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Rechenschafts- und Geschäftsbericht 2002


überreicht aus Anlaß der Jahresmitgliederversammlung am 08. April 2003

VERBAND FÜR SICHERHEIT IN DER WIRTSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG E.V.

Telefon: (07 11) 95 46 09-0
Telefax: (07 11) 95 46 09-20

Sehr geehrte VSW-BW-Mitglieder,

zu unserer 35. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 8. April 2003 legen wir Ihnen den Rechenschafts- und Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2002 vor.

Wir verbinden damit unseren Dank an Sie für Ihre Unterstützung des Vorstands und der Geschäftsführung zur Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben und Ziele des Verbandes.

Weiterhin danken wir allen Geschäftspartnern und Förderern des Verbandes sowie den Sicherheitsbehörden, die durch eine ebenso enge wie kooperative Zusammenarbeit erneut sehr wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Sicherheit in der Wirtschaft und im öffentlich-rechtlichen Bereich größere Beachtung geschenkt wurde.

Die Sicherheitsverantwortlichen in den Unternehmen und die Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder haben besonnen und angemessen auf die Terroranschläge vom 11. Sept. 2001 in den USA reagiert. Sicherheitskonzepte wurden auf ihre Tauglichkeit im Hinblick auf die neue Dimension der Bedrohung überprüft und ggf. neue, ergänzende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Es bleibt zu hoffen, dass die verstärkten Sicherheitsinvestitionen der Betriebe, insbesondere vor dem Hintergrund einer drohenden Eskalation im Irak und evtl. Auswirkungen auf die inländische Sicherheitslage, sich nicht als Strohfeuer erweisen und der betriebliche Fokus künftig oder weiterhin auf einem sinnvollen Gesamtsicherungskonzept liegt.

Da jedoch baulich/technische Investitionen und organisatorische Maßnahmen allein nicht ausreichen, hat der VSW-BW in enger Abstimmung mit den Sicherheitsverantwortlichen der Mitgliedsfirmen und den Sicherheitsbehörden unter seinem Motto

"Fachwissen und Erfahrung kompetent
und praxisgerecht weitergeben"

auch für dieses Jahr ein umfangreiches Seminar- und Ausbildungsangebot konzipiert. Ihr VSW-BW bittet Sie auch in diesem Jahr weiterhin um Ihre wertvolle Unterstützung.

Vorstand und Geschäftsführung des VSW-BW

Stuttgart, im April 2003


Mitglieder

Am 31. Dezember 2001 hatte der Verband 249 Mitglieder

Im Jahre 2002 kamen dazu

  • ordentliche Mitglieder 8
  • kooperative Mitglieder 23
  • Summe: 31 Mitglieder

280 Mitglieder

Ausgeschieden sind 2002

  • durch Insolvenz 7
  • durch Ausschluss 2
  • durch Austritt 12
  • durch Fusion 0
  • Summe: 21 Mitglieder

Mitgliederstand am 31. Dezember 2002 259 Mitglieder

Wir sind damit in der Bundesrepublik nicht nur der älteste regionale Sicherheitsverband, sondern mit Abstand auch weiterhin der mitgliederstärkste Verband für Sicherheit innerhalb der "Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft e.V." (ASW), Berlin.


34. Mitgliederversammlung

Um 14:00 Uhr eröffnete VSW-BW-Präsident Schweigler am 8. April 2002 die 34. Ordentliche Mitgliederversammlung im Bildungszentrum der IBM Deutschland GmbH, Herrenberg. Neben den 57 anwesenden ordentlichen Mitgliedern - zzgl. 7 Stimmübertragungen - wohnten 12 kooperative Mitglieder der Versammlung bei. Sie verfolgten die Rechenschaftsberichte und beteiligten sich intensiv an der Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung sowie an den weiteren Tagesordnungspunkten.

Ohne den nachfolgenden Berichten der Geschäftsführung und des Schatzmeisters vorgreifen zu wollen, gab Herr Schweigler seiner Freude Ausdruck, der Versammlung zusammenfassend mitteilen zu können, dass erneut ein erfolgreiches Verbandsgeschäftsjahr hinter dem VSW-BW liegen würde.

In seiner Einschätzung zur Gefährdungslage der Wirtschaft führte er aus, dass sie sich in Deutschland objektiv gegenüber dem Vorjahresbeginn in einigen Bedrohungsfeldern verschlechtert, in anderen verbessert hätte. Was sich wesentlich geändert hat, ist das Sicherheitsgefühl, die subjektive Komponente der Sicherheit. Es sei zu konstatieren, dass die deutsche Wirtschaft und ihre Beschäftigten pauschal betrachtet ruhig und besonnen auf die Anschläge reagiert haben. Die nach dem 11. September in den Unternehmen vorgenommenen Sicherheitsüberprüfungen hätten im wesentlichen zu Verbesserungen des Krisenmanagements und vorübergehend zu verstärkten personellen Objektschutzmaßnahmen geführt. Zu einem Boom auf dem Markt für Sicherheitstechnik wäre es nicht gekommen. Dies nicht zuletzt deshalb, weil es in Folge der schlechten konjunkturellen Lage es den meisten Unternehmen an finanziellen Mitteln für sicherheitstechnische Aufrüstungen fehlte. Als positiv wertete er die Tatsache, dass es zu keinen ethnischen Auseinandersetzungen in den multikulturellen Belegschaften deutscher Unternehmen vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen dem westlichen und islamisch-geprägten Kulturraum gekommen wäre.

In seinen weiteren Ausführungen ging er noch auf die anderen Gefährdungspotenziale für die Sicherheit der deutschen Wirtschaft ein und bewertete die Gefahren, die von autonomen Gruppen, Raub- und Diebstahlskriminalität, Vandalismus, Brandschäden, Wirtschaftskriminalität, Korruption und Produktpiraterie ausgehen würden. Zum Abschluss seiner Betrachtungen wies er noch besonders auf die Gefährdungen der betrieblichen IT- und TK-Sicherheit sowie auf die Gefahren der Wirtschafts- und Konkurrenzspionage hin.

Vor dem Hintergrund seiner Funktion als Vorsitzender der ASW wies er darauf hin, dass die ASW im Zuge der Verlagerung des DIHK von Bonn nach Berlin bis Ende 2002 ihre Büroräume aufgeben muss und demzufolge auf der Suche nach neuen Geschäftsräumen in Berlin wäre.

Verbunden mit dem herzlichen Dank für die breite Unterstützung durch die Mitglieder wies er darauf hin, dass nur durch diese Unterstützung die gemeinsamen Sicherheitsinteressen auf den unterschiedlichsten Ebenen eingebracht werden konnten und der betrieblichen Sicherheit in den Vorstandsetagen, der Politik, den Medien und anderen relevanten Gesellschaftskreisen mehr Präsenz und Nachdruck verliehen werden konnte.

Er dankte allen Anwesenden dafür, dass sie als Inhaber oder Vertreter von Unternehmen den Verband unterstützen, weil sie erkannt hätten, dass nur Geschlossenheit der gemeinsamen Sache dienen und einer positiven Lösung zuführen würde.

Vor dem Bericht über die Verbandsaktivitäten ging GF Schotzko mit einem kurzen Rück- und Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Lage unseres Landes ein. Er wies darauf hin, dass nach dem hohen realen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 3,0 % im Jahr 2000 dieser Anstieg in 2001 auf magere 0,6 % abflachte und Deutschland somit zu den Schlusslichtern in der Euro-Zone zählt. Er konnte - wie im Vorjahr - berichten, dass die baden-württembergische Arbeitslosenquote mit 5,6 % die mit deutlichem Abstand niedrigste Quote aller Bundesländer wäre und dass neben dieser Spitzenposition unser Bundesland seit Jahren ebenfalls die niedrigste Kriminalitätsbelastung aufweisen würde.

In 2001 wuchs die Mitgliederzahl um weitere zehn Unternehmen auf insgesamt 249, so dass der VSW-BW weiterhin mit großem Abstand der mitgliederstärkste VSW innerhalb der ASW ist; herausragende Eintritte waren die Swiss Re Germany AG, München, die J. Eberspächer GmbH & Co. KG in Esslingen sowie die European Central Bank in Frankfurt am Main.

der VSW-Vorstand v.l.: Dr. Reichardt, Dr. Künkele, Dr. Müller, Dr. Britsch, Vizepräs. Luithle, Präs. Schweigler, Schatzmeister Remler sowie GF Schotzko und Revisor Helmstädter

der VSW-Vorstand v.l.: Dr. Reichardt, Dr. Künkele, Dr. Müller, Dr. Britsch, Vizepräs. Luithle, Präs. Schweigler, Schatzmeister Remler sowie GF Schotzko und Revisor Helmstädter

Während im Vorstand in personeller Hinsicht keine Veränderungen eintraten - alle im Jahre 2000 auf vier Jahre bestellten Vorstandsmitglieder übten ihr Amt aus - musste innerhalb der Geschäftsstelle ein Nachfolger für Herrn Bögel gefunden werden, der nach über einem Jahrzehnt verdienstvoller VSW-Tätigkeit kürzer treten und nur noch den Werkschutzmeisterkurs, der am 11. Mai 2002 begann, betreuen will. Im Juli 2001 wurde als Nachfolger der gelernte Hotelfachmann Tobias Encke eingestellt, der seit Jahresbeginn 2002 das ebenso umfangreiche wie interessante Aufgabengebiet des Ausbildungsleiters übernommen hat.

In seinem Bericht über die Dienstleistungen des Verbandes wies GF Schotzko darauf hin, dass seit Jahresbeginn 2001 neben der "WIK" allen Mitgliedern nunmehr auch die "KES" übersandt würde. Die jüngste und aktuellste Säule bildet die Benachrichtigung per E-Mail, die unmittelbar nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 vom VSW-BW als erstem und nach wie vor einzigem VSW aufgenommen wurde. BKA-Lageberichte, BSI-Viruswarnungen u. ä. werden nunmehr ohne time-lag an die Sicherheitsverantwortlichen unserer Mitgliedsfirmen auf elektronischem Wege zugeleitet.

Bei den Aus- und Fortbildungsaktivitäten des Verbandes waren sowohl in der Werkschutzausbildung als auch bei Fachseminaren rückläufige Teilnehmerzahlen zu verzeichnen, die sicherlich neben der schlechten konjunkturellen Situation auf niedrige Fluktuationsraten, weiteres Outsourcing in der betrieblichen Sicherheit sowie Unsicherheiten über die weiteren Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten in der Sicherheitsbranche zurückzuführen sind. Im einzelnen führte er die Änderungen zu § 34 a Gewerbeordnung, zu dem in diesem Jahr beginnenden Lehrberuf "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" und zu dem vom DIHK konzipierten "Security & Safety Agent" aus. Er verwies darauf, wie wichtig speziell in diesen Fragen erfolgreiche Verbandsarbeit wäre, da sonst die Politik oder bestimmte Einzelinteressen Regelungen schaffen würden, die sich schädlich auf das Sicherheitsgewerbe und die betriebliche Sicherheit auswirken könnten.

Bezüglich der regionalen und zentralen Erfa-Kreise führte er aus, dass alle Mitglieder noch stärker diese kostenfreien Angebote zum Gedanken- und Informationsaustausch sowie Firmenbesichtigungen nutzen sollten, um damit den eigenen Horizont zu weiten und um eine mögliche Betriebsblindheit zu bekämpfen. Sein spezieller Dank galt in diesem Zusammenhang Wolf Honsel von der ABB Mannheim, der fast zwei Jahrzehnte den Arbeitskreis "Geheimschutz in der Wirtschaft" sehr erfolgreich leitete und am 7.11.2001 das Zepter an seinen Nachfolger, Herrn Bentele von der Dornier GmbH in Friedrichshafen, übergab.

Zum Abschluss warf er noch ein paar Schlaglichter auf die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes, in dem er darauf hinwies, dass neben dem japanischen Fernsehen mit einer Reportage über Echelon und Wirtschaftsspionage, viele Interviews im Nachgang zum 11. September, insbesondere Herr Wittmann zahlreiche Referate zum Thema "IT- und TK-Security" nicht nur eine Woche lang vor jeweils mehreren hundert Besuchern auf der "Systems 2001" in München hielt.

Schatzmeister Ludger Remler, LBBW, bei seinem Rechenschaftsbericht

In seinem Rechenschaftsbericht führte Schatzmeister Remler mit Verweis auf die als Tischvorlage aufliegende Bilanz, Aufwands- und Ertragsrechnung 2001 aus, dass er sich bei der Präsentation des Rechenwerkes so kurz wie möglich halten werde, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass keine bedeutenden Abweichungen zu den Vorjahren zu vermelden wären. Den anwesenden Verbandsmitgliedern konnte er bestätigen, dass die Geschäftsführung im Jahr 2001 sparsam gewirtschaftet hat und dass die finanziellen Entscheidungen des Vorstands gemäß dem Satzungszweck und den steuerlichen Vorgaben unter Berücksichtigung der Gemeinnützigkeit getroffen wurden.

Der Verbandsrevisor, Herr StB Helmstädter, berichtete vor dem Hintergrund der am 21. März 2002 in der Geschäftsstelle stattgefundenen Prüfung, dass die Buchhaltung nach seiner Überzeugung den Grundsätzen der Ordnungsmäßigkeit sowohl formell als auch in ihrer materiellen Aussagekraft vollauf den Anforderungen genügt, die an die Buchhaltung eines Verbandes dieser Art und Größe zu stellen sind. Er bestätigte, dass die Finanzwirtschaft des Verbandes nach wie vor geordnet wäre, die Zahlungsfähigkeit während des ganzen Jahres 2001 gegeben war und dass die Finanzplanung und -überwachung der Geldanlagen sehr sorgfältig und umsichtig erfolgte. Da er auch keine Verstösse gegen die Haushaltsplanung festgestellt habe, empfahl er, der Geschäftsführung und dem Vorstand hinsichtlich des Geschäftsjahres 2001 Entlastung zu erteilen.

Unter Hinweis auf die vorgetragenen Rechenschaftsberichte bat Herr Plattner von der langjährigen Mitgliedsfirma Swarovski & Co., Wattens/Tirol, um Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung für das zurückliegende Geschäftsjahr 2001.

Per Handzeichen erfolgte einstimmig die Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung des VSW-BW für das Geschäftsjahr 2001.

Zu dem Tagungsordnungspunkt "Sonstiges" lagen keine Wortmeldungen vor, so dass Herr Schweigler um 15:40 Uhr die 34. Ordentliche Mitgliederversammlung des VSW-BW mit Dank an alle erschienenen Mitglieder bzw. Mitgliedervertreter für beendet erklären konnte. Er lud alle Teilnehmer zu den nach einer Kaffeepause angekündigten Vorträgen - mit anschließenden Diskussionen - von Herrn Erwin Staudt, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH über das Thema "IT-Sicherheit als Wettbewerbsfaktor" sowie Herrn IBM-Direktor Reinhard Heisler über das Thema "IT-security und business recovery" und dem danach geplanten gemeinsamen Imbiss ein.


Öfftl. Teil der 34. Ordentlichen Mitgliederversammlung

Nach Beendigung des nichtöffentlichen Teils war es eine besondere Freude für Herrn Schweigler, zahlreiche Ehrengäste wie z. B. LfV-Präs. Dr. Rannacher und Landeszentralbank-Vizepräs. Ergenzinger begrüßen zu dürfen. Sein besonderer Gruß galt dem Hausherrn und Vorsitzenden der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH, Herrn Erwin Staudt, der mit seinem Vortrag "IT-Sicherheit als Wettbewerbsfaktor" alle Anwesenden in seinen Bann zog.

Hausherr und IBM-Deutschland-GF Erwin Staudt bei seinem Gastvortrag und unterstützt von Präs. Schweigler in der Diskussion

Hausherr und IBM-Deutschland-GF Erwin Staudt bei seinem Gastvortrag und unterstützt von Präs. Schweigler in der Diskussion

In seiner Einleitung wies er darauf hin, dass IT-Sicherheit nicht erst seit dem 11. Sept. 2001 ein wichtiges Thema wäre, sondern dass die zunehmenden Viren-Schäden - allein durch den "I Love You"-Virus" rd. 8 Mrd. US-$ -, der steigende Vernetzungsgrad der Wirtschaft und der Boom im e-business das Bedürfnis nach Sicherheit immens steigern würden. 30 Mio. Deutsche im Netz, 90 % der dt. Unternehmen hat Internetzugang und jedes Zweite nutzt die Online-Beschaffung, belegen die heutige und künftig noch weit größere Bedeutung des e-business.

Obwohl immer mehr zwischenbetrieblich online abgewickelt wird, haben lediglich 8 % der dt. Unternehmen für e-Security ein eigenes Budget eingerichtet und auch nur rd. ein Drittel besitzen ein systematisches IT-Security-Regelwerk. Insbesondere bei den KMU‘s sieht Herr Staudt noch immensen Nachholbedarf; speziell auch deshalb, weil aufgrund des hohen Vernetzungsgrades unsere Volkswirtschaft nur so sicher sei wie ihr schwächstes Glied.

Seine zentrale Forderung an alle Unternehmen und Behörden war, dass der e-Security sowohl in finanzieller wie auch personeller Hinsicht mehr Bedeutung beigemessen werden müsste, dass Sicherheitsbeauftragte nicht auf der vierten oder fünften Hierarchieebene sitzen dürften und dass die betriebliche Sicherheit - speziell die IT-Sicherheit - zur Chefsache erklärt werden müsste. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dürfe bei den Investitionen in die Security nicht (ein-) gespart werden, da diese enorm zur Vertrauensbildung bei Geschäftspartnern und Endkunden beitragen würden.

Er plädierte dafür, dass bei den Unternehmen das Bewusstsein dafür geschaffen werden müsste, dass die IT-Sicherheit bereits heute ein strategischer Wettbewerbsfaktor ist.

Über einfache Präventionsregeln hinaus - 46 % der Datendiebstähle beruhen auf keiner oder trivialer Passwort-Verschlüsselung - müssten die Unternehmen mittel- und langfristig umfassende Sicherheitskonzepte implementieren, um immer wahrscheinlicher werdende image- und kostenträchtige Schadensfälle zu verhindern.

Ohne dem nachfolgenden Vortrag von Herrn Heisler, "IT-security und business recovery", vorgreifen zu wollen, wies Herr Staudt abschließend darauf hin, dass mit CERT’s - Computer Emergency Response Teams - wie z. B. von IBM Anlaufstellen bestünden, mit deren Hilfe Schäden von vornherein vermieden bzw. im Schadensfall die Systeme schnell wieder aufgebaut würden.

Er erklärte sich auch dazu bereit, mit VSW-Mitgliedsunternehmen auf Geschäftsleitungsebene relevante IT- und e-Security-Themen zu diskutieren.

Nach der anschließenden regen Diskussion dankte Herr Schweigler dem Hausherrn und Gastredner sehr herzlich für seinen ebenso informativen wie offenen Vortrag.


Vorstand

Im Berichts-/Geschäftsjahr 2002 fand am 20. März in der VSW-BW-Geschäftsstelle eine Vorstandssitzung statt, auf der neben dem Bericht des Präsidenten die Themen Jahresabschluss 2001/Haushalts-plan 2002, Personalangelegenheiten sowie die Vorbereitung der 34. Mitgliederversammlung auf der Tagesordnung standen.

In seinem Bericht erläuterte Herr Schweigler ausführlich die Lage der ASW, die insbesondere stark durch den DIHK-Umzug nach Berlin und den damit zusammenhängenden ASW-Personalproblemen tangiert wäre. Er wies darauf hin, dass mehrere Standorte für die ASW-Geschäftsstelle intensiv geprüft würden und dass auch der Rahmen für ein zukunftsfähiges Personalkonzept unseres Bundesverbandes stehen würde.

In einem kurzen Rückblick ging er auf das erfolgreich verlaufene Gespräch des VSW-Vorstands mit den Spitzen der Landessicherheitsbehörden sowie auf das Symposium des Sicherheitsforums Baden-Württemberg am 11. März "Gefährdungslage der Wirtschaft - sechs Monate nach den Terroranschlägen" ein.

Der von GF Schotzko vorgelegte Abschluss weist ein negatives Ergebnis aus, der neben geringeren Teilnehmerzahlen in den Werkschutzlehrgängen und Seminaren hauptsächlich aus dem erhöhten Personalaufwand für die Einarbeitung des Nachfolgers von Herrn Bögel herrührt. Der Abschluss macht auch deutlich, dass die - nach 15 Jahren Beitragsstabilität - auf der letzten Mitgliederversammlung beschlossene Beitragserhöhung notwendig war.

Hinsichtlich der Vorbereitungen für die 34. Mitgliederversammlung konnte GF Schotzko über einen erfreulichen Anmeldungsstand berichten, der sicherlich auch darauf zurückzuführen wäre, dass der IBM-Geschäftsführer, Herr Staudt, als Gastredner gewonnen werden konnte.

Weniger erfreulich war die Beratung und Beschlussfassung über die Ausschlüsse einiger VSW-Mitglieder, die - u. a. aufgrund von Insolvenzverfahren - ihren Beitragsverpflichtungen nicht nachgekommen waren oder aus anderen schwerwiegenden Gründen gem. VSW-Satzung ausgeschlossen wurden.

Jeweils einmal im Quartal unterrichtete der Geschäftsführer den geschäftsführenden Vorstand über die laufende Verbandsarbeit der Geschäftsstelle. Themenschwerpunkte der vier Sitzungen waren die Entwicklungen des Mitgliederstandes, der Finanzsituation und der Lehrgangs- und Seminarbelegungen.


Geschäftsführung

Auch im Geschäftsjahr 2002 war es das vorrangige Ziel der Geschäftsführung, durch aktuelle Seminarthemen und Lehrgangsinhalte und mittels kompetenter Referenten den Aus- und Fortbildungsbereich des VSW-BW noch weiter auszubauen, um damit über die Mitgliedsfirmen hinaus den Satzungsauftrag "die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Körperschaften in allen für die Wirtschaft wichtigen Fragen des Sicherheitswesens zu beraten und zu betreuen" noch effizienter erfüllen zu können. Diesem Ziel diente auch die permanente Pflege der VSW-Adressdatenbank, um dadurch den Anteil von Irrläufern bei den Seminareinladungen möglichst gering zu halten. Dass trotz all der Anstrengungen der Besuch unserer Fachseminare um rd. 15 % rückläufig war, ist sicherlich mit darauf zurückzuführen, dass sowohl bei den Mitgliedsunternehmen als auch im sonstigen privaten und öffentlichen Sektor geringe Fluktuationsraten, Kündigungen und Einsparmaßnahmen dazu führten, dass in den Sicherheitsbereichen bzw. in der dortigen Aus- und Fortbildung gespart werden musste. Inwieweit die kurzfristige Kündigung unserer Seminarkapazitäten in der Sparkassenakademie in Neuhausen a.d.F. diese Situation verschärft hat, kann nicht quantifiziert werden; es ist jedenfalls sehr erfreulich, dass ab dem Jahr 2003 die Fachseminare wieder in der kosten- und verkehrsgünstigen Sparkassenakademie durchgeführt werden können.

Nachdem im Vorjahr in personeller Hinsicht das Augenmerk auf die Nachfolgeregelung für Herrn Bögel gerichtet war und diese große Lücke zum Jahresbeginn 2002 mit Herrn Encke geschlossen werden konnte, bereitete im Berichtsjahr der plötzliche Wechsel des stellv. Geschäftsführers Jürgen Wittmann zur DaimlerChrysler AG mindestens ebenso große Nachfolgeprobleme für den Verband. Herr Wittmann war seit 01.06.98 Seminar- und Organisationsleiter und vom 01.01.02 bis zu seinem Ausscheiden zum 31.07.02 stellv. Geschäftsführer des Verbandes. Darüber hinaus war er ebenso verdienstvoll für unseren ASW-Dachverband als Leiter des Arbeitskreises Aus- und Weiterbildung tätig.

Zur Kompensation dieses ebenso bedeutenden wie überraschenden Verlustes ist es dem Verband gelungen, ab dem 01.07.02 in Frau Christiane Hirsch eine qualifizierte Nachfolgerin zu finden. Frau Hirsch war zuvor als Dozentin/Leiterin Aus- und Fortbildung des VSW-NW in Essen tätig, wo ihr befristeter Arbeitsvertrag aus wirtschaftlichen Gründen nicht verlängert wurde und sie somit für den VSW-BW gewonnen werden konnte. Aufgrund des modifizierten Geschäftsverteilungsplanes ist sie für den Gesamtbereich Werkschutz-Aus- und Fortbildung zuständig; in diesem Zusammenhang wurde sie auch als Nachfolgerin für Herrn Wittmann als ASW-Arbeitskreisleiterin "Aus- und Weiterbildung" einstimmig bestellt.

Dank des nahtlosen personellen Überganges konnte sich der VSW-BW vornehmlich in der Person von Fr. Hirsch ebenso stark wie qualifiziert in die zahlreichen Änderungen im Bewachungsgewerberecht einbringen, um dadurch den berechtigten Interessen/Vorschlägen des Verbandes und seiner Mitglieder in vielen Bereichen Berücksichtigung zu verschaffen. So konnten bei der Neuregelung des § 34a GewO, der neuen Sachkundeprüfung, der Einführung des Ausbildungsberufes "Fachkraft für Schutz und Sicherheit", der auf das Gewerbe spätestens Ende 2005 zukommenden Nachfolgeregelung für die Werkschutzfachkraft-Fortbildung/Prüfung sowie für die anstehende Neuregelung der Werkschutzmeister-Fortbildung deutliche Akzente gesetzt bzw. Änderungsvorschläge eingebracht und umgesetzt werden. Der Verband bittet auch künftig alle Mitglieder um aktive Unterstützung, damit die zahlreichen noch anstehenden Regelungen sach- und fachkundig vom VSW-BW bzw. der ASW begleitet werden können. Insbesondere durch eine erfolgreiche Verbandsarbeit in den verschiedenen Gremien des Bundes und der Länder, des DIHK u.ä. wird es gelingen, praxisgerechte Regelungen und Neuordnungen für das Bewachungsgewerbe und damit auch für die gesamte betriebliche Sicherheit zu finden.

Nachdem der VSW-BW als erster ASW-Regionalverband unmittelbar nach den Terroranschlägen vom 11.09.01 damit begonnen hat, Sicherheitsinformationen per E-Mail an die Mitglieder zu versenden, wird sich der Verband auch in diesem Jahr - vor dem Hintergrund eines drohenden Irak-Konfliktes und anderer damit evtl. im Zusammenhang stehender Aktionen und Bedrohungen - sehr stark auf eine aktuelle und umfassende Informationsversorgung konzentrieren. In der berechtigten Hoffnung, dass der VSW-BW durch die örtlich und personell neu aufgestellte ASW sowie durch die Sicherheitsbehörden des Bundes und des Landes Baden-Württemberg, zu denen ein ausgezeichneter Kontakt besteht, noch umfangreichere und aktuellere Informationen erhält, wird der Verband auch künftig ein ebenso verlässlicher wie wichtiger (Ansprech-) Partner für seine Mitglieder sein.


Zweites Symposium des Sicherheitsforums Baden-Württemberg am 11. März 2002

Weit über 100 Teilnehmer aus Wirtschaft, Verbänden, Forschung sowie allen Bereichen der öffentlichen Verwaltung waren Teilnehmer des Symposiums "Gefährdungslage der Wirtschaft - sechs Monate nach den Terroranschlägen" im Haus der Wirtschaft in Stuttgart.

Die Hauptakteure v. l.: Verfassungsschutz-Präs. Dr. Rannacher, Innenminister Dr. Schäuble, VSW-BW-Präs. Schweigler

Das "Sicherheitsforum Baden-Württemberg - die Wirtschaft schützt ihr Wissen", welches unmittelbar nach dem ersten Symposium auf Anregung von Innenminister Dr. Schäuble im Juni 1999 gegründet worden war, verfolgte auch mit diesem Symposium sein klar definiertes Ziel: der Technologievorsprung der baden-württembergischen Wirtschaft soll gesichert und vor Spionage geschützt werden. Die zentrale Botschaft aller Redner an die Teilnehmer war, dass dies jedoch nur eine Facette eines breit gefächerten Gefährdungspotenzials wäre.

Mit Blick auf die Entwicklung der Institution "Sicherheitsforum Baden-Württemberg" führte der Schirmherr, Innenminister Dr. Schäuble, aus, dass aus einem "Pflänzchen eine Pflanze" geworden sei. Auf den 11. Sept. 2001 eingehend sprach Dr. Schäuble von einer völlig neuen Dimension der Gefährdung. Es müsse im höchsten Maße beunruhigen, wenn Personen völlig unauffällig und angepasst in Deutschland leben und dabei schwerste Straftaten bzw. terroristische Aktivitäten vorbereiten. Ein verstärktes Engagement auf dem Gebiet der Terrorbekämpfung und der Beobachtung des Ausländerextremismus sei von Nöten.

Nicht ohne Stolz konnte er darauf verweisen, dass beim Landesamt für Verfassungsschutz dieser Gefahr durch den Aufbau von Organisationseinheiten mit entsprechend qualifizierten Mitarbeitern Rechnung getragen worden ist und dass im Polizeigesetz für Rasterfahndungen klare Regelungen getroffen worden wären. Es gäbe allen Grund, vor einer trügerischen Ruhe zu warnen.

In seinem Beitrag "Gefährdungslage und Gefahrenpotenziale der deutschen Wirtschaft" ging VSW-BW-Präs. Schweigler auf die zunehmenden Gefährdungen auf die gewerbliche Wirtschaft von innen wie von außen ein. Den Teilnehmern führte er klar vor Augen, dass unsere Unternehmen verstärkte Vorkehrungen gegen Betrug, Daten- und Know-how-Diebstahl, Korruption und andere betriebliche Risiken treffen müssten. Aufgrund der modernen Informations- und Kommunikationstechniken sei das Spionage- und Sabotagerisiko enorm gewachsen und die heutige vernetzte IT-Welt sei einem ständig wachsenden Trommelfeuer von Angriffen durch Hacker und Viren ausgesetzt.

Aufgrund der positiven Gesamtresonanz waren sich alle Mitglieder des Sicherheitsforums Baden-Württemberg einig, dass neben weiteren Symposien das Sicherheitsforum Baden-Württemberg künftig noch intensiver auf den verschiedensten Wegen, wie z. B. im Internet unter "www.sicherheitsforum-bw.de", auf den Schutz der Wirtschaft vor Know-how-Verlusten hinweisen wird.


Aus- und Fortbildungsveranstaltungen

 

1997

1998

1999

2000

2001

2002

Werkschutz-Ausbildung

17.343

13.612

14.391

14.186

12.956

14.440

WS-Meister-
Ausbildung

3.402

8.991

---------

10.530

3.906

10.200

Fortbildung

6.471

5.504

4.524

4.226

4.942

5.400

Fortbildung
außer Haus

8.611

5.986

5.618

6.855

6.374

5.742

Fach-
seminare

1.896

2.968

3.744

4.248

3.776

3.216

(Unterrichtsstunden mal Teilnehmer)


Werkschutzleitertagung des VSW-BW in Dresden

In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, der Perle des Barocks bzw. "Elbflorenz", trafen sich vom 3. - 5. Juli über 60 Werkschutzleiter und sonstige Führungskräfte aus dem Sicherheitsbereich zum jährlichen Führungsseminar des VSW-BW.

Eine Vielzahl der Teilnehmer, zum Teil in charmanter Begleitung der mitgereisten Ehefrauen, trafen sich bereits am Vorabend des offiziellen Seminarbeginns zu einer eindrucksvollen abendlichen Stadtführung, welche uns kompetent und unterhaltsam durch die und an den spektakulären Bauwerken von August dem Starken vorbeiführte. Beeindruckend empfunden wurden insbesondere der Zwinger, die Semperoper und der ebenso rasante wie imposante Wiederaufbau der Frauenkirche.

Im art’otel-Seminarhotel in der Dresdner Innenstadt beeindruckte die Teilnehmer das Gesamtkunstwerk des Künstlers A. R. Penck - das Zusammenspiel der Innenarchitektur mit dem Design aller Zimmer.

Zu Beginn des Seminars zeigte der ASW-Vorsitzende und VSW-BW Präsident, Herr Berthold Schweigler, auf, welch kostenträchtiges und imageschädigendes Thema die Betriebskriminalität für die Wirtschaft ist. Anschließend verabschiedete er Herrn Jürgen Wittmann und dankte ihm für die geleistete Arbeit; zugleich begrüßte er Frau Christiane Hirsch, die vom VSW-NW zum VSW-BW wechselte.

Herr Wittmann informierte zunächst über den neuen Ausbildungsberuf "Fachkraft für Schutz und Sicherheit", wobei sich eine rege Diskussion entfachte, die sich erst im Verlauf der weiteren Informationen durch Frau Hirsch über die Änderungen des § 34a GewO und das Qualifizierungsmodell "Security & Safety Agent IHK" wieder beruhigte.

Nach der Einführung durch den langjährigen VSW-BW-Ausbildungsleiter, Herrn Bögel (stehend), referierte Dr. Jürgen Pampus von der Cognitec Systems GmbH, Dresden, über die verschiedenen Arten der Biometrie sowie deren Vor- und Nachteile. Im Besonderen fand sein Beitrag über die diversen Kombinationsmöglichkeiten und Einsatzgebiete ein reges Interesse bei allen Teilnehmern.

Eindrucksvoll stellte anschließend Prof. Dr. Ralf Brinkmann, GF der GGB-Beratungsgruppe, Stuttgart, die Gefahren des lautlosen Rückzugs von Mitarbeitern in die Verweigerung dar. Welche hohen materiellen und immateriellen Schäden durch innere Kündigungen verursacht werden und welche betrieblichen Präventionsmaßnahmen getroffen werden können, gab allen Anwesenden viele Anstöße, um sich über ihr betriebliches wie auch berufliches Selbstverständnis einige (neue) Gedanken zu machen.

Den krönenden Abschluss des Tages bildete eine abendliche Exklusivführung durch die königliche Schatzkammer, das "Grüne Gewölbe", die von der DWSI-Projektmanagerin, Frau Dr. Feuerstein, ermöglicht bzw. organisiert wurde. Unvergesslich bleiben die über 10.000 Kleinodien mit dem schönsten historischen Juwelenbestand des Kontinents; die unersetzbaren Meisterwerke alter Handwerkskunst fanden die uneingeschränkte Bewunderung aller. Für einige Teilnehmer stand noch als weiteres Kultur-Highlight ein Besuch der Semper-Aufführung "Carmen" auf dem Abendprogramm.

Der nächste Seminartag begann mit einem Referat von Dr. Everhard von Groote über das Management von Kriminalitäts- und Terrorismus-Risiken im Ausland zum Schutz für die dort tätigen Mitarbeiter. In seinem Vortrag beschrieb er sehr praxisnah die Aufgaben der entsendenden Unternehmen - Zusammenarbeit zwischen Personal- und Sicherheitsbereich, Sammeln und Auswerten von Informationen, Vorbereitung der Reisenden, Prävention vor Ort u. a. m. -, die Ziele und Inhalte von Sicherheitstrainings sowie spezielle Problem- und Krisenfälle. In einem weiteren Vortragsteil ging er auf das "Stalking"-Problem ein, dem wiederholten Belästigen oder Verfolgen einer anderen Person, welches als bedrohlich wahrgenommen wird. Formen, Motive, bevorzugte Opfertypen und Auswirkungen des Stalkings auf die Betroffenen wurden von ihm ebenso näher beschrieben.

Ein weiterer Höhepunkt des diesjährigen Führungskräfteseminars war der Besuch der Gläsernen Manufaktur der VW AG. Der Bustransfer zu diesem einzigartigen Werk, in dem die neuen Volkswagen der Oberklasse entstehen, gestaltete sich schon an sich als Erlebnis, da wir die eigens entwickelten Logistikzüge - CarGoTrams - welche zwischen dem Logistikzentrum Friedrichsstadt vor den Toren der Stadt und der Gläsernen Manufaktur just in time pendeln, bewundern konnten.

Die offene, klare und authentische Architektur der Gläsernen Manufaktur hin-terließ bei allen Teilnehmern einen starken Eindruck. Im Eventbereich wurde die Gruppe von Herrn Langer zunächst einmal in das Konzept dieses perfekten Dienstleistungszentrums eingeführt.

Herr Neuse stellte in Vertretung von Herrn Langendörfer das weltweite Corporate Security-Konzept von VW vor.

Anschließend wurden die Teilnehmer in kleinen Gruppen informativ und ergebnisorientiert an den "Phaeton"-Fertigungsbändern entlang geführt, wobei es Herr Langer nicht unterließ, auf die Natriumdampflampen im Außenbereich hinzuweisen, die in einem gelben Spektralbereich arbeiten und somit die Insekten im nahen botanischen Garten nicht stören würden.

Den Abschluss bildete ein mit zahlreichen (Nach-) Fragen gespickter Imbiss in der VIP-Lounge, verbunden mit einem Phaeton-Modell für jeden Besucher als Andenken an diesen tollen Nachmittag.

Nach einer kurzen Regenerationspause im Hotel ging es zu einem weiteren Höhepunkt des Tages: der gemeinsamen Ein-ladung der Volkswagen AG (Vertrieb Sonderfahrzeuge - Herr Altmiks) und des Verbandes in den Sophienkeller im Taschenbergpalais mit opulenter Verköstigung und einer zusätzlichen Überraschung.

Eine gelungene Vorstellung gab uns der "Hofstaat" von August dem Starken in Anwesenheit Ihrer Königlichen Hoheit. Die anwesenden "Frauenzimmer" und "Kavaliere" waren beim Schmausen in den Kasematten begeistert von der Erzählkunst und den Darbietungen der Gaukler und seiner Majestät. Nachdem die Anwesenden unbeschadet an Leib‘ und Seel‘ auch das Dresdner Trichtertrinken überstanden hatten, wurde zum Spaziergang in den Zwinger geladen.

Vor prächtiger nächtlicher Kulisse klagte August der Starke über die nicht beglückende Ehe mit Christiane Eberhardine, woraufhin er sich genötigt sah, in tiefster Depression 364 uneheliche Kinder zu zeugen. Zwar hat er offiziell nur acht zugegeben, aber dass er sich stets auf der Suche nach Zuneigung und Liebe befand, wurde während seiner wundervollen Vorstellung jedem Anwesenden klar. Beschwingt erreichten die Teilnehmer zu späterer Stunde das Hotel und auch heute noch wird gerne über diesen erlebnisreichen Abend berichtet.

Am letzten Seminarvormittag wurden die Teilnehmer von Prof. Dr. Gerrick von Hoyningen-Huene ebenso profund wie verständlich über die rechtlichen Problemfelder in der betrieblichen Sicherheit und Sicherheitsdienstleistung unterrichtet.

Mit eindrucksvollen Fallbeispielen ging er auch dezidiert auf die zahlreichen (Praxis-) Fragen der Zuhörer ein.

Auch außerhalb des eigentlichen Fach- und Rahmenprogramms hatten und nutzten die Teilnehmer die Gelegenheiten zu einem intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch; ob beim gemeinsamen Frühstück, Mittag- u. Abendessen oder beim abendlichen Besuch an der Hotelbar - Gesprächsstoff gab es mehr als genug.

Gestützt auf die Seminarbeurteilungen der Teilnehmer lässt sich feststellen, dass der VSW-BW ein Führungskräfteseminar auf die Beine gestellt hat, das in 2003 - vom 2.-4. Juli im Hotel Hilton in der Goethestadt und zugleich Teil des UNESCO-Weltkulturerbes W e i m a r - nur schwer zu toppen sein wird. Die diesbezüglichen Planungen sind im Gange und erste Anmeldungen liegen bereits vor.


Werkschutz-Ermittler III

Erstmals richtete der VSW-BW einen dritten Teil der Lehrgangsreihe "Werkschutz-Ermittler" aus. Vom 21.-23.10.2002 nahmen 13 Werkschützer an dem Pilotprojekt, das in den Inhalten an die Teile I und II anknüpft, teil. Neben dem Erkennen und Bekämpfen von Korruption und den Grundsätzen der Observation unter Berücksichtigung der rechtlichen Belange und des Betriebsrats wurden den Teilnehmern auch Kenntnisse zur Befragung und dem Ablauf einer Observation vermittelt. Die am zweiten Tag durchgeführte Observationsübung im benachbarten Schwäbisch Hall wurde von den Organisatoren lange und akribisch geplant. Es wurde ein Fall dargestellt, in dem die Ermittler einen Hinweis erhielten, dass dem Leiter des Bauwesens von einer Baufirma private, kostenlose Leistungen und größere Summen Bargeld zugegangen sind und als Gegenleistung immer wieder Aufträge zu Gunsten dieser Baufirma vergeben wurden. Nach Befragung der Mitarbeiter und einigen Ermittlungen fand man heraus, dass eine weitere Geldübergabe bevorstand. Die Teilnehmer observierten die Zielperson über zwei Stunden quer durch Schwäbisch Hall bis zur Übergabe eines Umschlages.

In der im Anschluss an die Observation erfolgten Befragung des Verdächtigen verstrickte er sich immer mehr in Widersprüche und legte schlussendlich ein Geständnis ab.

Am dritten Seminartag wurde auf das Verhalten von Werkschutzmitarbeitern als Zeuge vor Gericht und den Ablauf eines Verfahrens eingegangen. Hierbei wurden die Teilnehmer auch auf die Folgen von eidlicher und uneidlicher Falschaussage und Strafvereitelung hingewiesen.

Nach einhelliger Meinung der Teilnehmer war der erste WS-Ermittler III eine gute Ergänzung zu den beiden ersten Teilen mit hohem Nutzen für die tägliche Werkschutzpraxis.


Winter-Fahrtraining am Kaunertalgletscher in Österreich
nichts ging mehr

Das sichere Beherrschen des eigenen Fahrzeugs auf verschneitem/eisigem Untergrund war das hehre Ziel der Teilnehmer des diesjährigen Winter-/Fahr(er)trainings am Kaunertalgletscher in Österreich. Traumhaftes Wetter und eine malerische Kulisse waren die Basis für erfolgreiche Trainingstage. Auf der eigens für die Zeit des Trainings gesperrten Zufahrtsstraße zum Gletscher wurde unter realen Bedingungen das Bremsen und Ausweichen auf Schnee und Eis geübt. Der kleinste Fehler hätte schnell in den Schneewänden links und rechts der Straße enden können. Auf einem speziell präparierten und für unser Training gesperrten Parkplatz wurde das Kurven Fahren mit höheren Geschwindigkeiten und das Abfangen des ausbrechenden Fahrzeugs trainiert. Der eine oder andere Abfangversuch endete in der Schneewand; Beschädigungen an den Fahrzeugen blieben jedoch aus, so dass alle mit ihren Leistungen zufrieden sein und auf ein lehrreiches Training zurückblicken konnten.




Erfahrungsaustauschkreise

Erfa-Kreis Bodensee

Zu Gast bei Voith Paper Fiber Systems GmbH & Co. KG in Ravensburg

Die Mitglieder des VSW-Erfa-Kreises Bodensee trafen sich am 23. September bei Voith Paper in Ravensburg. Insgesamt 19 Personen aus 12 Firmen nahmen an dem regen Erfahrungs- bzw. Informationsaustausch teil. Schwerpunktthemen waren diesmal die Videoüberwachung von Gebäuden außerhalb des Werksareals sowie das Hausrecht bzw. die Betriebsordnung in einem Firmenpark. Der Leiter der Fabrikplanung von Voith Paper, Herr Sonntag, begrüßte die Teilnehmer in Ravensburg und stellte über Voith Paper hinaus den gesamten Voith-Konzern vor. Die digitale Videoüberwachung und -speicherung eines Verwaltungsgebäudes mit komplexer Außenarchitektur war anschließend Thema des Vortrages von Herrn Springer vom Voith Werkschutz in Ravensburg. Während die Bedienung der Videoüberwachungsanlage vom Objektleiter Raithel der beauftragten Sicherheitsfirma WSH, Singen, erläutert wurde, beantwortete Herr Konstanzer von der Errichterfirma der Videoanlage technische Detailfragen.

Danach wurde in der Teilnehmerrunde über die Themen Hausrecht und Kostenverrechnung der Werkschutzdienste in einem Firmenpark ausführlich diskutiert und die von den Teilnehmern gemachten Erfahrungen ausgetauscht. Den Abschluss bildete auch diesmal ein gemeinsamer Imbiss, zu welchem der Gastgeber Voith Paper eingeladen hatte.

Erfa-Kreis Stuttgart

Im Jahr 2002 trafen sich die Teilnehmer des Erfa-Kreises Stuttgart zu zwei Veranstaltungen.

Im Frühjahr folgten rund 50 Teilnehmer der Einladung des Sicherheitschefs der Porsche AG, Herrn Benne, zu einem Betriebsbesuch und zu einem Erfahrungsbericht über das brisante Schwerpunktthema "Betriebskriminalität". Hintergrund war ein von ihm und seinen Mitarbeitern in enger Zusammenarbeit mit der Polizei aufgedeckter Seriendiebstahl von Porscheteilen von hohem Wert durch eigene Mitarbeiter. Seine ebenso offenen wie alle Teilnehmer schockierenden Ausführungen machten eindrucksvoll deutlich, wie wichtig und richtig es für alle Unternehmen ist, den Focus der betrieblichen Sicherheit auch auf kriminelle Innentäter auszurichten. Eine die Herzen aller Autofahrer höher schlagende Werksführung sowie ein ebenfalls sehr eindrucksvoller Besuch des Porschemuseums rundeten einen sehr gelungenen Nachmittag ab.

Eine ebenso beeindruckende wie explosive Vorstellung bzw. Vorführung bot die Mitgliedsfirma Haverkamp auf dem Gelände des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in Böblingen. Sicherheitsscheiben und -folien wurden beschossen und mit Sprengsstoff, Stahlkugeln, Axt und Vorschlaghammer malträtiert und auf diese Weise sehr eindrucksvoll der Beweis angetreten, dass die hohen theoretischen Widerstandswerte auch im harten Praxistest Bestand haben.

Haverkamp-Mitarbeiter Reisinger schwingt die Axt
fliegende Stahlkugeln
Nichts ist überzeugender als der praktische Beweis


Erfa-Kreis Überregional bei der Volkswagen AG in der Autostadt in Wolfsburg

Zu einer eindrucksvollen Präsentation lud die Volkswagen AG die Teilnehmer des Erfa-Kreises Überregional in die Autostadt nach Wolfsburg ein.

Der neue VW-Passat mit einer B 4-Panzerung, leistungsstarkem W 8-Motor und Allradantrieb war einer der Hauptgründe für die freundliche Einladung nach Wolfsburg.

Der nach außen hin unscheinbar wirkende "Panzerwagen" ist mit durchschusshemmenden Materialien und Scheiben so abgesichert, dass ein Angriff mit Äxten und großkalibrigen Handfeuerwaffen aussichtslos ist. Auf Grund der leichten Bauteile und dem leistungsstarken Motor ist der Fahrspaß ungetrübt, wovon sich auch die Teilnehmer des Erfa-Kreises bei einer Probefahrt selbst überzeugen konnten.

Bei der Führung durch die Autostadt mit ihren verschiedenen Pavillons und automobilen Inszenierungen von international renommierten Künstlern, Architekten, Filmemachern und anderen konnte eine Mischung aus Museum und Multimedia-Center, aus Expo und Parklandschaft bewundert werden.

Beim geselligen Beisammensein in der Hotelbar des Ritz Carlton konnte man den eindrucksvollen Tag Revue passieren lassen.

Wir danken nochmals der Volkswagen AG und insbesondere Herrn Altmiks für die herzliche Einladung und Gastfreundschaft.

Erfa-Kreis-Werkschutzmeister (WSM-BW)

Jahrestreffen des ERFA-Kreises
Werkschutzmeister Baden-Württemberg

vom 12.-14. 07. 2002 in St. Martin/Pfalz und bei der
BASF AG in Ludwigshafen

Der erste Höhepunkt des Jahrestreffens war eine knapp zweistündige Ortsführung durch die 2000-Einwohner-Gemeinde St.Martin, welche hauptsächlich vom Tourismus und Weinbau lebt. Geführt wurde unsere Gruppe von Frau Kienle vom Fremdenverkehrsbüro St.Martin, die eindrucksvoll im Pfälzer Dialekt und großer Lockerheit spannende und zugleich lehrreiche Einblicke in ihre Heimat lieferte.

Frau Kienle beendete ihre Ausführungen exakt vor der Weinkellerei Ludwig Schneider "Altes Schlößchen", in dem eine Weinprobe im rustikalen Gewölbekeller auf dem weiteren Programm stand. Herr Schneider jun. führte durch die über 2-stündige Weinprobe der gehobenen Qualität.

Humorvoll und mit ausgezeichneter Sachkenntnis erklärte er dem "meisterlichen" Besuch, worauf bei der Verkostung der einzelnen "Tröpfchen" im Besonderen zu achten sei.

Auf Schusters Rappen ging es dann in Richtung Hotel zur Stärkung der Teilnehmer. Mit regenerierten Kräften marschierten wir im Anschluss zum "Haus am Weinberg", wo in der neu gestalteten Pergola just an diesem Wochenende (welch schöner Zufall) das höchstgelegene Weinfest der Pfalz im Gange war.

Auf dem Heimweg erschallte unter anderem auch der zwischenzeitlich untrennbar zum Jahrestreffen gehörende Song "Tante Frieda" über den Dächern von St. Martin.

Nach dem Frühstück wurde am Samstagmorgen nochmals die Weinkellerei Schneider besucht, um die eine oder andere Kiste Wein käuflich zu erwerben und damit zahlreiche Weinkeller in Baden-Württemberg zu bestücken.

Um 10:00 Uhr fiel der Startschuss für die in diesem Jahr rd. 15 km lange Tour durch den sehr schönen Pfälzerwald. Nur das Wetter spielte uns mit dem einen oder anderen kleinen Schauer einen Streich.

Die Strecke führte uns von "St. Martin" über die "Kopsburg" zur "Nellohütte", wo eine herzhafte Wanderverpflegung in Form eines deftigen Erbseneintopfes sowie weiterer Spezialitäten der Pfalz vorbereitet waren. Von dort ging es weiter zum Aussichtspunkt "Ludwigsturm", dann weiter zur "Rietburg" mit Blick über die Rheinebene. Eine Seilbahnfahrt erleichterte uns den Abstieg, bevor es wiederum über die Kopsburg zurück nach St. Martin ging.

Zwischenzeitlich waren weitere Teilnehmer im Hotel in St. Martin eingetroffen, von denen wir Herrn Manfred Bauer, Fa. Bosch Rexroth aus Lohr am Main als ersten "Nicht-Stuttgarter Meisterkollegen" im ERFA-Kreis begrüßen durften.

Wir wünschen uns, dass ihm weitere Kollegen aus anderen Bundesländern folgen und den Weg in den derzeit wohl einzig aktiven ERFA-Kreis der WSM bundesweit finden.

Beim Abendessen sowie dem anschließenden gemütlichen Beisammensein starteten angeregte Diskussionen, wobei in der Hauptsache der kurz vor der Einführung stehende neue Ausbildungsberuf "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" diskutiert wurde.

Am Sonntagmorgen mussten alle Teilnehmer zu fast unchristlicher Zeit aus den Federn, da die Besichtigung der Werkfeuerwehr sowie des Werkschutzes im Hause "BASF Ludwigshafen" auf dem Programm standen.

Um 9:30 Uhr trafen alle am Tor 12 der BASF ein. Hier wurde unsere Gruppe durch weitere Teilnehmer verstärkt. Die Anwesenden konnten hierbei erstmals auch die neue Aus- u. Fortbildungsleiterin des VSW-BW, Frau Hirsch, begrüßen. Sie übernahm das Aufgabengebiet von Herrn Wittman, welcher beruflich mittlerweile zu DaimlerChrysler wechselte.

Erster Besichtigungspunkt war die Feuerwache Nord W 300. Dort begrüßte uns Herr Grau von der Werkfeuerwehr der BASF. Herr Grau, welcher durch den anwesenden Wachabteilungsführer, Herrn Hofmann, verstärkt wurde, informierte die Gruppe bestens über die Tätigkeitsfelder der Werkfeuerwehr. Im speziellen informierte er uns auch über den dort stationierten "Turbolöscher", ein Spezialfahrzeug, das mit zwei Alphajettriebwerken bis zu 7000 Liter Wasser fein zerstäubt auf ein Schadenfeuer größeren Ausmaßes abgeben kann.

Die interessierten Kollegen deckten die Herren Grau und Hoffmann mit fachlichen Fragen ein, was auf Seiten der Gastgeber sehr positiv aufgenommen wurde.

Ein Einblick in die Einsatzleitstelle Z 70 rundete den Besichtigungsteil der Werkfeuerwehr BASF ab.

Im Anschluss daran übernahm Herr Otto-Gert Krüger, Leiter des Werkschutzes im Hause BASF Ludwigshafen, unsere Gruppe und lud uns zu einer "Stärkung" ein.

Dies erfolgte in Form eines "Brunches" im Gästehaus der BASF, welches kulinarisch wirklich keine Wünsche offen ließ.

Frisch gestärkt informierte Herr Krüger über das Sicherheitskonzept der BASF und lud zur Besichtigung der Sicherheitszentrale ein, in der u. a. auch die Notfalltelefone für Mitarbeiter weltweit auflaufen. Die Ausführungen von Herrn Krüger ermöglichten einen umfassenden Einblick in die Sicherheitsstruktur dieses weltweit tätigen Unternehmens. Er untermauerte seine Ausführungen durch einen abschließenden Vortrag, in dem er Zahlen und Fakten aus seinem Verantwortungsbereich präsentierte.

Der ERFA-Kreis WSM-BW bedankt sich auf diesem Wege nochmals ganz herzlich bei allen Verantwortlichen im Hause BASF, die uns diese wirklich nicht alltäglichen Einblicke und Informationen ermöglichten.


Übergabe einer Einbruch-/Brandmeldeanlage an den VSW-BW
v. l. Herren Schweigler, Kuhn, Gundlach, Schotzko, dahinter WS-Meister Gültig
Azubi Prinke bei der Vorstellung seines Projekts

Herr Gundlach, Vertriebsleiter Stuttgart der Bosch Sicherheitssysteme GmbH, unterstützte die Idee des Leitungsteams des Werkschutzmeister-Erfa-Kreises, EMA-/BMA-Anlagen der neuesten Generation (LSN-Technik) in der VSW-Ausbildung für den Werkschutz einzusetzen.

Die Umsetzung dieser Idee wurde in der Ausbildungsabteilung der Bosch Sicherheitssysteme GmbH durch die Informationselektroniker des II. Lehrjahres, die Herren Götz Prinke und Thomas Schmid, innerhalb einer Kalenderwoche als Projektarbeiten verwirklicht.

Außerdem erklärten die zwei AZUBIS beide Anlagen bei der Übergabe den Anwesenden in allen Funktionen mit sehr gutem technischen Hintergrundwissen und ohne Scheu vor dem anwesenden Publikum. Hierfür nochmals besonderen Dank seitens des VSW-BW.

VSW-Präsident Schweigler und GF Schotzko bedankten sich im Namen des Verbandes ebenfalls herzlichst bei den Herren Alfred Kuhn, Niederlassungsleiter Stuttgart der Bosch Sicherheitssysteme GmbH, und Gundlach, die die Umsetzung der Idee mit hohem Engagement voran getrieben haben und dem VSW-BW damit modernste Sicherheitstechnik für die Ausbildung zur Verfügung stellen.

Die Anlagen werden in verschiedenen Aus- und Fortbildungslehrgängen eingesetzt und leisten dadurch einen wertvollen Beitrag zur Qualitätssteigerung der Ausbildung.

Am 3.12. fand das letzte ERFA-Treffen der WS-Meister in 2002 auf Einladung von Herrn Schweigler bei der Robert Bosch GmbH in Stgt.-Feuerbach statt. Schwerpunktthema diesmal war die "Betriebssicherheitsverordnung". Dipl.-Ing. Köttner von der Denios AG referierte über die Anforderungen bei der Planung eines Gefahrstofflagers.

Das Leitungsteam bedankt sich bei allen Referenten, die zum Gelingen der ERFA-Treffen beigetragen haben. Ebenso ein Dankeschön an alle aktiven TeilnehmerInnen des ERFA-Kreises WSM des VSW-BW.


Der VSW-BW auf der Security in Essen

Am 8. Oktober 2002 öffnete die mittlerweile 15. SECURITY 2002 ihre Pforten. Traditionell begann der die Messe begleitende Fachkongress wieder einen Tag früher, am 7. Oktober 2002.

Zum ersten Mal gab es in Halle 5 den Gemeinschaftsstand "Informationsverbund Wirtschaftssicherheit", an dem die ASW, das BSI, der SecuMedia Verlag und der BDD ebenso professionelle wie neutrale Antworten auf alle wesentlichen Fragen der Sicherheit gaben.

die "Tragenden Säulen" des ASW-Standes
in lockerer Runde v. l. ASW-Vorsitzender Schweigler, VW-Sicherheitschef Langendörfer mit Gattin, VSW-BW-GF Schotzko

Mit 37.000 Fachbesuchern war die Messe wie immer sehr gut besucht, was sich auch am "Belagerungszustand" unseres Standes widerspiegelte. Als einziger ASW-Regionalverband hatte Baden-Württemberg eine ständige Präsenz mit Frau Hirsch, Herrn Schotzko und Herrn Encke. Herrn Schweigler als Präsident des VSW-BW und Vorsitzender der ASW sowie einigen seiner ASW-Vorstandskollegen boten sich eine Vielzahl interessanter Gesprächsmöglichkeiten.

Nicht nur wegen des mitgebrachten schwäbischen Trollingers, des Schwarzbiers des VSW Thüringen und der von Securitas gesponserten charmanten Standbetreuung, sondern auch wegen der Qualität der Kontakte und Gespräche, entpuppte sich unser Stand als wahrer Publikumsmagnet. Unter unseren Besuchern waren mehr als 75 % Unternehmer oder Führungskräfte wie z. B. Abteilungs-, Betriebs- oder Behördenleiter. Auch durch die vielseitigen Gesprächskontakte zeichnete sich die momentane besondere Dynamik des Sicherheitsmarktes ab: zahlreiche Firmen kooperieren, einige werden aufgekauft und verlieren ihre Selbstständigkeit.

Alle Beteiligten freuen sich bereits auf die nächste Security in Essen, die vom 5.-9.10.2004 stattfindet.


Gremien-Aktivitäten des VSW-BW auf Bundesebene

Im Verlauf des Berichtsjahres agierte der VSW-BW auf Bundesebene in den verschiedensten Beratungs- und Entscheidungsgremien. Hier wurden unter Mitwirkung des VSW-BW in vielfältigster Weise tiefgreifende Richtlinien und rechtliche Rahmenbedingungen für die Sicherheitsdienstleistungsbranche, das Bewachungsgewerberecht und die Qualifizierung des Werkschutzpersonals festgelegt.

In den folgenden Gremien vertrat der VSW-BW durch die personelle Freistellung von Frau Hirsch in ihrer Funktion als ASW-Ausbildungsleiterin nicht nur die Interessen seiner Mitglieder:

  • zweiter Bundesvorsitz im Prüfungsaufgabenerstellungs-Ausschuss der Sachkundeprüfung gem. § 34a GewO
  • Mitgliedschaft im VdS-Prüfungsausschuss zur Prüfungsordnung VdS 2237 (PA 2237) bzgl. der Prüfungen zur L-NSL-FK und NSL-FK
  • Mitgliedschaft im VdS-Koordinierungsausschuss Qualitätsstandards für Sicherheitsdienstleistungen (KA QSDL)
  • Vorsitz der ASW-Aus- und Fortbildungs-Arbeitsgruppe
  • Mitgliedschaft im Arbeitskreis Staatlicher Berufsschulen "Fachkraft für Schutz und Sicherheit/Arbeitskreis Lehrplan"
  • Mitglied im Arbeitskreis Fachkraft für Schutz und Sicherheit (Zwischenprüfung) der IHK-Gemeinschaftsstelle für bundeseinheitliche kaufmännische Abschluss- und Zwischenprüfungen
  • Mitgliedschaft in der Arbeitsgruppe Rechtsverordnung "Meister Schutz und Sicherheit" Kuratorium der Deutschen Wirtschaft/ BiBB/BMWI
  • Mitgliedschaft in der Arbeitsgruppe Rahmenplan "Meister Schutz und Sicherheit"
  • Mitgliedschaft im Lenkungsausschuss Pilotprojekt Weiterbildungsberatungs- und Qualitätsringsystem in der Sicherheitsbranche des bmb+f (Bundesministerium für Bildung + Forschung)

Neue Vorschriften im Bewachungsgewerbe

Wer das Leben oder Eigentum anderer Personen gewerbsmäßig überwacht, muss seit dem 1.1. bzw. 15.1.2003 neue Vorschriften beachten. Eingeführt wurden eine neue Sachkundeprüfung sowie weitere Pflichten, die sich auf Betriebsablauf und Personaleinstellung auswirken.

Erst im April 1996 wurden die Unterrichtungen für die Unternehmer und das Bewachungspersonal eingeführt. Die erneute Verschärfung der Vorschriften konnte zwar im Vergleich zu den ursprünglich geplanten Veränderungen abgemildert, jedoch nicht verhindert werden. Sie wird mit den gestiegenen Anforderungen im Bewachungsgewerbe begründet. Die Unterrichtungen wurden verlängert und eine neue Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe eingeführt.

Neu eingeführt: Sachkundeprüfung

Personen, die bestimmte Bewachungstätigkeiten ausüben, müssen grundsätzlich die neue Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe absolvieren. Die Einführung der Prüfung wird damit begründet, dass die Bewachungstätigkeiten vor allem im öffentlichen Bereich ausgeführt und an gestiegene qualitative Anforderungen angepasst werden. Mit der Sachkundeprüfung weist die Wachperson die entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten nach. Die Sachkundeprüfung ist zukünftig Bedingung für Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr (z. B. sog. Citystreifen), zum Schutz vor Ladendieben (Einzelhandelsdetektive) und zur Bewachung im Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken (Türsteher).

Von der Sachkundeprüfung sind befreit:
  • Personen, welche die Laufbahnprüfung für den mittleren Polizeidienst, Bundesgrenzschutz, mittleren Justizvollzugsdienst oder für die Feldjäger in der Bundeswehr erfolgreich absolviert haben,
  • Absolventen der neuen Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit, die geprüften Werkschutzfachkräfte und Werkschutzmeister,
  • Bewachungspersonal, das praktische Erfahrungen vorweisen kann. Dies sind Personen, die am 1.1.2003 seit mindestens drei Jahren befugt und ohne Unterbrechung im Bewachungsgewerbe tätig sind.
IHK’n nehmen Prüfung ab

Wer jedoch am Stichtag 1.1.2003 weniger als drei Jahre tätig war oder nur mit Unterbrechungen, der muss bis zum 1. Juli 2005 den Nachweis der erfolgreich abgelegten Sachkundeprüfung vorlegen, wenn er in den drei genannten Bereichen weiterhin tätig werden will.

Personen, die seit dem 1.1.2003 Bewachungstätigkeiten zum ersten Mal absolvieren, benötigen die Sachkundeprüfung sofort. Dieses Personal muss vor der ersten Bewachungstätigkeit als Citystreife, Einkaufspassagenstreife, Einzelhandelsdetektiv, Diskothekentürsteher etc. die Sachkundeprüfung bestanden haben.

Die Sachkundeprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung und wird von den Industrie- und Handelskammern abgenommen. Die Vorbereitung zur Sachkundeprüfung kann durch die Teilnahme an Vorbereitungskursen, die auch der VSW-BW anbietet, oder durch Selbststudium erfolgen; die Prüfung darf wiederholt werden.

Der Unternehmer muss prüfen, ob er Personal in den Tätigkeitsbereichen, die der Sachkundeprüfung unterliegen, einsetzt und ob sein Personal die erforderlichen Voraussetzungen mitbringt. Auftraggeber
sollten diese schriftlich im Dienstleistungsvertrag fixieren. Die Voraussetzungen müssen erfüllt sein, bevor der erste Einsatz erfolgt. Auch der Unternehmer benötigt die Sachkundeprüfung, wenn er selbst Bewachungsaufgaben in den drei Bereichen ausüben will. Befreiungen und Übergangsfristen werden wie beim Personal gehandhabt.

Prüfungsstoff der Sachkundeprüfung
  • Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschl. Gewerbe- und Datenschutzrecht,
  • Bürgerliches Gesetzbuch,
  • Straf- und Strafverfahrensrecht einschl. Umgang mit Waffen,
  • Unfallverhütungsvorschriften Wach- und Sicherheitsdienste,
  • Umgang mit Menschen, insbesondere Verhalten in Gefahrensituationen und Deeskalationstechniken in Konfliktsituationen und
  • Grundzüge der Sicherheitstechnik.

In der mündlichen Prüfung wird der Schwerpunkt - neben den genannten Sachgebieten - auf das Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich Gewerbe- und Datenschutzrecht und den Umgang mit Menschen, insbesondere Verhalten in Gefahrensituationen und Deeskalationstechniken in Konfliktsituationen gelegt.

Mehr Unterrichtsstunden

Die Unterrichtungen wurden seit dem 15.1.2003 deutlich verlängert. Das Bewachungspersonal muss an mindestens 40 Unterrichtsstunden (bisher 24), Gewerbetreibende an mindestens 80 Unterrichtsstunden (bisher 40) teilnehmen. Datenschutzrecht ist von nun an auch beim Bewachungsgewerbe Unterrichtsstoff. Die Bereiche Umgang mit Menschen, das Verhalten in Gefahrensituationen und Deeskalationstechniken in Konfliksituationen werden deutlich intensiver behandelt.

Keinen Unterrichtungen müssen sich unterziehen:
  • Personen, die von der Sachkundeprüfung befreit sind,
  • Personen, welche die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe erfolgreich absolviert haben,
  • Bewachungspersonal, das sich selbstständig machen möchte, wenn es zuvor die Unterrichtung für das Personal absolviert hat und seitdem eine mindestens dreijährige ununterbrochene Bewachungstätigkeit nachweisen kann.
Weitere Pflichten

Neu sind die Verschärfung der Zuverlässigkeitsprüfung und die Erweiterung der Anwendbarkeit des Bundesdatenschutzgesetzes. Bewachungspersonal, das Kontrollgänge durchführt oder als Türsteher in einer Diskothek eingesetzt wird, muss künftig gut sichtbar ein Namensschild tragen, das alternativ eine Kennnummer sowie den Namen des Gewerbetreibenden enthält. Künftig kann das Gewerbeamt dem Unternehmer die Beschäftigung von unzuverlässigem Personal untersagen; dazu erhält es Informationen über bestimmte strafrechtlich relevante Aspekte (Anklageerhebungen, Verurteilungen etc.) durch Mitteilungen der Staatsanwaltschaften und Gerichte.

Quellen:
  • Gesetz zur Änderung des Bewachungsgewerberechts vom 26.7.2002, Bundesgesetzblatt Teil I S. 2724 ff. (www.bundesgesetzblatt.de).
  • Gesetz zur Änderung der Gewerbeordnung und anderer gewerberechtlicher Vorschriften, Bundesgesetzblatt Teil I vom 30.8.2002, S. 3412 ff. (www.bundesgesetzblatt.de)
  • Waffenrechts-Neuregelungsgesetz, eine Zusammenfassung der anstehenden Änderungen ist unter www.bmi.bund.de, Stichwort: "Waffenrecht" abrufbar.

Beratung

Der Bereich Beratung von Mitgliedsunternehmen - und in immer stärkerem Maße auch von Nichtmitgliedern - gewann im Laufe des Jahres weiter an Bedeutung.

Erkennbare Schwerpunkte waren die Beratungen in den Bereichen IT- und TK-Sicherheit sowie Gebäudeabsicherungen.

Die meisten Anfragen erfolgten telefonisch und konnten von den VSW-Mitarbeitern im Verlauf des Gesprächs oder mit einem Rückruf beantwortet werden. Waren die Probleme zu speziell, um von den Mitarbeitern mit ihren eigenen Fachkenntnissen gelöst zu werden, so konnte auf externe Sachverständige zurückgegriffen bzw. die Beantwortung dieser Fragen in Mitgliedsfirmen und/oder den Sicherheitsbehörden recherchiert werden.

Hierbei gilt der Dank des VSW-BW allen Fachleuten aus den Mitgliedsunternehmen und den Sicherheitsbehörden, die ihre Erfahrungen und Kenntnisse dem VSW-BW bzw. anderen Mitgliedsfirmen und sonstigen Ratsuchenden zur Verfügung gestellt haben.

Die finanzielle Entwicklung

Für die VSW-BW-Mitglieder ist die Jahresbilanz und G/V-Rechnung 2002 diesem Geschäfts- und Rechenschaftsbericht beigefügt. Not-wendige Erläuterungen dazu und auch die Darstellung der Ergebnisse aus der am 12.3.2003 vorgenommenen Bilanzprüfung erfolgen im Rahmen der 35. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 8.4.2003 durch den Schatzmeister, Herrn Ludger Remler, und den Revisor, Herrn StB Wilfried Helmstädter.


Besetzung des Vorstands seit 5. April 2000

Vorstandsmitglieder

Berthold Schweigler, Präsident und Vorsitzender der ASW, Bonn/Berlin Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Bernd Luithle, Vizepräsident Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH, Neckarwestheim

Dr. Werner Britsch DaimlerChrysler AG, Stuttgart

Dr. Karl-Otto Künkele Hofkammer des Hauses Württemberg, Friedrichshafen

Dr. Markus Müller ABB AG, Mannheim

Dr. Hans-Jürgen Reichardt Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart, Stuttgart

Ludger Remler (Schatzmeister) Landesbank Baden-Württemberg, Karlsruhe/Stuttgart

Revisor

Wilfried Helmstädter Dipl.-Volkswirt, Steuerberater

Ehrenmitglieder

Siegfried Hack, (Ehrenpräsident) Teckstraße 97, 71696 Möglingen

Dr. Werner Britsch Bernsteinstraße 100, 70619 Stuttgart

Detlef Dieterle Forellenweg 16, 88662 Überlingen

Hans-Peter Hummel Carl-Peters-Straße 44, 70825 Korntal

RA Wimar Klein Hauptstraße 32, 73669 Lichtenwald

Dr. Ing. Eberhard Merz Pommernstraße 45, 68309 Mannheim

Dr. Gering Mylius Hallerstraße 20, 79117 Freiburg

Dr. Gerhard Schmidt Schluchstraße 12 a, 76275 Ettlingen/Schluttenbach

Harald Sommer Pfizer GmbH, 79005 Freiburg

Dieter Utsch Tobelweg 5, 88090 Immenstaad