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Rechenschafts- und Geschäftsbericht 2000


überreicht aus Anlaß der Jahresmitgliederversammlung am 25. April 2001

VERBAND FÜR SICHERHEIT IN DER WIRTSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG E.V.

Telefon: (07 11) 95 46 09-0
Telefax: (07 11) 95 46 09-20

Sehr geehrte VSW-BW-Mitglieder,

zu unserer 33. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 25. April 2001 legen wir Ihnen den Rechenschafts- und Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2000 vor.

Wir verbinden damit unseren Dank an Sie für Ihre Unterstützung des Vorstands und der Geschäftsführung zur Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben und Ziele des Verbandes.

Weiterhin danken wir allen Geschäftspartnern und Förderern des Verbandes sowie den Sicherheitsbehörden, die durch eine ebenso enge wie kooperative Zusammenarbeit erneut sehr wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Sicherheit in der Wirtschaft und im öffentlich-rechtlichen Bereich größere Beachtung geschenkt wurde.

Die neuere Entwicklung zeigt, dass – auch vor dem Hintergrund des KonTra-Gesetzes – die Unternehmenssicherheit immer stärker in personellen, technisch/baulichen und organisatorischen Zusammenhängen gesehen werden muss und dass es deshalb künftig in noch höherem Maße konzeptioneller und ganzheitlicher Lösungsansätze bedarf. Besonderes Augenmerk wird auf die immens steigenden Gefahren aus der Informations- und Telekommunikationstechnologie gelegt werden müssen; Abhörrisiken und die immer komplexere Virenproblematik sind mit die größten Herausforderungen für die betriebliche Sicherheit und die dafür Verantwortlichen.

Da jedoch baulich/technische Investitionen und organisatorische Maßnahmen allein nicht ausreichen, hat der VSW-BW in enger Abstimmung mit den Sicherheitsverantwortlichen der Mitgliedsfirmen und den Sicherheitsbehörden unter seinem Motto

"Fachwissen und Erfahrung kompetent
und praxisgerecht weitergeben"

auch für dieses Jahr ein umfangreiches Seminar- und Ausbildungsangebot konzipiert. Ihr VSW-BW bittet Sie auch in diesem Jahr weiterhin um Ihre wertvolle Unterstützung.

Mitglieder
Das Podium letztmals in alter Besetzung.
v.l.: Schatzmeister Hummel, Vizepräsident Klein,
GF Schotzko, Präsident Schweigler, Herr Luithle,
Dr. Künkele, Dr. Merz und Dr. Schmidt

Am 31. Dezember 1999 hatte der Verband 222 Mitglieder

Im Jahre 2000 kamen dazu

  • ordentliche Mitglieder 10
  • kooperative Mitglieder 22 32 Mitglieder

254 Mitglieder

Ausgeschieden sind 2000

  • Unternehmen durch Auflösung 1
  • Unternehmen durch Ausschluss 0
  • Unternehmen durch Austritt 9
  • Unternehmen durch Fusion 1
  • Unternehmen durch Konkurs 4 15 Mitglieder

Mitgliederstand am 31. Dezember 2000 : 239 Mitglieder

Wir sind damit in der Bundesrepublik nicht nur der älteste regionale Sicherheitsverband, sondern mit Abstand auch weiterhin der mitgliederstärkste Verband für Sicherheit innerhalb der "Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft e.V." (ASW), Bonn/Berlin.

Mitgliederversammlung
Blick in die Aula der Sparkassenakademie
Baden-Württemberg

Pünktlich um 13:00 Uhr eröffnete VSW-BW-Präsident Schweigler am 5. April 2000 die 32. Ordentliche Mitgliederversammlung. Neben den 72 Anwesenden ordentlichen Mitgliedern – zzgl. 9 Stimmübertragungen wohnten 16 kooperative Mitglieder der Versammlung bei. Sie verfolgten die Rechenschaftsberichte und beteiligten sich intensiv an der Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung sowie an den turnusmäßigen Vorstandswahlen.

Ohne den nachfolgenden Berichten der Geschäftsführung und des Schatzmeisters vorgreifen zu wollen, gab Herr Schweigler seiner Freude Ausdruck, der Versammlung zusammenfassend mitteilen zu können, dass ein außerordentlich erfolgreiches Verbandsgeschäftsjahr hinter dem VSW-BW liegen würde.

Hinsichtlich der Einschätzung der allgemeinen Sicherheitslage führte er aus, dass es heute glücklicherweise weniger um politisch motivierten Terrorismus und kaum noch verfassungsfeindlichen Extremismus in den Betrieben geht, sondern dass die Sicherheit der Daten- und Telekommunikationsnetze, das betriebliche Risk-Management (KonTraG) sowie die Abwehr illegalen Know-how-Abflusses durch Wirtschafts- und/oder Konkurrenzspionage die neuen Aufgabenfelder der betrieblichen Sicherheit sind, denen wir uns aktiv und kompetent zu stellen haben.

Hans-Peter Hummel
anläßlich seines letzten
Rechenschaftsberichtes
Unter dem Motto "erfolgreiche Tätigkeit war für uns nie eine Etappe zum Ausruhen, sondern stets Ansporn für die Fortsetzung unserer Arbeit" verwies er nicht ohne Stolz darauf, dass unser Verband den Abstand bezüglich der Mitgliederstärke, der finanziellen Potenz und nicht zuletzt sämtlicher Ausbildungs- und Seminaraktivitäten im Vergleich zu den Schwesterverbänden weiter ausgebaut hat.

GF Schotzko führte in seinem Rechenschaftsbericht aus, dass neben personellen Veränderungen insbesondere auch die alte Verbandssoftware durch eine neue DACS-Software ersetzt wurde, wodurch nun stets der aktuelle Stand offener Posten gegeben wäre sowie erhebliche Postlaufzeiten und Steuerberaterkosten eingespart werden konnten. Durch diese Maßnahme wurde auch der von vielen gefürchtete Jahr-2000-Übergang reibungslos bewältigt; weiterhin ist es nunmehr problemlos möglich, €uro-Zahlungen und -Buchungen vornehmen zu können. Hinsichtlich der externen Verbandsaktivitäten ging er näher auf die Sicherheitsdatenbank der VSW-BW-Homepage sowie auf die Erfa-Kreise ein, welche beide grundsätzlich nur den Verbandsmitgliedern offen stehen.

In seinem Rechenschaftsbericht verwies Schatzmeister Hans-Peter Hummel – wie in den Vorjahren – darauf, dass alle finanziellen Entscheidungen des Verbandes entsprechend dem Satzungszweck und unter Berücksichtigung der Gemeinnützigkeit nach den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit und Sparsamkeit getroffen wurden.

Mit einer persönlichen Erklärung, dass er zum Jahresende 2000 aus den Diensten der Landesbank Baden-Württemberg ausscheiden und deswegen auch für eine neue VSW-BW-Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung stehen würde, beendete er seinen Rechenschaftsbericht und damit auch seine jahrelange erfolgreiche Tätigkeit als Schatzmeister des VSW-BW.

Der Verbandsrevisor, Herr StB Wilfried Helmstädter, hatte sich in umfangreichen Stichproben und Querkontrollen davon überzeugt, dass die Buchhaltung und insbesondere die Ausgaben des Verbandes stets im Einklang mit der Satzung und den Zielen des Verbandes gestanden hätten.

Unter Hinweis auf die vorgetragenen Rechenschaftsberichte und die darin enthaltenen Geschäftsergebnisse bat Herr Hauber von der DaimlerChrysler AG, Werk Sindelfingen, um Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung für das zurückliegende Geschäftsjahr. Per Handzeichen erfolgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung des VSW-BW.

Die ebenso charmante wie
souveräne Wahlleiterin
Barbara Schöttler

Aufgrund des Ablaufs der vierjährigen Amtsperiode wurde der komplette Vorstand neu gewählt. Die einstimmig zur Wahlleiterin berufene Frau Barbara Schött-ler von der Behr GmbH & Co., Stuttgart, leitete gekonnt die drei Wahlgänge.

Im ersten Wahlgang wurde Berthold Schweigler mit 72 Ja-, 5 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen als VSW-BW-Präsident wieder gewählt. Aufgrund des Ausscheidens von Herrn Wimar Klein aus der DaimlerChrysler AG wurde Bernd Luithle mit 70 Ja-, 6 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen zum stv. Präsidenten gewählt. Vor Beginn des dritten Wahlganges dankte Herr Schweigler den langjährigen Vorstandsmitgliedern Hummel, Dr. Merz und Dr. Schmidt für ihre erfolgreiche und verdienstvolle Vorstandstätigkeit und überreichte ihnen als kleine Anerkennung jeweils ein Weinpräsent.

Nachdem sich die vom Vorstand vorgeschlagenen 5 Kandidaten der Versammlung kurz vorgestellt hatten und sich keine weiteren Kandidaten zur Wahl stellten, wurden die Herren

  • Dr. Werner Britsch
  • Dr. Karl-Otto Künkele
  • Dr. Markus Müller
  • Dr. Hans-Jürgen Reichardt
  • Ludger Remler

ebenfalls in den Vorstand des VSW-BW berufen.

Nach Beendigung des nichtöffentlichen Teils der Mitgliederversammlung war es eine besondere Freude und Ehre für Herrn Schweigler, den Innenminister unseres Landes, Herrn Dr. Thomas Schäuble, MdL, vor zahlreich hinzugekommenen Ehrengästen als Gastredner zu dem Thema "Sicherheit als Standortfaktor" begrüßen zu dürfen.

Herr Min. Dr. Schäuble erläuterte an mehreren Beispielen, wie z. B. den hohen Investitionen in die Ausrüstung der Polizei und den zahlreichen Kommunalpräventions-/Sicherheitspartnerschafts-Programmen, welch hohe Priorität die Landespolitik der inneren Sicherheit beimißt. Und wenn auch niemals das New-Yorker-Modell bei uns umgesetzt werden wird, so werden die Sicherheitsbehörden künftig doch noch ein stärkeres Gewicht auf die Bekämpfung der steigenden Jugend- und Organisierten Kriminalität (OK) legen. Neben den Erfolgen durch die sog. Schleierfahndung wies der Minister auch darauf hin, dass die Videoüberwachung des öffentl. Raumes zwar nicht als Allheilmittel angesehen würde, dass aber trotzdem die gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen werden sollen.

1. Reihe v.l.:
Dr. Rannacher, Herr Luithle,
Herr Schürholz und Dr. Schäuble

In Bezug auf das private Sicherheitsgewerbe vertrat er die Meinung, dass eine spezielle gesetzliche Regelung im Prinzip notwendig wäre und bot hierzu Detailgespräche in seinem Ministerium an. Seine Ausführungen schloss er mit der Bemerkung, dass die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden mit der Wirtschaft und dem VSW-BW kaum noch steigerbar wäre, wie z. B. das erfolgreiche Symposium "Spionageabwehr – ein Beitrag zur Sicherung des Technologiestandorts Baden-Württemberg" im Juni 1999 und das von ihm initiierte "Sicherheitsforum Baden-Württemberg – die Wirtschaft schützt ihr Wissen" eindeutig unterstreichen würden.

Vorstand

Im Berichts-/Geschäftsjahr 2000 fanden am 28. Feb. im Hofkameralamt des Hauses Württemberg bei Ludwigsburg und am 30. Nov. in der VSW-BW-Geschäftsstelle, Bad Cannstatt, Vorstandssitzungen statt, auf denen die Themen Jahresabschluss 1999/Haushaltsplan 2000, Personalangelegenheiten der Geschäftsstelle, neue Geschäftsfelder des VSW-BW sowie die Vorbereitung der 32. Mitgliederversammlung auf der Tagesordnung standen.

Zu Beginn der konstituierenden Novembersitzung galt der besondere Gruß des Vorsitzenden den neuen Vorstandsmitgliedern Dr. Britsch (DaimlerChrysler AG), Dr. Müller (ABB AG), Schatzmeister Remler (Landesbank Baden-Württemberg) sowie Dr. Reichardt (IHK Region Stuttgart). Aufgrund seiner Funktion als stv. ASW-Vorsitzender ging Herr Schweigler auf die unverändert angespannte finanzielle sowie personelle Situation der ASW ein und bezog auch Stellung zum aktuellen Stand der Einführung des geplanten Ausbildungsberufes "Fachkraft für Schutz und Sicherheit". Breiten Raum nahm in seiner Berichterstattung auch das Thema "Stiftungsinitiative Deutsches Forum für Kriminalprävention" ein. Nach intensivem Meinungsaustausch über die Vorteilhaftigkeit einer ASW-Mitgliedschaft beschloss der Vorstand, die weitere Entwicklung der Stiftungsinitiative kritisch zu begleiten.

Vor dem Hintergrund ihrer ebenso langjährigen wie verdienstvollen Tätigkeit im Vorstand des VSW-BW wurden die Herren Hans-Peter Hummel, Wimar Klein, Dr. Eberhard Merz und Dr. Gerhard Schmidt einstimmig zu Ehrenmitgliedern des VSW-BW ernannt.

In Anbetracht der mittel- und langfristigen Finanzplanung des VSW-BW, den Beitragsstaffeln anderer VSW-Regionalverbände sowie dem Umstellungsbedarf unserer Beitragsstaffel ab dem Jahr 2002 von DM auf €uro fand ein intensiver Meinungsaustausch über die Notwendigkeit bzw. Höhe evtl. Veränderungen unserer Beitragsstaffel statt. Der Vorstand beschloss einstimmig, der Mitgliederversammlung 2001 nach einer 15-jährigen Beitragskontinuität eine den unvermeidlichen Kostensteigerungen angepasste moderate Beitragserhöhung zur Genehmigung vorzuschlagen.

Innenminister Dr. Thomas
Schäuble, MdL

Jeweils einmal im Quartal unterrichtete der Geschäftsführer den geschäftsführenden Vorstand über die laufende Verbandsarbeit der Geschäftsstelle. Themenschwerpunkte der vier Sitzungen waren die Entwicklungen des Mitgliederstandes, der Finanzsituation und der Lehrgangs- und Seminarbelegungen.

Geschäftsführung

Entsprechend dem gemeinnützigen Satzungsauftrag des Verbandes – "...die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Körperschaften in allen für die Wirtschaft wichtigen Fragen des Sicherheitswesens zu beraten und zu betreuen..." – hat der VSW-BW mit Unterstützung der Sicherheitsverantwortlichen der Mitgliedsunternehmen, der Sicherheitsbehörden, der IHK Region Stuttgart und den Medien noch intensiver als in den Vorjahren auf den verschiedensten Ebenen und Kanälen auf die betrieblichen Gefahren und deren Bekämpfung hingewiesen. Nicht zuletzt durch die noch größere Verbreitung unserer Seminarangebote und des damit einhergehenden höheren Anteils (76 %) von Nichtmitgliedern an unseren Seminaren trägt der VSW-BW mit dazu bei, dass sicherheitsrelevante Themen in den Unternehmen und Körperschaften immer häufiger den Stellenwert eingeräumt bekommen, der ihnen für eine erfolgreiche betriebliche Zukunft auch gebührt.

Seinen satzungsmäßigen Beratungsauftrag erfüllt der Verband auch als Mitglied des 1999 gegründeten "Sicherheitsforums Baden-Württemberg", das laut Innenminister Dr. Schäuble "als Sicherheitspartnerschaft zwischen Staat und Wirtschaft" angeregt worden war und das sich zur Aufgabe gemacht hat, die Unternehmen im Land verstärkt für die Gefahr der Wirtschaftsspionage zu sensibilisieren und sie zu geeigneten Abwehrmaßnahmen zu veranlassen. Das Gremium ist unabhängig, verfolgt keine wirtschaftlichen Interessen, ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Vertretern aus Wirtschaft (DaimlerChrysler AG und ABB AG), Forschung, Verbänden (VSW-BW), Kammern und Behörden. Im Jahr 2000 führten die Mitglieder des Sicherheitsforums Baden-Württemberg zahlreiche Interviews mit Vorständen oder Geschäftsführern besonders innovativer Unternehmen im Land, um in Erfahrung zu bringen, wie die Firmen die Gefahren der Wirtschaft und Konkurrenzspionage einschätzen. Außerdem wurden die Interviewpartner zu ihren eigenen diesbezüglichen Erfahrungen und zu den im eigenen Unternehmen getroffenen Sicherheitsvorkehrungen befragt. Die größte Gefahr sahen die Unternehmer nicht in der Spionage im eigentlichen Sinn, also im heimlichen Auskundschaften und der Weitergabe von Spezialwissen an Dritte, sondern in der gezielten Abwerbung qualifizierter Mitarbeiter. Die Interviewten hielten es übereinstimmend für notwendig, selbst weitere Sicherheitsvorkehrungen in ihrem Betrieb zu treffen und die Sensibilisierung der Wirtschaft für die Gefahren der Wirtschaftsspionage durch Staat, Kammern und Verbände zu intensivieren. Diesem Ziel dient insbesondere die vom VSW-BW gemeinsam mit dem Landesamt für Verfassungsschutz aufgebaute und betreute Homepage (www.sicherheitsforum-bw.de), auf welcher die Ergebnisse der Interviews, weitere Basisinformationen sowie Ansprechpartner und weiterführende Literatur benannt werden.

Zur Sicherstellung des reibungslosen Geschäftsbetriebes wurde nicht nur die Geschäftsausstattung des Verbandes um ein weiteres Notebook und einen Adressendrucker erweitert, auch in personeller Hinsicht wurde mit Frau Uta Fallscheer als Halbtagskraft für die Buchhaltung neben den technischen Ergänzungen auch die notwendige personelle Erweiterung optimal vollzogen. Besonderes Augenmerk wurde auf die intensive Pflege der VSW-BW-Homepage, der Kontakte zu den Erfa-Kreisen und Verbandsmitgliedern sowie der qualitativen Auswahl und Erweiterung des Referentenstammes und der Seminarangebote gelegt.

Auch in 2001 wird es das vorrangige Ziel der Geschäftsführung sein, durch aktuelle Seminarthemen mit kompetenten Referenten den Seminar- und Lehrgangsbereich noch weiter auszubauen und die Bedürfnisse der Mitglieder nach aktuellen Sicherheitsinformationen mittels Homepage, der "VSW aktuell", den Zeitschriften "WIK" und seit Jahresbeginn 2001 auch der "KES" sowie durch eine Vielzahl interessanter Erfa-Kreise noch besser und effektiver zu erfüllen.

Zertifizierung des VSW-BW

Die Geschäftsführung hat sich mit der Einführung des Qualitätsmanagement-Systems nach DIN EN ISO 9001 im Jahre 1996 das Ziel gesetzt, eine stetige Dienstleistungsverbesserung zu erarbeiten. Im Rahmen des Wiederholungsaudits am 7.12.2000 durch den "Verein für Qualität im Handwerk und in der gewerblichen Wirtschaft e.V." wurde die Zertifizierung des VSW-BW bis zum 31.1.2003 bestätigt. Allen Anforderungen wurden Genüge getan. Das Wiederholungsaudit wurde durch den leitenden Auditor, Herrn Dr. Rüdiger Oehmke, durchgeführt.

Auszug aus dem Auditbericht:

"Das 4. Überwachungsaudit zeigt erneut, dass der Dienstleistungsprozess des VSW-BW für seine Mitglieder in hervorragender Weise praktiziert und beherrscht wird."

Dem VSW-BW und insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle ist stets bewusst, dass die Zertifizierung eines QM-Systems eine vertrauensfördernde Maßnahme ist, dass Qualität jedoch auch täglich gelebt und den Mitgliedern bzw. Kunden gegenüber permanent bewiesen werden muss.

ASW-Vorsitzender Hoffmann (links)
begrüßt Bundesinnenminister Otto
Schily (mitte) im Rahmen seines
Messerundganges auf dem ASW_Stand

Als nächster Schritt ist der baldige Umstieg auf die am 15.12.2000 verabschiedete prozessorientierte

DIN EN ISO 9000:2000

vorgesehen.

VSW-BW auf der SECURITY stark vertreten

Vom 10. – 13. Oktober 2000 fand in Essen wieder die größte Sicherheitsmesse der Welt statt.

ASW-Vorsitzender RA Wolfgang Hoffmann (links) begrüßte Bundesinnenminister Otto Schily (Mitte) im Rahmen seines Messerundganges auf dem ASW-Stand

Neben den über 900 Ausstellern aus ca. 50 Ländern waren auch drei Vertreter des VSW-BW auf dem Gemeinschaftsstand unter dem "ASW-Dach" präsent, um Vertreter von Mitgliedsfirmen zu begrüßen und neben einer Vielzahl von sonstigen Standbesuchern auch zu beraten.

VSW-BW-Ausbildungsleiter Werner Bögel (stehend links)
im Kreise "seiner" Werkschutzmeister

VSW-BW-Ausbildungsleiter Werner Bögel (l.)
im Kreise seiner Werkschutzmeister

Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Verfassungsschutz war es uns erneut möglich, zwei LfV-Mitarbeiter zur "Verstärkung" unseres Messeteams mit nach Essen nehmen zu können, die auf dem ASW-Stand primär die Themen Wirtschaftsspionage, Abhörschutz und IT-Sicherheit hervorragend abdeckten und deshalb stets sehr gefragt waren. Der VSW-BW bedankt sich auch auf diesem Wege nochmals ganz herzlich für den gemeinsamen SECURITY-Auftritt.

Informationswesen

Eine der vordringlichsten Aufgaben des VSW-BW besteht darin, sicherheitsrelevante Informationen aller Art zu beschaffen, auszuwerten und diese seinen Mitgliedern zur Verfügung zu stellen. Nur auf der Grundlage von ausreichenden Informationen über die aktuelle Sicherheitslage ist es möglich, Risiken schnell und richtig einzuschätzen.

Diese Informationen bilden die Basis eines jeden Sicherheitskonzeptes. Informationen aus den Bundesbehörden bezieht der VSW-BW zum größten Teil über die ASW. Auf Landesebene stellen die Sicherheitsbehörden des Landes die wichtigsten Informationsquellen dar.

Vor allem mit dem Landeskriminalamt und dem Landesamt für Verfassungsschutz wurde die Zusammenarbeit durch ständige Kontakte und regelmäßige Treffen verstärkt.

Die für Mitglieder kostenfreie Zeitschrift "WIK" als zentrales Verbandssorgan der ASW und die VSW-BW-Verbandszeitschrift "VSW-aktuell" sind die beiden - papiergebundenen - Säulen des Informationswesens unseres Verbandes.

Vor dem Hintergrund, dass die Gefahren aus der Informations- und Telekommunikationstechnik für viele Unternehmen bereits heute existenzielle Bedrohungen darstellen, haben wir im Juli 2000 eine Mitgliederbefragung durchgeführt, ob neben der "WIK" die "KES - Zeitschrift für Kommunikations- und EDV-Sicherheit" als weitere Verbandszeitschrift für unsere Mitglieder aufgenommen werden sollte. Mit einer Zustimmung von rund 90 % haben sich die Mitglieder dafür ausgesprochen, dass ab Jahresbeginn 2001 die "KES" (normaler Jahresabo-Preis DM 228,--) ihnen bei Erscheinen unmittelbar zugestellt wird.

Darüber hinaus stellt das Telefax - und in immer größerem Umfang auch die E-Mail-Schiene - weiterhin ein bewährtes bzw. neues, ebenso schnelles wie kostengünstiges Medium dar, um aktuelle Informationen zeitnah an speziell betroffene Firmen weiterzuleiten.

Internet

Die Homepage des VSW-BW wurde in diesem Jahr insbesondere für unseren Mitgliederbereich noch interessanter und informativer gestaltet. Durch das Einrichten eines passwortgeschützten Bereiches haben unsere Mitglieder nun die Möglichkeit, nach Eingabe eines Benutzer- und Kennwortes sicherheitsrelevante aktuelle Informationen über das Internet abrufen zu können. Diese Informationen werden ständig durch den VSW-BW aktualisiert.

Die Nachfrage über den Zugang zur Homepage ist 2000 stetig gestiegen. Um die Befriedigung der Nachfrage und den dauerhaften Informationsfluss gewährleisten zu können, mussten viele Bereiche umgegliedert und die Darstellungsweise bzw. der Aufbau der Homepage geändert werden.

Die durchschnittlichen wöchentlichen Zugriffe auf unsere Home-page haben sich im Zeitraum 7/98 bis 12/00 von 30 auf 1.000 gesteigert.

Darüber hinaus wurde der Internetauftritt im Design verändert. Die Anpassung und Modernisierung stellt für die Nutzer eine deutliche Vereinfachung der Handhabung und eine bessere Übersichtlichkeit dar.

Der Angebotsbereich im öffentlichen Teil unserer Homepage wurde in den Bereichen Seminare und Lehrgänge noch transparenter gestaltet. Nach Aufruf eines Seminars können durch einen Doppelklick der Tagesablauf sowie die Themengliederung abgerufen werden.

Neben den Titeln "Was Sie über uns wissen sollten" und "Lehrgänge & Seminare" können hier auch Informationen über die Satzung, Mitgliedsbeiträge, Rechenschaftsberichte, Presseartikel u. a. m. auf- bzw. abgerufen werden.

Darüber hinaus führen "Links" zu weiteren Internet-Adressen wie z. B. Polizei, LKA, Verfassungsschutz und Auswärtiges Amt. Anmeldungen zu Veranstaltungen wie auch Anfragen, Anregungen u. ä. können außerdem schnell, komfortabel und kostengünstig mittels E-Mail erfolgen.

Die vom Verband ermittelten, stark ansteigenden VSW-BW-Homepage-Nutzungen sowie die prozentual zunehmenden Seminaranmeldungen per E-Mail bestätigen den Trend, dass nur die Firmen erfolgreich sein werden, die die Chancen der Technik nutzen, um flexibler, schneller und produktiver zu sein als die Mitbewerber.

Erfahrungsaustauschkreise

Der Gedanken- und Informationsaustausch war auch im Jahr 2000 ein wichtiger Bestandteil unserer Dienstleistungen. Das Interesse unserer Mitglieder - und auch von Nichtmitgliedsfirmen - an der Teilnahme war sehr erfreulich.

Der VSW-BW möchte sich auch auf diesem Wege recht herzlich bei den regional zuständigen Erfa-Kreis-Leitern für ihren Einsatz und für ihr Engagement bedanken.

Themen des Jahres 2000 waren u. a.:

  • Sicherheit in der Produktion
  • Flughafensicherheit
  • Internetsicherheit
  • Städteprävention
  • Sicherheitstechnik - Alarmzentralen
  • Betrieblicher Katastrophenschutz
  • Drogenproblematik
  • Arbeitszeitmodelle Sicherheit

Erfahrungsaustauschkreise bestehen unverändert in den Regionen Stuttgart, Heidenheim, Bodensee, Freiburg, Karlsruhe, Mannheim sowie überregional zu den Themen "Datenschutz" und "Geheimschutz."

Teilnehmer des Erfa-Kreises Freiburg
im Werksgelände der Alusuisse Singen GmbH

Für unsere Mitglieder, deren Firmensitz in anderen Bundesländern bzw. im Ausland liegt, haben wir einen neuen überregionalen Erfahrungsaustauschkreis gegründet. Der VSW-BW möchte auch diesen Mitgliedern eine entsprechende Plattform bieten.

Seitens des DIHT wurde eine Arbeitsgruppe "IHK-Beauftragter für sichere Internetwirtschaft" eingerichtet. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist

  • die Sensibilisierung der Unternehmen - insbesondere KMU - für die Bedeutung des Themas Internetsicherheit und
  • Koordination von Aktivitäten bei Schadensfällen.

Stark eingebunden in die operative Arbeit dieser Arbeitsgruppe wurde der VSW-BW in Person von Herrn Wittmann, der sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema "IT-Security" auseinander gesetzt hat und sich diesem Themenkreis weiterhin intensiv widmen wird.

Bereich "Aus- und Fortbildung"

Neuer Ausbildungsberuf -
"Fachkraft für Schutz und Sicherheit"

Die Entwicklung im neu geplanten Ausbildungsberuf "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" hat deutlich an Fahrt verloren. Der ursprünglich ins Auge gefasste Termin für den Start der Ausbildung – 1. August 2001 – ist vorerst um ein Jahr verschoben worden. Des Weiteren gibt es über den Katalog der Fertigkeiten und Kenntnisse noch sehr unterschiedliche Auffassungen.

Der VSW-BW hat auf dem Security-Kongress in Essen die Gelegenheit genutzt, Vertreter und Verantwortliche vom Bundesinstitut für Berufsbildung über die unterschiedlichen Auffassungen bei den Ausbildungsschwerpunkten zu informieren.

Die Aufhebung der Fortbildungsregelung zur IHK-geprüften Werkschutzfachkraft soll nach Einführung des Ausbildungsberufes erst nach einer Übergangszeit von ca. 5 Jahren erfolgen. Abhängig dürfte diese Regelung/Frist jedoch davon sein, inwieweit der Ausbildungsberuf überhaupt mit ausreichenden Azubi-Zahlen angenommen werden wird, so er denn im August 2002 tatsächlich startet. Dass trotzdem eine sinnvolle Seiteneinstiegsvariante erhalten/geschaffen werden muss – allein schon, um den hohen Personalbedarf zu decken – ist allen Insidern sehr wohl bewusst.

Fortbildung im Werkschutz

Im Bestreben, den Mitgliedern am Bedarf orientierte Schwerpunktausbildungen für spezielle Fachbereiche anzubieten, wurden bei einzelnen Fortbildungslehrgängen die Themen und die zeitliche Zuordnung überpüft und da wo es Sinn machte, die Lehrgangsdauer und somit die Abwesenheit der Lehrgangsteilnehmer aus dem Arbeitsbereich teilweise deutlich reduziert.

Die in der Statistik unter Fortbildung etwas rückläufigen Ausbildungsstunden sind mit dieser Maßnahme im Kausalzusammenhang zu sehen. Insgesamt haben sich die Ausbildungsstunden im Bereich Werkschutz im Vergleich zu den anderen Verbänden auf sehr hohem Niveau stabilisiert.

Mehr Qualität in der Alarmverfolgung

Bei einem zweitägigen "Pilotseminar" des VSW-BW für Interventionskräfte wurde in der Eisberg-Kaserne in Nagold nach entsprechendem theoretischen Vorspann in den Nachtstunden die richtige Vorgehensweise geübt und dargestellt.

Die zunehmende Gewaltbereitschaft bei Rechtsbrechern - wie die vermehrt gewalttätigen Angriffe auf das Sicherheitspersonal zeigen - erhöht die Eigengefährdung der eingesetzten Alarmfahrer. Arbeitgeber sollten mit Blick auf ihre Fürsorgepflicht und die Arbeitnehmer im eigenen Interesse verstärkt Wert auf eine realitätsnahe Ausbildung und ein entsprechendes Selbstschutztraining legen.

Vor diesem Hintergrund ist ein sinnvolles Training in den Bereichen Kommunikation, Verhaltensempfehlungen und das Einüben von aktiven Verteidigungstechniken für den persönlichen Schutz und die Selbstsicherheit von großer Bedeutung.

Die Resonanz der Lehrgangsteilnehmer war hinsichtlich Themenauswahl, Aufbau, Rollenspiele sowie Ablauf des Seminars überaus positiv. Auch in der vorab erfolgten theoretischen Unterweisung wurde offenkundig, dass die Ausbildung in und für diesen Aufgabenbereich erhebliche Defizite aufweist.

Berlin war und ist immer eine Reise wert
Besuch im "Stasi"-Museum

Zu diesem Urteil sind auch die Teilnehmer des VSW-BW-Führungsseminars gekommen, das vom 1.-3.7.2000 in Berlin stattfand.

Neben einem breit gefächerten Tagungsprogramm, das speziell auf die Bedürfnisse im Arbeitsalltag abgestimmt war, gab es z. B. auch die Möglichkeit, sich bei einer Führung in den ehemaligen Liegenschaften des Ministeriums für Staatssicherheit und einem anschließenden längeren Gespräch mit dem Museumsleiter ein eigenes Bild über die eingesetzten Mittel und Möglichkeiten der Stasi zu machen.

Ein weiteres Seminar-Highlight fand dann im Bundesministerium des Innern statt. Hier wurde auch die Gelegenheit genutzt, Herrn Ministerialdirektor Werner Müller und Herrn Ministerialrat Dr. Kaysers die Probleme im Bereich der Sicherheit aus Sicht der (Groß-) Industrie und der Dienstleister aufzuzeigen. Im Besonderen wurden auch die Kriterien der Ausschreibung von Sicherheitsdienstleistungen diskutiert, da gerade von den Behörden fast immer der billigste Anbieter den Zuschlag erhielte und zu wenig auf die Preis-/Leistungsrelation geachtet würde.

Viele Teilnehmer sind gespannt auf das Führungsseminar 2001
Anfang Juli am Tegernsee.

Referentin Frau Diane Godard
Englisch für Telefonzentrale und Empfang

Die Resonanz der Teilnehmer - Aufgabenbereiche Empfang-, Tor- und Telefondienst - aus den dreitägigen Englisch-Seminaren waren äußerst positiv, da das hier Gelernte auf den Arbeitsplatz und an den Aufgaben orientiert ist und sich auf das Wesentliche konzentriert.

§ 34 a Gewerbeordnung

Die Anzeichen mehren sich, dass in der seit fünf Jahren praktizierten Unterrichtung eine Modifizierung sowohl im Zeitansatz als auch in der Themenzusammensetzung erfolgen soll. Bedingt durch die Verlängerung der Unterrichtungszeit - von 24 auf 32 bzw. 40 auf 60 Std. - bei gleichzeitiger Reduzierung der maximalen Teilnehmerzahl von 30 auf 20 ist fast zwangsläufig auch von einer Erhöhung der Unterrichtungsgebühren auszugehen.

Eine wesentliche Änderung im Unterrichtungsverfahren dürfte die abschließende (Sachkunde-) Prüfung sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer darstellen, d. h., die reine körperliche Anwesenheit führt nicht mehr automatisch zur Ausstellung der Bescheinigung. Diese wird in Zukunft erst abhängig vom erreichten Prüfungsergebnis ausgehändigt werden.

Erfa-Kreis-Werkschutzmeister

Neben dem Erfa-Kreis im Januar 2000, bei dem hauptsächlich der geplante Ausbildungsberuf "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" und einzelne Ausbildungsschwerpunkte diskutiert wurden, waren im Mai im Rahmen der Fortbildung 20 Werkschutzmeister einen Tag bei der Lufthansa auf dem Flughafen Frankfurt zu Gast. Neben der Darstellung von Aufbau und Gliederung der Konzernsicherheit sowie deren Aufgaben und Kompetenzen blieb auch noch Zeit zur Besichtigung einzelner luftfahrtspezifischer Einrichtungen und Rettungssysteme.

Die Kameradschaft und Kontaktpflege fand auch im Jahr 2000 bei einer dreitägigen Wanderung im Allgäu und Übernachtung auf einer Hütte ihre traditionsgemäße Fortsetzung.

Arbeitskreis "Geheimschutz in der Wirtschaft"

Seit Jahren besteht der Arbeitskreis aus 27 Mitgliedern. Darunter befinden sich auch drei aus Bayern und einer aus Berlin. Es sind generell Firmen vertreten, die sich im Geheimschutzverfahren des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) befinden. In der Regel finden zwei Tagungen im Jahr, jeweils im Frühjahr und im Herbst, statt. Im Jahr 2000 waren dies, seit der Gründung im Jahr 1979, die Tagungen Nr. 37 mit 24 Teilnehmern und Nr. 38 mit 22 Teilnehmern. Es nehmen auch regelmäßig Vertreter des LfV und BMWI an den Tagungen teil. Die Tagungsorte wechseln - z. B. waren wir bei der 37. Tagung Gäste der IBM in Stuttgart und die Herbsttagung fand in dem historischen Weinort Freinsheim/Pfalz statt.

Im Arbeitskreis werden zwangsläufig Themen und Probleme aus dem behördlichen Geheimschutz, aber auch Informationsschutz und Datenschutz besprochen und es wird versucht, Lösungen zu finden bzw. Ergebnisse zu erarbeiten. Im Vordergrund steht immer das Gespräch miteinander, um für die Bewältigung der eigenen Aufgaben eine Unterstützung zu erhalten. Die jeweils 10 bis 12 Themen der Tagungen bezogen sich so speziell auf den Geheimschutz, dass sie nur für die damit befassten Unternehmen von Interesse sind und sich nicht für eine breite Information eignen.

Wenn daran Interesse besteht, im Arbeitskreis mitzuarbeiten und die Voraussetzungen, nämlich eine "Ermächtigung" über das BMWI "zum Zugang zu Verschlusssachen" vorliegt, wenden Sie sich bitte an den VSW-BW oder den Leiter des Arbeitskreises, Herrn Wolf Honsel, ABB Management Support GmbH, ( 06 21/3 81 - 26 72.

Teilnehmer des Seminars
"Angriffshemmende Konstruktionen"
beim Beschussamt Ulm. Im Hintergrund
Herr Haverkamp, mit dessen freundlicher
Unterstützung angriffshemmendes Material
gestestet werden konnte.
Fachseminare

Die im Jahr 2000 durchgeführten 44 Fachseminare wurden von 531 Teilnehmern besucht, von denen 76 % aus (Noch-) Nichtmitgliedsfirmen kamen. Die ansteigende Teilnehmerzahl pro Seminar ist auf die seit 1998 erweiterten Mailing-Aktionen und die neuen Themenfelder zurückzuführen. Der erneut gestiegene Prozentsatz der Teilnehmer aus Nichtmitgliedsfirmen unterstreicht, dass die Erweiterung des Einladungskreises ein ebenso wichtiger wie richtiger Schritt war. Der prozentual rückläufige und in absoluten Zahlen stagnierende Anteil von Mitarbeitern aus Mitgliedsfirmen ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass oftmals angespannte Personaldecken und geringe Fluktuationsraten Entsendungen zu Seminaren erschwerten.

Teilnehmer des Seminars "Angriffshemmende Konstruktionen" beim Beschussamt Ulm. Im Hintergrund Bernhard Haverkamp, mit dessen
freundlicher Unterstützung angriffshemmendes Material zur Verfügung
gestellt und getestet wurde.

QM-Workshop

Der fünfte vom VSW-BW durchgeführte QM-Workshop versetzte alle Teilnehmer in die Lage, sich nach wenigen Monaten intensiver Vorbereitung erfolgreich einem Zertifizierungs-Audit nach DIN EN ISO 9001 stellen zu können. Die Workshop-Unterstützung beim Aufbau und der Implementierung eines innerbetrieblichen QM-Systems sowie dessen Dokumentation in einem QM-Handbuch führten zu folgendem Workshop-Resümee des Teweratio-Handlungsbevollmächtigten, Herrn Johannes Schulte-Schrepping:

v.l.: Johannes Schulte-Schrepping, QM-Workshopleiter
Thomas Haberbosch, Tewetario-Prokurist
Dietmar Gerken

"Seit 10 Jahren besteht die Teweratio GmbH, die sich als Tochter der NWS gebildet hat. Die Zertifizierung brachte uns das Ergebnis, dass unsere Mitarbeiter, unsere Beratung und die eingesetzte Technik hohen Ansprüchen entsprechen. Dieses hohe Sicherheitsniveau werden wir in den nächsten Jahren weiter steigern und künftig auch anderen Unternehmen anbieten."

Beratung

Der Bereich Beratung von Mitgliedsunternehmen - und in immer stärkerem Maße auch von Nichtmitgliedern - gewann im Laufe des Jahres weiter an Bedeutung.

Erkennbare Schwerpunkte waren die Beratungen in den Bereichen IT- und TK-Sicherheit sowie Gebäudeabsicherungen.

Die meisten Anfragen erfolgten telefonisch und konnten von den VSW-Mitarbeitern im Verlauf des Gesprächs oder mit einem Rückruf beantwortet werden. Waren die Probleme zu speziell, um von den Mitarbeitern mit ihren eigenen Fachkenntnissen gelöst zu werden, so konnte auf externe Sachverständige zurückgegriffen bzw. die Beantwortung dieser Fragen in Mitgliedsfirmen und/oder den Sicherheitsbehörden recherchiert werden.

Hierbei gilt der Dank des VSW-BW allen Fachleuten aus den Mitgliedsunternehmen und den Sicherheitsbehörden, die ihre Erfahrungen und Kenntnisse dem VSW-BW bzw. anderen Mitgliedsfirmen und sonstigen Ratsuchenden zur Verfügung gestellt haben.

Aus- und Fortbildungsveranstaltungen

1995

1996

1997

1998

1999

2000

Werkschutz-Ausbildung

17.771

16.933

17.343

13.612

14.391

14.186

WS-Meister-
Ausbildung

4.968

7.128

3.402

8.991

 

10.530

Fortbildung

6.239

5.585

6.471

5.504

4.524

4.226

Fortbildung
außer Haus

5.318

11.170

8.611

5.986

5.618

6.855

Fach-
seminare

3.112

1.664

1.896

2.968

3.744

4.248

Unterrichtsstunden mal Teilnehmer

Die finanzielle Entwicklung

Für die VSW-BW-Mitglieder ist die Jahresbilanz und G/V-Rechnung 2000 diesem Geschäfts- und Rechenschaftsbericht beigefügt. Not-wendige Erläuterungen dazu und auch die Darstellung der Ergebnisse aus der vorgenommenen Bilanzprüfung erfolgen im Rahmen der
33. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 25.04.2001 durch den Schatzmeister, Herrn Ludger Remler, und den Revisor, Herrn StB Wilfried Helmstädter.

Besetzung des Vorstandes seit 5. April 2000

Vorstandsmitglieder

  • Berthold Schweigler, Präsident

    Robert Bosch GmbH, Stuttgart

    stv. Vorsitzender der ASW, Bonn/Berlin

  • Bernd Luithle, Vizepräsident

    Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH, Neckarwestheim

  • Dr. Werner Britsch

    DaimlerChrysler AG, Stuttgart

  • Dr. Karl-Otto Künkele

    Hofkammer des Hauses Württemberg, Friedrichshafen

  • Dr. Markus Müller

    ABB AG, Mannheim

  • Dr. Hans-Jürgen Reichardt

    Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart, Stuttgart

  • Ludger Remler (Schatzmeister)

    Landesbank Baden-Württemberg, Karlsruhe/Stuttgart

Revisor

  • Wilfried Helmstädter

    Dipl.-Volkswirt, Steuerberater

Ehrenmitglieder

  • Siegfried Hack, (Ehrenpräsident)

    Teckstraße 97, 71696 Möglingen

  • Detlef Dieterle

    Forellenweg 16, 88662 Überlingen

  • Hans-Peter Hummel

    Carl-Peters-Straße 44, 70825 Korntal

  • RA Wimar Klein

    Hauptstraße 32, 73669 Lichtenwald

  • Dr. Ing. Eberhard Merz

    Pommernstraße 45, 68309 Mannheim

  • Dr. Gering Mylius

    Hallerstraße 20, 79117 Freiburg

  • Dr. Gerhard Schmidt

    Schluchstraße 12 a, 76275 Ettlingen/Schluttenbach

  • Harald Sommer

    Gödecke AG, 79005 Freiburg

  • Dieter Utsch

    Tobelweg 5, 88090 Immenstaad