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Rechenschafts- und Geschäftsbericht 2004


überreicht aus Anlaß der Jahresmitgliederversammlung am 02. Mai 2005

VERBAND FÜR SICHERHEIT IN DER WIRTSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG E.V.

Telefon: (07 11) 95 46 09-0
Telefax: (07 11) 95 46 09-20

Sehr geehrte VSW-BW-Mitglieder,

zu unserer 37. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 02. Mai 2005 legen wir Ihnen den Rechenschafts- und Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2004 vor.

Wir verbinden damit unseren Dank an Sie für Ihre Unterstützung des Vorstands und der Geschäftsführung zur Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben und Ziele des Verbandes. Weiterhin danken wir allen Geschäftspartnern und Förderern des Verbandes sowie den Sicherheitsbehörden, die durch eine ebenso enge wie kooperative Zusammenarbeit erneut sehr wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Sicherheit in der Wirtschaft und im öffentlich-rechtlichen Bereich größere Beachtung geschenkt wurde.

Obwohl die EU-Osterweiterung und die Gefährdung durch den islamistischen Terrorrismus vordergründig die beherrschenden Sicherheitsthemen in dem Berichtsjahr waren, lagen den Sicherheitsverantwortlichen der Unternehmen die klassischen Kriminalitätsfelder viel näher. Diebstähle, Korruption, Produkt- und Markenpiraterie sowie die immer brisanteren IT-Gefährdungen wie z. B. Hacking, Phising und Viren waren und sind die tatsächlichen Schwerpunkte in der betrieblichen Sicherheit. Intelligente Lösungen bzw. Mischungen aus eigenem und fremdem Werkschutzpersonal in Verbindung mit innovativer und kompatibler Brandschutz-, Einbruchmelde-, Zutrittskontroll- und Videotechnik garantieren auch künftig ein Höchstmaß an betrieblicher Sicherheit, erfordern aber gleichzeitig auch aus- und fortgebildete Sicherheitsverantwortliche und -mitarbeiterInnen. Da zur erfolgreichen Bekämpfung der Wirtschafts-/Betriebskriminalität baulich/technische Investitionen und organisatorische Maßnahmen allein nicht ausreichen, hat der VSW-BW in enger Abstimmung mit den Sicherheitsverantwortlichen der Mitgliedsfirmen und den Sicherheitsbehörden unter seinem Motto
   „Fachwissen und Erfahrung kompetent
    und praxisgerecht weitergeben“


auch für dieses Jahr ein umfangreiches Seminar- und Ausbildungsangebot konzipiert. Ihr VSW-BW bittet Sie auch in diesem Jahr weiterhin um Ihre wertvolle Unterstützung.

Vorstand und Geschäftsführung des VSW-BW

Stuttgart, im Mai 2005

Mitglieder

Am 31. Dezember 2003 hatte der Verband 254 Mitglieder

Im Jahre 2004 kamen dazu

  • ordentliche Mitglieder: 9
  • kooperative Mitglieder: 17
  • Summe: 26 Mitglieder

Ausgeschieden sind 2004

  • durch Insolvenz 5/li>
  • durch Ausschluss 2
  • durch Austritt 14
  • durch Fusion 2
  • Summe: 23 Mitglieder

Mitgliederstand am 31. Dezember 2004: 257 Mitglieder

Wir sind damit in der Bundesrepublik nicht nur der älteste regionale Sicherheitsverband, sondern mit Abstand auch weiterhin der mitgliederstärkste Verband für Sicherheit innerhalb der „Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft e.V.“ (ASW), Berlin.


36. Mitgliederversammlung
Um 13:00 Uhr eröffnete VSW-BW-Präsident Schweigler am 21. April 2004 die 36. Ordentliche Mitgliederversammlung in der Sparkassenakademie Baden-Württemberg, Neuhausen a. d. Fildern. Im Rahmen seiner Begrüßung wies Herr Schweigler darauf hin, dass der Schatzmeister/Vorstandskollege Remler von der Landesbank Baden-Württemberg aus dienstlichen Gründen verhindert wäre und dass demzufolge das Vorstandsmitglied Dr. Reichardt in seiner Stellvertretung den Rechenschaftsbericht des Schatzmeisters abgeben würde. Neben den 52 anwesenden ordentlichen Mitgliedern - zzgl. 5 Stimmübertragungen - wohnten 25 kooperative Mitglieder der Versammlung bei. Sie verfolgten die Rechenschaftsberichte und beteiligten sich intensiv an der Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung sowie an den turnusmäßigen Vorstandswahlen. Seinen Rechenschaftsbericht brachte Herr Schweigler gleich zu Beginn mit folgenden Worten auf den Punkt: „Erneut hat der Verband in einem wirtschaftlich und sicherheitspolitisch schwierigen Umfeld gute Arbeit zum Vorteil seiner Mitglieder geleistet“. Dies wäre zum einen der harmonischen Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands zu verdanken; hier wurden zielorientiert Strategien für die Ausrichtung des Verbandes entwickelt und die Umsetzung zusammen mit dem Geschäftsführer kundenorientiert verfolgt. Zum anderen wurde nunmehr mit den Mitarbeitern der Geschäftsstelle eine Mannschaft zusammengeschweißt, die mit hoher Fachkompetenz engagiert und professionell ihre Aufgaben wahrnehmen würde. Zu Beginn seines Berichtes ging er auch auf die Klagen aus anderen VSW-Schwesterverbänden ein, dass der VSW-BW „Wilderei“ in anderen Verbandsgebieten betreiben würde. Er verwies darauf, dass dieses Vorgehen nicht nur durch unsere Verbandssatzung voll gedeckt wäre, sondern dass es Unternehmen aus anderen Bundesländern nicht verwehrt werden dürfte, bei unserem Verband Mitglied zu werden. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die alte Lebenserfahrung: „Das Gute bricht sich Bahn“.

Er verwies hinsichtlich der überregionalen Bedeutung des VSW-BW u. a. auch darauf, dass insbesondere die Verbandsmitarbeiterin, Frau Christiane Hirsch, maßgeblich nicht nur an dem Zustandekommen des Ausbildungsberufes „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ mitgewirkt, sondern auch an einem Nachfolgemodell für die Ende 2005 entfallende IHK-geprüfte Werkschutzfachkraft intensiv auf bundesweiter ASW- bzw. DIHK-Ebene mitgearbeitet habe und auch künftig mitgestalten werde.

Zur Einschätzung der allgemeinen Sicherheitslage führte er aus, dass wir in einer Zeit leben würden, in der Sicherheitsmaßnahmen notwendiger denn je wären. Islamistischer Terror wurde in das Herz Europas vorgetragen und Deutschland würde z. Zt. noch als Ruhe- und Vorbereitungsraum gelten. Dies würde jedoch nicht ausschließen, dass eines - vielleicht nicht mehr fernen - Tages auch bei uns vermeintlich lohnende Ziele in den Focus terroristischer Aktivitäten gelangen würden und dass Wachsamkeit mehr denn je der Preis der Freiheit wäre. Immerhin bereits 51 % der Wirtschaftsführer unseres Landes halten es lt. einer Handelsblatt-Umfrage für sehr oder eher wahrscheinlich, dass sich auch in Deutschland ähnliche Anschläge wie in Madrid ereignen werden. Das Bedrohungsgefühl der Führungskräfte hat sich somit seit Jahresbeginn 2004 deutlich verändert, denn noch im Dezember 2003 ging nur eine Minderheit davon aus, dass der Terrorismus ein hohes Risiko für die eigenen Unternehmen darstellen würde.

Präsident Schweigler während seines Rechenschaftsberichts
Vor diesem Hintergrund ist der Schutz kritischer Infrastrukturen in den Mittelpunkt der Aktivitäten von Staat und Wirtschaft gerückt; an dieser Stelle sei nur exemplarisch an die Sicherung von kerntechnischen Anlagen sowie die Flugsicherung und die neue Sicherheitsüberprüfungsfeststellungsverordenung erinnert.

Für unseren VSW-BW hat er keine Befürchtungen, sich dem Wettbewerb zu stellen; der Verband wäre gut aufgestellt, um auch unter verschärften Wettbewerbsbedingungen weiterhin Vorzügliches leisten zu können.

Auf die rhetorische Frage, ob ein Sicherheitsverband, in dem Großunternehmen sowie Bewachungsdienstleister Mitglieder sind, sinnvolle Verbandsarbeit zum Wohle aller leisten kann, würde er eindeutig mit "Ja“ antworten, denn Sicherheit wäre nicht teilbar. Es wäre ein fataler Irrtum, wenn Großunternehmen autark nur innerhalb der eigenen Werksgrenzen für Sicherheit sorgen würden. Lieferunterbrechungen von Zulieferern würden trotz bester eigener Präventionsbemühungen aufgrund der just-in-time-Lieferungen unweigerlich zum Stillstand der eigenen Produktion führen. In Bezug auf die betriebliche Sicherheit würden wir alle in einem Boot sitzen, egal, ob als Steuermann oder Maschinist mit externem Dienstleistungsvertrag.

Zum Schluss seines Berichtes dankte er den Vertretern der Mitgliedsunternehmen und seinen Vorstandskollegen für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit, unseren Referenten, die an entscheidender Stelle zu unserem positiven Erscheinungsbild beitragen sowie allen Damen und Herren der Geschäftsstelle für die geleistete erfolgreiche Arbeit.

Er schloss seine Ausführungen mit einem Zitat, das sowohl für Unternehmen, Institutionen, Verbände und Einzelpersonen gleichzeitig gelten würde und als Appell für die Zukunft zu nehmen wäre: „Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen“.

Geschäftsführer Karl Stefan Schotzko
Vor seinem Bericht über die Verbandsaktivitäten ging GF Schotzko (Bild) mit einem kurzen Rück- und Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Lage unseres Landes ein. Er wies darauf hin, dass nach dem bereits sehr schwachen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um lediglich 0,2 % im Jahr 2002 im Berichtsjahr sogar ein Rückgang um 0,1 % - wie letztmals 1993 - zu verzeichnen war. Während die Inflationsrate von 1,4 auf 1,1 % in 2003 zurückgeführt werden konnte, stieg die gesamtdeutsche Arbeitslosenquote von 9,8 auf 10,5 % im vergangenen Jahr. Positiv an diesen Zahlen wäre lediglich, dass Baden-Württemberg mit einer Arbeitslosenquote von 6,4 % weit vor den zweitplazierten Bayern mit 7,5 % und den anderen Bundesländern liegt und dass in der IHK-Region Stuttgart „nur“ 5,7 % der Erwerbspersonen arbeitslos sind. Für 2004 hätten sich nach Aussage der Wirtschaftsforscher die Perspektiven aufgehellt und auch die jüngste DIHK-Umfrage kommt zu dem Ergebnis, dass die Voraussetzungen für eine insbesondere durch lebhafte Auslandsnachfrage gestützte Konjunkturbelebung günstig wären. Neben den positiven Wirtschaftszahlen glänzt Baden-Württemberg seit Jahren auch mit der niedrigsten Kriminalitätsbelastung je Einwohner in Deutschland. Diese Landeszahlen bildeten auch die ideale Überleitung zum VSW-BW, der weiterhin mit großem Abstand der mitgliederstärkste VSW innerhalb der ASW ist. Dass zum ersten Mal seit rund zehn Jahren ein leichter Rückgang der Mitgliederzahl auf 254 zu verzeichnen war, lag u. a. daran, dass neun Mitgliedsfirmen wegen Insolvenz ausschieden bzw. per Vorstandsbeschluss zehn Mitglieder ausgeschlossen wurden.

Nachdem in 2001 Herr Bögel durch Herrn Encke und in 2002 Herr Wittmann durch Frau Hirsch ersetzt werden mussten bzw. konnten, waren im letzten Jahr keine personellen Veränderungen zu „verdauen“, so dass nicht nur unsere Mitglieder stets auf die ebenso bekannten wie bewährten Ansprechpartnerinnen und -partner zurückgreifen konnten. Vor dem Hintergrund, dass es im Vorstand auch keine Veränderungen zu verzeichnen gab, wies GF Schotzko darauf hin, wie wichtig ein ebenso zukunfts- wie konsensorientierter Vorstand für eine erfolgreiche Verbandsentwicklung ist. Mutige Vorstandsentscheidungen wie z. B. hauptamtliche Geschäftsführer bis hin zu einer ebenso verkehrsgünstigen wie repräsentativen Geschäftsstelle waren und sind die Basis einer erfolgreichen Verbandstätigkeit.

In organisatorisch-technischer Hinsicht gab und gibt es aufgrund permanenter Anpassungen bzw. Erneuerungen keinen größeren Investitionsbedarf; durch einen mehrjährigen Leasingvertrag über einen VW Lupo konnten die Fahrtkosten des Verbandes deutlich gesenkt und die Mobilität stark verbessert werden. Ende 2003 wurde auch damit begonnen, den gesamten Internet-Auftritt des Verbandes einschließlich der Sicherheitsdatenbank komplett zu überarbeiten, um auch auf diesem Gebiet wieder die Maßstäbe innerhalb der VSW’n zu setzen.

Bei den Aus- und Fortbildungsaktivitäten des Verbandes war festzustellen, dass die Werkschutzfachkraftlehrgänge weiterhin sehr gefragt waren, während zu den Fachseminaren leider bedeutend weniger Teilnehmer gewonnen werden konnten. Weiterhin sehr positiv mit einer Steigerung um 13 % haben sich die inhouse-Schulungen entwickelt, wofür GF Schotzko allen Mitgliedern seinen herzlichen Dank aussprach.

Herr Dr. Reichardt bei seinem Bericht über das „Zahlenwerk“ des Verbandes.
Nach einem Rückblick auf die beiden gelungenen Führungskräfteseminare in Weimar und Dresden wies GF Schotzko auf die vom 14. - 16. Juli 2004 in Köln geplante Führungskräftetagung hin und warb erneut für eine gute Teilnehmerresonanz seitens unserer Mitglieder.

In seinen weiteren Ausführungen ging er auf die Situation im Aus- und Fortbildungssektor im Sicherheitsbereich ein:
  • die 40-stündige Unterrichtung für das Bewachungspersonal läuft auf hohem Niveau
  • die 80-stündige Unterrichtung für Unternehmer ist de facto tot
  • die monatlichen Sachkundeprüfungen werden gut angenommen und haben bei uns sehr geringe Durchfallquoten
  • der Lehrberuf „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“, der seit August 2002 angeboten wird, ist akzeptiert - aber nicht begehrt. Während er in Baden-Württemberg wirklich noch ein Lehrberuf für Schulabgänger ist, ist er in anderen Bundesländern zu 80 % zu einer ABM- bzw. Umschulungsmaßnahme zur Auslastung von Bildungsträgern mutiert
  • der Rahmenstoffplan für den „Meister für Schutz und Sicherheit“ befindet sich auf der DIHK-Zielgeraden, so dass der VSW-BW auch weiterhin als einziger VSW die Meisterfortbildung nicht nur anbieten sondern auch durchführen wird
  • in enger Zusammenarbeit mit den anderen VSW’n, dem BDWS, dem DIHK und insbesondere der IHK Düsseldorf in Person von Frau Teupen arbeiten alle Beteiligten an einem Werkschutzfachkraft-Nachfolgemodell, das der Markt und seine Mitarbeiter für Seiteneinsteiger dringend benötigen.
Verbandsrevisor Herr StB Helmstädter
GF Schotzko wies darauf hin, dass es an diesem Aus- und Fortbildungsbereich ganz besonders deutlich würde, wie hilfreich ein starker Verband dank starker Mitglieder ist, der die Interessen seiner Mitglieder und damit die des Marktes sammelt, bündelt und dann auch mit dem nötigen Nachdruck um- bzw. durchsetzt.

Im letzten Teil seines Berichtes ging GF Schotzko auf die Aktivitäten der Erfa-Kreise und des Sicherheitsforums Baden-Württemberg ein, wobei er besonders den „Arbeitskreis SiBe BW“ erwähnte, dessen Arbeitskreis-Leiter, Herr Bentele von der EADS Deutschland GmbH in Friedrichshafen, vom Bundesarbeitskreis der Sicherheitsbevollmächtigten geheimschutzbetreuter Unternehmen (BAK-SiBe) zu seinem neuen Bundesvorsitzenden bestellt wurde - der VSW-BW gratuliert ganz herzlich für diesen Vertrauensbeweis und den Beweis dafür, dass das Herz der Sicherheitsbranche im Süden schlägt.

GF Schotzko bedankte sich ganz herzlich bei den Vorstandsmitgliedern, allen Referenten, seinem VSW-Team und allen Anwesenden für die gewährte Unterstützung. Sein ganz besonderer Dank galt jedoch dem Präsidenten, Herrn Schweigler, der ihn acht Jahre lang intensiv begleitet hat und der stets ein offenes Ohr für die Belange „seines“ VSW-BW hatte.

Im Rechenschaftsbericht des Schatzmeisters, den Herr Dr. Reichardt in Vertretung für Herrn Remler vornahm, ging er mit Verweis auf die ASW-Tischvorlagen aufliegende Bilanz und Aufwands- und Ertragsrechnung 2003 auf die bedeutendsten Positionen bzw. die größten Veränderungen ein.

Der Verbandsrevisor, Herr StB Helmstädter, berichtete letztmals vor dem Hintergrund der am 16. März 2004 in den Geschäftsräumen des Verbandes stattgefundenen Prüfung, dass die Buchhaltung und die Finanzwirtschaft des Verbandes nach wie vor geordnet sind und dass die Zahlungsfähigkeit während des ganzen Jahres 2003 gegeben war.

Die Finanzplanung und die Überwachung der Geldanlagen erfolgte sehr sorgfältig und umsichtig; die Zahlungsfristen wurden eingehalten. Verstöße gegen die Haushaltsplanung wurden nicht festgestellt. Aufgrund der bei den vorgenommenen Prüfungen festgestellten Sachverhalte empfahl Herr Helmstädter, Geschäftsführung und Vorstand hinsichtlich des Geschäftsjahres 2003 Entlastung zu erteilen.

Dr. Thomas Menk
Bernd Luithle
Wolfgang Geyer
Rudolf Grassel
Alfred Kuhn
Dr. Hans-Jürgen Reichardt
Ludger Remler
Im Rahmen über die Aussprache über die Berichte beantwortete Präsident Schweigler eine Frage nach den Gründen für die zehn Ver-bandsausschlüsse mit Verweis auf die entsprechenden Regelungen in § 5 der Verbandssatzung, die vorsehen, dass wenn ein Mitglied das Ansehen oder die Interessen des Verbands schädigt oder wenn es seinen Beitragsverpflichtungen nicht nachkommt, durch Beschluss des Vorstands ausgeschlossen werden kann. Er wies darauf hin, dass sämtliche Einzelfälle intensiv besprochen und die Ausschlüsse alle einstimmig durch die Vorstandsmitglieder erfolgt sind.

Unter Hinweis auf die vorgetragenen Rechenschaftsberichte und die darin enthaltenen Geschäftsergebnisse bat Herr Jilg von der BASF AG, Ludwigshafen, um Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung für das zurückliegende Geschäftsjahr. Per Handzeichen erfolgte die einstimmige Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung des VSW-BW.

Vorstandswahlen

Aufgrund des Ablaufs der vierjährigen Amtsperiode wurde der Vorstand neu gewählt. Der einstimmig zum Wahlleiter berufene Herr Rosenbaum von der WMF AG, Geislingen leitete gekonnt die drei Wahlgänge.

Herr Schweigler begründete den Mitgliedern der Verbandsversammlung, warum er sich nicht erneut der Wahl zum Verbandspräsidenten stellen könne dahingehend, dass er Ende 2006 aus den Diensten der Robert Bosch GmbH ausscheiden werde, so dass er eine volle Amtsperiode nicht mehr als Präsident zur Verfügung stehen würde.

Nach einer kurzen Vorstellungsrede wurde im ersten Wahlgang Herr Dr. Thomas Menk von der DaimlerChrysler AG als neuer VSW-BW-Präsident gewählt.

Im zweiten Wahlgang wurde Herr Bernd Luithle von der EnBW Kernkraft GmbH zum stv. Präsidenten wieder gewählt.

Das bisherige Vorstandsmitglied, Herr Dr. Karl-Otto Künkele, stellte sich nicht wieder zur Wahl, da er bereits zum 31.12.2002 aus der Hofkammer des Hauses Baden-Württemberg ausgeschieden war.

Die bisherigen Vorstandsmitglieder, die Herren Dr. Hans-Jürgen Reichardt und Ludger Remler, der zusätzlich das Amt des Verbandsschatzmeisters bekleidet, stellten sich einer Wiederwahl, während die Herren Geyer, Grassel und Kuhn zum ersten Mal für die Wahl in den Vorstand des VSW-BW kandidierten.

Nachdem sich auch nach Aufforderung des Wahlleiters keine weiteren Kandidaten zur Wahl stellten, wurden die Herren im dritten Wahlgang erstmals bzw. wieder in den Vorstand des VSW-BW berufen.

Alle in den drei Wahlgängen berufenen sieben Vorstandsmitglieder dankten für das ihnen ausgesprochene Vertrauen und nahmen auf Nachfrage des Wahlleiters ihre Wahl an.

Herr Schweigler dankte dem langjährigen Vorstandsmitglied, Herrn Dr. Karl-Otto Künkele, für seine erfolgreiche und verdienstvolle Vorstandstätigkeit und überreichte ihm als Anerkennung ein Buchpräsent.

Für seine Tätigkeit als Verbandsrevisor seit März 1980 bedankte sich Herr Schweigler bei Herrn Helmstädter für seine ebenso erfolgreiche wie verdienstvolle Revisorentätigkeit und überreichte ihm als Anerkennung ein Weinpräsent. Gleichzeitig stellte er den Mitgliedern der Verbandsversammlung als Nachfolger für Herrn Helmstädter Herrn StB/WP Alfred Strobel vor, der vom Vorstand am 1.4.04 einstimmig als Nachfolger für Herrn Helmstädter zum Verbandsrevisor berufen wurde.

Das langjährige Vorstandsmitglied bzw. der Stellvertreter des Präsidenten, Herr Luithle, dankte im Namen der Vorstandskollegen sowie von allen Mitgliedern der Verbandsversammlung Herrn Schweigler für seine langjährige und äußerst erfolgreiche Tätigkeit als Vorstandsmitglied seit 1980, als Vizepräsident seit 1984 sowie als VSW-BW-Präsident seit 1994. In einem kurzen Abriss ließ er die sehr stark durch Herrn Schweigler geprägte Verbandsgeschichte Revue passieren und wies darauf hin, welch entscheidenden Anteil Herr Schweigler an der so positiven Entwicklung des Verbandes hatte und dass er auch darüber hinaus als ASW-Vorstandsmitglied, ASW-Vizepräsident und als gewählter ASW-Vorsitzender auch auf Bundesebene sehr erfolgreich für die betriebliche Sicherheit gewirkt hat und auch weiterhin wirken werde.

Als kleine Anerkennung für seine hohen Verdienste übergab er Herrn Schweigler zwei Eintrittskarten für die Schwetzinger Schlossfestspiele.

Herr Schweigler bedankte sich bei seinem langjährigen Stellvertreter, Herrn Luithle, seinen langjährigen Vorstandskollegen sowie allen Verbandsmitgliedern ganz herzlich für die jahrelange erfolgreiche und harmonische Zusammenarbeit bzw. Unterstützung in seinem oftmals nicht leichtem Amt als Präsident des VSW-BW. Seinem Nachfolger, Herrn Dr. Menk sowie den weiteren neu in den Vorstand gewählten Mitgliedern wünschte er viel Erfolg für ihre Vorstandstätigkeit und gab der Hoffnung Ausdruck, dass in enger Zusammenarbeit mit den wiedergewählten Vorstandsmitgliedern und dem Team der VSW-Geschäftsstelle der VSW Baden-Württemberg weiterhin das Maß aller Dinge in der Sicherheitsverbände-Landschaft in Deutschland sein möge.

Zu dem Tagungsordnungspunkt „Sonstiges“ lagen keine Wortmeldungen vor, so dass Herr Schweigler um 15:15 Uhr die 36. Ordentliche Mitgliederversammlung des VSW-BW mit Dank an alle erschienenen Mitglieder bzw. Mitgliedervertreter für beendet erklären konnte. Er lud alle Teilnehmer zu dem nach einer Kaffeepause angekündigten Vor-trag - mit anschließender Diskussion - von Herrn Dr. Rudolf Kreutzer vom Allianz Zentrum für Technik GmbH, Ismaning, über das Thema „Neue Bedrohungen stellen für die Unternehmenssicherheit Risiken und Chancen dar - Anregungen für das betriebliche Risikomanagement“ und dem danach geplanten gemeinsamen Imbiss ein.

Öfftl. Teil der 36. Ordentlichen Mitgliederversammlung

Herr Dr. Menk (links)
Dr. Rudolf Kreutzer
Nach Beendigung des nichtöffentlichen Teils war es eine besondere Freude für den neuen VSW-BW-Präsidenten, Herrn Dr. Menk, zahlreiche Ehrengäste wie den Präsidenten der Bundesbank-Hauptverwaltung, Herrn Ergenzinger sowie die Präsidenten des LKA und LfV Baden-Württemberg, die Herren Schürholz und Dr. Rannacher und den Leiter der BND-Verbindungsstelle Baden-Württemberg, Herrn John, begrüßen zu dürfen. Sein besonderer Gruß galt dem Gastreferenten, Herrn Dr. Rudolf Kreutzer vom Allianz Zentrum für Technik GmbH, Ismaning, der mit seinem Vortrag „Neue Bedrohungen stellen für die Unternehmenssicherheit Risiken und Chancen dar - Anregungen für das betriebliche Risikomanagement“ alle Anwesenden mit seinem ebenso brillanten Fachwissen wie seiner fesselnden Rhetorik in seinen Bann zog.

Nach einer abschließenden regen Diskussion dankte Herr Dr. Menk dem Gastreferenten sehr herzlich für seinen ebenso informativen wie nachdenklichen Vortrag und lud alle Teilnehmer zum gemeinsamen Imbiss und weiteren Gedankenaustausch ein.

Vorstand

Im Berichts-/Geschäftsjahr 2004 fanden am 01. April in der VSW-BW Geschäftsstelle und am 19. Juli in der Landesbank Baden-Württemberg Vorstandssitzungen statt.

In der ersten Vorstandssitzung ging Herr Schweigler in seinem Bericht nach einer kurzen Einschätzung über die allgemeine Sicherheitslage Deutschlands bzw. der deutschen Industrie im In- und Ausland auf die Situation unseres ASW-Bundesverbandes ein. Er verwies u. a. darauf, dass die VSW-BW-Mitarbeiterin, Frau Hirsch, ihre Tätigkeit als ASW-Arbeitskreisleiterin für den Bereich Aus- und Fortbildung beendet hat und dass das ASW-Vorstandsmitglied Otto-Gert Krueger als alleiniger Gesamtkoordinator der ASW für dieses Themenfeld künftig agieren wird.

Weitere Themen der Sitzung waren der Jahresabschluss 2003 sowie die damit eng im Zusammenhang stehende 36. Mitgliederversammlung, zu der Dr. Rudolf Kreutzer vom Allianz Zentrum für Technik mit einem interessanten, sicherheitsrelevanten Thema als Gastredner gewonnen werden konnte. Die turnusmäßig anstehenden Vorstandswahlen sowie eine Neubestellung unseres Verbandsrevisors als Nachfolger für Herrn Helmstädter, der die sehr verantwortungsvolle Funktion seit 1980 ausgeübt hat, waren die weiteren zukunftsweisenden Themen dieser Vorstandssitzung.

In der zweiten Vorstandssitzung begrüßte Dr. Menk nach der Neuwahl vom 21. April 2004 die wieder- bzw. neu gewählten Mitglieder des Vorstandes sehr herzlich zur ersten Vorstandssitzung in der neuen Amtsperiode. Er wünschte dem gesamten Vorstand in seiner überwiegend neuen Besetzung weiterhin eine ebenso harmonische wie erfolgreiche Vorstandstätigkeit.

Nach einer Vorstellungsrunde aller Vorstandsmitglieder ging Dr. Menk kurz auf die im Juli in Köln stattgefundene Führungskräftetagung ein und zog hinsichtlich Teilnehmerzahl wie auch Themen- und Referentenauswahl ein positives Resümee.

Im Rahmen einer regen Diskussion verständigte sich das Gremium auf die künftigen Schwerpunkte der Vorstands- bzw. Verbandstätigkeit und befasste sich mit einem neuen Verkaufsangebot des Eigentümers der Verbandsgeschäftsstelle und beschloss einstimmig, das als immer noch deutlich überhöht eingestufte Angebot des Eigentümers/Vermieters nicht anzunehmen.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2004 war es erneut das vorrangige Ziel der Geschäftsführung, durch aktuelle Seminarthemen und Lehrgangsinhalte sowie mittels kompetenter Referenten den Aus- und Fortbildungsbereich des VSW-BW noch weiter auszubauen, um damit über die Mitgliedsfirmen hinaus den Satzungsauftrag „die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Körperschaften in allen für die Wirtschaft wichtigen Fragen des Sicherheitswesens zu beraten und zu betreuen“ noch effizienter erfüllen zu können. Diesem Ziel diente auch die permanente Pflege der VSW-Adressdatenbank, um dadurch den Anteil von Irrläufern bei den Seminareinladungen möglichst gering zu halten. Nachdem seit dem Jahr 2003 die Fachseminare wieder in der kosten- und verkehrsgünstigen Sparkassenakademie Baden-Württemberg durchgeführt werden konnten, war es ebenfalls sehr erfreulich festzustellen, dass der negative Trend bei den Seminarzahlen in 2004 gebrochen werden konnte. Neben rd. 20 % mehr Teilnehmern in der Werkschutzausbildung waren bei den Fachseminaren 16 % mehr Anmeldungen zu verzeichnen; besonders erfolgreich hat sich mit einer Steigerung um rund 50 % die Fortbildung außer Haus entwickelt, was als Indiz dafür gewertet werden kann, dass in die betriebsspezifische Qualifikation des eigenen Personals wieder verstärkt investiert wird.

Aus - und Fortbildungsstatistik

Unterrichtsstunden mal Teilnehmer

Winter-/Fahr(er)training 2004 in Saalfelden

Nachdem uns in den vergangenen Jahren der „Winter-Wettergott“ am Kaunertal-Gletscher nicht hold war, wich der Verband mit seinem Winterfahrtraining erstmals auf eine aus 70 cm dickem Eis bestehende Motorrad-Speedwaybahn bei Saalfelden/Österreich aus.

Ein optimales Quartier – Gut Brandlhof – und fast optimales Eis waren die Grundlagen für ein in jeder Hinsicht gelungenes Fahr(er)training. Auf einer großen Eisfläche wurde unter den strengen Augen unseres Instruktors Helmut Winbeck das Verhalten der sehr unterschiedlichen Fahrzeuge auf eisigem Untergrund ausgiebig getestet. Bremsen, Beschleunigen, Slalom, Ausweichen, Driften u. ä. Fahrmanöver wurden mit und ohne elektronische Fahrhilfen wie ESP oder DSC intensivst geübt, um dadurch ein sicheres Gespür für die Reaktionen des eigenen Fahrzeugs zu bekommen. Die beiden zur Verfügung gestellten Smart Roadster wurden von allen TeilnehmerInnen sehr intensiv auf ihre “Driftfähigkeit“ hin getestet und waren heiß begehrte Versuchsobjekte mit hohem Spaßfaktor. Mit diesen Fahrzeugen wurden auch verschiedene Fahrwettbewerbe hinsichtlich Schnelligkeit und Geschicklichkeit durchgeführt und benotet, wobei Kai-Uwe Wachtmeister vor Bernd Bunk und Frank Lederer als Sieger durchs Ziel fuhren. Alle Teilnehmer waren sich abschließend dahingehend einig, dass nur unter solchen optimalen Bedingungen ein Winterfahrtraining, den erhofften bzw. gewünschten Lernerfolg bringen kann.

VSW-BW-Führungskräftetagung 2004 in Köln

Bereits am Vorabend der diesjährigen Führungskräftetagung traf sich wieder ein Großteil der Teilnehmer zu einer Stadtführung durch die Altstadt Kölns. Unter dem Motto „Köln pur – Histörchen, Originale, Spezialitäten“ wurden die interessierten Teilnehmer unter der Leitung zweier versierter Stadtführerinnen durch die malerischen Gassen nahe des Rheins geführt. Von Karnevalsbräuchen über Kölsch(trink)kultur, Willi Millowitsch und Hänneschen-Theater bis zu den Standbüsten von Tünnes und Schäl gewann man schnell einen Überblick über die kulturelle Vielfalt Kölns.

Am nächsten Morgen wurde die Führungskräftetagung durch den neu gewählten Verbandspräsidenten, Herrn Dr. Thomas Menk, Leiter Konzernsicherheit DaimlerChrysler AG, offiziell eröffnet. Den rund 60 Teilnehmern stellte er ebenso eloquent wie sachkundig seine Thesen eines integrierten Risiko-/Sicherheitsmanagements vor.

Auf großes Interesse stieß die daran anschließende, sehr offene Darstellung der aktuellen Sicherheitslage in der Bundesrepublik Deutschland durch Herrn KD Carsten Voß vom BKA in Wiesbaden. Die Vielzahl der abschließenden Fragen der Teilnehmer und deren umfassende Beantwortung durch den Referenten spiegelte sehr deutlich das hohe Niveau der gesamten Tagung wieder.
Dr. Menk, DaimlerChrysler (links) und KD Voß, BKA (rechts) bei ihren interessanten Vorträgen


Thomas Biere vom Bundesamt für Sicherheit i. d. Informationstechnik (BSI) erläuterte in seinem Beitrag „IT-Security und KonTraG“ die gesetzliche Notwendigkeit und die Anforderungen an ein erfolgreiches IT-Sicherheitsmanagement. Er deckte die größten Schwachstellen – Management und Organisation – auf und wies nach, dass IT-Sicherheit auch bei Kunden und sonstigen Geschäftspartnern eine immer größere Bedeutung erlangen würde.

Anschließend vertiefte Dr. Andreas Abel von der WGZ-Bank dieses brisante Thema anhand zahlreicher praktischer Beispiele aus seinem Bankalltag. Unter der Maxime des wirtschaftlich Machbaren stellte er die täglichen Probleme und Anforderungen der IT-Security einschl. ihrer Bewältigung sehr realistisch dar.

Zum Abschluss des ersten Tages lud der VSW-BW seine Teilnehmer zu einer Schifffahrt auf den Rhein ein. Der Spaziergang zur Anlegestelle erwies sich nach dem vorhergehenden Genuss des italienischen Buffets als sehr der Gesundheit förderlich. Während die Silhouette des Kölner Doms vorbeizog, kreisten die Gespräche der verschiedenen Grüppchen intensiv um die momentanen Sicherheitsbelange der Unternehmen bzw. der anwesenden Führungskräfte.

Der nächste Tag begann mit einer aktuellen Darstellung der Bedrohungslage der Wirtschaft durch Wirtschaftsspionage und Linksextremisten durch die Herren Kesten und Erps vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV). Den beiden Herren gelang es, bei allen Teilnehmern ein lebendiges und nachhaltiges Bild der Arbeit ihrer Behörde zu hinterlassen und ihnen wichtige Hinweise für ihre tägliche Arbeit zu geben.

Thomas Biere vom BSI (oben) und Dr. Abel von der WGZ-Bank (unten) beleuchteten das Gebiet IT-Security
Dr. Klaus Bockslaff von der Verismo GmbH zog die Zuhörer mit den „Herausforderungen und Entwicklungslinien von der Werksicherheit zum Risikomanager“ in seinen Bann. Durch seinen erzählerischen Duktus und sein profundes Wissen ließ er ein

lebendiges und attraktives Bild von der heutigen und zukünftigen Werksicherheit entstehen.

Hartmut Schubert, Security & Safety Officer der Swiss Re Germany AG, referierte über den Umgang mit operationalen Risiken aus dem Blickwinkel der Sicherheit. Am Beispiel des eigenen Standortes und an dem Großschaden World Trade Center vermittelte er allen Teilnehmern sehr anschaulich, wie professionelles Risikomanagement bei einem global agierenden Rückversicherer heute aussieht.

Während Dr. E. von Groote vom Team Psychologie und Sicherheit in seinem Vortrag „psychische und physische Gewalt am Arbeitsplatz und ihre Folgen“ die verschiedenen Gewaltformen in Unternehmen und ihren überaus negativen Einfluss auf die betriebliche Wertschöpfung darstellte, vermittelte der renommierte Arbeitsrechtler Dr. Wesch wertvolle Hinweise und Handlungssicherheit für die täglichen Personalführungsprobleme.

Aufgrund der Vermittlung des BND-Residenten in Baden-Württemberg gelang es dem Verband, Herrn Hildebrandt aus der Zentrale in Pullach für einen Vortrag über die aktuelle Bedrohungslage durch den internationalen Terrorismus zu gewinnen. Herrn Hildebrandt gelang es mit Bravour, die komplizierten und vordergründig undurchschaubaren Zusammenhänge und Netzwerke glasklar und verständlich darzustellen. Der nicht enden wollende Strom der Fragen bewies das große Interesse unserer Teilnehmer.

Wolfgang Weber, Legal Manager Trust & Safety der eBay GmbH, war dank seines sehr informativen und praxisorientierten Vortrages über die immer
die Risikomanager Dr. Bockslaff (links) und Schubert (rechts) bei ihren Ausführungen
größeren Risiken und Möglichkeiten dieser Internet-Plattform ein sehr geschätzter Schlussreferent, den sich keiner der Teilnehmer entgehen ließ.

Anhand der durchweg positiven Teilnehmerresonanz, die sich auch bereits in der erfreulichen Anmeldequote für unsere nächste Führungskräftetagung vom 6. bis 8. Juli 2005 im Residenzschloss in Bamberg widerspiegelt, lässt sich abschließend feststellen, dass es dem VSW-BW auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, eine Fachtagung mit interessanten und ausgewogenen Themen auf die Beine zu stellen, bei der auch der nicht zu unterschätzende gesellige Teil nicht zu kurz gekommen ist.

Der VSW-BW auf der Security 2004 in Essen

Die „Security 2004“ in Essen war die bisher beste Weltmesse für die Sicherheitsbranche – so das Resümee der 911 Aussteller und 40.000 Fachbesucher aus 54 Nationen.

Das internationale Flair der Messe war z. B. deutlich an dem gestiegenen Anteil der Besucher aus Ostasien festzustellen. „Alles, was in diesem Business Rang und Namen hat, war in Essen vertreten“, erklärte der Essener Messe-Geschäftsführer Dr. Henneke. Und so durfte auch die ASW bzw. der VSW-BW in Halle 5 am Gemeinschaftsstand „Informationsverbund Wirtschaftssicherheit“ auf keinen Fall fehlen.

Dank charmanter und gruppenstarker Vertretung durch Frau Hirsch und die Herren Bögel, Encke und Schotzko zog der VSW-BW (wieder einmal) seine Mitglieder – und solche, die es noch werden wollen – auf „seinen“ Stand. Als dem sehr förderlich erwies sich erneut der mitgebrachte schwäbische Trollinger, der Kontaktprobleme gar nicht erst aufkommen ließ.

der stets gut besuchte ASW-/VSW-BW-Stand
Besonders gefragt waren auf der „Security 2004“ Videoüberwachungs- Techniken und neue Lösungen für die Zutrittskontolle bzw. Zeiterfassung; Biometrie-Innovationen betreffend Fingerabdruck, Iris- bzw. Gesichtserkennung fanden ebenfalls außergewöhnliches Interesse. Die VSW-BW-Crew nutzte die Gelegenheit, ausstellende Mitglieder zu besuchen und für den Verband interessante Anbahnungsgespräche zu führen.

Gemeinsame Informationsveranstaltung mit der IHK Region Stuttgart

Zum Thema „Bekämpfung von Fracht- und Lagerdiebstählen“ veranstaltete die IHK Region Stuttgart am 30. März 2004 gemeinsam mit dem VSW-BW eine Informationsveranstaltung mit ca. 60 Teilnehmern. Die vom VSW-BW gestellten Referenten, Jürgen G. Kempf von der Tech Data Europe GmbH, München, und Detlef Prein von der MST GmbH, Ludwigsburg, schilderten den fachkundigen Zuhörern aus den Bereichen Logistik- und Speditionsdienstleistungen sowie Produktions- und Zulieferbetriebe der Automobilindustrie die Gefahren, die für LKWs mit meist sehr kostbarer Ware im In- und Ausland vorherrschen und untermauerten dies mit den im Jahr 2003 entstandenen finanziellen Schäden von ca. 50 bis 60 Mrd. Euro.

Herr Kempf, der für Loss Prevention & Security in seinem Unternehmen verantwortlich ist, legte eindrucksvoll die Risikoschwerpunkte und Zukunftsperspektiven im Bereich Transport- und Lagerdiebstähle dar und wies auf die Wichtigkeit einer Schwachstellenanalyse der Logistikkette hin. Des Weiteren gab er wertvolle Hinweise zur baulichen Absicherung der Lager oder zu mittels GPS oder RFID-Technik abgesicherten Waren.

Weiterhin stellte Herr Kempf die TAPA EMEA Organisation vor. TAPA EMEA ist eine Vereinigung von Sicherheits- und Logistikverantwortlichen von High-Tech-Firmen und deren Geschäftspartnern in der Transportkette, die durch Informationsaustausch, gemeinsame Erarbeitung von Präventivmaßnahmen, Festlegung von Standards und durch Zertifizierung ihren Mitgliedsunternehmen im Kampf gegen Transport- und Lagerdiebstähle zur Seite stehen. Herr Prein als Geschäftsführer der MST GmbH bietet umfassenden Sicherheitsservice, der speziell an die Erfordernisse der Speditionsbranche angepasst ist und alle Bereiche von der Analyse bis zu Ermittlungen von Warendiebstählen umfasst.

Er berichtete von seiner Arbeit als Ermittler in Diebstahlsfällen, die sich über ganz Europa erstrecken.

Zusammenfassend war festzustellen, dass nur präventive Maßnahmen im personellen, organisatorischen und technischen Bereich zu einer Verringerung oder Verhinderung von Fracht- und Lagerdiebstählen führen können.

LKA-Informationsveranstaltung über die Gefährdungslage für VSW-BW-Mitglieder

In enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg und dem Verband fand im LKA am 13. Mai aufgrund der aktuellen Gefährdungslage anlässlich der Vorkommnisse im Irak eine Informationsveranstaltung für die Sicherheitsverantwortlichen der VSW-BW-Mitgliedsunternehmen statt. Die rund 100 Teilnehmer erhielten eine aktuelle Bedrohungs-/Lageeinschätzung, auf deren Basis sie anschließend betriebsspezifisch ihre Sicherheitsmaßnahmen überprüfen bzw. anpassen konnten/können.

Die Lagedarstellung nach den Terroranschlägen von Madrid, u. a. Istanbul sowie der Sachstand der Ermittlungen sollte die Zuhörer in die Lage versetzen, mögliche Faktoren einer Gefährdung in Ihrem Umfeld zu erkennen und richtig einzustufen.

Das große Interesse seitens unserer Mitglieder – so Dr. Thomas Menk, der neu gewählte Präsident des VSW-BW – dokumentierte in überzeugender Weise die ebenso enge wie erfolgreiche Sicherheitspartnerschaft zwischen den Sicherheitsbehörden unseres Landes und dem VSW-BW mit seinen Mitgliedsunternehmen.

Erfahrungsaustauschkreise

Erfa-Kreis-Werkschutzmeister Jahrestreffen 2004

Die Werkschutzmeister des VSW-BW konnten auch in 2004 mit informativen und innovativen Themen bei ihren Erfa-Kreis-Treffen aufwarten. Start des Jahrestreffens im Juli 2004 war die HUGO BOSS AG in Metzingen mit dem Thema „Konzeption für ein Warenhochregallager mit einen Volumen von ca. 36.000 Quadratmetern“.

Brandvermeidung in der Praxis ist eine zentrale Herausforderung, mit der sich der Verantwortliche für Betriebssicherheit und Brandschutz, Herr Lutz Abraham, auseinander zu setzen hat.

Herr Abraham erläuterte das brandschutztechnische System OxyReduct sehr anschaulich anhand einer Präsentation.

Die Besichtigung des Warenhochregallagers, dessen Technikraum, in dem ein Teil der Systemkomponenten des Brandvermeidungssystems OxyReduct untergebracht sind, mit abschließender Diskussionsrunde, schlossen diesen, von Herrn Abraham mit sehr großem Engagement und fachlichem Know-how vorgetragenen Themenbereich ab.

Vom Basislager „Sonnenmatte“ auf der Schwäbischen Alb ausgehend war nach der fachlichen Komponente am nächsten Tag ein Fitnesstest zur „Nebelhöhle“ sowie deren Besichtigung angesagt.

Die Teilnehmer des Werkschutzmeister Jahrestreffens 2004
Herzlichen Dank an die HUGO BOSS AG insbesondere an Herrn Lutz Abraham.
Am nächsten Tag waren ein Fitnesstest zur "Nebelhöle" sowie deren Besichtigung angesagt. Der Rückweg erfolgte über das "Lustschloss Lichtenstein".
Besonderer Dank geht an unsere Kollegen Frank Witt (links) und Wolfgang Schmidt (rechts).


Werkschutzmeister-Erfa-Kreis bei Bosch Sicherheitssysteme GmbH, Stuttgart, am 25. November 2004

Auf Einladung von Herrn Alfred Kuhn, Niederlassungsleiter der Bosch Sicherheitssysteme GmbH, Stuttgart, Vorstandsmitglied des VSWBW, hatte der Erfa-Kreis der Werkschutzmeister die Gelegenheit – integriert in dem Kundenkreis der Bosch Sicherheitssysteme GmbH – an der Messe-Nachlese 2004 teilzunehmen.

Herr Kuhn begrüßte alle Teilnehmer der Messe-Nachlese 2004 im Hause Bosch Sicherheitssysteme GmbH ganz herzlich und eröffnete diese – am neuesten Stand der Technik orientierte – Veranstaltung. Als erster Referent informierte Herr Mangold über die neueste digitale Videogeneration und deren Leistungsmerkmale, wie z. B. Video Jet- Technik.

Herr Landmesser, Spezialist Bereich Managementsysteme, erläuterte die Innovationen der BIS (Building Integration System) wie z. B. Persidio (ELA-Anlage), Payer DECT Systeme, Video Engine, frei gestaltbare Bedieneroberflächen und Listencontrol.

Herr Theilig stellte die neuen Brandmelder FAP 500 (Invisible nach EN 54 Part 7 geprüfte Brandmelder) vor, die sich in sechs verschiedenen Feuertests qualifiziert haben. Diese FAP 500 Brandmelder sind besonders für architektonisch anspruchsvolle Gebäude geeignet, da sie sich plan in den Deckenbereich einfügen. Herr Rateike erläuterte das digitale Sprachevakuierungssystem PLENA, das in verschiedene Lautsprecherzonen unterteilt werden kann und in Einkaufzentren, Stadien, Flughäfen und Schiffen Anwendung findet.

Die reibungslose Organisation war bei Frau Kurfeß und deren Team wie gewohnt in den besten Händen, so dass alle Teilnehmer ein ausnahmslos positives Feedback über den Veranstaltungsablauf zum Ausdruck brachten.

Herzlichen Dank an die Bosch Sicherheitssysteme GmbH, Stuttgart, für diese informative Veranstaltung!

Vortrag von Herrn Landmesser
Herr Theilig
Herr Rateike
Frau Kurfeß


Arbeitskreis der Sicherheitsbevollmächtigten (AK SiBe BW)

Die Frühjahrstagung wurde am 6. Mai 2004 in Herrenberg durchgeführt.

Mehrere Gäste haben eine ganze Palette von sicherheitsrelevanten Themen vorgetragen.

Herr Pohnke, Leiter des Referates ZB3 im BMWA (neue Referatsbezeichnung: VI B 2 – Personenüberprüfung) berichtete über Neuerungen und künftige Bestrebungen im Geheimschutzverfahren. So ist beispielsweise geplant, die Ermächtigungsurkunden in absehbarer Zeit „online" zu handhaben; das BMWA plant ein Pilotprojekt für eine internetfähige, papierlose Geheimschutzverwaltung. Sehr interessant war auch die von Herrn Pohnke initiierte Bestandsaufnahme der Zuständigkeiten für Sicherheitsüberprüfungen in Bund und Ländern und in unterschiedlichen Branchen sowie Bestrebungen zu Vereinheitlichung, effizienterer Gestaltung und gegenseitiger Anerkennung (Luftsicherheit, Sicherheit kerntechnischer Anlagen, Geheimschutz bei Bund und Ländern).

Fester Bestandteil der Tagungen sind die Vorträge von Vertretern des Landesamtes für Verfassungsschutz.

Herr Opfermann erörterte in einem ersten Teil die aktuelle Sicherheitslage (Inland, Links- und Rechtsextremismus, Islamismus, globaler Terrorismus). In einem zweiten Teil schilderte er auf Wunsch des Arbeitskreises die Erkenntnisse über die Aktivitäten fremder Nachrichtendienste zur "Informationsgewinnung" auf eigenem Territorium.

Eine passende Ergänzung hierzu lieferte anschließend Herr Sinzinger von der Münchner Unternehmensberatung "EXICON". Er berichtete außerordentlich kompetent von der Gefahr des Informationsabflusses bei High Tech-Unternehmen mit Projekten oder Niederlassungen im Ausland. Er beließ es jedoch nicht bei den Gefährdungshinweisen, sondern zeigte auch die Möglichkeiten der Prävention und des Krisenmanagements auf.

Im Verlaufe der Tagung wurde eines der letzten im Arbeitskreis verbliebenen Gründungsmitglieder sehr herzlich und mit einem fast wehmütigen Rückblick verabschiedet: Jürgen Bauer von der EADS Ulm (früher AEG) hat sich im Sommer 2004 in den wohlverdienten Ruhestand begeben.

Die Herbsttagung am 28. Oktober 2004 hat aufgrund der zentralen Lage und der sehr angenehmen Rahmenbedingungen wiederum im „Hasen" in Herrenberg stattgefunden.

Neben dem „gewohnten" Bericht zur Sicherheitslage war das LfV mit einem auf den ersten Blick ungewöhnlichen Thema vertreten. Der Begriff „Sozialabbau" war im Laufe des Jahres 2004 im Zusammenhang mit Hartz IV des Öfteren in den Medien aufgetaucht und auch in der Gesellschaft diskutiert worden. Dr. Jung vom LfV schilderte in einem außerordentlich engagierten Vortrag, wie sich die rechtsextremistische Szene diese Diskussion zunutze macht und ihr nationalistisches Gedankengut in scheinbar neue Strategien gegen den "Sozialabbau" verpackt. Mit vielen Einblicken in die Szene und mit praktischem Anschauungsmaterial hat es Dr. Jung verstanden, die Intentionen der rechtsextremistischen Szene in der Gesellschaft sehr eindrücklich zu vermitteln.

Die Informationen des AK-Leiters zum Sachstand beim "Vorbeugenden personellen Sabotageschutz" (vergl. SÜFV) und die anschließende Diskussion ergaben, dass die im Arbeitskreis vertretenen Unternehmen in diesem Prozess keine Probleme haben.

Verschiedene interne Diskussionspunkte und Informationen sowie die Einladung der Fa. Bosch Sicherheitssysteme GmbH, die Frühjahrstagung 2005 in deren Räumlichkeiten in Ottobrunn durchzuführen, haben die Tagung abgerundet.

v. l.: AK-Leiter Bentele, LfV-Vertreter Opfermann bei seinem Vortrag
v. l.: AK-Leiter Bentele, Jürgen Bauer, Werner Finck von der Alcatel SEL AG


Erfa-Kreis Heidenheim – Jahresrückblick

Der Erfa-Kreis Heidenheim traf sich im Jahr 2004 zu drei Veranstaltungen. Den Jahresauftakt machte im April die Bosch Siemens Hausgeräte GmbH in Dillingen an der Donau. Nach der Begrüßung und der Vorstellung des Unternehmens durch den Gastgeber, Herrn Lettenmeier, brach man zu einer eindrucksvollen Werksführung durch die Produktion von Geschirrspülmaschinen auf. Es folgten Vorträge zu den Themen Drogenproblematik in Unternehmen durch Herrn Winter von der eurosec GmbH und IT- und Datenschutz von Herrn Rückert, ebenfalls von der eurosec GmbH.

Die zweite Tagung des Jahres fand im Juli in Geislingen bei der WMF AG statt. Der Gastgeber, Herr Rosenbaum, der in diesen Wochen aus dem aktiven Dienst in den wohlverdienten (Un-)Ruhestand wechselte, nutzte dieses Treffen gleichzeitig als eine Art Ausstand.

Durch die Vorträge von Herrn Wittmann von der DaimlerChrysler AG zum Thema Informations-Schutzkonzept eines Großunternehmens, dem Vortrag von Herrn Fröhlich von der Siemens-Zentrale München zum Thema Brandschutz im Industriebau sowie der Präsentation eines Multi-Observationskoffers durch Herrn Thiele von der Technologie Designe GmbH wurde das Treffen fachlich abgerundet.

Nach nunmehr dreißigjähriger erfolgreicher Leitung des Erfa-Kreises Heidenheim übergab der Erfa-Kreis-Leiter, Herr Robert Regner, das Zepter in die Hände von Herrn Rosenbaum, der von den Anwesenden einstimmig zum neuen Erfa-Kreis-Leiter gewählt wurde. Alle Teilnehmer dankten Herrn Regner an dieser Stelle ganz herzlich für sein jahrelanges hohes Engagement für den Erfa-Kreis. Zum Ausklang des Tages lud Herr Rosenbaum zu einem reichhaltigen Abendessen ein, welches unter dem Stichwort „Ausstand“ dieses Mal „etwas größer“ ausfiel.

Das erste Erfa-Kreis-Treffen unter neuer Leitung und zugleich das letzte des Jahres fand am 6. Dezember 2004 bei der Voith Dienstleistungen GmbH in Heidenheim statt. Der Gastgeber, Herr Rudolf Isenmann, begrüßte die wie immer zahlreich angereisten Teilnehmer und machte sie in seinem Vortrag mit den Aufgaben der weltweit tätigen Firma Voith und der Voith Dienstleistungen GmbH am Standort Heidenheim vertraut.

v. l.: VSW-BWGF Schotzko mit dem „neuen“ und „alten“ Erfa-Kreis- Leiter Rosenbaum und Regner
Herr Gluschke, Geschäftsführer der Viccon GmbH aus Ettlingen, behandelte gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Eurosec GmbH aus Wüstenrot, Herrn Buchzik, in seinem Vortrag das Thema IT-Forensik. Mit Hilfe entsprechender Software lassen sich nach Eingabe aller bekannter Daten und Fakten verschiedenste Zusammenhänge finden und beweisfähig aufbereiten.

Im Vortrag von Herrn Weidner, der für IT-Sicherheit bei Voith verantwortlich ist, ging es um die Schutzmaßnahmen, die das IT-Netz vor Angriffen von Innen und Außen absichern.

Rückblickend auf das Jahr 2004 lässt sich ohne Zweifel feststellen, dass es dem Erfa-Kreis Heidenheim wieder einmal gelungen ist, aktuelle Themen kombiniert mit den Besuchen interessanter Mitgliedsunternehmen durchzuführen. Dies zeigten erneut die stets großen Teilnehmerzahlen.

Werkschutzfachkraft – was kommt danach?

Neue bundeseinheitliche Weiterbildung für Seiteneinsteiger in Sicht

2004 war das Jahr der wachsenden Erkenntnis, dass die Branche womöglich mit dem Wegfall der über 20 Jahre alten Regelung zur Werkschutzfachkraft per 31. Dezember 2005 eine Qualifizierungslücke haben könnte.

Diese Lücke wurde lange Zeit von namhaften Vertretern der Branche und Verbänden nicht gesehen bzw. argumentiert, dass der neu geschaffene Ausbildungsberuf “Fachkraft für Schutz und Sicherheit” der einzig legitime Nachfolger der geprüften Werkschutzfachkraft wäre. Angesichts solcher Statements kann man die Verwirrung nachvollziehen, die solche Äußerungen bewirkten. Mehrmals und intensiv bemühte sich der VSW-BW darum, die Tragweite des Geschehens vielen anderen Beteiligten zu erklären.

Diese Erkenntnis, die schon 2002 auf eine 2006 drohende Lücke hinwies, führte zum Mitwirken des VSW-BW im Expertengremium der IHK Düsseldorf. Im Juli 2003 erließ dann die IHK Düsseldorf die Prüfungsregelung zur „Geprüften Sicherheitsdienstleistungskraft” mit Zustimmung der Arbeitnehmervertreter im Berufsbildungsausschuss. Diese IHK hatte vorausschauend als erste die in 2006 entstehende Qualifizierungslücke erkannt und mit der Pilotregelung ein Prüfungsangebot für Seiteneinsteiger geschaffen, das zwischenzeitlich offiziell Anerkennung gefunden hat.

Wie bei ähnlichen Fällen, wenn der Bedarf an umfassender Qualifizierung in einzelnen Branchen wächst, basieren die bundesweiten Prüfungsregeln auf regionalen Pilot-Rechtsvorschriften.

Der VSW-BW vertritt – wie die ASW – die Ansicht, dass nur eine einzige bundeseinheitliche Lösung bzw. öffentlich-rechtliche Prüfungsvorschrift für die auch künftig zwingend benötigten Seiteneinsteiger existieren sollte und es nicht im Interesse seiner Mitglieder sein kann, dass ein “freier Wettbewerb mehrerer Prüfungsordnungen “ herrscht. Nachdem der AK Weiterbildung des DIHK am 9. März 2005 keine Empfehlung für eine „zweite” Prüfungsvorschrift zur Beschlussfassung in den Berufsbildungsausschüssen für alle IHK’n ausgesprochen hat, wird die Qualifizierungslücke bis 2006 geschlossen werden, indem man sich entweder mit der Arbeitnehmerseite auf eine bundesweite Annahme der „Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft” in den jeweiligen oder einzelnen Berufsbildungsausschüssen einigt oder jede interessierte IHK bundesweit die Rechtsvorschrift “Geprüfte Sicherheitsdienstleistungskraft” für die IHK Düsseldorf prüfen kann, denn diese ist bereits in einem Berufsbildungsausschuss verabschiedet worden und kann somit nicht aufgehoben werden. Man darf gespannt sein, welche Lösung kommt.

Der VSW-BW wird seinen Mitgliedern ab Herbst 2005 auf jeden Fall ein mit der IHK Region Stuttgart abgestimmtes Qualifizierungs- bzw. Prüfungsmodell anbieten, welches den Bedürfnissen aller Beteiligten Rechnung tragen wird.

Beratung

Der Bereich Beratung von Mitgliedsunternehmen – und in immer stärkerem Maße auch von Nichtmitgliedern – gewann im Laufe des Jahres weiter an Bedeutung.

Erkennbare Schwerpunkte waren die Beratungen in den Bereichen Schwachstellenanalyse/Gebäudeabsicherungen sowie IT-/TK-Sicherheit. Die meisten Anfragen erfolgten telefonisch und konnten von den VSW-Mitarbeitern im Verlauf des Gesprächs oder mit einem Rückruf beantwortet werden. Waren die Probleme zu speziell, um von den Mitarbeitern mit ihren eigenen Fachkenntnissen gelöst zu werden, so konnte auf externe Sachverständige zurückgegriffen bzw. die Beantwortung dieser Fragen in Mitgliedsfirmen und/oder den Sicherheitsbehörden recherchiert werden.

Hierbei gilt der Dank des VSW-BW allen Fachleuten aus den Mitgliedsunternehmen und den Sicherheitsbehörden, die ihre Erfahrungen und Kenntnisse dem VSW-BW bzw. anderen Mitgliedsfirmen und sonstigen Ratsuchenden zur Verfügung gestellt haben.

Die finanzielle Entwicklung

Für die VSW-BW-Mitglieder ist die Jahresbilanz und G/V-Rechnung 2004 diesem Geschäfts- und Rechenschaftsbericht beigefügt. Notwendige Erläuterungen dazu und auch die Darstellung der Ergebnisse aus der am 15. März 2005 vorgenommenen Bilanzprüfung erfolgen im Rahmen der 37. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 2. Mai 2005 durch den Schatzmeister, Herrn Ludger Remler, und den Revisor, Herrn WP/StB Alfred Strobel.

Besetzung des Vorstandes seit 21. April 2004

Vorstandsmitglieder
  • Dr. Thomas Menk, Präsident
    DaimlerChrysler AG, Stuttgart
  • Bernd Luithle, Vizepräsident
    EnBW Kernkraft GmbH, Neckarwestheim
  • Wolfgang Geyer
    IBM Central Holding GmbH, Stuttgart
  • Rudolf Grassel
    Infraserv Höchst GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main
  • Alfred Kuhn
    Bosch Sicherheitssysteme GmbH, Stuttgart
  • Dr. Hans-Jürgen Reichardt
    Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart, Stuttgart
  • Ludger Remler (Schatzmeister)
    Landesbank Baden-Württemberg, Karlsruhe/Stuttgart
Revisor
  • Alfred Strobel
    Dipl.-Oec., WP/StB
Ehrenmitglieder
  • Siegfried Hack, (Ehrenpräsident)
    Teckstraße 97, 71696 Möglingen
  • Dr. Werner Britsch
  • Hans-Peter Hummel
    RA Wimar Klein
  • Dr. Ing. Eberhard Merz
  • Dr. Gering Mylius
  • Dr. Gerhard Schmidt
  • Harald Sommer
  • Dieter Utsch