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Rechenschafts- und Geschäftsbericht 2006 (Teil 1)


   
 
überreicht aus Anlaß der Jahresmitgliederversammlung am 15. Mai 2007

VERBAND FÜR SICHERHEIT IN DER WIRTSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG E.V.

Telefon: (07 11) 95 46 09-0
Telefax: (07 11) 95 46 09-20

Sehr geehrte VSW-BW-Mitglieder,

zu unserer 39. ordentlichen Mitgliederversammlung am 15. Mai 2006 legen wir Ihnen den Rechenschafts- und Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2006 vor.

Wir verbinden damit unseren Dank an Sie für Ihre Unterstützung des Vorstands und der Geschäftsführung zur Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben und Ziele des Verbandes. Weiterhin danken wir allen Geschäftspartnern und Förderern des Verbandes sowie den Sicherheitsbehörden, die durch eine ebenso enge wie kooperative Zusammenarbeit erneut sehr wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Sicherheit in der Wirtschaft und im öffentlich-rechtlichen Bereich ein höherer Stellenwert eingeräumt wurde.

Obwohl die Gefährdung durch den islamistischen Terrorismus vordergründig beherrschendes Sicherheitsthema in dem Berichtsjahr war, lagen den Sicherheitsverantwortlichen der Unternehmen die klassischen Kriminalitätsfelder viel näher. Diebstähle, Korruption, Produkt- und Markenpiraterie sowie die immer brisanteren IT-Gefährdungen wie z. B. Hacking, Phising und Viren waren und sind die tatsächlichen Schwerpunkte in der betrieblichen Sicherheit. Intelligente Lösungen bzw. Mischungen aus eigenem und fremdem Werkschutzpersonal in Verbindung mit innovativer und kompatibler Brandschutz-, Einbruchmelde-, Zutrittskontroll- und Videotechnik garantieren auch künftig ein Höchstmaß an betrieblicher Sicherheit, erfordern aber gleichzeitig auch aus- und fortgebildete Sicherheitsverantwortliche und -mitarbeiterInnen.

Da zur erfolgreichen Bekämpfung der Wirtschafts-/Betriebskriminalität baulich/technische Investitionen und organisatorische Maßnahmen allein nicht ausreichen, hat der VSW-BW in enger Abstimmung mit den Sicherheitsverantwortlichen der Mitgliedsfirmen und den Sicherheitsbehörden unter seinem Motto
„Fachwissen und Erfahrung kompetent
und praxisgerecht weitergeben“

auch im Jahr zwei nach dem Wegfall der „Geprüften Werkschutzfachkraft IHK“ und der Neuregelung „Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft IHK“ ein umfangreiches Seminar- und Ausbildungsangebot konzipiert. Ihr VSW-BW bittet Sie auch in diesem Jahr weiterhin um Ihre wertvolle Unterstützung.

Vorstand und Geschäftsführung des VSW-BW

Stuttgart, im Mai 2007

Mitglieder

Am 31. Dezember 2005 hatte der Verband 262 Mitglieder

Im Jahre 2006 kamen dazu

  • ordentliche Mitglieder: 5
  • kooperative Mitglieder: 16
  • Summe: 21 Mitglieder

Ausgeschieden sind 2006

  • durch Insolvenz 1
  • durch Ausschluss 1
  • durch Austritt 12
  • durch Fusion 2
  • Summe: 16 Mitglieder

Mitgliederstand am 31. Dezember 2006: 267 Mitglieder

Wir sind damit in der Bundesrepublik nicht nur der älteste regionale Sicherheitsverband, sondern mit Abstand auch weiterhin der mitgliederstärkste Verband für Sicherheit innerhalb der „Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft e.V.“ (ASW), Berlin.


38. Mitgliederversammlung
Auf der 38. Mitgliederversammlung des VSW Baden-Württemberg am 15. Mai 2006 konnte Präsident Dr. Menk rund 100 Mitglieder begrüßen. Die Veranstaltung fand zum wiederholten Male im angenehmen Ambiente der Sparkassenakademie Baden-Württemberg in Neuhausen a. d. Fildern statt.

Mit der Begrüßung der Teilnehmer verband Dr. Menk den Dank des Vorstands für das durch die Teilnahme bekundete große Interesse an der Verbandsarbeit. Namentlich begrüßte er seinen Amtsvorgänger, Herrn Schweigler, seine ASW-Vorstandskollegen Jilg, Waschulewski und Baeck sowie die VSW-BW-Ehrenmitglieder Dr. Merz und Hummel.

Um Redundanzen bzw. Doppelausführungen im nicht-öffentlichen und öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung zu vermeiden, beschränkte sich Dr. Menk im nichtöffentlichen Rechenschaftsbericht des Vorstands auf Ausführungen hinsichtlich der Entwicklung des VSW-BW und seiner Beziehungen zum ASW-Bundesverband.

Einschätzungen zur allgemeinen nationalen und internationalen Sicherheitslage sowie deren Auswirkungen auf die Wirtschaft gab er dann zu Beginn des öffentlichen Teils der Mitgliederversammlung ab.

Ohne den anderen Berichten vorgreifen zu wollen stellte er fest, dass der Verband wiederum ein erfolgreiches Jahr hinter sich gebracht hätte. Der Verband habe seine Verpflichtungen gegenüber den Mitgliedern wahrgenommen und habe sowohl in Bildungs- und Fortbildungsveranstaltungen sowie auf zahlreichen ERFA-Kreisen die Verpflichtung des Heranbringens von Know-how an die Mitgliedsunternehmen erfüllt. Es wäre auch erfreulich zu vermelden, dass sich der Mitgliederstand weiter erhöht hätte und dass der Verbandsgedanke auch in unserem Nachbarland Österreich zur Gründung eines gleichartigen VSW geführt habe. Hinsichtlich der auch im vergangenen Geschäftsjahr 2005 sehr kooperativ und erfolgreich gestalteten Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden unseres Landes auf der Leitungs- wie auch der operativen Ebene brachte er zum Ausdruck, dass auch die Arbeit der gemeinsamen Arbeitsgruppe der Polizei mit dem Verband weiter fortgesetzt bzw. noch forciert werde.

Die Zusammenarbeit der ASW mit dem größten Regionalverband VSW-BW gestaltete sich schon deshalb sehr positiv, weil mit dem Wechsel im Amt des ASW-Vorsitzenden im Juni 2004 das Amt von Herrn Schweigler auf seine Person überging und damit die VSW-BWInteressen in den besten Händen lagen und weiterhin wohl auch liegen werden. Hinsichtlich der Lobbyarbeit der ASW führte er aus, dass die Kontakte mit den Bundessicherheitsbehörden weiter intensiviert werden konnten und dass auch wertvolle Kontakte zu Bundestagsabgeordneten geknüpft wurden. Die wiederholt durchgeführten ASW-Informationsveranstaltungen in Kooperation mit BKA und BND waren u. a. auch von VSW-BW-Mitgliedern sehr gut besucht und werden auch künftig von der ASW angeboten werden.

Hinsichtlich der Aus- und Fortbildungsaktivitäten des Verbandes war im Jahr 2004 eine deutliche Steigerung feststellbar; während die Werkschutzausbildung um insgesamt 19 % und die Fachseminare um 16 % zulegen konnten, war bei den inhouse-Schulungen in Mitglieds- aber auch Nichtmitgliedsunternehmen eine sehr deutliche Steigerung um 53 % zu verzeichnen.

In einem weiteren Teil seines Berichtes ging GF Schotzko auf die erfolgreiche Security-Teilnahme des Verbandes in Essen ein, wo der ASW-Stand de facto fest in den Händen unseres Verbandes und seiner Mitglieder lag. Hinsichtlich der vielfältigen Informations- und Erfa-Veranstaltungen verwies er auf den ausgehändigten Geschäftsbericht und auch darauf, dass alle Geschäftsberichte mit den entsprechenden Farbbildern auch auf der Verbandshomepage einsehbar wären.

Im letzen Teil seines Berichtes ging er auf die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden ein und verwies darauf, dass z. B. kurzfristig angesetzte Informationsveranstaltungen für unsere Mitglieder bei sich veränderten Sicherheitslagen eine nicht hoch genug einzuschätzende Selbstverständlichkeit für das LKA und das LfV Baden-Württemberg wären.

Dr. Menk wies auch darauf hin, dass insbesondere seitens des BKA eine Wende hin zu mehr Nähe zur Wirtschaft festzustellen wäre und dass Dank dieser Entwicklung ein für beide Seiten wertvoller Informations- und Gedankenaustausch entstehen würde. Sowohl aufgrund seiner VSW- als auch ASW-Führungsfunktion werde er sehr stark darauf achten, dass die Öffnung des BKA’s nicht einseitig evtl. nur zu Gunsten der DAX-30-Unternehmen verläuft, sondern dass die gesamte Deutsche Wirtschaft in den Genuss des Informationsflusses gelangt. Mit dem Hinweis auf seine Gespräche mit führenden Vertretern der staatlichen wie privaten Sicherheit Frankreichs in Paris, mit dem Zwischenziel einer verstärkten französisch-deutschen Sicherheitspartnerschaft und dem Fernziel eines europäischen Verbandes für Sicherheit in der Wirtschaft, schloss Dr. Menk seinen Rechenschaftsbericht, nicht ohne den Vertretern der Mitgliedsunternehmen und seinen Vorstandskollegen den Dank für die geleistete Arbeit ausgesprochen zu haben.

Zu Beginn seines Rechenschaftsberichtes gab GF Schotzko einen kurzen Rück- und Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Lage unseres Landes. Nachdem sich das Bruttoinlandsprodukt im Vorjahr um beachtliche 1,5 % erhöht hatte, ging es in 2005 auf eine bescheidene Wachstumsrate von 0,9 % zurück. Die positive Exportentwicklung schlug nicht auf den privaten Verbrauch und die Inlandskonjunktur über. Ein weiter florierender Export, anziehende Investitionsgüternachfrage sowie eine Steigerung des privaten Konsums lassen für 2006 eine Wachstumssteigerung auf 1,8 % erwarten. Diese erfreulichen Konjunkturaussichten sollten auch dazu führen, dass die Arbeitslosenquoten verringert werden können, die in Baden-Württemberg mit 6,9 % und Bayern mit 7,5 % weit unter dem Bundesdurchschnitt mit 11,5 % liegen. Auch auf Basis der polizeilichen Kriminalstatistiken (PKS) liegen Bayern und Baden-Württemberg als die „sichersten Bundesländer“ weiter an der Spitze. Diese positiven Landeszahlen lassen sich auch erneut auf die Entwicklung des VSW-BW übertragen, der seinen Mitgliederstand zum Jahresende 2005 auf 262 Mitglieder erhöht hat und der somit auch weiterhin der mit Abstand mitgliederstärkste VSWRegionalverband innerhalb der ASW ist, der über 30 % der gesamten VSW-Beiträge an die ASW abführt.

Auf die ASW-Mitgliederversammlung vom 08.06.2005 ging GF Schotzko deswegen ein, weil sich unser Verbandsvorstand einstimmig dafür ausgesprochen hatte, dass Dr. Menk als Nachfolger von Herrn Schweigler für den ASW-Vorstand kandidieren sollte. Im ersten Wahlgang wurde Dr. Menk mit einer sehr überzeugenden Stimmenzahl in den neuen ASW-Vorstand gewählt und in einem zweiten Wahlgang wählte dann der neue 9-köpfige Vorstand aus seiner Mitte heraus den VSW-BW-Präsidenten zum neuen Vorsitzenden der ASW. Es ist somit gelungen, dass das Herz und der Kopf der ASW auch nach der Ära Schweigler weiterhin im Süden der Republik schlägt; und dies vor dem Hintergrund, dass Herr Jilg von der BASF sowie Herr Dorrer von der Diehl-Gruppe in Nürnberg die „Südschiene“ in der ASW stärken. Bei den Aus- und Fortbildungsaktivitäten des Verbandes waren aufgrund geringer Personalfluktuation, verstärkter Sparmaßnahmen sowie dem Auslaufen der Werkschutzfachkraft zum Jahresende 2005 und der damit verbundenen Unsicherheit zum Teil deutliche Rückgänge bei der Werkschutzaus- sowie Fortbildung zu verzeichnen. Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass mit der „Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft“ ein mehr als gleichwertiges Nachfolgemodell geschaffen wurde, das sich in naher Zukunft bundesweit mit den erforderlichen Abschlusszahlen etablieren wird. Unsere IHK Region Stuttgart hat mit als eine der ersten Kammern im Frühjahr 2006 7 Personen geprüft, die mit hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen haben. Bei den Fachseminaren musste mit einem Umsatzminus von rd. 20 % der größte Einbruch hingenommen werden; hier war deutlich zu spüren, dass wenn keine spektakulären Schadensereignisse zu verzeichnen sind und wenn gleichzeitig der konjunkturelle Wind etwas rauer weht, dass dann insbesondere im Mittelstand bei der Unternehmenssicherheit der „Rotstift“ regiert. Dass die Entwicklung auch in die andere Richtung geht, bewies die erfreuliche Steigerung in der Inhouse-Fortbildung bei zahlreichen unserer Mitgliedsunternehmen. GF Schotzko dankte dafür allen beteiligten Unternehmen und gab sein Versprechen, auch künftig individuelle Schulungsmaßnahmen kosten- und qualitätsgerecht durchführen zu wollen.

Hinsichtlich der vielfältigen Informations- und ERFA-Veranstaltungen verwies er auf den ausgehändigten Geschäftsbericht und auch darauf, dass alle Geschäftsberichte mit den entsprechenden Farbbildern auch auf der Verbandshomepage einsehbar wären. Mit großem Dank verwies er auf die sehr kooperative und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden des Landes, die auch im „Sicherheitsforum Baden-Württemberg“ fortgesetzt wurde und die mit der herausgegebenen Broschüre „Mit Sicherheit erfolgreich – Erfolgsfaktor Know-how-Schutz“ ein deutliches Zeichen setzte.

In Bezug auf die personelle Ausstattung der Verbandsgeschäftsstelle führte GF Schotzko aus, dass Frau Rösner zum Jahresende 2005 in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, während Frau Manzei den VSW auf eigenen Wunsch zum 31.03.2006 verlassen hat. In Frau Wahler und Frau Bäuerlein wäre es jedoch gelungen, sehr fähige Nachfolgerinnen zu gewinnen, welche die anfallenden Anfragen und Anmeldungen ebenso freundlich wie kompetent entgegennehmen und bearbeiten werden. Er wies weiterhin darauf hin, dass Herr Encke zum Ende des Monats Mai 2006 den Verband verlassen und zu einem langjährigen Mitgliedsunternehmen wechseln werde. Diese Lücke wird Herr Steeb, erfahrener Werkschutzmeister von DaimlerChrysler, Sindelfingen, schließen, der dann künftig für die Fachseminare, ERFA-Kreise und die sonstige Mitgliederbetreuung mitverantwortlich sein wird.

Abschließend berichtete er kurz darüber, dass es seit Februar 2006 nun auch einen österreichischen „Verband für Sicherheit in der Wirtschaft“ mit Sitz in Innsbruck gibt, der – nicht zufällig – das VSWBW- Logo führt und der fast identisch unsere Satzung für sich übernommen hat. Mit dem Dank an die Vorstandsmitglieder, aller Referenten und ERFA-Kreis-Leiter, an sein personell doch stark verändertes Team und an alle Anwesenden für die gewährte Unterstützung beendete GF Schotzko seinen Rechenschaftsbericht.

Schatzmeister Remler eröffnete seinen Rechenschaftsbericht mit einem Zitat des griechischen Dichters Euripides: „Frag nur vernünftig und Du hörst Vernünftiges“. Er fuhr fort mit den Worten: „Sie haben mich nicht gefragt, aber ich kann an dieser Stelle schon mitteilen, dass ich Ihnen nur Vernünftiges berichten werde“.

Mit dem Fazit: „Der VSW Baden-Württemberg ist wirtschaftlich gesund“, umschrieb Schatzmeister Remler den finanziellen Gesamteindruck des Verbandes. Alle Positionen der Bilanz und der Aufwands- und Ertragsrechnung 2005 habe er ausgiebig mit dem Verbandsrevisor Strobel diskutiert und er wolle nur zu den wenigen herausragenden Positionen einige klärende Ausführungen machen. Bei der Aktiva wurden vormals liquide Geldmarkt-Papiere in Fondsanteile umgeschichtet. Auf der Passivseite wurde die Position Rücklagen auf Empfehlung des Verbandsrevisors neu dargestellt. In der Aufwands- und Ertragsrechnung ergab sich bei der Position „allgemeiner Geschäftsbetrieb“ ein Mehraufwand um rd. 10.000,- EUR, der insbesondere auf einen erhöhten DV-Aufwand zurückzuführen war. Demgegenüber haben sich die Einnahmen der Inhouse-Schulungen um rd. 15.000,- EUR erhöht, während sich die Zinserträge aufgrund des niedrigeren Zinsniveaus um ca. 5.000,- EUR verringert haben. Der Verlustausweis ist zurückzuführen auf geringere Werkschutzeinnahmen, bedingt durch das Auslaufen der Werkschutzfachkraftfortbildung und zum anderen durch konjunkturbedingt gesunkene Seminareinnahmen. Zum Ende seiner Ausführungen bestätigte er auch in seinem diesjährigen Rechenschaftsbericht, dass die Geschäftsführung sparsam und umsichtig gewirtschaftet hat und dass die finanziellen Entscheidungen des Vorstands dem Satzungszweck und den steuerlichen Vorgaben unter Berücksichtigung der Gemeinnützigkeit entsprochen hätten. Das Vermögen sei sachgerecht angelegt und über die Geschäftsentwicklung wurde er permanent informiert und er könne deshalb bestätigen, dass der Verband auf einer soliden finanziellen Basis steht.

Der Verbandsrevisor, Herr WP/StB Strobel (Bild s. oben), führte aus, dass er den Jahresabschluss zum 31.12.2005 und die Buchführung 2005 im März 2006 geprüft habe und dass diese Prüfung keine Beanstandungen ergeben hat. Die Geschäftsführung hat ihm alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht, die Vorschriften zur Rechnungslegung wurden beachtet und er habe keine Tatsachen feststellen können, die den Bestand des Verbandes oder die Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten oder die schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder der Arbeitnehmer darstellen würden. Die Prüfung ergab, dass die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung in Anlehnung an die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften des HGB aufgestellt und ordnungsgemäß aus den Büchern der Gesellschaft entwickelt worden sind. Aufgrund der Prüfung empfahl Herr Strobel, der Geschäftsführung und dem Vorstand hinsichtlich des Geschäftsjahres 2005 Entlastung zu erteilen.

Unter Hinweis auf die vorgetragenen Rechenschaftsberichte bat Herr Gerhard Bielmeier von der MVV Energie AG, Mannheim, um Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung für das zurückliegende Geschäftsjahr 2005.

Per Handzeichen erfolgte einstimmig - ohne Enthaltungen - die Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung des VSW-BW für das Geschäftsjahr 2005. Präsident Dr. Menk dankte namens des Vorstandes und der Geschäftsführung für das zum Ausdruck gebrachte Vertrauen.

Anpassung der Jahres-Beitragsstaffel

Präsident Dr. Menk wies einführend darauf hin, dass das Thema Modifikation der Beitragsstaffel ab 2007 im Verbandsvorstand intensiv erörtert wurde, dass sich der Vorstand einstimmig für eine Anpassung ausgesprochen hätte und dass er diese moderate Anpassung auch für notwendig erachten würde. In seinen ergänzenden Ausführungen wies GF Schotzko darauf hin, dass vor nunmehr 5 Jahren die letzte Erhöhung beschlossen worden wäre. Nach 15-jähriger Beitragsstabilität wurde damals im Rahmen der Einführung des Euro eine ebenfalls sehr moderate Beitragserhöhung durchgeführt. Anlässlich der letztmaligen Beitragsanpassung wurde von vielen Verbandsmitgliedern angemerkt, dass Anpassungsintervalle von 15 Jahren zu lange wären und dass man doch lieber öfter und damit prozentual nicht so hohe Anpassungen vornehmen sollte. Mit aus diesem Grunde wird nunmehr nach 5 Jahren der Mitgliederversammlung vorgeschlagen, die Beitragssätze um jeweils rd. 10 % ab 2007 zu erhöhen. Nach einer kurzen Diskussion wird die vorgeschlagene Beitragsanpassung mit 49 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen und 9 Enthaltungen angenommen. Dr. Menk und GF Schotzko bedankten sich bei der Versammlung für diese überzeugende Zustimmung und gaben vor dem Hintergrund, dass diese Erhöhung wegen der eingetretenen Kostensteigerungen und der teilweise doch recht variablen Einnahmepositionen dringend erforderlich war die Zusicherung, dass auch künftig Vorstand und Geschäftsführung sehr umsichtig und satzungsgemäß mit dem Verbandsvermögen umgehen werden.

Zum letzten Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ lagen keine Wortmeldungen vor, so dass Dr. Menk um 14:30 Uhr die 38. Ordentliche Mitgliederversammlung des VSW-BW mit dem Dank an alle erschienenen Mitglieder bzw. Mitgliedervertreter für beendet erklären konnte. Er lud alle Teilnehmer zu dem nach einer Kaffeepause angekündigten Vortrag – mit anschließender Diskussion – von Herrn Prof. Dr. Peter Scholl- Latour über das Thema: „Öl- und Pulverfass Naher und Mittlerer Osten“ und dem danach geplanten gemeinsamen Abendessen ein.

 
Präsident Dr. Menk bei seinem Rechenschaftsbericht
v.l.: Vorstandsmitglied Geyer, Vizepräs. Luithle, Präs. Dr. Menk, GF Schotzko, Schatzmeister Remler, Revisor/WP Strobel
v.l.: Vorstandsmitglieder Dr. Reichardt, Kuhn, Grassel, Geyer, Vizepräs. Luithle, GF Schotzko

„Öffentlicher“ Teil der 37. ordentlichen Mitgliederversammlung

Nach Beendigung des nichtöffentlichen Teils war es eine besondere Freude für VSW-BW-Präsident Dr. Menk, zahlreiche Ehrengäste wie die stellv. Präsidentin des Landtages von Baden-Württemberg, Frau Christa Vossschulte (Reihe 1), den Inspekteur der Polizei, Herrn Dieter Schneider (Reihe 2, Dritter v.l.), den neuen Präsidenten des Landesamtes für Verfassungsschutz, Herrn Johannes Schmalzl (Reihe 1, Zweiter v.l.) sowie hochrangige Vertreter des Landeskriminalamtes, des BND und anderer Organisationen begrüßen zu dürfen.

Mit dem traditionellen Sicherheitsmanagement, das bislang nur als physische Sicherheit verstanden wurde, wird man diesen Gefährdungen künftig nicht mehr begegnen können. Sicherheit kann nicht mehr allein als physischer Schutz von Mitarbeitern und materiellen Ressourcen betrachtet werden, sondern sie ist die Verteidigung des Gesamtgeschäftes von Unternehmungen gegen Angriffe und Gefährdungen aller Art. Dies bedeutet den Schutz der Geschäftsprozesse von der Produktentwicklung bis hin zur Produktvermarktung einschließlich der Sicherung vorteilhafter Wettbewerbsbedingungen. Sicherheit wird im Zusammenhang mit der politischen und ökonomischen Globalisierung zu einem strategisch bedeutsamen Wirtschaftsfaktor werden - und damit wird sich manche Unternehmensführung noch sehr schwer tun. Investitionen in die Sicherheit sind insoweit ein strategisches Element zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.

Vor dem Hintergrund der von ihm aufgezeigten Bedrohungen und Eskalationen war es ihm eine ganz besondere Freude, den Gastreferenten, Herrn Prof. Dr. Scholl-Latour, einen der namhaftesten politischen Publizisten Deutschlands begrüßen zu dürfen, der die Dinge beschreibt wie sie sind und nicht wie sie sein sollten.

Gleich zu Beginn seines Referates führte Prof. Scholl-Latour aus, dass es unsinnig sei von einem Krieg gegen den Terrorismus zu sprechen, denn Terrorismus bezeichnete er als Waffe der Schwachen, welcher mit militärischen Mitteln nicht zu besiegen sein wird. Basierend auf seinem tiefen historisch-kulturellen Verständnis, seinen jahrzehntelangen persönlichen Erfahrungen und mit der ihm eigenen visionären Kraft analysierte er die globalen Krisenherde Nordkorea, Afghanistan und Pakistan; so zum Beispiel betrachtet er den Atombombenbesitz des zu zügellosem Fanatismus neigenden Vielvölkerstaat Pakistan, der nur durch die eiserne Faust der Armee zusammengehalten wird, mit weit größerer Sorge als die durch feindliche Nachbarstaaten zur nuklearen Aufrüstung geradezu verurteilte Mullahkratie des Iran. Die Machtverhältnisse bzw. -verschiebungen in den Nahoststaaten Iran, Irak, Libanon, Saudi-Arabien und Israel waren ein weiterer Schwerpunkt seiner Betrachtungen und Analysen. Mit die größten Gefahren sieht Prof. Scholl-Latour darin, wenn nukleares Material in die Hände von verbrecherischen Banden gelangen würde. Besondere Gefahren sieht er auch in den immer stärker in die Blickpunkte des Weltgeschehens rückenden sog. asymmetrischen Kriegen, das heißt, hoch gerüstete Armeen stehen immer häufiger sog. Partisanen- „Armeen“ gegenüber, die mit normalen militärischen Mitteln nicht zu besiegen sein werden.

In der abschließenden, sehr regen Diskussion kreisten die häufigsten Fragen um die militärische Stärke des Iran, um dessen Einbindung in die islamische Welt und ob eine reelle Chance bestünde, dem Iran sein Atommachtstreben friedlich, militärisch oder mit Sanktionen ausreden zu können.

Nach diesem brillanten Ritt durch die Geschichte, dem aktuellen Weltgeschehen und möglicher geopolitischer Entwicklungen dankte Präsident Dr. Menk sehr herzlich Prof. Scholl-Latour für seinen ebenso informativen wie nachdenklichen Vortrag und lud alle Teilnehmer zum gemeinsamen Abendessen und weiteren Gedankenaustausch ein.


Vorstand

Im Berichts-/Geschäftsjahr 2006 fanden am 13. März bei der DaimlerChrysler AG in Stgt-Möhringen und am 3. August in der VSWGeschäftsstelle Vorstandssitzungen statt.

Am 13. März begrüßte Präsident Dr. Menk alle Mitglieder des Verbandsvorstands sehr herzlich in seinen Räumen der Daimler- Chrysler-Zentrale in Stgt-Möhringen.

Einen größeren zeitlichen Umfang nahm die Berichterstattung über die ASW und deren Zustand ein. Er gab bekannt, dass er in seiner ASWVorsitzendenfunktion bereits zahlreiche Antrittsbesuche bei den Behördenleitern im Bundeskriminalamt und Bundesamt für Verfassungsschutz gemacht sowie Gespräche im Bundeskanzleramt und auch mit zahlreichen Bundestagsabgeordneten geführt habe. Während seiner Amtszeit wurden auch neue ASW-Leitsätze formuliert sowie zahlreiche ASW-Tagungen projektiert und durchgeführt.

Vor dem Hintergrund eines mehrtägigen Parisbesuches mit Frau Hirsch berichtete er über die sehr guten Gesprächsergebnisse mit hochrangigen Vertretern der nationalen Sicherheit Frankreichs sowie mit Sicherheitschefs der französischen Großindustrie. Als mittelfristiges Ziel gab er auch die Gründung eines europäischen Sicherheitsverbandes bekannt.

Bezüglich der Aktivitäten im VSW-BW berichtete er über die sehr erfolgreich verlaufenden Antrittsbesuche mit GF Schotzko bei den neuen LKA- und LfV-Präsidenten Hiller und Schmalzl, die beide versicherten, die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Verband nahtlos fortsetzen zu wollen.

Einen ebenfalls längeren Zeitraum mit sehr angeregtem Gedankenaustausch aller Vorstandsmitglieder nahm die Strukturdiskussion ASW versus VSW’n – speziell VSW-BW – hinsichtlich der organisatorischen und finanziellen Trennung bzw. Gliederung ein. Intensiv wurden u. a. Themen wie gemeinsames Logo, ASW-Direktmitgliedschaften vor dem Hintergrund besprochen, die ASW stärken zu wollen ohne die regionalen VSW’n zu schwächen. Alle Vorstandsmitglieder waren sich darin einig, dieses Thema ASW/VSW’n weiterhin sehr stark beobachten und begleiten zu wollen.

Weitere Themen der Sitzung waren der Jahresabschluss 2005 sowie die anstehende 38. Mitgliederversammlung. In Anbetracht dessen, dass die letztmalige Beitragserhöhung 5 Jahre zurückliegen würde, war sich der Vorstand nach kurzer Besprechung einstimmig einig darüber, der Mitgliederversammlung eine rd. 10%-ige Beitragserhöhung zur Beschlussfassung vorzuschlagen. Alle Vorstandsmitglieder zeigten sich sehr erfreut darüber, dass es dem Verband gelungen war, Herrn Prof. Dr. Peter Scholl-Latour für einen Gastvortrag im Rahmen des öffentlichen Teils der Mitgliederversammlung gewinnen zu können.

Die Vorstandsmitglieder hörten mit Zufriedenheit, dass das Sicherheitsforum Baden-Württemberg mit den Mitgliedern Dr. Menk, Dr. Reichardt und Schotzko nach der größeren Beachtung gefundenen Spionagestudie der Uni Lüneburg auch mit der neuen Präventionsbroschüre „Mit Sicherheit erfolgreich – Erfolgsfaktor Know-Schutz“ erneut beachtenswertes auf den „Markt“ gebracht habe und somit seine Aktionsfähigkeit bewiesen hätte. Die beteiligten Herren werden weiterhin darauf drängen, dass das Sicherheitsforum Baden-Württemberg weiter bzw. noch stärker Aktivitäten entfalten wird.

Vor Beginn des anschließenden Kamingespräches waren sich die Vorstandsmitglieder darüber einig, die Gäste unter Leitung von Polizeipräsident Hetger darum zu bitten, die gemeinsame Arbeitsgruppe mit der Polizei wieder zu beleben und adäquate, kompetente Ansprechpartner zu berufen. Bei dem anschließenden Abendessen wurden alle gemeinsam interessierenden Sicherheitsthemen ausgiebig diskutiert. Alle Teilnehmer beider Seiten bestätigten die hervorragende Zusammenarbeit und den Willen, dies auch in Zukunft weiter so handhaben zu wollen.

Auf der zweiten Vorstandsitzung am 3. August war einer der Schwerpunkte die universitäre Weiterbildung von Sicherheitsmitarbeitern. Dr. Lindner (ehem. Sicherheitschef der Merck KGaA) stellte den „Bachelor of Business Administration – Business Security BBA“ der Steinbeis-Hochschule Berlin, Außenstelle Limburg, vor, der in einer 36-monatigen Regelstudienzeit zum Bachelor-Abschluss führt. Der Vorstand wird dieses und weitere Weiterbildungsangebote genau beobachten und zu gegebener Zeit seine Empfehlungen aussprechen; Dr. Menk will dieses Gebiet auch auf ASW-Ebene thematisieren.

Hauptthema der Sitzung war jedoch die Verlängerung des Mietvertrages oder ein evtl. Umzug der Geschäftsstelle. Nach einer Baustellenbesichtigung und auf der Basis der von der Geschäftsführung vorgelegten Pläne und Kostenvergleiche kam der Vorstand nach intensiver Beratung zu dem einstimmigen Beschluss, dass die jetzigen Mieträume zum Ablauf der zehnjährigen Mietdauer – Ende des Jahres 2006 – aufgegeben bzw. der Mietvertrag gekündigt und dass ein neuer 10-Jahres-Mietvertrag mit der ING Real Estate Germany GmbH über Mieträume im Cannstatter Carré abgeschlossen werden soll.


Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2006 war es erneut das vorrangige Ziel der Geschäftsführung, durch aktuelle Seminarthemen und Lehrgangsinhalte sowie mittels kompetenter Referenten den Aus- und Fortbildungsbereich des VSW-BW weiter auszubauen, um damit über die Mitgliedsfirmen hinaus den Satzungsauftrag „…die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Körperschaften in allen für die Wirtschaft wichtigen Fragen des Sicherheitswesens zu beraten und zu betreuen.“ noch effizienter zu erfüllen.

Während bei den Fachseminaren aufgrund neuer Themen und/oder Referenten eine 20 %ige Steigerung zu verzeichnen war, gingen die Einnahmen aus der Ausbildung in den Unternehmen infolge innerbetrieblicher Sparmaßnahmen um den gleichen Prozentsatz zurück. Die tiefsten negativen Umsatzspuren hinterließ jedoch das Auslaufen der IHK-geprüften Werkschutzfachkraft zum Jahresende 2005. Weniger als die Hälfte (- 52 %) besuchten die Vorbereitungslehrgänge zur „Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft IHK“, so dass bei fast gleich hohen Referentenkosten ein nicht auszugleichender Umsatzausfall zu verzeichnen war. Wie dramatisch dieser Rückgang war, belegen die bundesweiten Zahlen der Prüfungsteilnehmer:

2005 - 2.980 TN Werkschutzfachkraft-Prüfung

2006 - 183 TN Schutz- und Sicherheitskraft-Prüfung

Wenn auch ein hoher Anteil der 2006er-Prüflinge in Baden-Württemberg geprüft und durch den VSW-BW auf die Prüfung vorbereitet wurde, so hat doch der 95 %ige Rückgang der Teilnehmerzahlen in diesem Segment die G/V-Rechnung stark tangiert.

Die erfreulich ansteigenden Anmeldungen für die diesjährigen Vorbereitungskurse belegen, dass die „Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft IHK“ insbesondere für die „Seiteneinsteiger“ als legitime Nachfolgerin der Werkschutzfachkraft in zunehmendem Maße angenommen wird; die ebenfalls steigenden Umsätze bei den Ausbildungen in den Unternehmen und bei den Fachseminaren lassen erwarten, dass im laufenden Geschäftsjahr bessere Umsätze erzielt werden können.


Aus- und Fortbildungsstatistik

Unterrichtsstunden mal Teilnehmer


Ein neuer Anfang ist gemacht! Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft IHK

Die für die auslaufende IHK-geprüfte Werkschutzfachkraft gefundene Nachfolgeregelung „Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft“ und der damit verbundenen Qualifizierung ist ein modernisierter Weg gefunden worden, der den Aufgaben im Bewachungs- und Sicherheitsbereich und dem stark an Bedeutung zunehmenden Sicherheitsbewusstsein Rechnung trägt.

Der VSW-BW stellte sich 2006 dieser Aufgabe und hat in seinen Lehrgängen die Teilnehmer erfolgreich auf diese Prüfung vorbereitet. Bis zum heutigen Tag ist die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft IHK in einigen Tarifverträgen bereits verankert.

Auszug aus der Rechtsverordnung:

Ziel der Prüfung

Der Bewerber soll in der Prüfung nachweisen, dass er über die notwendigen Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen verfügt, um in gewerblichen und betrieblichen Sicherheitseinrichtungen Aufgaben im Schutz- und Sicherheitsbereich insbesondere in Bewachungs-, Sicherungs- und Ordnungsdiensten, Veranstaltungs- und Verkehrsdienst, zu übernehmen.

Zulassung der Prüfung

Zur Prüfung wird zugelassen, wer folgendes nachweist:

  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis im Schutz- und Sicherheitsbereich oder
  • eine fünfjährige Berufspraxis, von der mindestens drei Jahre im Schutz- und Sicherheitsbereich abgeleistet sein müssen und
  • ein Mindestalter von 24 Jahren und
  • die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Lehrgang, dessen Beendigung nicht länger als 24 Monate zurückliegt.
Dieser Nachweis ist durch Zeugnisse und/oder Tätigkeitsbescheinigungen zu erbringen.

Prüfungstermine

Die Kammer führt Prüfungen zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft in der Regel zweimal jährlich (März, Oktober) durch.

Prüfungsfächer und Gliederung der Prüfung

Die Prüfung wird schriftlich und mündlich durchgeführt und gliedert sich in folgende drei Handlungsbereiche:

  1. Rechts- und aufgabenbezogenes Handeln
    • Rechtskunde
    • Dienstkunde
  2. Gefahrenabwehr sowie Einsatz von Schutz- und Sicherheitstechnik
    • Brandschutz und sonstige Notfallmaßnahmen
    • Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz
    • Einsatz von Schutz- und Sicherheitstechnik
  3. Sicherheits- und serviceorientiertes Verhalten und Handeln
    • Situationsbeurteilung und Situationsbewältigung
    • Kommunikation
    • Kunden- und Serviceorientierung
    • Zusammenarbeit
Die Prüfung wird in den Handlungsbereichen I. und II. als schriftliche Prüfung in Form von praxisorientierten Situationsaufgaben und im Handlungsbereich III als mündliches, situationsbezogenes Fachgespräch durchgeführt.

Der Prüfungsteilnehmer muss in dem situationsbezogenen Fachgespräch nachweisen, dass er in der Lage ist, berufsspezifische Situationen zu erkennen, ihre Ursachen zu klären und sachgerechte Lösungen vorzuschlagen.

Ergebnis der Prüfung

Jeder der drei Handlungsbereiche wird gesondert nach Punkten bewertet. Bei einer mangelhaften Prüfungsleistung in nicht mehr als einer schriftlichen Situationsaufgabe wird eine mündliche Ergänzungsprüfung angeboten. Die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistung und der mündlichen Ergänzungsprüfung werden zu einer Prüfungsleistung zusammengefasst. Dabei wird die schriftliche Prüfungsleistung doppelt gewichtet. Die Prüfung ist bestanden, wenn in jedem der drei Handlungsbereiche mindestens ausreichende Leistungen (50 Punkte) erbracht wurden.

Wiederholung der Prüfung

Eine nicht bestandene Prüfung kann zweimal wiederholt werden. Die Wiederholungsprüfung erfolgt auf Antrag. Der Teilnehmer wird von einzelnen Prüfungsfächern befreit, in denen die Leistungen ausreichend waren, wenn er sich innerhalb von zwei Jahren nach nicht bestandener Prüfung zur Wiederholungsprüfung anmeldet.

Bundesrepublik Deutschland - Teilnehmer an Prüfungen der beruflichen Weiterbildung 2006 Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft IHK

 


Führungskräftetagung in Berlin

Vom 19. bis 21. Juli 2006 trafen sich über 60 Teilnehmer zur jährlichen Führungskräftetagung des VSW-BW in Berlin. Im MaritimProArte Hotel waren bereits am Eingang die VSW-Flaggen gehisst.

Schon am Vorabend trafen sich viele Teilnehmer, um sich unter der bewährten Führung von GF Schotzko in die Gluthitze der Großstadtnacht zu stürzen.

Der erste Seminartag begann mit dem Einführungsreferat unseres Präsidenten, Dr. Thomas Menk, DaimlerChrysler AG.

In seinem Grundsatzreferat „Corporate Security als strategischer Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb“ stellte er das traditionelle Sicherheitsmanagement dem integrierten Risiko- und Sicherheitsmanagement gegenüber. Mit der wachsenden Komplexität von Geschäftsprozessen, einem harten Wettbewerb mit seinen spezifischen Risiken, müssen die Unternehmen ein modernes, lageangepasstes Risiko- und Sicherheitsmanagement implementieren, um eine Minderung des unternehmerischen Haftungsrisikos und erfolgreiche Geschäftsprozesse zu ermöglichen.

Um diesen Erfolg zu erzielen, forderte er auch dringend Initiativen zur Aus- und Fortbildung von Sicherheitsmanagern.

Im anschließenden Vortrag beschrieb Dr. Viëtor, geschäftsführender Gesellschafter der ISG in Berlin, ausgewählte Erscheinungsformen der Wirtschaftskriminalität und deren Aufdeckung und Bekämpfung.

In seinem Vortrag „Bedingungen für eine erfolgreiche SDLFremdvergabe“ ging Dipl.-Ing. Walter Beck auf das von der CoESS und UNI-Europa erarbeitete "Handbuch zur Vergabe von Aufträgen an Wach- und Sicherheitsdienste" ein. Es soll als benutzerfreundliches Hilfsmittel dem Auftraggeber die Möglichkeit bieten, seinen Bedarf im Bereich Wach- und Sicherheitsdienstleistungen zu ermitteln und dann anschließend einen Auftragnehmer auszuwählen, der nicht nur einen wettbewerbsfähigen Preis anbietet, sondern auch die Kenntnisse und Fähigkeiten für die Erbringung einer qualitativ hoch stehenden, zuverlässigen Dienstleistung unter Beweis stellt. Das Handbuch wendet sich an Organisationen und Behörden, die sicherstellen möchten, dass sie einen Sicherheitsdienstleister mit der Auftragsdurchführung beauftragen, der sowohl Qualität als auch einen günstigen Preis anbietet, anstatt ausschließlich auf das billigste Preisangebot zu setzen.

Herr Eckardt riss alle Teilnehmer durch seine „mitreißende“ Präsentation aus dem Bereich Management by Motivation (aus dem bekannten Suppenloch).

Dem bereits vielen Teilnehmern bestens bekannten Psychologen gelang es mühelos, Bewegung in die tageszeitlich und klimatisch bedingten doch etwas matten Tagungsteilnehmer zu bringen.

Resümee seines Vortrages: Jedes Unternehmen hat Ziele; diese Ziele können nur mit Hilfe aller Mitarbeiter realisiert werden. Da jeder Mitarbeiter individuelle Bedürfnisse hat, ist es die Aufgabe der Führungskraft, die Unternehmensziele mit den Bedürfnissen (= Zielen) des Mitarbeiters in Übereinstimmung zu bringen.

In seinem Vortrag „Innovativer Diebstahls- und Fälschungsschutz“ schilderte Joachim Süsse, Geschäftsführer der tesa scribos GmbH in Hamburg, anhand der verschiedenen Deliktformen die Möglichkeiten der Gegenwehr und des umfassenden Produktschutzes.

Mit vielen Praxisbeispielen gelang ihm eine äußerst anschauliche Darstellung der Umsetzung von Fälschungsschutzmaßnehmen.

Dr. Rudolf Kreutzer vom Allianz Zentrum für Technik GmbH in Ismaning bei seinem Vortrag „Neue Schwerpunkte im betrieblichen Risikomanagement“.

Für ihn steckt hinter Risikomanagement ein verantwortungsbewusstes und vorausschauendes Verhalten beim Umgang mit Unsicherheiten, Gefahren und Risiken. Dies betrifft beispielsweise finanzielle Risiken, Brandschutz, Umweltschutz, Datensicherheit, Unfallverhütung, Werkschutz usw., wobei diese Risiken nicht voneinander getrennt behandelt werden dürfen sondern Zusammenhänge, Wechselwirkungen, das "große Ganze" im Auge behalten werden müssen. Eine generelle Lösung für den Aufbau eines Risikomanagements gibt es für ihn nicht. Jedes Unternehmen braucht ein eigenes, speziell auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes Risikomanagement, das mit dem Unternehmen wächst und sich anpasst. Leider stellt er in seinen Unternehmensanalysen immer wieder fest, dass dieses Verhalten im Berufsleben lückenhaft ist.

Am Abend folgte eine Doppeldecker-Stadtrundfahrt mit abschließendem Bierkneipen-Besuch, wo unsere Teilnehmer leider ziemlich lange „auf dem Trockenen“ sitzen mussten.

Der nächste Morgen wurde frisch und munter mit RA Dr. Buchert begonnen. Seine Erfahrungen als Ombudsmann bei der Korruptionsbekämpfung fanden ein aufmerksames und interessiertes Publikum.

Mit den von ihm aufgezeigten Anforderungen an das Unternehmen einerseits und die Ombudsmänner auf der anderen Seite innerhalb eines Ombudsmannsystemes brachte er vielen Teilnehmern dieses bis dato relativ unbekannte Regelsystem näher.

Klaus Hiller, Präsident des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg, erläuterte ebenso dezidiert wie detailliert die inländische Sicherheitslage und gab in der abschließenden Diskussionsrunde offen seine Meinung auf zahlreiche Nachfragen kund. Alle Teilnehmer schöpften daraus wertvolle Erkenntnisse für ihre tägliche Arbeit.

Robert Eck legte in seinem Referat „eBay, ein Risiko für die Sicherheit von Unternehmen?“ eindrucksvoll auch schon die Beantwortung seiner rhetorischen Frage nahe. Er verwies anhand vieler Beispiele auf die mannigfaltigen Gefahren dieser Plattform und stellte die verschiedensten Werkzeuge zur effektiven Bekämpfung der Markenpiraterie vor.

In seinem Vortrag „Methoden der competitive intelligence“ ging Robert Lazzarotto von der Siemens building Technology auf die Competitive- Intelligence (CI), zu deutsch etwa „Konkurrenz/Wettbewerbsforschung -analyse, -beobachtung, -(früh)aufklärung“ ein; sie bezeichnet die systematische, andauernde und legale Sammlung und Auswertung von Informationen über Konkurrenzunternehmen, Wettbewerbsprodukte, Marktentwicklungen, Branchen, neue Patente, neue Technologien und Kundenerwartungen. Durch CI können Unternehmen frühzeitig ihre Wettbewerbsstrategie an die sich ändernden Wettbewerbsstrukturen anpassen und aufgrund von besseren Informationen Wettbewerbsvorteile erreichen.

Competitive Intelligence hat seine Wurzeln sowohl in der Militärgeschichte als auch in der Marktforschung.

Öffentlich verfügbare Informationen, die quantitativ stark zunehmen, werden bei der CI effizient und systematisch selektiert und interpretiert. Dies ist insbesondere bei der strategischen Planung der Fall und macht bei CI etwa 10% aller Fragen aus.

Im Gegensatz zur Wirtschaftsspionage befasst sich CI ausdrücklich nur mit legalen, Datenschutz konformen, öffentlich zugänglichen Informationen über die Schwächen, Absichten und Fähigkeiten von Wettbewerbern. Die Übergänge zwischen CI und Wirtschaftsspionage sind wegen oft unterschiedlicher nationaler Gesetzgebung jedoch fließend. Trash-Trawling und Waste-Archeology, zu deutsch etwa die Auswertung des Mülls von Konkurrenten nach brisanten Informationen, galt beispielsweise lange Zeit solange als ethisch vertretbar, solange sich der Müll auf öffentlich zugänglichem Gelände befand. Um sich klar von der Wirtschaftsspionage abzugrenzen, entwickelte SCIP (Society of Competitive Intelligence Professionals) den so genannten Code of Ethics.

Der Prozess der Competitive-Intelligence folgt dem so genannten Intelligence Cycle. Es handelt sich hierbei um ein Konzept der Informationsbeschaffung und Auswertung, das von Nachrichtendiensten in den 1960er Jahren zuerst beschrieben wurde.

Der Prozess besteht aus den folgenden Schritten:

  1. Projektplanung: gezielte Beschreibung des Informationsbedarfs
  2. Informationssammlung: Primärquellen sind Branchenexperten, (ehemalige) Mitarbeiter des Wettbewerbers, Kunden, Lieferanten, Händler, Messen, Kongresse; Sekundärquellen sind Geschäftsberichte, Branchenzeitschriften, Zeitungen, Internet, Patente, Fachdatenbanken
  3. Verarbeitung: Übersetzung (bei fremdsprachigen Quellen), Evaluierung, Strukturierung, Interpretation und elektronische Speicherung der gewonnenen Informationen
  4. Interpretation: Benchmarking, SWOT-Analyse (Stärken-Schwächenanalyse), Wettbewerberprofilierung, Branchenstrukturanalyse, Simulationsmodelle, Wargaming
  5. Verbreitung der Ergebnisse: Übergabe an den/die Entscheidungsträger, eventuell weitergehendes Informationsbedürfnis mit erneuter Projektplanung.
Präsident Dr. Thomas Menk
Dr. Viëtor
Herr Eckardt
Joachim Süsse und Dr. Rudolf Kreutzer
Dr. Buchert und Klaus Hiller
Robert Eck und Robert Lazzarotto
Erste Reihe von links: VSW-Vizepräsident Luithle, VSW-Vorstandsmitglied Grassel, Dr. Viëtor

 


Besuch des GTAZ

(Gemeinsames Terrorismusabwehrzentrum)

Am 14. Dezember 2004 hat in Berlin das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum seine Arbeit aufgenommen. Im GTAZ werden Analysespezialisten des Bundeskriminalamtes und des Bundesamtes für Verfassungsschutz zusammengeführt.

Das GTAZ verfügt über exzellente Bedingungen, um einen Informationsaustausch in Echtzeit sowie schnelle und zielgerichtete Analysen aktueller Gefährdungshinweise und die Abstimmung operativer Maßnahmen gewährleisten zu können.

Auch der Bundesnachrichtendienst, die Kriminal- und Verfassungsschutzämter der Länder, die Bundespolizei, das Zollkriminalamt und der Militärische Abschirmdienst arbeiten mit und sind in die Arbeitsabläufe des Terrorismusabwehrzentrums eingebunden.

Kontinuierlich und intensiv werden folgende Aufgaben gemeinsam wahrgenommen:
  • Tägliche Lagebesprechungen
  • Gefährdungsbewertungen
  • Operativer Informationsaustausch
  • Fallauswertung
  • Strukturanalysen
  • Aufklärung des islamistisch-terroristischen Personenpotenzials
  • Ressourcenbündelung
Mit der Einrichtung des GTAZ hat sich Deutschland auch international gut positioniert: Bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus ist die internationale Zusammenarbeit von existenzieller Bedeutung. Daher ist perspektivisch auch die Einbindung ausländischer Experten bei geeigneten Projekten vorgesehen.

Der renommierte Schweizer Kommunikationstrainer Marcus Knill begeisterte am Freitag die anwesenden Teilnehmer mit seinen lebhaften Übungen zum Thema „Schlagfertigkeit als Schwert des Geistes“. Mühelos gelang es ihm auch den aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen mattesten Anwesenden in seinen Bann zu ziehen.

Bei der Schlagfertigkeit liegt das Hauptgewicht weder auf dem „schlagen“ noch auf dem „fertig machen“. Schlagfertigkeit ist ein „Fechten mit Gedanken“, mit dem „Florett des Geistes“.

Martina Fessele vom Bundesnachrichtendienst übernahm den Abschluss unserer diesjährigen Führungskräftetagung mit einer äußerst interessanten Darstellung der Sicherheitslage weltweit unter dem besonderen Focus des milianten Islamismus. Die zwei von ihr gezeigten Videos ließen manchen Teilnehmer in der Runde sprachlos werden.

Der VSW-BW bedankt sich auch auf diesem Wege bei allen Referenten und Teilnehmern und freut sich auf ein Wiedersehen im Juli 2007 in Hamburg.
Marcus Knill und Martina Fessele


Der VSW-BW auf der Security 2006 in Essen

Die „Security 2006“ in Essen war die bisher beste Weltmesse für die Sicherheitsbranche mit Rekordergebnis – so das Resümee der 1.036 Aussteller aus 48 Nationen und 40.600 Fachbesuchern.

Das internationale Flair der Messe war z.B. deutlich an dem gestiegenen Anteil der Besucher aus Ostasien festzustellen. „Alles, was in diesem Business Rang und Namen hat, war in Essen vertreten“, erkläre der Essener Messe-Geschäftsführer Dr. Henneke. Und so durfte der VSW-BW am ASW-Gemeinschaftsstand auf keinen Fall fehlen.

Dank charmanter und gruppenstarker Vertretung durch Frau Hirsch, Frau Bäuerlein und Herrn Schotzko zog der VSWBW (wieder einmal) seine Mitglieder – und solche die es noch werden wollen – auf „seinen Stand“.

Als dem sehr förderlich erwies sich erneut der mitgebrachte schwäbische Trollinger, der Kontaktprobleme gar nicht erst aufkommen ließ.

Verstärkt reisten Fachbesucher aus Osteuropa, USA, Asien und den Vereinigten Arabischen Emiraten an. „Weltweit gibt es keine vergleichbare Veranstaltung mit dieser internationalen Ausstrahlung. Wer im Wettbewerb ganz vorne sein will, kommt an der Security nicht vorbei“, zog Uwe Glock, Security-Beiratsvorsitzender und Geschäftsführer der Bosch Sicherheitssysteme GmbH, eine erste Bilanz. – Deutlicher Trend: Rund 80% des Fachpublikums beurteilen die derzeitige Konjunktur in der Branche „sehr günstig“ bis „günstig“ und damit wesentlich positiver im Vergleich zu 2004.

Die Security 2006 erwies sich als der Meeting-Point der kompetenten Entscheider. 98% aller Gäste waren Sicherheitsfachleute aus der Industrie, von Sicherheitsdienstleistern, Behörden, Polizei und Feuerwehr, aus Werkschutz, Handel, Handwerk sowie der Versicherungswirtschaft. 86% gaben an, bei Beschaffungsentscheidungen allein-, mitentscheidend oder beratend tätig zu sein. Über ein Viertel (28%) des Fachpublikums hat geordert bzw. wird noch ordern. Wichtigstes Thema im Gewerbebereich ist die Videoüberwachungstechnik, deren Leistungsfähigkeit zunehmend von der eingesetzten Software geprägt wird. Schlüssellose Schließsysteme gewinnen im Privatbereich zunehmend an Bedeutung. Immer wichtiger wird auch der vorbeugende Brandschutz, wie das vielfältige Angebot an Rauchmeldern zeigte. In freistehenden Häusern finden einbruchhemmende Rollläden zunehmend Verwendung, die sich bei Annährung automatisch und schnell schließen. Mehrere tausend Fachbesucher informierten sich in 243 Einzelvorträgen auf dem begleitenden „Security-Kongress“ und den erstmals offenen Foren zu klassischen Themen – Gewährleistung der Sicherheit von Deutschen im Ausland, zusätzliche Gefahren durch das Internet, zivile Sicherheitsforschung und künftige Trends in der Sicherheitstechnologie. In der neuen Sonderschau „Technologie against Terror“ sowie in zahlreichen Vorträgen fanden technische Maßnahmen großes Interesse, mit denen terroristische Anschläge erschwert werden. In der neuen Sonderschau „IT-Sicherheit“ wurden Produkte und Dienstleistungen gezeigt, um kriminelle Angriffe auf Informations-Systeme abwehren oder präventiv verhindern zu können. Auf der Fachkonferenz „Public Private Partnership“ wurden Möglichkeiten zukunftsweisender Kooperationen zwischen Staat und Wirtschaft eingehend erörtert. In zwei Jahren – vom 7. bis 10. Oktober 2008 – öffnet die 18. Weltmesse für Sicherheit und Brandschutz in Essen ihre Pforten. 89% der Aussteller und 88% aller Besucher haben schon entschieden: „Wir kommen wieder“ – so wie der VSW-BW.
Herr Schotzko, Frau Hirsch und Frau Bäuerlein


Die Geschäftsstellen des Verbandes seit seiner Gründung – neues Domizil im Cannstatter Carré

Unmittelbar nach der Gründung im Oktober 1968 zog die damalige „Landesstelle für Betriebsschutz (LfB)“ in ihre erste Geschäftsstelle in der schon damals stark befahrenen Hohenheimer Straße Nr. 41.

Über den Eingang im Hinterhof gelangte man in die Büros im 1. Stock, die über einer Metzgerei lagen und aus zwei umgestalteten Wohnungen bestanden.
Hohenheimer Straße Nr. 41
Im Jahr der Umbenennung von „LfB“ in „VSW“ zog der Verband von der Hohenheimer in die Seelbergstraße 16 in Stgt.-Bad Cannstatt um; am 4. November 1987 wurden die neuen Räumlichkeiten im 1. Stock oberhalb einer Bäckerei bezogen.
Der „VSW-BW“ hat sein Domizil seit Nov. 1987 in Stgt.-Bad Cannstatt
Beengte Räumlichkeiten und andere Widrigkeiten führten den Vorstand im Jahre 1996 zu dem Entschluss, die Geschäftsstelle analog der Geschäftsentwicklung und gewachsenen Bedeutung des Verbandes in funktionellere und auch repräsentativere Räume zu verlegen. Der Zufall wollte es, dass genau gegenüber der Geschäftsstelle ein moderner Neubau hochgezogen wurde, in welchem der Verband erneut im 1. Stock seine „neue Heimat“ fand. Ein Umzug „über die Straße“ führte den Verband in die Seelbergstraße 15, wo dann im Nov. 1996 der Dienstbetrieb in neuen Räumen und neuer Geschäftsausstattung fortgeführt wurde.
10 Jahre war die Seelbergstraße 15 „Heimat“ für den VSW-BW
Insbesondere Klimaprobleme - vornehmlich im Seminarraum - und ein wenig einsichtiger Vermieter, der u.a. eine Klimatisierung verweigerte, führten am 3. August 2006 zu dem einstimmigen Vorstandsbeschluss, nach Ablauf der 10-jährigen Mietdauer den Vertrag nicht mehr zu verlängern und ihn zum Jahresende 2006 zu kündigen.

Das in unmittelbarer Nähe zur Seelbergstraße errichtete „Cannstatter Carré“ mit seinem Büro-Rund- und Neubau an der Daimlerstraße 71 ist nunmehr seit dem Jahreswechsel 2006/2007 die ebenso funktionelle wie auch repräsentative neue Geschäftsadresse des VSW-BW.

Während das zehn Jahre alte - aber sehr gut erhaltene - Mobiliar größtenteils mitgenommen wurde, war dieser Umzug der richtige und überfällige Zeitpunkt, die überalterte und auch anfällige Telefon- und IT Infrastruktur durch neue Techniken zu ersetzen.
Im vorletzten (4.) Stock liegen die neuen VSW-BW Geschäftsräume

Die „nackte“ Bürofläche im 4. Stock des Cannstatter Carrés
Die Raumplanung und das Alu-Gerippe stehen
Fr. Bäuerlein im neuen hochmodernen Seminarraum
Buchhaltung, Personal und Einkauf liegen in den Händen von Fr. Fallscheer
Fr. Wahler (links) betreut alle Seminare und Lehrgänge von der Anmeldung bis zur Rechnung, während Fr. Bäuerlein für das Sekretariat verantwortlich ist
Das Büro von Fr. Hirsch und Hr. Steeb
Das Zimmer des Geschäftsführers

 


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