird diese Unterrichtung durch einzelne Dienstleister als IHK-Ausbildung vermarktet, um damit gewollt oder ungewollt den Anschein von besonders qualifiziertem Personal vorzugeben.


Erfa-Kreis-Werkschutzmeister

Die Herren Schicht (Mitte) und Huber bei
der Erläuterung des KonTra-Gesetzes.
Teilnehmer des Seminars "Integriertes
Sicherheitsmanagement vor dem
Hintergrund des KonTra-Gesetzes"
Der Erfa-Kreis wurde auch im Berichtszeitraum seiner selbstgewählten Aufgaben – Fortbildung, Erfahrungsaustausch und Kontaktpflege – gerecht. Im fachlichen Bereich wurde u. a. bei einer Ganztagsveranstaltung bei der Eurocopter Deutschland GmbH, Donauwörth, neben dem allgemein interessierenden Teil der Hubschrauberfertigung eine Vielzahl von sicherheitsrelevanten Themen, wie sie teilweise aus dem eigenen Arbeitsalltag bekannt sind, erörtert.
Die Kameradschaft und Kontaktpflege erfolgte traditionsgemäß bei einem Wanderwochenende mit zwei eindrucksvollen Wandertagen im Lechtal.
Der fachliche Gedankenaustausch erfolgte hierbei im wahrsten Sinne des Wortes auf einer „höheren Ebene“.


Fachseminare

Die 1999 durchgeführten 32 Fachseminare wurden von 474 Teilnehmern besucht, von denen 69 % aus (Noch-) Nichtmitgliedsfirmen kamen. Die ansteigende Teilnehmerzahl pro Seminar ist auf die auch 1998 und 1999 erweiterten Mailing-Aktionen und die neuen Themenfelder zurückzuführen. Der erneut gestiegene Prozentsatz der Teilnehmer aus Nichtmitgliedsfirmen unterstreicht, dass die Erweiterung des Einladungskreises ein ebenso wichtiger wie richtiger Schritt war. Der prozentual rückläufige und in absoluten Zahlen stagnierende Anteil von Mitarbeitern aus Mitgliedsfirmen ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass oftmals angespannte Personaldecken und geringe Fluktuationsraten Entsendungen zu Seminaren erschwerten bzw. erübrigten.


QM-Workshop

QM-Workshopleiter Thomas Haberbosch,
ZDH-ZERT-Auditor Dr. Rüdiger Oehmke, Bayern-
Security-Geschäftsführer Huber, VSW-BW-Geschäfts-
führer Karl Schotzko anlässlich der
Zertifikatsübergabe über den Dächern Münchens
Der vierte vom VSW-BW durchgeführte QM-Workshop versetzte alle Teilnehmer in die Lage, sich nach wenigen Monaten intensiver Vorbereitung erfolgreich einem Zertifizierungs-Audit nach DIN EN ISO 9001 stellen zu können. Die Workshop-Unterstützung beim Aufbau und der Implementierung eines innerbetrieblichen QM-Systems sowie dessen Dokumentation in einem QM-Handbuch führten zu folgendem Workshop-Resümee des Bayern-Security-Chefs Wolfgang Huber:

„Mehr als 20 Jahre erbringen wir sämtliche Sicherheitsleistungen für die Bayerische Landesbank. Auch mit der Zertifizierung haben wir bestätigt bekommen, dass unsere Mitarbeiter, unsere Beratung und die eingesetzte Sicherheitstechnik hohen Ansprüchen entsprechen. Dieses hohe – und nun auch zertifizierte – Dienstleistungs- bzw. Sicherheitsniveau wollen wir noch steigern und künftig verstärkt auch anderen Unternehmen anbieten.“

Die noch stärkere Resonanz im derzeit laufenden QM-Workshop zeigt uns, dass diesem Themengebiet bei vielen mittelständischen Unternehmen bzw. Sicherheitsdienstleistern auch weiterhin eine große Bedeutung beigemessen wird.


Beratung

Der Bereich Beratung von Mitgliedsunternehmen - und in immer stärkerem Maße auch von Nichtmitgliedern - gewann im Laufe des Jahres weiter an Bedeutung.
Erkennbare Schwerpunkte waren die Beratungen in den Bereichen IT-Sicherheit und Gebäudeabsicherungen.
Die meisten Anfragen erfolgten telefonisch und konnten von den VSW-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Verlauf des Gesprächs oder mit einem Rückruf beantwortet werden. Waren die Probleme zu speziell, um von den Mitarbeitern mit ihren eigenen Fachkenntnissen gelöst zu werden, so konnte auf externe Sachverständige zurückg-griffen bzw. die Beantwortung dieser Fragen in Mitgliedsfirmen und/oder den Sicherheitsbehörden recherchiert werden.
Hierbei gilt der Dank des VSW-BW allen Fachleuten aus den Mitgliedsunternehmen und den Sicherheitsbehörden, die ihre Erfahrun-gen und Kenntnisse dem VSW-BW bzw. anderen Mitgliedsfirmen und sonstigen Ratsuchenden zur Verfügung gestellt haben.


Ausbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen

1994 1995 1996 1997 1998 1999
Werkschutz-Ausbildung 18.040 17.771 16.933 17.343 13.612 14.391
WS-Meister-Ausbildung 4.968 7.128 3.402 8.991
Fortbildung 5.801 6.239 5.585 6.471 5.504 4.524
Fortbildung außer Haus 5.318 11.170 8.611 5.986 5.618
Fachseminare 2.248 3.112 1.664 1.896 2.968 3.744
Unterrichtsstunden mal jeweiliger Teilnehmeranzahl

Die finanzielle Entwicklung

Für die VSW-BW-Mitglieder ist die Jahresbilanz und G/V-Rechnung 1998 diesem Geschäfts- und Rechenschaftsbericht beigefügt. Notwendige Erläuterungen dazu und auch die Darstellung der Ergebnisse aus der vorgenommenen Bilanzprüfung erfolgen im Rahmen der 32. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 05.04.2000 durch den Schatzmeister, Herrn Hummel, und den Revisor, Herrn StB Helmstädter.


Besetzung des Vorstandes seit 25. April 1996
  • Vorstandsmitglieder
    • Berthold Schweigler, Präsident
      Robert Bosch GmbH, Stuttgart
      Vorstandsmitglied der ASW, Bonn
    • Wimar Klein, Vizepräsident
      Hauptstraße 32, 73669 Lichtenwald
      (bis 31.12.1998 - DaimlerChrysler AG Stuttgart)

    • Hans-Peter Hummel (Schatzmeister)
      Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart
    • Dr. Karl-Otto Künkele
      Hofkammer des Hauses Württemberg, Friedrichshafen
    • Bernd Luithle
      Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH, Neckarwestheim
    • Dr. Ing. Eberhard Merz
      Pommernstraße 45, 68309 Mannheim
      (bis 30.06.1998 - Unternehmensgruppe Freudenberg, Weinheim)
    • Dr. Gerhard Schmidt
      Industrie- und Handelskammer, Karlsruhe


  • Revisor
    • Wilfried Helmstädter
      Dipl.-Volkswirt, Steuerberater


  • Ehrenmitglieder
    • Siegfried Hack, (Ehrenpräsident)
      Teckstraße 97, 71696 Möglingen

    • Dr. Werner Britsch
      DaimlerChrysler AG, Stuttgart
    • Detlef Dieterle
      Forellenweg 16, 88662 Überlingen
    • Dr. Gering Mylius
      Hallerstraße 20, 79117 Freiburg
    • Harald Sommer
      Gödecke AG, 79005 Freiburg
    • Dieter Utsch
      Tobelweg 5, 88090 Immenstaad