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Rechenschafts- und Geschäftsbericht 2001


überreicht aus Anlaß der Jahresmitgliederversammlung am 08. April 2002

VERBAND FÜR SICHERHEIT IN DER WIRTSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG E.V.

Telefon: (07 11) 95 46 09-0
Telefax: (07 11) 95 46 09-20

Sehr geehrte VSW-BW-Mitglieder,

zu unserer 34. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 8. April 2002 legen wir Ihnen den Rechenschafts- und Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2001 vor.

Wir verbinden damit unseren Dank an Sie für Ihre Unterstützung des Vorstands und der Geschäftsführung zur Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben und Ziele des Verbandes.

Weiterhin danken wir allen Geschäftspartnern und Förderern des Verbandes sowie den Sicherheitsbehörden, die durch eine ebenso enge wie kooperative Zusammenarbeit erneut sehr wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Sicherheit in der Wirtschaft und im öffentlich-rechtlichen Bereich - nicht nur wegen den schrecklichen Terroranschlägen vom 11. Sept. in den USA - größere Beachtung geschenkt wurde.

Die Sicherheitsverantwortlichen in den Unternehmen und die Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder haben besonnen und angemessen auf die Attentate reagiert. Sicherheitskonzepte wurden auf ihre Tauglichkeit im Hinblick auf die neue Dimension der Bedrohung überprüft und ggf. neue, ergänzende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Es bleibt zu hoffen, dass die verstärkten Sicherheitsinvestitionen der Betriebe, insbesondere im mittelständischen Bereich, sich nicht als Strohfeuer erweisen und der betriebliche Fokus künftig oder weiterhin auf einem sinnvollen Gesamtsicherungskonzept liegt.

Da jedoch baulich/technische Investitionen und organisatorische Maßnahmen allein nicht ausreichen, hat der VSW-BW in enger Abstimmung mit den Sicherheitsverantwortlichen der Mitgliedsfirmen und den Sicherheitsbehörden unter seinem Motto

"Fachwissen und Erfahrung kompetent
und praxisgerecht weitergeben"

auch für dieses Jahr ein umfangreiches Seminar- und Ausbildungsangebot konzipiert. Ihr VSW-BW bittet Sie auch in diesem Jahr weiterhin um Ihre wertvolle Unterstützung.

Vorstand und Geschäftsführung des VSW-BW

Stuttgart, im April 2002


Mitglieder

Am 31. Dezember 2000 hatte der Verband 239 Mitglieder

Im Jahre 2001 kamen dazu

  • ordentliche Mitglieder 8

  • kooperative Mitglieder 20

  • Summe: 28 Mitglieder

267 Mitglieder

Ausgeschieden sind 2001

  • Unternehmen durch Auflösung 4

  • Unternehmen durch Ausschluss 4

  • Unternehmen durch Austritt 8

  • Unternehmen durch Fusion 2

  • Summe: 18 Mitglieder

Mitgliederstand am 31. Dezember 2001 249 Mitglieder

Wir sind damit in der Bundesrepublik nicht nur der älteste regionale Sicherheitsverband, sondern mit Abstand auch weiterhin der mitgliederstärkste Verband für Sicherheit innerhalb der "Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft e.V." (ASW), Bonn/Berlin.


33. Mitgliederversammlung

Um 13:00 Uhr eröffnete VSW-BW-Präsident Schweigler am 25. April 2001 die 33. Ordentliche Mitgliederversammlung in der Sparkassenakademie Baden-Württemberg in Neuhausen a.d.F. Neben den 60 anwesenden ordentlichen Mitgliedern - zzgl. 17 Stimmübertragungen -wohnten 13 kooperative Mitglieder der Versammlung bei. Sie verfolgten die Rechenschaftsberichte und beteiligten sich intensiv an der Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung sowie an den weiteren Tagesordnungspunkten.

Ohne den nachfolgenden Berichten der Geschäftsführung und des Schatzmeisters vorgreifen zu wollen, gab Herr Schweigler seiner Freude Ausdruck, der Versammlung zusammenfassend mitteilen zu können, dass erneut ein erfolgreiches Verbandsgeschäftsjahr hinter dem VSW-BW liegen würde.

v. r: Präsident Berthold Schweigler bei seinem Rechenschaftsbericht, Vizepräsident Bernd Luithle, die weiteren Vorstandsmitglieder
Dr. Karl-Otto Künkele und Dr. Markus Müller

Herr Schweigler verwies in seinem Rechenschaftsbericht eingangs darauf, dass der Vorstand des VSW-BW in seiner vor einem Jahr von den Mitgliedern neu gewählten Zusammensetzung in ebenso kollegialer wie kooperativer Weise seine Tätigkeit aufgenommen hat. Er sprach dafür sowohl den "alten" wie insbesondere auch den "neuen" Vorstandskollegen einen herzlichen Dank aus. Nicht ohne Stolz führte er aus, dass unser Verband auch weiterhin sich den veränderten Sicherheitsrahmenbedingungen angepasst und die neuen brisanten Themen wie Informations- und Telekommunikationssicherheit aufgegriffen und in Seminarangebote umgesetzt hat.

Er verwies auch darauf, dass es weiterhin eine Schwerpunktaufgabe des Verbandes wäre, als Bindeglied zwischen den Sicherheitsorganisationen und Verantwortlichen der Wirtschaft und den staatlichen Sicherheitsbehörden zu fungieren. Dass dies speziell in Baden-Württemberg problemlos funktioniert belegte er an der Tatsache, dass zu dem schon traditionellen "Kamingespräch" des VSW-BW-Vorstands mit den Repräsentanten der Sicherheitsbehörden alle Verantwortlichen ohne Zögern zugesagt und sich an dem Gedankenaustausch ebenso intensiv wie kooperativ beteiligt haben.

Im Rahmen dieses Gespräches wurde z. B. auch der Gedanke eines regelmäßigen Treffens zur Vermittlung der aktuellen Sicherheitslage im Landeskriminalamt neu initiiert. Dass dieser Vorschlag auf fruchtbaren Boden gefallen ist, bewiesen die Informationsveranstaltungen und der rege Informationsaustausch im Anschluss an die Terroranschläge vom 11. Sept. in den USA.

Abschließend dankte er allen Anwesenden sehr herzlich dafür, dass sie als Inhaber oder Vertreter von Unternehmen den Verband unterstützen, weil sie erkannt haben, dass nur Geschlossenheit der gemeinsamen Sache diene und unsere Anliegen einer positven Lösung zuführen würde.

Nach einem kurzen Rück- und Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Lage unseres Landes führte GF Schotzko in seinem Rechenschaftsbericht aus, dass eine der wichtigsten Verbandsaufgaben es auch künftig sein werde, den Unternehmensleitungen, der Politik und den Medien nach dem Motto "Sicherheit ist nicht alles, aber ohne Sicherheit ist alles nichts" klar zu machen, dass nicht nur vor dem Hintergrund des KonTra-Gesetzes die betriebliche Sicherheit endlich zur "Chefsache" erhoben werden muss. Weiterhin führte er aus, dass die Geschäftsausstattung des Verbandes mit je einem weiteren Laptop und Beamer sowie Adressdrucker ergänzt wurde und dass das vierte Überwachungsaudit nach DIN ISO 9001 erneut gezeigt habe,

"dass der Dienstleistungsprozess des VSW-BW für seine Mitglieder in hervorragender Weise praktiziert und beherrscht wird".

Nachdem eine Mitgliederbefragung eine 90%ige Zustimmung erbracht hatte, erhalten seit Jahresbeginn 2001 alle Mitglieder neben der "WIK" auch die "KES", um den immer größeren Gefahren aus der Informations- und Telekommunikationstechnologie besser begegnen zu können.

In einem weiteren Teil seines Berichtes ging er auf die Themen Lehrberuf und Änderungen bei § 34a der Gewerbeordnung ein und führte aus, dass nach langen "Geburtswehen" die Ausbildungsverordnung für den Lehrberuf nunmehr am 1.8. 2002 in Kraft treten soll und dass Herr Wittmann die ASW-Ausbildungsgruppe künftig leiten wird, um damit der ASW gegenüber dem DIHK, BDWS und der ÖTV mehr Gewicht zu verleihen.

In seinem ersten Rechenschaftsbericht als Schatzmeister führte Herr Remler aus, dass keine bedeutenden Abweichungen zu den Vorjahren bzw. zu dem vorgestellten Haushaltsplan zu vermelden wären. Er bestätigte, dass die Geschäftsführung auch im Jahr 2000 sparsam gewirtschaftet hat und die finanziellen Entscheidungen des Vorstands gemäß dem Satzungszweck und den steuerlichen Vorgaben unter Berücksichtigung der Gemeinnützigkeit getroffen wurden.

Der Verbandsrevisor, Herr StB Helmstädter, berichtete vor dem Hintergrund der am 3. April 2001 stattgefundenen Prüfung, dass die Buchhaltung nach seiner Überzeugung den Grundsätzen der Ordnungsmäßikeit sowohl formell als auch in ihrer materiellen Aussagekraft vollauf den Anforderungen genügt, die an die Buchhaltung eines Verbandes dieser Art und Größe zu stellen sind.

Unter Hinweis auf die vorgetragenen Rechenschaftsberichte bat Herr Gräbner von der Bodenseewerk Gerätetechnik GmbH (BGT) um Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung für das zurückliegende Geschäftsjahr 2000. Per Handzeichen erfolgte neben zwei Enthaltungen die einstimmige Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung des VSW-BW.

Unter dem "TOP 4 Änderung der Beitragsstaffel" wies Herr Schweigler darauf hin, dass die vom Vorstand als notwendig erachtete Erhöhung der Mitgliedsbeiträge Schwerpunktthema der Vorstandssitzungen war und vor dem Hintergrund der bevorstehenden €uro-Umstellung, der Anpassungen der anderen VSW-Regionalverbände sowie insbesondere der mittelfristigen Einnahmen- und Ausgabensituation des Verbandes nach nunmehr 15 Jahren der Beitragsstabilität diese Maßnahme dringend geboten wäre. GF Schotzko zeigte einen Verbandskosten/-nutzenvergleich auf und stellte markante Verbandszahlen der Jahre 1990 und 2000 gegenüber. Er wies darauf hin, dass es Ziel dieser Maßnahme wäre, den Anteil der relativ fixen Einnahmen zu erhöhen, um eine größere Planungssicherheit für die Erfüllung des VSW-BW-Satzungsauftrages zu schaffen. Nach einer kurzen Diskussion bat Herr Schweigler um Abstimmung, die 58 Ja-, 8-Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen für die vorgeschlagene Beitragserhöhung ergab.

Nachdem unter "TOP 5 Sonstiges" keine Wortmeldungen vorlagen, schloss Herr Schweigler gegen 15:30 Uhr mit dem Dank an alle Erschienenen die 33. Ordentliche Mitgliederversammlung des VSW-BW.


Öfftl. Teil der 33. Ordentichen Mitgliederversammlung

Zu Beginn des öffentlichen Teils der Mitgliederversammlung begrüßte Präsident Schweigler zahlreiche Ehrengäste - u. a. LfV-Präs. Dr. Rannacher und Landeszentralbank-Vizepräs. Ergenzinger - und leitete nach einer kurzen Vorstellung über zu dem Vortrag des Gastredners, Herrn Rainer von zur Mühlen, mit dem Thema "Trends 2001 ff. - Was bedroht die Wirtschaft wirklich?".

In seinem Vortrag ging Herr von zur Mühlen (Bild oben) dezidiert auf den Bedrohungswandel für die Wirtschaft ein; während vor Jahren die betriebliche Sicherheit eng mit den Begriffen Bewachung und Geheimschutz verbunden war, spielt heute die Verwundbarkeit der technischen Infrastrukturen eine immer größere Rolle. Die Netze der Telekom, aber auch die der neuen Anbieter, bergen im heutigen Kommunikationszeitalter eine Fülle neuer und nur sehr schwer beherrschbarer Risiken bis hin zu den Internetproblematiken der Ausforschung, Sabotage und kaum nachvollziehbaren Zahlungswegen für Erpressungen und Unterschlagungen.

An zahlreichen Beispielen ging er auch auf die Potenzierung des Risikofaktors Mensch ein und untermauerte die These, dass Sicherheit heute ein wichtiges Querschnittsthema sei, welches z. B. mit den Feldern Informations-, Brandschutz- und Gebäudeleittechnik fast alle Organisationsbereiche mehr oder weniger stark tangiert.

Mit ebenfalls sehr anschaulichen wie drastischen Beispielen ging er dann auf die neuen Achillesfersen Handy, Notebook und Fernwartungen ein, wo aufgrund nicht vorhandener oder unzureichender Verschlüsselungen und Sensibilität ganz neue Bedrohungsbilder entstanden sind. Mit zahlreichen persönlichen Erlebnissen begründete er auch seine Behauptung, dass wir uns die Probleme oft selbst schaffen würden, indem wir die primitivsten Sorgfaltsregeln im Umgang mit vertraulichen Infos - Telefonate im öffentlichen Raum, Aktenstudium/Laptop-Betrieb im Flugzeug/Bahn - außer Acht lassen würden.

In der anschließenden regen Diskussion wurden Themen wie Betriebsethik - Korruption einerseits als "Vertriebsunterstützung", andererseits im Bau- bzw. Einkaufsbereich als verwerfliche Betriebs-/ Bestechungskriminalität -, Schutz vor Insider-/Mitarbeiterkriminalität durch intelligente Zugriffs-/Zutrittskontrollsysteme sowie z. B. Wirtschafts-/Konkurrenzspionage mittels "Green Card" behandelt.


Vorstand

Im Berichts-/Geschäftsjahr 2001 fanden am 4. April in der VSW-BW-Geschäftsstelle und am 10. Oktober im Gemeinschaftskernkraftwerk (GKN), Neckarwestheim, zwei Vorstandssitzungen statt, auf denen die Themen Jahresabschluss 2000/Haushaltsplan 2001, Personalangelegenheiten der Geschäftsstelle sowie die Vorbereitung der 33. Mitgliederversammlung auf den Tagesordnungen standen.

Vorstandsmitglieder und Ehrenmitglieder in "strahlender" Laune beim GKN-Rundgang.
v.l.: Dr. Markus Müller, Wimar Klein, Dr. Karl-Otto Künkele, Dr. Hans-Jürgen Reichardt, Berthold Schweigler, Hans-Peter Hummel, die ebenso charmante wie kompetente Führerin, Siegfried Hack und Dr. Gerhard Schmidt

Nachdem bereits in der Vorstandssitzung 2/2000 intensiv über die Anpassung der VSW-BW-Beitragsstaffel ab 2002 diskutiert wurde, legte die Geschäftsführung eine überarbeitete €uro-Beitragsstaffel vor, die degressive Erhöhungen von unter 30 % bei "kleinen" Mitgliedern bis rund 15 % bei "großen" Mitgliedsunternehmen aufwies.

Es wurde einstimmig beschlossen, diese Beitragserhöhungen/Umstellungen der Mitgliederversammlung vorzuschlagen und die Übersicht der Mitgliedsbeiträge anderer VSW-Schwesterverbände einschl. deren Erhöhungen bereits mit der Einladung zur Mitgliederversammlung zu versenden, damit alle Mitglieder sich umfassend mit dieser Thematik vorab beschäftigen können.

Auf der Vorstandssitzung 2/2001 machte Herr Schweigler in seinem Bericht nähere Ausführungen zu den betrieblichen und politischen Konsequenzen hinsichtlich der Terroranschläge vom 11.9. und wies auch auf seine daraus entstandenen Mehrbelastungen als Vorsitzender der ASW hin. Neben allgemeinen Vorstandsangelegenheiten und einem Überblick über die Seminar- und Finanzsituation des Verbandes war auch die Ankündigung der Sparkassenakademie Baden-Württemberg, dass ab dem Jahr 2002 für Fremdnutzer keine Seminar- und Übernachtungsmöglichkeiten mehr eingeräumt werden könnten, Gegenstand intensiver Beratungen des Vorstandes.

Nach Beendigung der Sitzung lud Vizepräsident Luithle die Vorstandsmitglieder einschl. der zusätzlich eingeladenen Ehrenmitglieder zu einer Besichtigung des Gemeinschaftskernkraftwerkes Neckarwestheim ein und ließ den Abend bei einem gemütlichen Beisammensein ausklingen.

Jeweils einmal im Quartal unterrichtete der Geschäftsführer den geschäftsführenden Vorstand über die laufende Verbandsarbeit der Geschäftsstelle. Themenschwerpunkte der vier Sitzungen waren die Entwicklungen des Mitgliederstandes, der Finanzsituation und der Lehrgangs- und Seminarbelegungen.


Geschäftsführung

Auch im Geschäftsjahr 2001 war es das vorrangige Ziel der Geschäftsführung, durch aktuelle Seminarthemen und Lehrgangsinhalte und mittels kompetenter Referenten den Aus- und Fortbildungsbereich des VSW-BW noch weiter auszubauen, um damit über die Mitgliedsfirmen hinaus den Satzungsauftrag "die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Körperschaften in allen für die Wirtschaft wichtigen Fragen des Sicherheitswesens zu beraten und zu betreuen" noch effizienter erfüllen zu können. Diesem Ziel diente auch die weitere Verbreiterung unserer Adressendatei für den Versand von Seminareinladungen; nicht zuletzt auch vor der Erkenntnis, dass neue Mitglieder primär nur über zufriedene neue Seminarteilnehmer zu gewinnen sind.

Im organisatorisch-technischen Bereich wurde mit je einem weiteren Laptop und Beamer die technische Ausstattung weiter ergänzt. Diese beiden Geräte wurden am Seminarort Mainhardt/Stock stationiert, um den dort tätigen Referenten ein noch besseres Lehren zu ermöglichen. Diese Maßnahme geschah auch vor dem Hintergrund der kurzfristigen Kündigung unserer Seminarkapazitäten in der Sparkassenakademie, die uns dazu zwang, alle mehrtägigen Lehrgänge nach Mainhardt/ Stock verlegen zu müssen. Für die größeren Tagesseminare wurde mit dem ATRIUM Airport Stuttgart Konferenz- und Bankettcenter ein mehr als vollwertiger Ersatz gefunden, während die kleineren Seminare in dem verbandseigenen Schulungsraum in der Geschäftsstelle durchgeführt werden.

Ganz besonderes Augenmerk galt in diesem Jahr in personeller Hinsicht der Suche nach einem möglichst gleichwertigen Ersatz für unseren Ausbildungsleiter Werner Bögel, der auf eigenen Wunsch ab 2002 kürzer treten und sich "nur" noch um die Werkschutzmeisterausbildung kümmern will. Im Juli 2001 wurde zum Zweck der intensiven Einarbeitung als Bögel-Nachfolger der gelernte Hotelfachmann Tobias Encke (26 J.) eingestellt, der ab Jahresbeginn 2002 das ebenso umfangreiche wie interessante Aufgabengebiet des Ausbildungsleiters übernommen hat.

Hinsichtlich der Informationsversorgung wurde auf eine intensive Pflege der VSW-BW-Homepage und -Datenbank ebenso besonders geachtet wie auf den Inhalt und die Aktualität unserer Verbandszeitschrift "VSW aktuell". Nachdem eine Mitgliederbefragung 90%ige Zustimmung erbracht hat, erhalten seit Jahresbeginn 2001 alle Mitglieder neben der ""WIK - Zeitschrift für die Sicherheit der Wirtschaft" auch die "KES - Zeitschrift für Kommunikations- und EDV-Sicherheit", um den immer größeren Gefahren aus der Informations- und Telekommunikationstechnologie besser begegnen zu können.

Nach den schrecklichen Ereignissen vom 11. Sept. in den USA hat der VSW-BW als erster und einziger VSW für alle Mitglieder eine Ad-hoc-E-Mail-Versorgung mit BKA-Lagefortschreibungen und Sondermeldungen zu Bomben- und Milzbrand-Drohungen aufgenommen, die den Sicherheitsverantwortlichen in den Unternehmen aktuelle Informationen für ihre tägliche Arbeit lieferte.

Das ganze Team der VSW-BW-Geschäftsstelle wird sich auch in 2002 darauf konzentrieren, den Mitgliedern wertvolle Sicherheitsinformationen auf verschiedenen Wegen zu liefern und ihnen ein kompetenter Ansprechpartner zu sein.


Aus- und Fortbildungsveranstaltungen

1996

1997

1998

1999

2000

2001

Werkschutz-Ausbildung

16.933

17.343

13.612

14.391

14.186

12.956

WS-Meister-
Ausbildung

7.128

3.402

8.991

 

10.530

3.906

Fortbildung

5.585

6.471

5.504

4.524

4.226

4.942

Fortbildung
außer Haus

11.170

8.611

5.986

5.618

6.855

6.374

Fach-
seminare

1.664

1.896

2.968

3.744

4.248

3.776

Unterrichtsstunden je Teilnehmer


Werkschutzleitertagung am Tegernsee
Blick von der Hotelterrasse
Der stets gut gefüllte Seminarraum
Eine "starke" Truppe vor der BND-Zentrale
Blick in das Lage- und Informationszentrum (LIZ)
Weissblauer Himmel und gutes Essen - hervorragende Stimmung

Vor der malerischen Kulisse des Tegernsees trafen sich vom 4. - 6. Juli rd. 50 Werkschutzleiter und sonstige Führungskräfte aus dem Sicherheitsbereich zum jährlichen Führungsseminar des VSW-BW. Mit traumhaftem Blick über den See und auf die Gipfel der Tegernseer Alpen bot das oberhalb des Kurortes Tegernsee gelegene Hotel Bayern den idealen Tagungsort.

Die Teilnehmer - Damen waren leider (noch) nicht anwesend - waren angereist, um sich in den ebenso zahlreichen wie vielseitigen Gebieten der betrieblichen Sicherheit auf den neuesten Stand zu bringen; der VSW-BW hatte hierzu eine Vielzahl von Referenten aus verschiedenen Fachgebieten geladen.

Neue Lösungen der Schlüsselübergabe und -verwaltung stellte Herr Müller von der KEMAS GmbH anhand verschiedener Schlüsseldepots vor. Sogenannte "Fachanlagen" können für die protokollierte Ausgabe und Rücknahme von Waffen, Gepäck, Hauspost u. ä. eingesetzt werden. Auf Wunsch auch futuristisch gestylte und kühlbare Übergabedepots werden heute bereits dazu benutzt, den Mitarbeitern ihre tagsüber in der Kantine/beim Caterer bestellten Lebensmittel für den abendlichen Heimtransport bereit zu halten.

Herr Sinzinger von der EXICON IndustrieberatungsGmbH referierte über die Möglichkeiten und Grenzen privater Ermittler im Unternehmensbereich, wobei er bei der Ausführung seiner zehn teilweise sehr provokanten Thesen eine rege Diskussion entfachte und manchmal auch auf massiven Widerspruch der anwesenden Teilnehmer stieß. Auch wenn zahlreiche seiner Thesen im normalen Werkschutzbetrieb nicht umsetzbar sein dürften, so gaben sie allen Anwesenden doch viele Anstöße, um sich über ihr betriebliches wie auch berufliches Selbstverständnis einige (neue) Gedanken zu machen.

Eindrucksvoll zeigte der neue ASW-Vorsitzende und VSW-BW-Präsident Schweigler auf, welch kostenträchtiges und imageschädigendes Thema die Betriebskriminalität für die Wirtschaft ist. Beginnend beim Diebstahl von Fertigungsteilen und technischen Geräten bis hin zu den Auswirkungen von Sabotage der Produktion durch eigene Mitarbeiter erstreckten sich seine Ausführungen, die er in einen engen Zusammenhang mit dem allgemeinen Wertewandel, der größeren Bindungslosigkeit und der gesteigerten Selbstbedienungsmentalität bzw. gesunkenen Mitarbeiter-Loyalität stellte.

Herr Hauber von der DaimlerChrysler AG, Sindelfingen, referierte am zweiten Tag zum einen über effektives Krisenmanagement in einem großen Produktions- und Entwicklungsstandort. Er stellte klar, dass Krisenmanagement eine Aufgabe der höchsten Führungsebene ist und dass Großschäden i. d. R. durch eine Verkettung vieler Unwägbarkeiten entstehen, die im einzelnen als unwahrscheinlich gehalten werden. Seine Thesen belegte er mit eindrucksvollen Beispielen und dem aktuellen Krisenmanagement-Plan des DC-Standortes Sindelfingen.

Zum anderen stellte er seine Gedanken und Ansätze zu einem neuen Dienstleistungsverständnis und einer "schlanken" betrieblichen Sicher-heitsorganisation vor.

Herr Huber von der Unternehmensberatung Schicht & Partner, Güglingen, stellte ein Softwaretool für das Sicherheits- und Riskmanagement vor, mit dem sich sämtliche betrieblichen Risikofelder (Brand-, Werk- und Informationsschutz, Arbeitssicherheit u. a.) und Risikoarten (z. B. Brand, Unfälle, Sabotage, Spionage) erfassen, verknüpfen und bewerten lassen.

Das Highlight des diesjährigen Führungskräfteseminars war der Besuch in der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes in München-Pullach. Dem VSW-BW war es erstmals gelungen, eine solch große Anzahl von Vertretern der Wirtschaft hinter die hohen und geheimen Mauern des BND blicken zu lassen.

Der Leiter der Abt. 4 (Verwaltung, Personal, Organisation, Recht) gab einen tiefen Einblick in die Geschichte des BND, die Dienstaufsicht durch bzw. Zuarbeit für das Bundeskanzleramt, die parlamentarische Kontrolle und die Koordinierung der Arbeit der drei deutschen Nachrichtendienste (BND, BfV, MAD).

Ein Vertreter der Abt. 3 (Auswertung) schilderte den Informationsfluss, die Analyse und Verknüpfung der beschafften Nachrichten sowie die Weiterleitung der Ergebnisse an die Bundesregierung, Behörden u. a. Stellen. Nicht ohne Stolz stellte er das Herzstück der Auswertung, das aufs modernste ausgestattete Lage- und Informationszentrum (LIZ) vor, in dem rund um die Uhr das gesamte aktuelle weltpolitische Geschehen beobachtet wird.

Nach dem Rücktransfer an den Tegernsee kamen die Teilnehmer gerne der Einladung des VSW-BW zum Bayerischen Abend im Bräustüberl der Herzoglichen Brauerei Tegernsee nach. Bei herrlichem Wetter und bayerischem Essen im Biergarten war dies der gelungene Abschluss des ereignisreichen Nachmittags beim BND.

Der Abschlusstag war der aktuellen Telekommunikations- und Videotechnik gewidmet. Häufig mangelhaft abgesicherte Telekommunikationsanlagen stellen ein enormes Sicherheitsrisiko dar; zu dieser Erkenntnis kommt Herr Fink, Geschäftsführer der Fink Security Consulting und Sachverständiger für die Absicherung von TK-Anlagen, immer wieder. Wie relativ einfach es für Spezialisten ist, in eine TK-Anlage eines Unternehmens einzubrechen und wichtige Informationen abzuhören, zeigte er auch an praktischen Beispielen.

Welche technischen Neuerungen es in Sachen Geländeaußenhautsicherung gibt, legte Herr Hägelsperger von TVI Lederer dar. Mit der praktischen Vorführung des voll beweglichen Schwenkkopfes ARGOVISION zeigte er die deutlichen Vorteile gegenüber fest installierten Kameras auf. Auch die patentierte ARGOSTICK-Steuerung der Kamera ist eine Neuheit; eine Art Joystick, mit dem sich die Kamera mit einer Hand in alle Richtungen schwenken, neigen, zoomen und fokussieren läßt.

Auch außerhalb des eigentlichen Fach- und Rahmenprogramms hatten und nutzten die Teilnehmer die Gelegenheiten zu einem intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch; ob beim gemeinsamen Frühstück, Mittag- und Abendessen oder dem abendlichen Besuch an der Hotelbar - Gesprächsstoff gab es mehr als genug.


Referententagung

Der VSW-BW lud seine Referenten am 22. - 23.11.2001 zur Referententagung ins Hotel Löwen nach Mainhardt-Stock ein.

Einen etwas bitteren Beigeschmack hatte diese Veranstaltung - es war die letzte Referententagung unter Leitung des langjährigen Ausbildungsleiters Werner Bögel, der sich nach 11 VSW-Jahren in den nun (fast) endgültigen Ruhestand verabschiedete. So nutzten die Referenten auch die Gelegenheit, um sich mit Reden und Geschenken für die gute Zusammenarbeit zu bedanken.

Zu Beginn der eigentlichen Tagung berichtete Herr Wittmann über den neuesten Stand des Ausbildungsberufs "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" und die geplanten Änderungen des § 34a GewO.

Moderne technische Hilfsmittel sollen künftig den Referenten die Vermittlung der Unterrichtsinhalte erleichtern. Seit Mitte 2001 stehen daher ein Laptop mit Beamer in Mainhardt-Stock zur Verfügung. Herr Wittmann erklärte die einfache Handhabung und die deutlichen Vorteile dieser Geräte.

Im Anschluss folgte Tobias Bartel, Trainer für Mnemonik, Kreativitätstechniken und Kommunikation. Mit seinem Vortrag "Train the Trainer" stellte er auf interessante Weise neue Möglichkeiten der Präsentation und des Medieneinsatzes, Rhetorik und Kommunikation und Moderations- und Argumentationstechniken vor.

Die Tagung war für alle Teilnehmer auch eine gute Gelegenheit zu einem intensiven Erfahrungs- und Gedankenaustausch. Der Verband kann auf seinen ebenso großen wie auch qualifizierten Referentenstamm zur Aus- und Fortbildung von Werkschutzmitarbeitern sehr stolz sein.


§ 34 a Gewerbeordnung

Die Entwicklung der Verordnung zum § 34a GewO tendiert zu einer separaten Sachkundeprüfung. Alle Arbeitnehmer, die in den Bereichen

  • Ladendiebstahl

  • Diskotheken/Türsteher

  • öffentlicher Bereich

beschäftigt sind, müssen sich einer Sachkundeprüfung unterziehen. Die Prüfung wird bei den IHK’n abgenommen. Die Teilnehmer der Sachkundeprüfungen müssen nicht an den Unterrichtungen der IHK’n teilnehmen.

Alle anderen Teilnehmer nehmen am bereits bestehenden Unterrichtungsverfahren teil. Die Unterrichtungszeit für Arbeitnehmer erhöht sich von 24 auf 40 Stunden, bei Arbeitgeber von 40 auf 80 Stunden.

Neuer Ausbildungsberuf -
"Fachkraft für Schutz und Sicherheit"

Der Ausbildungsberuf "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" hat seine Entwicklung im Jahr 2001, entgegen dem Jahr 2000, deutlich vorangetrieben. Seitens der ASW wird Herr Wittmann als Bundessachverständiger beim BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) eingesetzt. Die häufigen Ausschusssitzungen haben nun endlich ihr Ziel erreicht. Das Ausbildungsprofil und der Ausbildungsrahmenplan sind verabschiedet und gehen zur weiteren Bearbeitung zur KMK (Kultusministerkonferenz) mit dem Ziel, den Ausbildungsberuf am 1.8.2002 in Kraft treten zu lassen.

Ausbildungsprofil (Titel):

Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Ausbildungsdauer:

Drei Jahre; die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule.

Arbeitsgebiet:

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit arbeiten in den Handlungsfeldern Objekt- und Anlagenschutz, Verkehrsdienste, Veranstaltungsdienste sowie Personen- und Werteschutz im privaten und öffentlichen Bereich. Sie führen ihre Arbeiten selbstständig, im Team und in Kooperation mit anderen Dienstleistungsbereichen auf der Grundlage von technischen und organisatorischen Unterlagen sowie spezifischen Arbeitsaufträgen aus.

Berufliche Qualifikationen:

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit

  • beobachten die Branchenentwicklung und bewerten die Auswirkungen auf den Betrieb

  • planen Maßnahmen der Sicherung und der präventiven Gefahrenabwehr

  • führen Maßnahmen der Sicherung und der präventiven Gefahrenabwehr durch

  • beurteilen Gefährdungspotenziale und leiten hierzu Sicherungsmaßnahmen ein

  • überprüfen die Einhaltung objektbezogener Arbeitschutzvorschriften, überwachen Arbeitschutzeinrichtungen und leiten bei Mängeln Maßnahmen ein

  • überprüfen die Einhaltung von Brandschutzvorschriften, überwachen Brandschutzeinrichtungen und leiten bei Mängeln Maßnahmen ein

  • überprüfen die Einhaltung objektbezogener Umweltschutzvorschriften, überwachen Umweltschutzvorschriften und leiten bei Mängeln Maßnahmen ein

  • beachten Vorschriften zum Umweltschutz und zur Datensicherheit

  • sind in der Lage, bei Großschadensereignissen situationsbezogen zu reagieren

  • identifizieren Wirkungsweise und Gefährdungspotentiale von Waffen

Abhängig von den betrieblichen Schwerpunkten und den Handlungsfeldern des Ausbildungsbetriebes verfügen Fachkräfte für Schutz und Sicherheit zusätzlich über spezifische Qualifikationen z. B. aus dem Geld- und Wertetransport oder dem Werkschutz.


Fachseminare

Die im Jahr 2001 durchgeführten 42 Fachseminare wurden von 472 Teilnehmern besucht, von denen 73 % aus (Noch-) Nichtmitgliedsfirmen kamen. Die ansteigende Teilnehmerzahl pro Seminar ist auf die seit 1998 erweiterten Mailing-Aktionen und die neuen Themenfelder zurückzuführen.

Der erneut gestiegene Prozentsatz der Teilnehmer aus Nichtmitgliedsfirmen unterstreicht, dass die Erweiterung des Einladungskreises ein ebenso wichtiger wie richtiger Schritt war. Der prozentual rückläufige und in absoluten Zahlen stagnierende Anteil von Mitarbeitern aus Mitgliedsfirmen ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass oftmals angespannte Personaldecken und geringe Fluktuationsraten Entsendungen zu Seminaren erschwerten.


Alarmverfolgung

"Mehr Praxisinhalte und Trainings" waren Wünsche von Teilnehmern des Seminars "Alarmverfolgung" des VSW-BW. Die steigende Zahl von Angriffen auf Wachpersonal unterstreicht diese Bedürfnisse.

Zentrale Eckpfeiler des vom VSW-BW praxis- und kundenorientiert konzipierten Seminars "Alarmfahrer" waren deshalb:

  • der Transfer vom Gelernten zur Praxis, also die Umsetzung der Theorie in Handlungssituationen

  • die ganzheitliche, fächerübergreifende Ausrichtung des Seminars, also Beteiligung von Kopf, Herz, Händen und allen Sinnen sowie ganzheitliche Methoden zur Vermittlung der Inhalte

  • die Teilnehmer sollen aktiv sein, sich und ihre persönlichen und beruflichen Erfahrungen in das Seminar einbringen können

  • der Schwerpunkt sollte im situativen Handlungstraining liegen

  • die Teilnehmer sollen am Ende des Seminars ihre Sach- und Handlungskompetenz erhöht haben.

Der VSW-BW konnte mit dem Seminar "Alarmfahrer" erneut an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen.

Am 18./19.9. wurde der theoretische Teil im Hotel Löwen in Mainhardt-Stock und der praktische Teil des Seminars in einem leerstehenden, von der Würth GmbH, Künzelsau, zur Verfügung gestellten Gebäude durchgeführt.

Zwei Trainer der baden-württembergischen Polizei, die über langjährige Erfahrungen in polizeispezifischen und privaten Sicherheitsbereichen verfügen, vermittelten die Seminarinhalte.

Am Anfang stand der theoretische Background für eine effektive Alarmintervention. In Gruppen wurden rechtliche, taktische und psychologische Grundlagen erarbeitet. Defizite wurden besonders bei der mentalen Vorbereitung auf die Intervention festgestellt. Auf Einstimmung, das Sensibilisieren für eine Aktion, das Antizipieren von Situationen und die Absprache zwischen Interventionskräften wird offensichtlich zu wenig Wert gelegt.

Besonders auffallend war auch die mangelnde oder nicht stattfindende Nachbereitung der einzelnen Interventionen - obwohl sie in der Kette "Vorbereiten - Aktion - Nachbereiten" ein festes und unabdingbares Element sicherheitsbewussten Handelns sein müsste; gerade im gezielten Aufarbeiten der eventuell problematisch verlaufenen Aktion liegt eine Chance für eine Qualitätssteigerung, denn eine gute Nachbereitung ist die beste Vorbereitung.

Die zunehmende Gewaltbereitschaft bei Rechtsbrechern erhöht, wie die vermehrt gewalttätigen Angriffe auf das Sicherheitspersonal zeigen, die Eigengefährdung der eingesetzten Alarmfahrer. Da für den persönlichen Schutz die Selbstsicherheit und die Selbstbehauptung besonders große Rollen spielen, umfasst ein sinnvolles Training Grundlagen der Kommunikation, Verhaltensempfehlungen und das Einüben von aktiven Verteidigungstechniken. Gepaart mit Informationen über Abläufe, die im eigenen Körper und im Körper des Angreifers stattfinden, werden diese "natürlichen" Handlungen mit Erinnerungsbildern belegt, die zu jeder Zeit und an jedem Ort ein mentales Vorbereiten (= trainieren) ermöglichen. Besonders wichtig ist, dass die Handlungen später auch verantwortet werden können.

Diese Philosophie wurde im Anschluss an den Theorieteil vermittelt und praxisnah trainiert, indem die Teilnehmer mehrfach mit - gestellten - Situationen konfrontiert wurden, die in der Praxis Leib und Leben gefährdet hätten. Ausgangslage im Training war ein Einbruchalarm mit verschiedenen Varianten (Beschädigungen am Gebäude, angelehnte Notausgangstür, eine Person, die das Gebäude verlässt oder eine hinter dem Gebäude versteckte Person.

Die Teilnehmer machten die Erfahrung, wie wichtig für eine Interventionskraft eine gute Wahrnehmung ist:

VSW-Aus- und Fortbildungsleiter Bögel mit den drei Lehrgangsbesten Brockhage, Flemisch und Kreuser
v.r.: VSW-BW-Präsident Schweigler, die Leiterin der beruflichen Fortbildung der IHK Region Stuttgart, Frau Brost, der Leiter des IHK Bildungshauses Grunbach, Herr Gutekunst, und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Häfner

  • Übermüdung

  • verminderte Leistungsfähigkeit der Sinnesorgane und

  • Ablenkung durch andere Reize

müssen erkannt werden, um ihren Einfluss zu reduzieren. Deutlich wurde bei den Trainings auch, wie wichtig die Kommunikation im Zusammentreffen mit einer obdachlosen Person, einer Person, die sich unberechtigt auf dem Gelände aufhält oder einem Täter ist. Der Lage angepasste Gesprächsführung ist eine mitentscheidende Voraussetzung für die erfolgreiche Bewältigung einer heiklen Situation. Defizite wurden auch deutlich, als von den Teilnehmern unvorbereitet eine Personenbeschreibung gefordert wurde.

Bei einer Abschlussübung wurde deutlich, dass sich die Qualität der Alarminterventionen, insbesondere die präzise Erledigung der Interventionsaufgaben, das Erkennen von potenziellen Gefahrenpunkten sowie die daraus resultierenden lageangepassten Reaktionen bei allen Teilnehmern gegenüber dem Seminaranfang deutlich verbessert hatte.


Meister-Freisprechung

In feierlicher Atmosphäre fand am 7. Juni 2001 die Freisprechung der neuen Werkschutzmeister in Neuhausen a. d. Fildern statt.

Der Präsident des VSW-BW, Herr Schweigler, begrüßte die Gäste und dankte den Anwesenden für ihr zahlreiches Erscheinen.

Nach den Grußworten der Leiterin der beruflichen Fortbildung der IHK Region Stuttgart, Frau Brost, des Leiters des IHK Bildungshauses Grunbach, Herrn Gutekunst, und des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Herrn Häfner, wurden die Meisterbriefe und Prüfungsdokumente durch Frau Brost überreicht.

Musikalisch untermalt wurde der Abend durch die Darbietungen einer Sopranistin und eines Pianisten. Der VSW-BW-Aus- und Fortbildungsleiter, Herr Bögel, ehrte die drei Lehrgangsbesten, die Herren Kreuser, Brockhage und Flemisch und überreichte ihnen die Ehrenpreise.

Nach einem Grußwort des Lehrgangssprechers, Herrn Brockhage, und dem Schlusswort von Herrn Schweigler ging man zum gemeinsamen Abendessen bzw. zum gemütlichen Teil mit Rück- und Ausblicken über.


Erfahrungsaustauschkreise
Teilnehmer des Erfa-Kreises Heidenheim
bei der Telenot Electronic GmbH in Aalen
Herr Fischer und Herr Dr. Müller
Wertvolle Informationen erhielten die Teilnehmer beim Besuch im LKA-BW Arbeitskreis "Geheimschutz in der Wirtschaft"

Der Gedanken- und Informationsaustausch war auch im Jahr 2001 ein wichtiger Bestandteil unserer Dienstleistungen. Das Interesse unserer Mitglieder - und auch von Nichtmitgliedsfirmen - an der Teilnahme war sehr erfreulich.

Der VSW-BW möchte sich auch auf diesem Wege recht herzlich bei den regional zuständigen Erfa-Kreis-Leitern für ihren Einsatz und für ihr Engagement bedanken.

Themen des Jahres 2001 waren u. a.:

  • Einbruch- und Sabotageschutz im Unternehmen

  • Krisenmanagement für den Mittelstand

  • Feuerwehr und Werkschutz

  • Umweltschutz

  • Internetsicherheit

  • Bombendrohungen und Milzbrand

  • Biometrie

Erfahrungsaustauschkreise bestehen unverändert in den Regionen Stuttgart, Heidenheim, Bodensee, Freiburg, Karlsruhe, Mannheim sowie Überregional und zu den Themen "Datenschutz" und "Geheimschutz."

Für unsere Mitglieder, deren Firmensitze in anderen Bundesländern bzw. im Ausland liegen, haben wir einen neuen überregionalen Erfahrungsaustauschkreis gegründet. Der VSW-BW will auch diesen Mitgliedern eine entsprechende Plattform bieten.


Regionale Erfa-Kreise am Beispiel des Erfa-Kreises Heidenheim

Ein Highlight aus mehreren Erfa-Terminen war der Besuch bei der Telenot Electronic GmbH in Aalen am 15. Nov. 2001.

Der Werksbesichtigung unter Leitung der Herren Köstler und Holzapfel folgte ein sehr interessanter Vortrag von Herrn Dr. Müller vom Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg zum Thema "Hintergrundinformationen und aktuelle Lagedarstellung zum Islamismus". Herr Fischer als Kommandant der Werksfeuerwehr der BMW AG in München referierte über seine Erfahrungen beim Brand im BMW-Standort Eching.


Erfa-Kreis Überregional

Das erste Treffen 2001 fand im Mai bei der AMD Saxony Manufacturing GmbH in Dresden statt; ein weiterer Termin folgte beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg in Stuttgart.


Arbeitskreis "Geheimschutz in der Wirtschaft"
Rückblick und Ausblick

Das Besondere an diesem Arbeitskreis ist, dass nur Firmen vertreten sind, die sich im Geheimschutzverfahren des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) befinden.

1979 wurde auf Initiative des damaligen Sicherheitsbevollmächtigten von SEL und Mitglied des Vorstandes der Landesstelle für Betriebsschutz e.V. (LfB - Vorgängerin des VSW-BW), Herrn Siegfried Hack, dieser Arbeitskreis ins Leben gerufen. Auslöser war die Novellierung des Geheimschutzhandbuches (GHB) des BMWI. Die geheimschutzbetreute Industrie war an der Mitarbeit am neuen GHB sehr interessiert, um möglichst auch ein von der Wirtschaft handhabbares "Produkt" zu erhalten. Drei Arbeitsgruppen erarbeiteten zu den Schwerpunkten "Grundsatzfragen", "Personeller Geheimschutz" und "Materieller Geheimschutz" ihre Vorschläge.

Herr Wolf Honsel, ABB Mannheim (damals noch BBC), als Leiter der Arbeitsgruppe "Personeller Geheimschutz" vereinigte dann 1983 die drei Arbeitsgruppen zum heutigen Arbeitskreis. Er leitete diesen bis zum 7.11.2001. Sein ab April 2002 bevorstehender Ruhestand war dann ausschlaggebend dafür, den Stab anläßlich der 40. Tagung am 7.11.01 in Mannheim an einen jüngeren Nachfolger zu übergeben. Ab diesem Tag leitet nun Herr Hansjörg Bentele, Dornier GmbH Friedrichshafen, diesen Arbeitskreis.

40. Arbeitskreistagung in Mannheim bei ABB
"Stabübergabe" von Wolf Honsel (links) an Hansjörg Bentele
Stilvolle Verabschiedung in gemütlicher Runde

Er übernimmt eine Mitgliederzahl, die sich seit 22 Jahren immer zwischen 25 und 30 Personen bewegt. Auch die Teilnahme an den Tagungen ist mit jeweils 20 bis 25 Personen konstant gut gewesen.

Der Arbeitskreis behandelt überwiegend Themen und Probleme aus dem behördlichen Geheimschutz; aber auch alle anderen sicherheitsrelevanten Themen werden ausführlich besprochen. Ziel ist nicht nur das Erörtern von Problemen, sondern auch das Erarbeiten von Ergebnissen und Lösungen sowie gegenseitiges Unterstützen.

Wichtig ist auch, dass Vertreter des BMWI und LfV regelmäßig an den Tagungen teilnehmen und somit gleich auf sich ergebende Fragen reagieren können.

Dem "alten" und dem "neuen" Arbeitskreisleiter wünschen wir für die jeweils bevorstehende Zeit alles erdenklich Gute.


Erfa-Kreis-Werkschutzmeister (WSM-BW)

Im Jahr 2001 führte der Erfa-Kreis WSM-BW folgende Veranstaltungen und Aktivitäten durch:

1. Am 15.2. fand eine Info-Veranstaltung in der Wiederaufarbeitungsanlage des Kernforschungszentrums Karlsruhe statt.

    Themen waren hierbei:

    • Stand des Ausbildungsberufes "Fachkraft für Schutz und Sicherheit"

    • Erfahrungsbericht unseres Meisterkollegen Max Stoeckl über seinen Aufenthalt als Hospitant in den DaimlerChrysler-Werken in den USA

    • Besichtigung der Sicherheitszentrale des Kernforschungszentrums mit Herrn von Holleuffer-Kypke sowie der Rückbaumassnahmen der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe

    2. Jahresmeeting der WSM-BW

    Vom 13. - 15.7. fand das Jahresmeeting statt. Ziel war in diesem Jahr das Werk 7 der ZF in Schwäbisch Gmünd. Hier fand unter Leitung des Meisterkollegen Harald Spenny eine Führung mit den Themenschwerpunkten "Betriebliche Sicherheit" sowie "Arbeitssicherheit" und "Vorbeugendem/Abwehrendem Brandschutz" statt.

    Weitere Programmpunkte waren eine Wanderung sowie eine geführte Besichtigung der Altstadt von Schwäbisch Gmünd.

    3. Vorbereitung einer Internet-Präsentation des ErfaKreises WSM-BW sowie deren Installation im Rahmen des Internet-Auftrittes des VSW-BW.

    4. Am 13.12. fand die 2. Infoveranstaltung in den Räumen der Verbandsgeschäftsstelle statt.

    Themen waren hierbei:

    • Stand des Ausbildungsberufes "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" - Referate von Herrn Schweigler, Präsident des VSW-BW sowie von Herrn Wittmann, Leiter des Arbeitskreises "Aus- und Fortbildung" der ASW.

    • Entlastung des bisherigen Leiters Gerold Milkowski, der aus beruflichen Gründen den Vorsitz bedauerlicherweise nicht weiterführen konnte.

    • Offizielle Bestätigung des bisher kommissarisch tätigen Leitungsteams, bestehend aus Herrn Oliver Bosch und Herrn Thomas Gültig, durch die im Erfa-Kreis aktiven Werkschutzmeister/innen.

    5. Erstellung eines Protokolls für die Info-Veranstaltung vom 13.12., verbunden mit Weihnachtsgrüssen für die WSM-BW durch das Leitungsteam Erfa-Kreis WSM-BW.


    Informationswesen

    Eine der vordringlichsten Aufgaben des VSW-BW besteht darin, sicherheitsrelevante Informationen aller Art zu beschaffen, auszuwerten und diese seinen Mitgliedern zur Verfügung zu stellen. Nur auf der Grundlage von ausreichenden Informationen über die aktuelle Sicherheitslage ist es möglich, neue Gefahren schnell und richtig einzuschätzen.

    Eine der unverzüglich per E-Mail weitergeleiteten ASW-Sonderinformationen

    Diese Informationen bilden die Basis eines jeden Sicherheitskonzeptes. Informationen aus den Bundesbehörden bezieht der VSW-BW zum größten Teil über die ASW. Auf Landesebene stellen die Sicherheitsbehörden des Landes die wichtigsten Informationsquellen dar.

    Vor allem mit dem Landeskriminalamt und dem Landesamt für Verfassungsschutz wurde die Zusammenarbeit durch ständige Kontakte und regelmäßige Treffen noch weiter intensiviert.

    Die für Mitglieder im Mitgliedsbeitrag enthaltenen Zeitschriften "WIK" und "KES" als zentrale Verbandssorgane der ASW und die VSW-BW-Verbandszeitschrift "VSW aktuell" sind die - papiergebundenen - Säulen des Informationswesens unseres Verbandes.

    Darüber hinaus stellt das Telefax - und in immer größerem Umfang auch die E-Mail-Schiene - weiterhin ein bewährtes bzw. neues, noch schnelleres und kostengünstiges Medium dar, um aktuelle Informationen zeitnah an alle Mitgliedsfirmen oder an betroffene Unternehmen weiterzuleiten.

    Insbesondere nach den Ereignissen vom 11. Sept. 2001 in Amerika hat sich der VSW-BW auf dem Gebiet der Mailanbindung und Versendung auch technisch auf den neuesten Stand gebracht. Eine zeitnahe Weitergabe der Terrorismusinformationen wie z. B. BKA-Lagefortschreibungen ist zur Regel geworden.

    Der VSW-BW hat als erster und einziger VSW für alle interessierten Mitglieder eine E-Mail-Versorgung mit ASW-Sonderinformationen, BKA-Lagefortschreibungen u. ä. aufgenommen, die den Sicherheitsverantwortlichen aktuelle Informationen für ihre tägliche Arbeit lieferte und auch künftig liefern wird.

    Auslöser der E-Mail-Versorgung waren die Terrorangriffe auf die Türme des World Trade Centers und das Pentagon durch Usama BIN LADIN mit seinem Terrornetzwerk "AL QAEDA".


    Homepage

    Die Nachfrage über den Zugang zur Homepage ist 2001, wie auch schon in den Vorjahren stetig gestiegen. Um die Befriedigung der Nachfrage und den dauerhaften Informationsfluss gewährleisten zu können, mussten viele Bereiche umgegliedert und die Darstellungsweise bzw. der Aufbau der Homepage geändert werden.

    Die durchschnittlichen wöchentlichen Zugriffe auf unsere Homepage haben sich im Zeitraum 7/98 bis 12/01 von 30 auf 1.100 gesteigert.

    Eine weitere Neuerung ist der öffentliche Bereich für unsere Mitglieder, in dem sie sich mit ihren Firmenangaben und per "Link" auf ihre Homepage präsentieren können.

    Neben den Titeln "Was Sie über uns wissen sollten" und "Lehrgänge & Seminare" können hier auch Informationen über die Satzung, Mitgliedsbeiträge, Rechenschaftsberichte, Presseartikel u. a. m. auf- bzw. abgerufen werden.

    Darüber hinaus führen "Links" zu weiteren Internet-Adressen wie z. B. ASW, Polizei, LKA, Verfassungsschutz und Auswärtiges Amt. Anmeldungen zu Veranstaltungen wie auch Anfragen, Anregungen u. ä. können außerdem schnell, komfortabel und kostengünstig mittels E-Mail erfolgen.

    Die vom Verband ermittelten, stark ansteigenden VSW-BW-Homepage-Nutzungen sowie die prozentual zunehmenden Seminaranmeldungen per E-Mail bestätigen den Trend, dass nur die Firmen erfolgreich sein werden, die die Chancen der Technik nutzen, um flexibler, schneller und produktiver zu sein als die Mitbewerber.


    Presse/Öffentlichkeitsarbeit
    Der Produzent Herr Miyamoto und die für die Übersetzung zuständige Frau Post-Kobayashi bei den Aufnahmen der Hacking-Livevorführung

    Unser Bestreben, den VSW-BW positiv in der Öffentlichkeit darzustellen, gelang auch im Jahr 2001 u. a. durch Fernsehaufnahmen des staatlichen japanischen Fernsehens NHK, dem SWR, zahlreichen Radio- und Zeitungsinterviews und durch einen Vortrag bei der IHK Frankfurt.

    Japanisches Fernsehen beim VSW-BW

    Ein Fernsehteam der "Japan Broadcasting Corporation, Tokio" besuchte den VSW-BW anlässlich seiner Recherchen zu Sicherheitsthemen bis hin zum Thema Echelon, das auch in Japan mit der EU-Veröffentlichung für Aufsehen sorgte.


    Vortrag bei der IHK Frankfurt

    Auf Einladung der IHK Frankfurt wurde anlässlich der jährlichen "mediamit"-Sicherheitstage von Herrn Wittmann ein Vortrag zum Thema "Risiken moderner Kommunikationsmittel" gehalten.

    Teilnehmer des Vortrages im großen Sitzungssaal der IHK Frankurt

    Messe "Systems 2001" in München

    Obwohl Experten immer wieder auf die Wichtigkeit von Sicherheitsmaßnahmen im IT-Bereich hinweisen, stoßen sie bei vielen deutschen Betrieben nach wie vor auf taube Ohren. Vor diesem Hintergrund war der VSW-BW als fester Bestandteil des IT-Security-Forums während der Systems in München vertreten. Täglich zwischen 16:00 und 17:00 Uhr hielt Jürgen Wittmann einen Vortrag zu dem Thema "Risiken bei der Anwendung moderner Kommunikationstechniken".


    Beratung

    Der Bereich Beratung von Mitgliedsunternehmen - und in immer stärkerem Maße auch von Nichtmitgliedern - gewann im Laufe des Jahres, insbesondere nach den Ereignissen des 11. Sept. in den USA, weiter an Bedeutung.

    Erkennbare Schwerpunkte waren die Beratungen in den Bereichen IT- und TK-Sicherheit sowie Gebäudeabsicherungen.

    Die meisten Anfragen erfolgten telefonisch und konnten von den VSW-Mitarbeitern im Verlauf des Gesprächs oder mit einem Rückruf beantwortet werden. Waren die Probleme zu speziell, um von den Mitarbeitern mit ihren eigenen Fachkenntnissen gelöst zu werden, so konnte auf externe Sachverständige zurückgegriffen bzw. die Beantwortung dieser Fragen in Mitgliedsfirmen und/oder den Sicherheitsbehörden recherchiert werden.

    Hierbei gilt der Dank des VSW-BW allen Fachleuten aus den Mitgliedsunternehmen und den Sicherheitsbehörden, die ihre Erfahrungen und Kenntnisse dem VSW-BW bzw. anderen Mitgliedsfirmen und sonstigen Ratsuchenden zur Verfügung gestellt haben.


    Die finanzielle Entwicklung

    Für die VSW-BW-Mitglieder ist die Jahresbilanz und G/V-Rechnung 2001 diesem Geschäfts- und Rechenschaftsbericht beigefügt. Not-wendige Erläuterungen dazu und auch die Darstellung der Ergebnisse aus der vorgenommenen Bilanzprüfung erfolgen im Rahmen der
    34. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 8.4.2002 durch den Schatzmeister, Herrn Ludger Remler, und den Revisor, Herrn StB Wilfried Helmstädter.


    Besetzung des Vorstands seit 5. April 2000
    Vorstandsmitglieder

    Berthold Schweigler, Präsident und Vorsitzender der ASW, Bonn/Berlin Robert Bosch GmbH, Stuttgart

    Bernd Luithle, Vizepräsident Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH, Neckarwestheim

    Dr. Werner Britsch DaimlerChrysler AG, Stuttgart

    Dr. Karl-Otto Künkele Hofkammer des Hauses Württemberg, Friedrichshafen

    Dr. Markus Müller ABB AG, Mannheim

    Dr. Hans-Jürgen Reichardt Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart, Stuttgart

    Ludger Remler (Schatzmeister) Landesbank Baden-Württemberg, Karlsruhe/Stuttgart

    Revisor

    Wilfried Helmstädter Dipl.-Volkswirt, Steuerberater

    Ehrenmitglieder

    Siegfried Hack, (Ehrenpräsident) Teckstraße 97, 71696 Möglingen

    Dr. Werner Britsch Bernsteinstraße 100, 70619 Stuttgart

    Detlef Dieterle Forellenweg 16, 88662 Überlingen

    Hans-Peter Hummel Carl-Peters-Straße 44, 70825 Korntal

    RA Wimar Klein Hauptstraße 32, 73669 Lichtenwald

    Dr. Ing. Eberhard Merz Pommernstraße 45, 68309 Mannheim

    Dr. Gering Mylius Hallerstraße 20, 79117 Freiburg

    Dr. Gerhard Schmidt Schluchstraße 12 a, 76275 Ettlingen/Schluttenbach

    Harald Sommer Pfizer GmbH, 79005 Freiburg

    Dieter Utsch Tobelweg 5, 88090 Immenstaad