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Rechenschafts- und Geschäftsbericht 2007 (Teil 1)


überreicht aus Anlaß der Jahresmitgliederversammlung am 15. April 2008

VERBAND FÜR SICHERHEIT IN DER WIRTSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG E.V.

Telefon: (07 11) 95 46 09-0
Telefax: (07 11) 95 46 09-20

Sehr geehrte VSW-BW-Mitglieder,

zu unserer 40. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 15. April 2008 legen wir Ihnen den Rechenschafts- und Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2007 vor.

Wir verbinden damit unseren Dank an Sie für Ihre Unterstützung des Vorstands und der Geschäftsführung zur Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben und Ziele des Verbandes. Weiterhin danken wir allen Geschäftspartnern und Förderern des Verbandes sowie den Sicherheitsbehörden, die durch eine ebenso enge wie kooperative Zusammenarbeit erneut sehr wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Sicherheit in der Wirtschaft und im öffentlich-rechtlichen Bereich größere Beachtung geschenkt wurde.

Obwohl die EU-Osterweiterung und die Gefährdung durch den islamistischen Terrorrismus vordergründig erneut die beherrschenden Sicherheitsthemen in dem Berichtsjahr waren, lagen den Sicherheitsverantwortlichen der Unternehmen die klassischen Kriminalitätsfelder viel näher. Diebstähle, Korruption, Produkt- und Markenpiraterie sowie die weiter steigenden IT-Gefährdungen wie z. B. Hacking, Phising und Viren waren und sind die tatsächlichen Schwerpunkte in der betrieblichen Sicherheit. Intelligente Lösungen bzw. Mischungen aus eigenem und fremdem Werkschutzpersonal in Verbindung mit innovativer und kompatibler Brandschutz-, Einbruchmelde-, Zutrittskontroll- und Videotechnik garantieren auch künftig ein Höchstmaß an betrieblicher Sicherheit, erfordern aber gleichzeitig auch bestens aus- und fortgebildete Sicherheitsverantwortliche und -mitarbeiterInnen.

Da zur erfolgreichen Bekämpfung der Wirtschafts-/Betriebskriminalität baulich/technische Investitionen und organisatorische Maßnahmen allein nicht ausreichen, hat der VSW-BW in enger Abstimmung mit den Sicherheitsverantwortlichen der Mitgliedsfirmen und den Sicherheitsbehörden unter seinem Motto

„Fachwissen und Erfahrung kompetent
und praxisgerecht weitergeben“

auch für dieses Jahr ein umfangreiches Seminar- und Ausbildungsangebot konzipiert. Ihr VSW-BW bittet Sie auch in diesem Jahr weiterhin um Ihre wertvolle Unterstützung.

Vorstand und Geschäftsführung des VSW-BW Stuttgart, im April 2008
Mitglieder

Am 31. Dezember 2006 hatte der Verband 267 Mitglieder

Im Jahre 2007 kamen dazu

  • ordentliche Mitglieder: 3
  • kooperative Mitglieder: 14
  • Summe: 17 Mitglieder

Ausgeschieden sind 2007

  • durch Insolvenz: 3
  • durch Ausschluss: 2
  • durch Austritt: 10
  • Summe: 15 Mitglieder

Mitgliederstand am 31. Dezember 2007: 269 Mitglieder

Wir sind damit in der Bundesrepublik nicht nur der älteste regionale Sicherheitsverband, sondern mit Abstand auch weiterhin der mitgliederstärkste Verband für Sicherheit innerhalb der „Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft e.V.“ (ASW), Berlin.


39. Mitgliederversammlung

 
 
Präs. Dr. Menk während seines Rechenschaftsberichts
Geschäftsführer Schotzko
v.l.: Vorstandsmitglieder Dr. Reichardt, Grassel, Vizepräsident Luithle und Schatzmeister Remler
Verbandsrevisor Herr WP/StB Strobel
Mit der Begrüßung der Teilnehmer verband Präsident Dr. Menk den Dank des Vorstands für das durch die Teilnahme bekundete große Interesse an der Verbandsarbeit. Er entschuldigte die Vorstandskollegen Geyer und Kuhn, die aus dienstlichen Gründen verhindert wären.

Weiterhin begrüßte er seine ASW-Vorstandskollegen Jilg und BDWSPräsident Waschulewski sowie den ASW-Geschäftsführer Dr. Stoppelkamp.

Im Anschluss stellte er fest, dass die Einladung fristgemäß erfolgte. Er teilte die Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung mit, die durch die vorliegenden Unterschriftslisten bzw. schriftlichen Stimmübertragungen nachweisbar wäre.

Zum Versammlungsablauf verwies Herr Dr. Menk auf die dem Einladungsschreiben beigefügte Tagesordnung, die keine Änderung bzw. Ergänzung infolge zusätzlicher Anträge oder Einwände erfahren habe. Herr Dr. Menk verwies zu Beginn seiner Ausführungen auf den in gedruckter und gebundener Form vorliegenden Rechenschafts- und Geschäftsbericht für das Jahr 2006, in dem Einzelheiten zu seinen Ausführungen sowie auch zu denen der nachfolgenden Vortragenden nachlesbar wären.

Hinsichtlich seiner Einschätzung der internationalen Sicherheitslage führte er aus, dass die Lage insgesamt nicht besser wird; insbesondere was die Entspannung im mittleren Osten betrifft, wäre die Lage nach wie vor sehr zugespitzt. Mit ebenso großer Aufmerksamkeit wie Sorge würde er die Verschlimmerung der Situation im Iran betrachten, vor allem vor dem Hintergrund, dass dort nicht nur aus seinem Hause eine Vielzahl von Mitarbeitern deutscher Unternehmen tätig wären. Auch bezüglich der inländischen Gefährdung durch den islamistischen Terrorismus müsste eindeutig festgestellt werden, dass Deutschland keine Insel der Seligen mehr wäre, sondern dass wir eindeutig zum Gefährdungsraum gezählt werden müssten. Ebenso wäre international keine Abnahme des Anschlagsgeschehens feststellbar; es wäre im Gegenteil zu konstatieren, dass wir uns auf einem gleich bleibend bedrückenden Niveau der Gefährdung durch den internationalen Terrorismus eingependelt hätten.

Im Hinblick auf den anstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm äußerte er vor dem Hintergrund der bereits erfolgten Anschläge erhebliche Bedenken, dass dieses für uns doch wichtige politische Ereignis ohne größere Randale und Anschläge der linken Szene durchgeführt werden könne. Mit großer Besorgnis erwähnte er die zahlreichen korruptiven Ereignisse, die im Verlauf des letzten Jahres durch die Presse geisterten; er warnte eindringlich davor, voreilig bzw. unsensibel Schadenfreude zu zeigen, sondern riet allen Verantwortlichen, ihre eigenen Unternehmen hinsichtlich ähnlicher Aktivitäten sehr genau zu durchleuchten, da solche Schlagzeilen den gesamten deutschen Industriestandort sehr beschädigen würden.

Hinsichtlich der regionalen Verbandspolitik wies er darauf hin, dass er es dem Geschäftsführer überlassen wolle, die Aktivitäten und Geschehnisse des VSW-BW im vergangenen Geschäftsjahr zu erläutern.

Mit Blick auf die bundespolitische Ebene führte er aus, dass es gelungen wäre, die ASW als den führenden Ansprechpartner gegenüber den Sicherheitsbehörden, der Politik und den Medien zu positionieren. Es hätten zahlreiche Kontakte mit den Leitern von Bundesbehörden, Bundesministerien bis auf Staatssekretärsebene und des Koordinators der Nachrichtendienste stattgefunden. Mit gewissem Stolz verwies er auch darauf, dass es mit dem Bundeskriminalamt gelungen wäre, eine jährliche Regelveranstaltung zu institutionalisieren. Daneben gab und gibt es ASW-Veranstaltungen mit dem BSI, dem BfV, dem Zollkriminalamt und im weiteren Verlauf des Jahres 2007 auch erneut eine Veranstaltung mit dem Bundesnachrichtendienst. Mit einigen Sätzen ging er auch auf die neue BKA-Initiative hinsichtlich des Gedanken- und Informationsaustausches mit den so genannten „Global-Playern“ ein, die er mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten würde; lachend deswegen, weil er jede BKA-Initiative bzw. Gesprächsbereitschaft mit der Wirtschaft positiv werten würde, mit einem weinenden Auge deswegen, weil er den gezogenen Kreis als zu groß betrachten würde, um in diesem Umfang substanzielle Gespräche führen zu können. Die momentan 38 Teilnehmer seitens der Industrie böten keine Grundlage für sinnvolle Sicherheitsgespräche und es müsse eher kritisch hinterfragt werden, ob nicht dadurch die Bestrebungen der etablierten Sicherheitsverbände konterkariert würden. Hinsichtlich der Frage nach einer eventuellen Gründung eines Dax-30-Verbandes bezog er eindeutig dahingehend Stellung, dass er von einer weiteren Fragmentierung der Verbändelandschaft nichts halten würde, sondern dass alle Aktivitäten darauf zu richten wären, die ASW in finanziellen, organisatorischen und sonstigen Belangen auch künftig weiter zu stärken, damit sie ihren Satzungsauftrag noch besser erfüllen könne. Insbesondere große Unternehmen bzw. deren Vertreter müssten noch mehr die Überzeugung gewinnen, dass sie durch eine eventuell noch zu schaffende direkte Einbindung in die ASW eindeutige Vorteile für ihre Tätigkeit erlangen könnten.

In einem kurzen Rück- und Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Lage berichtete GF Schotzko, dass sich das Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2006 – getragen vom starken Export und dem angesprungenen Inlandskonsum – um 2,7 % und damit um das Dreifache gegenüber dem Vorjahr erhöht hätte und dass auch für 2007 und 2008 starke Wachstumsraten erwartet werden würden. Eine auf 1,7 % gesunkene Inflationsrate sowie deutlich niedrigere Arbeitslosenquoten, bei denen Baden-Württemberg bundesweit weiterhin den Spitzenplatz einnimmt, spiegelten das positive gesamtwirtschaftliche Bild wider. Dies würden auch die unzähligen positiven Presseberichte aus den bzw. über die Mitgliedsfirmen belegen; ebenso wie die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), in der Bayern und Baden-Württemberg erneut die besten Zahlen aufwiesen. Diese Zahlen würden auch im Einklang mit den Daten des VSW-BW stehen, der seinen Mitgliederstand erneut auf 267 Mitglieder zum Jahresende 2006 erhöhen konnte und damit weiterhin mit Abstand der mitgliederstärkste VSW-Regionalverband innerhalb der ASW ist.

Mit wenigen Sätzen ging GF Schotzko auf die Mitgliederversammlung des Verbandes ein, in der unter anderem eine geringe Erhöhung der Jahresbeitragsstaffel mit großer Mehrheit beschlossen wurde. Im öffentlichen Teil der Versammlung konnte mit Prof. Dr. Peter Scholl-Latour und seinem Referat „Öl- und Pulverfass Naher und Mittlerer Osten“ ein ebenso profilierter wie bekannter Gastredner gewonnen werden. Themenschwerpunkte der beiden Vorstandssitzungen im März und August 2006 waren insbesondere die Weiterbildungsthemen wie z.B. die Nachfolge der Werkschutzfachkraftausbildung sowie eine eventuelle universitäre Weiterbildung mit einem Bachelor-Abschluss. Sehr intensiv wurde auch die Verlängerung des Mietvertrages versus eines Umzuges des Verbandes diskutiert und dann einstimmig ein Umzug des Verbandes beschlossen.

Die Aus- und Fortbildungsaktivitäten waren dominiert von dem Wegfall der Werkschutzfachkraftausbildung zum Jahresende 2005 und dem schleppenden Anlauf der Nachfolgefortbildung zur „Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)“. Diese Zäsur führte zu einem rd. 50 %-igen Rückgang in der Werkschutzausbildung und damit auch zu einem nicht zu verkraftenden Umsatzverlust in den Büchern des Verbandes.

Hinsichtlich der vielfältigen Informations- und ERFA-Veranstaltungen verwies er auf den ausgehändigten Geschäftsbericht und auch darauf, dass alle Geschäftsberichte mit den entsprechenden Farbbildern auch auf der Verbands-Homepage einsehbar wären. Mit herzlichem Dank verwies er auch auf die sehr kooperative und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden des Landes, die u. a. auch im „Sicherheitsforum Baden-Württemberg“ erfolgreich fortgesetzt wurde und die 2007 mit der erstmaligen Ausschreibung des „Sicherheitspreises Baden-Württemberg“ einen weiteren Höhepunkt erreichen wird. Er forderte alle Unternehmen, die ein innovatives Projekt des personellen, technischen oder organisatorischen Informationsschutzes durchgeführt haben auf, dieses zur Bewertung einzureichen, um evtl. mit der Verleihung des Sicherheitspreises Baden-Württemberg aus den Händen des Innenministers einen deutlichen Imagegewinn für die betriebliche Sicherheit bzw. den betrieblichen Know-how-Schutz einstreichen zu können.

Vor dem Hintergrund der hohen Exportquoten vieler Mitgliedsunternehmen konnten unsere Verbandsmitglieder im Rahmen einer Wirtschaftsdelegationsreise unter Führung des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums in Südafrika ihre Produktpalette bezüglich Sicherheitstechnik vorstellen. Wer diese Chance noch nicht nutzen konnte oder wollte, für den besteht lt. den Ausführungen von Herrn Schotzko im Mai 2008 die Chance, auf einer ähnlichen Delegationsreise wichtige Exportkontakte nach Brasilien knüpfen zu können – der Verband wird hierzu frühzeitig informieren.

Abschließend berichtete er über den Umzug des Verbandes in den neuen Rundbau des Cannstatter Carrés zum Jahresende 2006 und die Gründe, die zu diesem Vorstandsbeschluss geführt hatten. Mit dem Dank an die Vorstandsmitglieder, alle Referenten und ERFAKreis- Leiter, an sein VSW-Team und alle Anwesenden für die gewährte Unterstützung beendete GF Schotzko seinen Rechenschaftsbericht.

Seinen Rechenschaftsbericht eröffnete Schatzmeister Remler mit dem Zitat: “Die Bilanz ist das Zwischenzeugnis des Managers.” eines klugen deutschen Wirtschaftswissenschaftlers. Er werde in den nächsten Minuten Ausführungen dazu machen, wie dieses Zwischenzeugnis für den VSW-BW ausgefallen ist. Sein Fazit fasste er vorweg wie folgt zusammen: “Der Verband für Sicherheit in der Wirtschaft Baden- Württemberg ist wirtschaftlich gesund, obwohl die einen oder anderen Unwägbarkeiten, wie es Herr Schotzko erlaubt hat mitzuteilen, einfach auch etwas an den Mauern gerüttelt haben.” Um das Zahlenwerk etwas interessanter darzubieten, zitierte er den schweizerisch-französischen Schriftsteller Jean-Jacques Rousseau mit den Worten: “Das Geld, das man besitzt, ist das Mittel zur Freiheit, dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.”

Das Anlagevermögen habe sich – bedingt durch den Umzug – um EUR 30.000,-- erhöht. Während in der Aktiva die Wertpapiere zugunsten liquider Mittel umgeschichtet wurden, wurde – auch bedingt durch den Umzug – die Rücklage für die Ausübung der Kaufoption aufgelöst und in eine allgemeine Betriebsmittelrücklage überführt. Hinsichtlich der Aufwands- und Ertragsrechnung wies er darauf hin, dass sich aufgrund eines Sonderfalles die Personalkosten einmalig um rd. EUR 20.000 erhöht hätten, während andererseits durch geringere Nachfrage bei den Lehrgängen und der Ausbildung in Unternehmen geringere Einnahmen zu verzeichnen gewesen wären. Bedingt durch die Umstellung von der Werkschutzfachkraft auf die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft waren weniger Teilnehmer in den Lehrgängen, sodass dadurch die Gesamteinnahmen um ca. EUR 35.000 niedriger ausfielen. Zum Ende seiner Ausführungen bestätigte er, dass die Geschäftsführung sparsam und umsichtig gewirtschaftet hätte und dass die finanziellen Entscheidungen des Vorstands dem Satzungszweck und den steuerlichen Vorgaben unter Berücksichtigung der Gemeinnützigkeit entsprochen hätten. Das Vermögen sei sachgerecht angelegt und über die Geschäftsentwicklung wurde er permanent informiert – er könne deshalb das Zwischenzeugnis ausstellen, dass der Verband auf einer soliden finanziellen Basis stehe.

Der Verbandsrevisor, Herr WP/StB Strobel, führte aus, dass er den Jahresabschluss zum 31.12.2006 und die Buchführung 2006 im März 2007 geprüft habe und dass diese Prüfung keine Beanstandungen ergeben hat. Analog den heutigen Witterungsbedingungen kam er zu dem Fazit, dass in der Bilanz 2005 „Sonnenwetter“ geherrscht habe, während die Bilanz 2006 wettermäßig betrachtet als „etwas bewölkt“ eingestuft werden muss. Im Rahmen seiner Prüfungshandlung hat die Geschäftsführung ihm alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht, die Vorschriften zur Rechnungslegung wurden beachtet und er habe keine Tatsachen feststellen können, die den Bestand des Verbandes oder die Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten oder die schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder der Arbeitnehmer darstellen würden. Er stellte fest, dass die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung in Anlehnung an die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften des HGB aufgestellt und ordnungsgemäß aus den Büchern des Verbandes entwickelt worden sind. Aufgrund seiner Prüfung empfahl Herr Strobel, der Geschäftsführung und dem Vorstand hinsichtlich des Geschäftsjahres 2006 Entlastung zu erteilen.

Trotz mehrmaliger Aufforderung durch Herrn Präsident Dr. Menk wurde keine Aussprache gewünscht.

Herr Dr. Menk bat die Versammlung, ein Mitgliedsvertreter möge die Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2006 beantragen.

Unter Hinweis auf die vorgetragenen Rechenschaftsberichte bat Herr Lutz Abraham von der Hugo Boss AG, Metzingen, um Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung für das zurückliegende Geschäftsjahr 2006.

Per Handzeichen erfolgte einstimmig – ohne Enthaltungen – die Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung des VSW-BW für das Geschäftsjahr 2006. Präsident Dr. Menk dankte namens des Vorstandes und der Geschäftsführung für das zum Ausdruck gebrachte Vertrauen.

Zu dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ lagen keine Wortmeldungen vor, sodass Herr Dr. Menk um 14:20 Uhr die 39. Ordentliche Mitgliederversammlung des VSW-BW mit dem Dank an alle erschienenen Mitglieder bzw. Mitgliedervertreter für beendet erklären konnte. Er lud alle Teilnehmer zu dem nach einer Kaffeepause angekündigten Vortrag – mit anschließender Diskussion – von Herrn Dr. Hubertus Knabe über das Thema: „Die Täter sind unter uns – über das Schönreden der SED-Diktatur“ und zu dem danach geplanten gemeinsamen Abendessen ein.


„Öffentlicher“ Teil der 39. ordentlichen Mitgliederversammlung

 
 
Nach Beendigung des nichtöffentlichen Teils war es eine besondere Freude für VSW-BW-Präsident Dr. Menk, zahlreiche Ehrengäste aus dem Polizeibereich und den Nachrichtendiensten begrüßen zu dürfen.

Im Rahmen seiner Einführung von Herrn Dr. Hubertus Knabe mit seinem Vortrag: „Die Täter sind unter uns – über das Schönreden der SED-Diktatur“ wies Dr. Menk auf die auch heute noch sehr hohe Bedeutung dieses Themenkomplexes hin und machte aus seiner Seele keine Mördergrube, indem er sein deutliches Missfallen bekundete, dass diese SED-Führungskader heute oftmals zu „Gentlementäter“ hochstilisiert würden und nicht klassifiziert werden als das was sie sind, nämlich erwiesene Gegner einer freiheitlich demokratischen Grundordnung. Dr. Knabe als wissenschaftlicher Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis des DDR-Staatssicherheitsdienstes wies zu Beginn seiner Ausführungen darauf hin, dass kein Staat in der Geschichte jemals massiver von einem feindlichen Geheimdienst angegriffen und unterwandert wurde wie die Bundesrepublik Deutschland. Dies wäre auch gar nicht so verwunderlich, weil die Grenze mitten durch unser Land führte und die Grundbedingungen wie z. B. die gleiche Sprache ideale Voraussetzungen für erfolgreiche Spionagetätigkeiten waren. Auch der Strom von über 4 Mio. Flüchtlingen von Ost nach West spülte jede Menge Stasiagenten unbemerkt in den Westen; der bekannteste von ihnen war sicherlich Günter Guillaume, der es dann bis an die Seite des deutschen Bundeskanzlers Willi Brandt geschafft und auch wesentlich zu seinem Sturz im Mai 1974 beigetragen hat. Die Stasi verfügte über sehr große finanzielle und personelle Ressourcen, so z. B. 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter (die westdeutschen Nachrichtendienste hatten 1989 demgegenüber rd. 15.000 Mitarbeiter), insbesondere wenn man bedenkt, dass die DDR „nur“ rd. 17 Mio. Einwohner hatte, so wird deutlich, welche Bedeutung die von ihm so bezeichnete „Firma Horch und Guck“ hatte. Anhand vieler plastischer Beispiele schilderte er das Hauptziel der Stasi, nämlich das Eindringen in die so genannten Hauptobjekte des Feindes mit z. B. Perspektivpersonen, die erst im Zuge ihrer beruflichen Karriere in für die Stasi bedeutsame Funktionen aufrückten und somit zu wertvollen Agenten wurden. Eine andere sehr erfolgreiche Vorgehensweise war die so genannte „Romeo- Methode“, bei der Stasiagenten auf Sekretärinnen u.a. im Bundeskanzleramt angesetzt wurden und die dann höchst brisantes Material für die Stasi lieferten; Stasichef Markus Wolf ließ über diese Methode sogar Doktorarbeiten verfassen, die heute noch nachlesbar sind. Eine dritte Methode betraf so genannte Kontaktpersonen, vornehmlich aus dem politischen Bereich, die mit dem Ziel der Wissensabschöpfung angegangen wurden. Praktisches Beispiel hierfür war der frühere SPD-Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag, Friedhelm Fahrtmann, der aufgrund seiner Jagdleidenschaft vom DDR-Ministerrat zu Jagdaufenthalten in die DDR eingeladen und dort hochprofessionell abgeschöpft wurde. Auch für ihn sehr überraschend war das Themengebiet Wirtschaftsspionage für die DDR, wo die einzelnen Kombinate z. B. ihren Bedarf an Legierungen und Patenten anmeldeten und die einzelnen Stasiabteilungen dann einen regelrechten Wettbewerb hinsichtlich der Erfüllung dieser Wünsche durchführten. Verwunderlich für ihn ist heute noch die Tatsache, dass weder die Industrie noch die Parteien, Gewerkschaften oder die Kirchen jemals den dezidierten Versuch unternommen haben, die Stasiaktivitäten in ihren eigenen Bereichen zu eruieren bzw. aufzuarbeiten.

Bezüglich der weiteren Schlüsselfrage: Wie sind wir mit dem Erbe der Stasi umgegangen? schilderte er sehr plastisch an einem Beispiel, in welchem für Stasi-Spionagetätigkeiten 200.000,- DM bezahlt wurden und bundesdeutsche Gerichte dafür dann eine Geldstrafe in Höhe von 8.000,- DM verhängt haben. Die Verantwortlichen für Gefangenenmisshandlungen, für Festnahmen, Freiheitsberaubungen, Entführungen und Todesfälle an der Mauer, von denen praktisch niemand zu Zeiten der DDR und auch nach der Wiedervereinigung ins Gefängnis musste, nutzen ihre Nichtverurteilung als Persilschein dafür, dass sie als unschuldig betrachtet werden müssen. Besonders betroffen zeigte sich Dr. Knabe gegenüber den politisch Verantwortlichen in der Bundesrepublik, die aufgrund der Schließung der zentralen Ermittlungsstelle in Salzgitter im Jahre 1992 und der mangelhaften personellen Ausstattung mit Staatsanwälten und Richtern auch keinen Beitrag zur Aufarbeitung des SED-Unrechts geleistet haben. Er widersprach auch sehr deutlich der These, dass alle inoffiziellen Mitarbeiter (sog. i. M’s.) der Stasi im Westen enttarnt wären; die sog. „Rosenholz- Papiere“ listeten lediglich die rd. 3.000 Bundesbürger auf, die 1989 noch als aktive „i. M’s.“ gelistet waren, während alle anderen „ehemaligen“ Mitarbeiter nicht enttarnt wurden und somit das gesamte i. M.-Netz der Stasi der Öffentlichkeit bis heute nicht bekannt ist.

Nach einer sehr regen abschließenden Diskussion über den z. B. in weiten Teilen auch heute noch völlig unbekannten militärischen Nachrichtendienst der DDR dankte Präsident Dr. Menk sehr herzlich Dr. Knabe für seinen ebenso informativen wie nachdenklichen Vortrag und lud alle TeilnehmerInnen zum gemeinsamen Abendessen und Gedankenaustausch ein.


Vorstand

Im Berichts-/Geschäftsjahr 2007 fand vor dem Hintergrund der vollen Terminkalender aller Vorstandsmitglieder und mangels „heißer“ Themen nur eine Vorstandssitzung am 23. Juli 2007 in der neuen Geschäftsstelle statt.

Alle Vorstandsmitglieder konnten sich unmittelbar davon überzeugen, dass ihr einstimmiges Votum zum Umzug des Verbandes in hervorragender Weise umgesetzt wurde. Die neuen, nunmehr klimatisierten und mittels Trennwand variablen Räumlichkeiten, die sehr ansprechende Möblierung und die neueste technische Ausstattung sowie die weitaus bessere Lage einschl. Verkehrsanbindung und Parkplatzsituation waren eindeutige Beweise für diese richtungs- bzw. zukunftsweisende Vorstandsentscheidung.

Präsident Dr. Menk gab aufgrund seiner ASW-Vorsitzendenfunktion zu Beginn der Sitzung einen detaillierten Überblick über den Zustand und die Aktivitäten der ASW. Die erste von ihm einberufene ASWMitgliederkonferenz Ende Mai 2007 bezeichnete er im Nachhinein als sehr notwendig und wiederholungsbedürftig (Anm.: erfolgte am 17./18. März 2008), da im Rahmen normaler ASW-Vorstandssitzungen/ Mitgliederversammlungen kein solch tiefer Gedankenaustausch zustande kommen könnte. Die desolate ASW-Finanzsituation führte z. B. zu der Empfehlung, dass die regionalen VSW’n ab dem Jahr 2008 die Beitragszahlungen an die ASW verdoppeln sollen; diese Anregung wurde von der ASW-Mitgliederversammlung dann auch so beschlossen mit der Folge, dass der VSW-BW, der rd. 1/3 aller VSWBeiträge erbringt, für 2008 rd. 10.000 EUR ASW-Beitrag zu entrichten hat. Vor diesem Hintergrund wurden sehr ernsthaft und ausgiebig die zentralen Fragen: „Was erwarten wir von der ASW?“ sowie „Was kann/sollte die ASW leisten?“ diskutiert. Seinen Unmut äußerte Dr. Menk über die Zersplitterung der deutschen Sicherheits(verbände)landschaft wie z. B. die Dissonanzen zwischen der ASW und dem BDI-„Ausschuss für Sicherheitsfragen“ und auch der BKA-Global-Player-/DAX 30-Aktion durch BKA-Präsident Ziercke.

Weitere Besprechungspunkte waren die in 2008 anstehenden turnusmäßigen Neuwahlen des VSW-BW-Vorstandes, Personalangelegenheiten der Geschäftsstelle, die Ausschreibung des 1. Sicherheitspreises des Sicherheitsforums Baden-Württemberg, die Zusammenarbeit des Verbandes mit den Landessicherheitsbehörden sowie größere Aktivitäten des Verbandes im weiteren und im kommenden Geschäftsjahr.
Geschäftsführung

Auch im Geschäftsjahr 2007 war es das vorrangige Ziel der Geschäftsführung einschl. aller MitarbeiterInnen, durch aktuelle Seminarthemen und Lehrgangsinhalte einerseits und kompetente Referenten andererseits den Aus- und Fortbildungsbereich des Verbandes weiter auszubauen, um damit seinen Satzungsauftrag: „…Beratung und Betreuung der Wirtschaft in allen Sicherheitsfragen…“ bei den Mitgliedern und weit darüber hinaus zu erfüllen.

In den ersten Wochen des Jahres gelang dies jedoch nur sehr eingeschränkt, da der Verband in seinen neuen Geschäftsräumen trotz sehr frühzeitiger Umzugsanmeldung auf jegliche Telekommunikationsverbindungen verzichten und den Geschäftsbetrieb per Privat-Handys aufrechterhalten musste.

Im Aus- und Fortbildungsbereich war insbesondere eine sehr erfreuliche Steigerung um über 50 % bei den Teilnehmerzahlen in den Lehrgängen zur „Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)“ zu verzeichnen. Nachdem im Vorjahr wegen des – zwangsweisen – Wechsels von der Werkschutzfachkraft zur „Schutz- und Sicherheitskraft“ die Teilnehmerzahlen um über 90 % eingebrochen waren, lässt dieser Trend nunmehr hoffen, dass sich die „Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)“ als legitime Nachfolgerin der über Jahrzehnte bewährten Werkschutzfachkraft-Prüfung etabliert hat; denn trotz der guten Entwicklung des Ausbildungsberufes „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ muss es auch künftig e i n e allseits anerkannte IHKPrüfung für „Seiteneinsteiger“ geben.

Vor dem Hintergrund der hohen Teilnehmerzahlen in 2006 (Fußball- WM) war im Berichtsjahr 2007 ein deutlicher Rückgang bei den IHKUnterrichtungsverfahren nach § 34 a GewO festzustellen, so dass dort deutliche Umsatzeinbußen für den VSW-BW zu verzeichnen waren. Ausgeglichen wurde dies durch eine beachtliche Steigerung um rd. ein Drittel in der Inhouse-Schulung des Verbandes bei seinen Mitgliedern und sonstigen Auftraggebern.
Aus- und Fortbildungsstatistik

Unterrichtsstunden mal Teilnehmer


Die neuen VSW-BW-Geschäftsräume präsentieren sich

 
Mitglieder und Geschäftspartner des Verbandes nutzten am 26. Oktober 2007 zahlreich die Gelegenheit, um die neuen Geschäftsräume des Verbandes in Augenschein zu nehmen.

Ein langjähriger „Wegbegleiter“ ließ es sich nicht nehmen, eine ebenso große wie leckere Glückwunsch-Torte zu spendieren, die GF Schotzko mit reizender Unterstützung der Kötter-Mitarbeiterin Meneguzzi anschnitt und u. a. dem IHK Region Stuttgart GF Kübler und den Damen Hörmann und Stumpf der IHK Rhein-Neckar, Mannheim, stückweise überreichte.

Alle Besucher – einschl. des WIK-Chefredakteurs Schärges - konnten sich davon überzeugen, dass sich ihr VSW – zumindest stockwerksmäßig – weiter nach oben gearbeitet hat und Stuttgart-Bad Cannstatt ihm nunmehr „zu Füßen liegt“. Die in dem architektonisch gelungenen Neubau vom VSW-BW bezogenen repräsentativen Geschäftsräume werden sicherlich mit dazu beitragen, dass das Team der Geschäftsstelle auch weiterhin erfolgreich die Interessen seiner Mitglieder vertreten wird.



 

Führungskräftetagung 2007 des VSW Baden-Württemberg in Hamburg

Vom 11. bis 13. Juli fand die diesjährige Führungskräftetagung des VSW Baden-Württemberg im Hotel Hafen in Hamburg statt. Die historische Kulisse des ehemaligen Seemannsheimes wurde durch die Flaggen den VSW-BW eingerahmt und beherbergte die rund 60 TeilnehmerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus.

Das abwechslungsreiche Fach- und Rahmenprogramm bestach durch die Auswahl der Fachthemen und die Kompetenz der Referenten. „China – Ideenklau listenreich und clever“ war das Thema von Herrn Dr. Blume, das der fließend chinesisch sprechende Intellectual Property Manager der Degussa ebenso locker wie erfahrungsreich darlegte.

Christian Harbulot, Direktor der „Wirtschaftskriegsschule“ in Paris, referierte über das französische Industrieschutzkonzept und beantwortete in aller Offenheit die vielen – auch kritischen – Fragen zur Arbeits- und Lehrweise seiner Schule.

In einer sehr offenen und direkten Vortragsart zeigte LKA-BW-Präsident Klaus Hiller die momentane inländische Gefährdungslage auf, wobei er sehr dezidiert auf die verschiedenen Arten der Wirtschaftskriminalität und die Bedrohungen durch den islamistischen Terrorismus einging. Frau Sabine Wiedemann, Senior Vice President Corporate Security der Deutschen Post World Net, hielt einen viel beachteten Vortrag über die Herausforderungen bei der Neustrukturierung der Sicherheitsorganisation einer weltweit agierenden Unternehmensgruppe mit über 500.000 Mitarbeitern. Mit einer Barkasse ging es zu Airbus Deutschland nach Finkenwerder, wo uns der Leiter der Unternehmenssicherheit und VSW-Nds-Vorsitzende, Herr Pawlak, mit einem beeindruckenden Vortrag sein Sicherheitskonzept vorstellte.

Auch das kulturelle Begleit-/Abendprogramm wie z. B. eine abendliche Stadtführung mit seinem „kulturhistorischen Bezug auf die sozioökonomischen Spannungsfelder im Kontext des modernen Erwerbslebens (oder anders formuliert: Prostitution auf der Reeperbahn im Wandel der Geschichte)“, eine sehr aufschlussreiche Stadtrundfahrt sowie ein Besuch des Musicals „Die heiße Ecke“ rundeten die Tagung ab.

Prof. Dr. Schmid vom BND krönte den Abschluss dieser Tagung mit einem hervorragenden – in freier Rede vorgetragenem – Gesamtüberblick über die verschiedensten Bedrohungszenarien der kommenden Jahre und Jahrzehnte. Er machte u. a. deutlich, wie Klimawandel und demografische Veränderungen sowie religiöse Tendenzen die gesamte Welt radikal verändern werden. Nach zweieinhalb ebenso anstrengenden wie informativen Tagen verließen die TeilnehmerInnen Hamburg mit viel neuem Wissen, neuen bzw. gestärkten Kontakten und der Zusage, auch im nächsten Jahr wieder dem Ruf des VSW-BW folgen zu wollen.
 
Herr Dr. Blume
Klaus Hiller und Sabine Wiedemann
v. links: VSW-BW-GF Schotzko, Dir. Harbulot, stv. GF’in Hirsch
Gern gesehene Gäste: Herren Pawlak und Dau, die Vorsitzenden der beiden VSW Verbände Niedersachsen und Hamburg
Herr Schreiber von der Syss GmbH demonstrierte u. a. den momentan in allen Medien breit getretenen Lauschangriff per Handy bzw. auf Handys und zeigte im Rahmen von Live-Demonstrationen sehr eindringlich die Manipulierund Angreifbarkeit von DV-Netzen.
 
Der Blick aus dem Seminarraum auf Elbe und Landungsbrücken
Die stets gut gefüllten Reihen
Herr Pawlack bei seinem Vortrag in einem beeindruckenden Ambiente
Hans-Albers-Statue und Reeperbahn wurden in Augenschein genommen
Der Marketingexperte Hermann Scherer zeigte den Teilnehmern die Tricks des erfolgreichen Verhandelns auf sehr einprägsame und unterhaltsame Weise und führte sie auch in das Gebiet des erfolgreichen Selbstmarketings ein.
Prof. Dr. Schmid vom BND

Fahrertraining-Intensivkurs am 26./27. September in Augsburg

Dass im Zusammenspiel zwischen Mensch, Umwelt und (Fahrzeug-) Technik der Mensch fast immer die größte Schwachstelle ist, wurde den Teilnehmern des Fahrertrainings auf dem hochmodernen Fahrsicherheitszentrum in Augsburg sehr schnell bewusst. Fahren und (Voll-)Bremsen auf unterschiedlichsten Fahrbahnbelägen, gekonntes Ausweichen vor plötzlichen Hindernissen, Driften, Schleuderplatte bis hin zur Fluchtwende waren keine theoretischen Begriffe sondern sehr reale Herausforderungen, denen sich die FahrerInnen oftmals stellen mussten.

Gekonntes Fahren ist das Eine, perfekter Stil und Etikette ist speziell für Cheffahrer das Andere, das sie für eine erfolgreiche Berufsausübung ebenfalls benötigen. Was zu einem Rundum-Service für den Fahrgast bzw. Chef alles zählt, war Schwerpunkt des zweiten Lehrgangstages. Diese Kombination in Verbindung mit der Auseinandersetzung mit den Extremthemen Überfall und Geiselnahme brachten in diesen zwei Tage für alle Teilnehmer ebenso interessante wie (lebens-)wichtige „Erfahrungen“ im wahrsten Sinn des Wortes.
Vor- und Nachbesprechungen der einzelnen Übungen
„harte“ Praxis auf „weichem bzw. nassem“ Grund
kritische Beobachtung der TeilnehmerInnen untereinander

Sicherheitsforum Baden-Württemberg tagt beim VSW-BW

Am 31. Juli hatten die Mitglieder des Sicherheitsforums Baden-Württemberg auf ihrer Sitzung in den Räumen des VSW-BW die schwierige Entscheidung zu treffen:

Wer gewinnt den „Sicherheitspreis Baden-Württemberg 2007“?

Aus den ebenso zahlreichen wie qualitativ guten Bewerbungen musste die Jury anhand eines strengen Kriterienkataloges den ersten sowie die nachfolgenden Preisträger für den „Sicherheitspreis Baden- Württemberg 2007“ bestimmen.

Dank der sehr guten Vorarbeit von Herrn Prof. Dr. Auer und seiner Kollegin Zimmer von der Steinbeis-Stiftung waren sich alle Teilnehmer nach intensiver Beratung darüber einig, dass der ZF Friedrichshafen AG der Erste Preis sowie der Mercedes-AMG GmbH, der Secorvo Security Consulting GmbH und der Fiducia IT AG jeweils ein zweiten Preis verliehen werden soll; den weiteren Bewerbern soll eine Teilnahmeurkunde ausgehändigt werden.
v. links: Herren Zimmer und Fichter vom Innenministerium sowie Prof. Dr. Auer und Fr. Zimmer von der Steinbeis-Stiftung
v. links: Herr Geiger v. Landesverband der baden-württ.-Ind. (LVI) sowie RegDir. Woll und Präs. Schmalzl vom Landesamt für Verfassungsschutz (LFV)

Sicherheitsforum Baden-Württemberg verleiht erstmals den „Sicherheitspreis Baden-Württemberg“

Im Rahmen der Karlsruher „Safekon“-Fachmesse wurde am 14. Sept. 2007 erstmals der „Sicherheitspreis Baden-Württemberg“ verliehen.

Bei der Preisverleihung sagte Innenminister Rech: “Bereits bei der ersten Auflage des Wettbewerbs um den Sicherheitspreis Baden- Württemberg ist deutlich geworden, dass es in den Unternehmen und Organisationen im Land viele innovative Projekte zum Schutz vor Wirtschaftsspionage und Konkurrenzausspähung gibt. Wir wollen mit dem Sicherheitspreis das Bewusstsein für die Gefahren der Wirtschaftsspionage und der Ausspähung durch konkurrierende Unternehmen schärfen. Zugleich wollen wir dokumentieren, dass es in Baden- Württemberg viele vorbildliche Projekte gibt, die Anregung und Beispiel für eigene unternehmensinterne Sicherheitsvorkehrungen sein können.“

Der Wettbewerb ist ein wichtiger Beitrag, um den Schutz unserer Wirtschaft und Technologie vor dem Diebstahl von Know-how, Produktideen und Innovationen zu verbessern. Baden-Württemberg ist die Region mit der höchsten Innovationskraft innerhalb der Europäischen Union und deshalb bevorzugtes Ziel für Wirtschafts- und Wissensspionage. Die vom Sicherheitsforum in Auftrag gegebene „Lüneburg“-Studie beziffert die potenzielle Schadenshöhe für den Diebstahl von Produktideen und Produktions-Know-how in Baden-Württemberg auf rd. 7 Mrd. EUR pro Jahr.

Den ersten Preis – Urkunde + Skulptur – verlieh Innenminister Rech an die ZF Friedrichshafen AG, die mittels einer selbst entwickelten Awareness-Kampagne alle 54.000 Mitarbeiter während des gesamten Jahres 2007 zu allen Aspekten des Informationsschutzes sensibilisiert hatte. Über die verschiedensten Medien – Plakate, Mitarbeiterzeitungen, Intranet, Videos, Fragebogen – wurden die Beschäftigten angesprochen, Bestellungen zu Informationsschutzbeauftragten in allen Bereichen und ein internes Benchmarking rundeten die Kampagne ab.

Die Jury des Sicherheitsforums Baden-Württemberg verlieh drei 2. Preise an die
  • Fiducia IT AG, Karlsruhe,
    für eine ebenfalls überzeugende Security-Awareness- Kampagne,
  • Mercedes-AMG GmbH, Affalterbach,
    für das Projekt „Fremdhardwareerkennung im LAN“
  • Secorvo Security Consulting GmbH, Karlsruhe,
    für eine Security-Awareness-Kampagne „Mission Security“ bei T-Systems,
die aus den Händen von Innenminister Rech jeweils mit einer Urkunde für ihre hervorragenden Beiträge bzw. Projekte ausgezeichnet wurden.

Das 1999 von Firmen (u. a. Daimler AG, SAP AG), Forschungs-einrichtungen, Verbänden wie dem VSW-BW, Kammern und Behörden gegründete Sicherheitsforum Baden-Württemberg hat neben zahlreichen Informationsveranstaltungen und -broschüren, einer durch die Uni Lüneburg erstellten sehr aufschlussreichen Spionagestudie auch in 2007 mit der erstmaligen Verleihung des Sicherheitspreises wieder einen beachtlichen Beitrag geleistet, um den Technologievorsprung der baden-württembergischen Wirtschaft und Forschung vor Spionage zu schützen.
Zweiter v. links: Innenmin. Rech, Messe-GF Böse (Mitte), LfV-Präs. Schmalzl (rechts)
Vor der Preisverleihung v. links: Innenminister H. Rech, Messe-Aufsichtsratsvorsitzende und Karlsruher Bürgermeisterin M. Mergen, IHK-Präs. B. Bechtold, VSW-BW-GF Schotzko
Innenminister Rech überreicht den ersten Preis an die Herren Thies, Leiter Unternehmensschutz (Mitte), und Müller-Angstenberger, Leiter Daten- und Informationstechnik, von der ZF Friedrichshafen AG
Die stolzen Gewinner der zweiten Preise



VSW-BW zu Gast bei der Europäischen Kommission in Brüssel

Am 13. September 2007 lud der VSW-BW u.a. alle europapolitisch interessierten Verbandsmitglieder zu einem hochkarätig besetzten Informationstag nach Brüssel ein.

Nachdem am Vormittag Frau RA Rapp von „Kemmler Rapp Boehlke EU Law Office“ einen Vortrag über die Möglichkeiten des politischen Lobbyings in den verschiedenen Institutionen gehalten hatte, kam es im Anschluss daran zu einem sehr interessanten und lebhaften Meinungs- und Gedankenaustausch über die bereits in Brüssel aktiven Sicherheitsverbände.

Nach einem kurzen Imbiss ging es zur Europäischen Kommission, wo nach eingehenden Sicherheitsüberprüfungen der Mitarbeiterstab des Direktorates Recht, Freiheit und Sicherheit die Gruppe auf verschlungenen Wegen zum Konferenzraum geleitete.

In sehr prägnanter und direkter Form wurden den Teilnehmern der Zweck und die Auswirkungen des “Europäischen Programms zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (EPSKI)” auf die Sicherheits-organisationen der Unternehmen erläutert.

Es ist festzustellen, dass seit geraumer Zeit eine steigende Zahl von sicherheitsrelevanten Verordnungsentwürfen auf europäischer Ebene dem Europäischen Parlament zur Entscheidung vorgelegt wird. Die geplante Umsetzung hätte nicht nur enorme finanzielle Konsequenzen für alle am Wirtschaftsleben beteiligten Unternehmen zur Folge, sondern würde auch die Sicherheitsorganisationen in großem Umfange treffen.

Um hier die Interessen unserer Mitglieder zu vertreten ist der VSWBW seit nunmehr zwei Jahren im Europäischen Parlament beratend aktiv und verstärkt nun seine Bemühungen in Brüssel.