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Rechenschafts- und Geschäftsbericht 2003


überreicht aus Anlaß der Jahresmitgliederversammlung am 21. April 2004

VERBAND FÜR SICHERHEIT IN DER WIRTSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG E.V.

Telefon: (07 11) 95 46 09-0
Telefax: (07 11) 95 46 09-20

Sehr geehrte VSW-BW-Mitglieder,

zu unserer 36. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 21. April 2004 legen wir Ihnen den Rechenschafts- und Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2003 vor.

Wir verbinden damit unseren Dank an Sie für Ihre Unterstützung des Vorstands und der Geschäftsführung zur Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben und Ziele des Verbandes.

Weiterhin danken wir allen Geschäftspartnern und Förderern des Verbandes sowie den Sicherheitsbehörden, die durch eine ebenso enge wie kooperative Zusammenarbeit erneut sehr wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Sicherheit in der Wirtschaft und im öffentlich-rechtlichen Bereich größere Beachtung geschenkt wurde. Während nach den Terroranschlägen vom 11. Sept. 2001 die Sicherheitsbehörden und die Unternehmen ihre Sicherheitskonzepte überarbeitet und der neuen Bedrohungsdimension angepasst haben, trat in 2003 - trotz des Irak-Krieges - die Gefährdung der Wirtschaft durch gewaltbereite extremistische Gruppen und durch die vielen Facetten der Wirtschaftskriminalität wieder stärker in den Mittelpunkt. Hohe materielle und immaterielle Schäden durch Insolvenz- und Wettbe-werbskriminalität, Diebstahl, Korruption, Angriffe auf die IT-Sicherheit und andere Delikte machen ein integriertes betriebliches Risikomana-gement notwendiger denn je. Da zur erfolgreichen Bekämpfung der Wirtschafts-/Betriebskriminalität baulich/technische Investitionen und organisatorische Maßnahmen allein nicht ausreichen, hat der VSW-BW in enger Abstimmung mit den Sicherheitsverantwortlichen der Mitgliedsfirmen und den Sicherheitsbehörden unter seinem Motto
   „Fachwissen und Erfahrung kompetent
und praxisgerecht weitergeben“

auch für dieses Jahr ein umfangreiches Seminar- und Ausbildungsangebot konzipiert. Ihr VSW-BW bittet Sie auch in diesem Jahr weiterhin um Ihre wertvolle Unterstützung.

Vorstand und Geschäftsführung des VSW-BW

Stuttgart, im April 2004
Mitglieder

Am 31. Dezember 2002 hatte der Verband 259 Mitglieder

Im Jahre 2003 kamen dazu

  • ordentliche Mitglieder 5
  • kooperative Mitglieder 22
  • Summe: 27 Mitglieder

Ausgeschieden sind 2003

  • durch Insolvenz 9/li>
  • durch Ausschluss 10
  • durch Austritt 12
  • durch Fusion 1
  • Summe: 32 Mitglieder

Mitgliederstand am 31. Dezember 2002 254 Mitglieder

Wir sind damit in der Bundesrepublik nicht nur der älteste regionale Sicherheitsverband, sondern mit Abstand auch weiterhin der mitgliederstärkste Verband für Sicherheit innerhalb der „Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft e.V.“ (ASW), Berlin.


35. Mitgliederversammlung

Um 14:00 Uhr eröffnete VSW-BW-Präsident Schweigler am 8. April 2003 die 35. Ordentliche Mitgliederversammlung in der Sparkassenakademie Baden-Württemberg, Neuhausen a. d. Fildern, mit dem Hinweis, dass der Vorstandskollege Dr. Reichardt von der IHK Region Stuttgart aus dienstlichen Gründen verhindert wäre und dass das langjährige Vorstandsmitglied Dr. Britsch aufgrund seiner Verabschiedung in den Ruhestand dem VSW-Vorstand seit April 2002 nicht mehr angehören würde; ebenfalls aus dem Vorstand ausgeschieden wäre Dr. Müller von der ABB AG, der seit Jahresbeginn 2003 eine neue Funktion bei der Deutschen Bahn AG in Frankfurt übernommen hätte.

Neben den 48 anwesenden ordentlichen Mitgliedern - zzgl. 5 Stimmübertragungen - wohnten 16 kooperative Mitglieder der Versammlung bei. Sie verfolgten die Rechenschaftsberichte und beteiligten sich intensiv an der Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung sowie an den weiteren Tagesordnungspunkten.

Seinen Rechenschaftsbericht brachte Herr Schweigler zu Beginn mit folgenden Worten auf den Punkt:
„Der Verband hat in schwierigen Zeiten ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich.“


Er rief allen Teilnehmern nochmals in Erinnerung, dass das Berichtsjahr 2002 zwischen dem schrecklichen Terroranschlag des 11. Septembers 2001 und dem Ausbruch des Irak-Krieges lag, das heißt, dass in diesem Jahr erhöhte Sicherheitsanforderungen bzw. -anstrengungen an unsere Mitgliedsunternehmen und die dort tätigen Verantwortlichen gestellt wurden. Weitere Stichworte in diesem Zusammenhang waren Anthrax- und Bombendrohungen, Räumungsübungen und Krisenmanagement, erhöhte Sicherheitsforderungen auf und vor Flugreisen, die Rückführung von in Krisenregionen tätigen Mitarbeitern sowie verstärkte Kontrollen eigener und/oder fremder Sicherheitsmitarbeiter einschließlich erhöhtem Einsatz von Sicherheitstechnik. Seiner Einschätzung nach haben die Sicherheitsverantwortlichen in den Unternehmen in aller Regel besonnen auf diese Gefährdungen reagiert und mit dem notwendigen Augenmaß das Erforderliche veranlasst. Dass es trotzdem nicht zu einem Boom im personellen wie auch technischen Sicherheitsmarkt gekommen wäre, lag insbesondere daran, dass infolge der schlechten konjunkturellen Lage es den meisten Unternehmen an finanziellen Mitteln für sicherheitstechnische Aufrüstungen fehlte. Als sehr erfreulich wertete er die Tatsache, dass es zu keinen ethnischen Auseinandersetzungen in den multikulturellen Belegschaften deutscher Unternehmen vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen dem westlichen und islamisch-geprägten Kulturraum gekommen wäre.

In seinen weiteren Ausführungen ging er darauf ein, dass wir nicht nur wegen gravierender weltpolitischer Veränderungen in spannenden Zeiten leben würden, sondern dass auch andere Veränderungen auf dem Gebiet der Sicherheit die Betriebe und auch die Verbandsarbeit nachhaltig tangieren würden; u. a. verwies er auf den seit dem Berichtsjahr neu angebotenen Ausbildungsberuf „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“, die bevorstehende Neuregelung der Werkschutzmeisterausbildung, die Überlegungen zur Nachfolge der IHK-geprüften Werkschutzfachkraft ab dem Jahre 2006 sowie auch die Veränderun-gen hinsichtlich § 34 a GewO einschließlich der neu eingeführten Sachkundeprüfung. Mit großer Zufriedenheit konnte er feststellen, dass bei all den Themen der VSW-BW „die Nase voll im Wind hätte“, dass der Verband hellwach wäre und seine Chancen und Möglichkeiten ausspielen bzw. nutzen würde.

Präsident Schweigler während seines Rechenschaftsberichts
Vor dem Hintergrund seiner Funktion als Vorsitzender der ASW wies er darauf hin, dass unser Bundesverband nunmehr in Berlin örtlich wie auch personell neu und besser aufgestellt wäre. Im renommierten Haus der deutschen Wirtschaft, dem neuen Domizil von DIHK, BDI und BDA, wurden neue Büroräume gefunden und in der Person von Dr. jur. Stoppelkamp vertritt nunmehr ein kompetenter neuer Geschäftsführer die Belange der ASW.

Verbunden mit dem herzlichen Dank für die breite Unterstützung durch die Mitglieder wies er darauf hin, dass nur durch diese Unterstützung die gemeinsamen Sicherheitsinteressen auf den unterschiedlichsten Ebenen eingebracht und der betrieblichen Sicherheit in den Vorstandsetagen, der Politik, den Medien und anderen relevanten Gesellschaftskreisen mehr Präsenz und Nachdruck verliehen werden konnte.

Mit dem Versprechen, dass der Verband auch weiterhin für die Sicherheitsinteressen der Mitglieder aktiv sein werde, bat er um die künftige Unterstützung mit dem hohen Fachwissen und der Kompetenz unserer Mitgliedsvertreter, damit er auch im nächsten Jahr wieder einen ebenso erfolgreichen Rechenschaftsbericht geben könne.

Wie von Herrn Schweigler angekündigt, stellte sich der neue ASW-Geschäftsführer Dr. Berthold Stoppelkamp den Versammlungsteilnehmern in wenigen Sätzen vor und gab einen kurzen Ausblick über die von ihm in Abstimmung mit dem ASW-Vorstand beabsichtigten Aktivitäten bzw. Neuerungen in der ASW-Geschäftspolitik.

Vor seinem Bericht über die Verbandsaktivitäten ging GF Schotzko mit einem kurzen Rück- und Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Lage unseres Landes ein. Er wies darauf hin, dass nach dem bereits schwachen Wirtschaftswachstum im Jahr 2001 in Höhe von 0,6 % der Anstieg des Bruttoinlandsproduktes im Berichtsjahr nochmals dramatisch auf 0,2 % zurückging. Die weiteren Konjunkturaussichten müssen vor dem Hintergrund der Probleme am Arbeitsmarkt und in den Finanz- und Sozialsystemen, stark steigender US-Haushalts- und Leistungsbilanzdefizite, eines die Exporte erschwerenden Eurokursanstieges u. a. Belastungsfaktoren mit einem großen Fragezeichen versehen werden. Positiv zu werten wäre lediglich die auf momentan 1,2 % zurückgeführte Inflationsrate sowie die Tatsache, dass Baden-Württemberg mit „lediglich“ 6,3 % Arbeitslosen die mit Abstand niedrigste Quote aller Bundesländer aufweist. Neben dieser Spitzenposition steht Baden-Württemberg, was die Kriminalitätsbelastung und die Aufklärungsquote angeht, seit neun Jahren im Bundesvergleich ebenfalls ganz vorne. In 651 Ermittlungsverfahren haben die „Vermögensabschöpfer“ der Polizei Verbrechensgewinne in Höhe von 35 Mio. Euro sichergestellt, wovon die Polizei knapp 800.000 Euro erhält, um ihre Ermittlungen in den relevanten Bereichen noch weiter forcieren zu können. Baden-Württemberg ist damit das erste Bundesland, das die Polizei direkt an den Erfolgen ihrer Arbeit teilhaben lässt.

In seinem Bericht über die Dienstleistungen des Verbandes wies GF Schotzko darauf hin, dass insbesondere seit den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 das Informationswesen des Verbandes einen noch höheren Stellenwert für die Mitglieder bekommen hat. Vornehmliche Aufgabe des Verbandes war und ist es, die Mitglieder mit aktuellen Sicherheitsinformationen unseres Bundesverbandes und der Landes- und Bundessicherheitsbehörden zu versorgen, um damit die Grundlage für sicherheitsbewusstes Handeln in den Unternehmen zu bilden. Bedingt durch den Umzug der ASW von Bonn nach Berlin einschließlich dem dortigen Geschäftsführerwechsel musste unser Verband auch noch über mehrere Monate hinweg die gesamte ASW-Info-Versorgung übernehmen und hat diese erst im Frühjahr 2003 wieder auf die neu aufgestellte ASW in Berlin zurückverlagern können. Um hinsichtlich der Informationsversorgung noch besser zu werden, hat der ASW-Vorstand einen Arbeitskreis „Informationsmanagement“ eingesetzt, der bald erste Ergebnisse präsentieren bzw. umsetzen wird.

Bei den Aus- und Fortbildungsaktivitäten des Verbandes war festzustellen, dass die Werkschutzfachkraftlehrgänge weiterhin sehr gefragt waren, während bei den Fachseminaren leider bedeutend weniger Teilnehmer gewonnen werden konnten. Sehr positiv mit einer Steigerung um rund 30 % haben sich die inhouse-Schulungen entwickelt, wofür GF Schotzko allen Mitgliedern seinen herzlichen Dank aussprach.

Nach einem kurzen Rückblick auf die von allen Teilnehmern hoch gelobte Führungskräftetagung in Dresden wies GF Schotzko auf die vom 2. - 4. Juli 2003 in Weimar geplante Führungskräftetagung hin und warb erneut für eine gute Teilnehmerresonanz seitens unserer Mitglieder.

In seinen weiteren Ausführungen ging er auf die gravierenden Änderungen im Aus- und Fortbildungssektor ein:
  • seit August 2002 gibt es den Lehrberuf „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“; die ersten 14 Azubis werden in Baden-Württemberg ausgebildet
  • § 34 a GewO wurde nach rund sieben Jahren novelliert
    • die Unterrichtsstunden für Bewachungspersonal und Unternehmern haben sich stark von 24 auf 40 bzw. von 40 auf 80 Stunden verlängert und das Verständnis der Teilnehmer wird durch mündliche und schriftliche Fragen überprüft
    • seit Januar 2003 haben sogenannte Citystreifen, Kaufhausdetektive und Discothekentürsteher eine schriftlichmündliche Sachkundeprüfung abzulegen
  • für die Ende 2005 auslaufende IHK-Werkschutzfachkraft werden unter enger Einbindung des VSW-BW vom BDWS und der IHK Düsseldorf Nachfolgemodelle entwickelt.
Durch die intensive Einbindung in diese Neuregelungen wird ganz besonders deutlich, wie wichtig eine erfolgreiche Verbandsarbeit für die Mitglieder und letztendlich für die gesamte Branche ist.

Im letzten Teil seines Berichtes ging GF Schotzko auf die Aktivitäten der Erfa-Kreise, des Sicherheitsforums Baden-Württemberg, den Messeauftritt des Verbandes im Rahmen der „Security“ in Essen und auf der „Systems“ in München ein, bevor er seinen Rechenschaftsbericht mit herzlichem Dank an den Vorstand, allen Referenten und Erfa-Kreis-Leitern, seinem Geschäftsstellenteam und allen Ansprechpartnern der Mitgliedsunternehmen beendete.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Herr Remler mit Verweis auf die als Tischvorlagen aufliegende Bilanz und Aufwands- und Ertragsrechnung 2002 auf die bedeutendsten Positionen bzw. die größten Veränderungen ein und begründete sehr schlüssig, dass zum einen Teil wegen erhöhten Forderungsabschreibungen aufgrund Insolven-zen und schlechter Zahlungsmoral sowie aufgrund von Kursverlusten bei Geldanlagen eine Verringerung des Verbandsvermögens zu verzeichnen war.

Verbandsrevisor Helmstädter (li.) und Schatzmeister Remler (re.) informieren über das "Zahlenwerk" des Verbands.
Obwohl einerseits aufgrund der Beitragserhöhungen und weiterer Mitglieder Mehreinnahmen bei den Mitgliedsbeiträgen zu verzeichnen waren, waren bei den Seminar- und Lehrgangszahlen Rückgänge zu verbuchen, die letztendlich dazu führten, dass ein leicht negatives Ergebnis erzielt wurde. Schatzmeister Remler konnte den Teilnehmern jedoch bestätigen, dass der Verband trotz aller Widrigkeiten vernünftig gewirtschaftet hat, dass kein Geld zu viel ausgegeben worden sei und dass die finanziellen Entscheidungen des Vorstands dem Satzungszweck und den steuerlichen Vorgaben unter Berücksichtigung der Gemeinnützigkeit stets entsprochen hätten. Die ausgewiesenen Geldanlagen waren bei verschiedenen renommierten Instituten sachgerecht angelegt und über die wirtschaftliche Entwicklung und Planungen wäre er rechtzeitig informiert worden, so dass er bestätigen könne, dass der Verband weiterhin auf einer soliden finanziellen Basis stehen würde.

Der Verbandsrevisor, Herr StB Helmstädter, berichtete vor dem Hintergrund der am 12. März 2003 in den Geschäftsräumen des Verbandes stattgefundenen Prüfung, dass die Buchhaltung und die Finanzwirtschaft des Verbandes nach wie vor geordnet ist und die Zahlungsfähigkeit während des ganzen Jahres 2002 gegeben war. Die Finanzplanung und die Überwachung der Geldanlagen erfolgte sehr sorgfältig und umsichtig; die Zahlungsfristen wurden eingehalten. Verstösse gegen die Haushaltsplanung wurden nicht festgestellt. Aufgrund der bei den vorgenommenen Prüfungen festgestellten Sachverhalte empfahl Herr Helmstädter, Geschäftsführung und Vorstand hinsichtlich des Geschäftsjahres 2002 Entlastung zu erteilen.

Unter Hinweis auf die vorgetragenen Rechenschaftsberichte bat Herr Hintz vom VSW-BW-Gründungsmitglied, der IBM Deutschland GmbH, um Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung für das zurückliegende Geschäftsjahr 2002.

Per Handzeichen erfolgte einstimmig - ohne Enthaltungen - die Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung des VSW-BW für das Geschäftsjahr 2002.

Zu dem Tagungsordnungspunkt „Sonstiges“ lagen keine Wortmeldungen vor, so dass Herr Schweigler um 15:20 Uhr die 35. Ordentliche Mitgliederversammlung des VSW-BW mit Dank an alle erschienenen Mitglieder bzw. Mitgliedervertreter für beendet erklären konnte. Er lud alle Teilnehmer zu dem nach einer Kaffeepause angekündigten Vortrag - mit anschließender Diskussion - von Herrn Dr. Günther Schmid vom Bundesnachrichtendienst in Pullach über das Thema „Internationale Sicherheitspolitik nach dem 11. September 2001 - Herausforderungen und Perspektiven“ und dem danach geplanten gemeinsamen Imbiss ein.


Öfftl. Teil der 35. Ordentlichen Mitgliederversammlung

Nach Beendigung des nichtöffentlichen Teils war es eine besondere Freude für Herrn Schweigler, zahlreiche Ehrengäste wie die beiden Innenausschuss-Mitglieder des Landtages von Baden-Württemberg, Frau Grünstein und Herrn Zimmermann sowie den Landeszentralbank-Präsidenten, Herrn Ergenzinger, begrüßen zu dürfen.

Sein besonderer Gruß galt dem Gastreferenten, Herrn Dr. Günther Schmid vom Bundesnachrichtendienst in Pullach, der mit seinem Vortrag „Internationale Sicherheitspolitik nach dem 11. September 2001 - Herausforderungen und Perspektiven“ - alle Anwesenden mit seinem ebenso brillanten Fachwissen wie fesselnder Rhetorik in seinen Bann zog. Da in Absprache mit dem Referenten auf die Einladung von Pressevertretern verzichtet wurde, sollen hier auch nur einige Kernthesen seines Referates aufgezeigt werden.

Hinsichtlich der Terroranschläge vom 11. September 2001 widersprach Dr. Schmid vehement den damaligen Presseschlagzeilen, dass es sich hierbei um eine „Zeitenwende“ oder den Beginn einer „neuen weltpolitischen Ära“ gehandelt hätte. Die USA habe der 11.9. weder psychisch noch politisch aus dem Gleichgewicht bringen können und auch die internationalen Bündnissysteme seien unbeschädigt geblieben. Auch wenn die Welt weitestgehend dieselbe geblieben ist, so wurde sie doch mit einer neuen Dimension des Terrorismus, mit einer Ideologie der gezielten Massenvernichtung konfrontiert, wobei die Wahl der Mittel, die Anzahl der Opfer und auch das Ausmaß des Schadens alle bisher bekannten Maßstäbe gesprengt hat. Insbesondere verwies er darauf, dass die Terrorflüge auch eine moralisch-geistige Verletzung der einzigen globalen Ordnungsmacht darstellen würden und dass nunmehr der Mythos der Unverwundbarkeit im eigenen Land endgültig „zu Grabe getragen wurde“.

Gastreferent Dr. Schmid vom Bundesnachrichtendienst
Die Anschläge des 11.9. waren für ihn aber auch ein deutliches Schlaglicht auf die Konflikte der Zukunft und auf die Art, wie sie künftig ausgetragen werden. Unter Anlehnung an den preußischen Militär-strategen Carl von Clausewitz wies er darauf hin, dass die großen Kriege und militärischen Auseinandersetzungen zwischen Staaten und ihren regulären Armeen langfristig in den Hintergrund treten würden und stattdessen ein Zeitalter der kleinen Kriege angebrochen wäre. Schlachtfelder und Schlachtordnungen wären passé, Guerillakriege hätten längst die großen Kriege in den Hintergrund gedrängt. Den islamistisch geprägten Tätern ginge es nach eigenen Bekenntnissen darum, möglichst viele „Ungläubige“ zu töten, um dadurch Allah näher zu sein. Sie seien gemäß ihrem Selbstverständnis Richter, Vollstre-cker des göttlichen Willens und keine Mörder.

Im weiteren Verlauf seines Referates ging Dr. Schmid auf die dramatischen Veränderungen hinsichtlich der Bevölkerungszahlen bzw. Geburtenentwicklung in den westlichen Industriestaaten im Gegensatz zu den islamischen Staaten ein. Während sich die Bevölkerung der islamischen Staaten in fünf Generationen verachtfacht hat, hat sich die Bevölkerung Europas im gleichen Zeitraum lediglich verdoppelt. Die islamisch geprägten Entwicklungsländer werden immer jünger, während die Industrieländer immer älter würden. An zahlreichen Beispielen zeigte er auf, dass diese Entwicklung hochgradig konfliktträchtig, ja geradezu eine explosive weltpolitische Konstellation darstellen würde, auf die die westlichen Staaten noch dringend Lösungswege finden müssten.

Nach einer abschließenden regen Diskussion dankte Herr Schweigler dem Gastreferenten sehr herzlich für seinen ebenso informativen wie offenen Vortrag und lud alle Teilnehmer zum gemeinsamen Imbiss und weiteren Gedankenaustausch ein.

Vorstand

Im Berichts-/Geschäftsjahr 2003 fanden am 18. März in der VSW-BW-Geschäftsstelle und am 27. November in der Landesbank Baden-Württemberg Vorstandssitzungen statt.

Auf der ersten Vorstandssitzung ging Herr Schweigler in seinem Bericht insbesondere auf die Neuaufstellung des ASW-Bundesverbandes ein, der nach der örtlichen Verlagerung von Bonn nach Berlin im „Haus der deutschen Wirtschaft“ eine repräsentative Unterkunft gefunden hat und auch in der Person von Herrn Dr. Stoppelkamp einen jungen und motivierten Geschäftsführer besitzt. Hinsichtlich der noch verbesserungsfähigen Informationsversorgung der VSW’n durch die ASW führte er aus, dass der ASW-Vorstand eine eigene Informations-Arbeitsgruppe ins Leben gerufen habe, die bald zukunftsweisende Vorschläge präsentieren bzw. implementieren werde. Die Themen für den Jahresabschluss 2003 sowie die damit eng im Zusammenhang stehende Mitgliederversammlung des Verbandes waren weitere wichtige Besprechungspunkte. Personalangelegenheiten der Geschäftsstelle sowie eine auf die Geschäftsräume des Verbandes bestehende Kaufoption und deren eventuelle Ausübung waren ebenfalls zentrale Themen dieser Vorstandssitzung.

Wichtige Inhalte der zweiten Vorstandssitzung waren neben der Besprechung der Sicherheitslage insbesondere die Terminplanungen für das Jahr 2004 einschließlich der im Rahmen der Mitgliederversammlung 2004 stattfindenden Vorstandswahlen nach Ablauf der vierjährigen Amtsperiode des derzeitigen Vorstandes. In diesem Zusammenhang teilte Herr Schweigler auch seinen Vorstandskollegen mit, dass er aus Altersgründen nicht mehr für das Amt des Präsidenten kandidieren werde und dass rechtzeitig nach geeigneten Nachfolgekandidaten Ausschau gehalten werden müsste. Der komplette Vorstand war sich dahingehend einig, dass alle Verbandsmitglieder intensiv dazu aufgefordert werden sollen, aus ihrer Sicht geeignete Kandidaten dem Präsidenten und/oder der Geschäftsführung zu benennen, damit auch nicht der Hauch einer „undemokratischen“ Wahl entstehen könne.

Weniger erfreulich war die Beratung und Beschlussfassung über die Ausschlüsse von 10 Mitgliedsfirmen, die - u. a. aufgrund von Insolvenzverfahren - ihren Beitragsverpflichtungen nicht nachgekommen waren oder aus anderen schwerwiegenden Gründen gemäß VSW-Satzung mittels einstimmigem Beschluss ausgeschlossen wurden.

Unterrichtsstunden mal Teilnehmer
Geschäftsführung

Auch im Geschäftsjahr 2003 war es das vorrangige Ziel der Geschäftsführung, durch aktuelle Seminarthemen und Lehrgangsinhalte und mittels kompetenter Referenten den Aus- und Fortbildungsbereich des VSW-BW noch weiter auszubauen, um damit über die Mitgliedsfirmen hinaus den Satzungsauftrag „die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Körperschaften in allen für die Wirtschaft wichtigen Fragen des Sicherheitswesens zu beraten und zu betreuen“ noch effizienter erfüllen zu können. Diesem Ziel diente auch die permanente Pflege der VSW-Adressdatenbank, um dadurch den Anteil von Irrläufern bei den Seminareinladungen möglichst gering zu halten. Dass trotz all der Anstrengungen der Besuch unserer Fachseminare um rd. 25 % rückläufig war, ist in hohem Maße darauf zurückzuführen, dass sowohl bei den Mitgliedsunternehmen als auch im sonstigen privaten und öffentlichen Sektor geringe Fluktuationsraten, Kündigungen und Einsparmaßnahmen dazu führten, dass in den Sicherheitsbereichen bzw. in der dortigen Aus- und Fortbildung gespart werden musste. Sehr erfreulich war und ist, dass seit dem Jahr 2003 die Fachseminare wieder in der kosten- und verkehrsgünstigen Sparkassenakademie durchgeführt werden können. Im Gegensatz zu den rückläufigen Seminarzahlen haben sich die inhouse-Schulungen mit + 13 % sehr erfreulich entwickelt, was als Indiz dafür gewertet werden kann, dass in die betriebsspezifische Qualifikation des eigenen Personals wieder verstärkt investiert wird. Dieser Trend hat sich auch im ersten Quartal 2004 erneut bestätigt und gibt uns - neben steigenden Teilnehmerzahlen in den Fachseminaren - die berechtigte Hoffnung, dass sich der Aus- und Fortbildungsbereich wieder positiv entwickelt.

Nachdem in 2001 Herr Bögel durch Herrn Encke und in 2002 Herr Wittmann durch Frau Hirsch ersetzt werden mussten bzw. konnten, waren im Berichtsjahr 2003 keine personellen Veränderungen zu „verdauen“, so dass nicht nur unsere Mitglieder stets auf die ebenso bekannten wie bewährten VSW-BW-AnsprechpartnerInnen zurückgreifen konnten.

Hinsichtlich der technischen und sonstigen Ausstattung der Geschäftsstelle gibt es aufgrund der permanenten Anpassungen bzw. Erneuerungen keinen größeren Investitionsbedarf; durch einen mehrjährigen Leasingvertrag über einen VW-Lupo konnten die Fahrtkosten des Verbandes deutlich gesenkt und die Mobilität stark verbessert werden. Ende 2003 wurde damit begonnen, den gesamten Internet-Auftritt des Verbandes komplett zu überarbeiten, um auch auf diesem Gebiet wieder die Maßstäbe innerhalb der VSW’n zu setzen.

Herr Schweigler
Dr. Thomas Menk, DaimlerChrysler AG
Rudolf Grassel (li.)
und Dr. Jens Holländer (re.)
Goethe und die Frauen
v. l.: Herren Dr. Hollander und Grassel (Infraserv Höchst GmbH & Co. KG), GF Schotzko (VSW-BW), Rachner (Klüh Security GmbH), VSW-BW-Präsident Schweigler (Robert Bosch GmbH) mit Gattin, Dr. Menk (DaimlerChrysler AG), Waschulewski (VSU GmbH & Co. KG) und Jilg (BASF AG)
Herr Förster, Leiter Betriebsdienste der Carl Zeiss Jena GmbH
Oliver Geisselhart referierte „mit Händen und Füßen“ und bewies, dass das Gedächtnis wesentlich mehr kann, als man denkt
VSW-BW-Führungskräftetagung vom 2. - 4. Juli 2003 in Weimar

In fast schon traditioneller Weise fanden sich bereits am Vorabend des offiziellen Seminarbeginns ein Großteil der Teilnehmer zu einer gemeinsamen Stadtführung in Weimar ein. Auf den Spuren von Goethe und Schiller ging es durch den Park an der Ilm, vorbei an Goethes Gartenhaus, weiter in das voller historischer Plätze und (Bau-) Denkmäler steckende Weimar. Dank der vielen Anekdötchen des Stadtführers über die Frauen Goethes war man am Ende auch bestens über das Privatleben des Literaten informiert.

Zu Beginn der Führungskräftetagung begrüßte der Präsident des VSW-BW und Vorsitzender der ASW, Herr Schweigler, die rd. 60 Teilnehmer, unter denen sich erstmalig auch drei Damen befanden, und wünschte allen einen guten und informativen Verlauf der Tagung.

Die Aus- und Fortbildungsleiterin des Verbandes und gleichzeitig ASW-Ausbildungsleiterin, Frau Hirsch, ging auf die evtl. Nachfolgemodelle der IHK-Werkschutzfachkraft, den „Security Officer“ der IHK Düsseldorf und das „BDWS-Modell“ ein und machte die neuen Qualifizierungsmöglichkeiten anhand von Schaubildern deutlich.

Dr. Menk, Leiter der Unternehmenssicherheit Konzern der Daimler-Chrysler AG, stellte in seinem Vortrag die Kernthese auf, dass durch die Einbettung bzw. Verankerung des Sicherheitshandelns in die Strategie und die Geschäftsziele bzw. -prozesse des Unternehmens ein integrales Sicherheits- und Risikomanagement entsteht.

Merkmale und Ziele seien hierfür ganzheitliche sicherheitsbezogene Risikoanalysen unter Einbeziehung aller relevanter Geschäftsprozesse, sicherheitsbezogene Frühwarn- und Informationssysteme, konsistente Maßnahmenstrukturen - insbesondere ein Krisenmanagement und Business Continuity Planing, Vermeidung von Fehlinvestitionen, minimale Schnittstellen, klare Verantwortlichkeiten und kürzeste, transparente Entscheidungswege.

In dem folgenden Vortrag erläuterte Herr Grassel, Leiter Unternehmenssicherheit und Gefahrenabwehr bei der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, die Organisationsstruktur und Konzeption des Industrieparks in Frankfurt.

Die Infraserv Höchst ist ein innovativer Standortbetreiber und Industriedienstleister für die Chemie- und Pharmabranche einschl. verwandter Prozessindustrien. Der Industriepark ist heute Sitz von über 80 Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Life Sciences und Health Care. Darunter befinden sich global agierende Konzerne ebenso wie kleine, innovative Firmen und Dienstleister; rd. 22.000 Mitarbeiter sind an diesem Standort beschäftigt.

Als Systemanbieter ist Infraserv vor allem stark in der Bündelung von Leistungen die notwendig sind, um Standorte ganzheitlich zu betreiben - ob Energie, komplette Logistiklösungen, Instandhaltung von Anlagen, Facility Management, die Versorgung mit Material und Rohstoffen, die Betreuung in Sachen Umwelt, Sicherheit und Gesundheit oder die Kompetenz in Bildung und Beratung.

Ebenfalls aus dem Hause Infraserv Höchst referierte Herr Dr. Hollander zum Thema „integriertes Notfall- und Krisenmanagement. Im Einzelnen beschrieb er die systematische Vorbereitung auf Schadensereignisse, Notfälle und Krisensituationen sowie die dadurch resultierende Minimierung der Reaktionszeiten und die anderen positiven Auswirkungen in Schadensfällen. Zu erreichen wäre dies unter anderem durch die genaue Kenntnis der vorhandenen Gefahrenpotenziale und Risiken sowie durch trainierte Mitarbeiter und gut vorbereitete Abläufe.

Zum Abschluss des ersten Seminartages lud der VSW-BW seine Teilnehmer zu einem Abendessen der besonderen Art in die Villa Haar am Goethepark ein. Die 1885 nach dem Vorbild der römischen Villa d`Este im Neorenaissancestil gebaute und mittlerweile restaurierte und zu einem Tagungszentrum umgebaute Villa liegt am Rande des Goetheparks an einer Anhöhe, von wo aus sich der herrliche Park sehr gut überblicken lässt. Nachdem die Gäste eine an italienische Renaissancegärten erinnernde Treppe hinaufgestiegen waren, bat „Goethe“ zum Sektempfang im Garten der Villa.

Die kulinarischen Genüsse wurden durch ein literarisch-musikalisches Programm zweier Schauspieler und eines Pianisten noch versüßt, indem sie in „Goethe und die Frauen“ auf eindrucksvolle Weise aus Liebesbriefen von und an Goethe lasen, spielten und sangen.

Am nächsten Tag stand der Besuch bei der Carl Zeiss GmbH in Jena auf dem Programm. Bei einer Führung durch die Produktion erhielten die Teilnehmer einen tiefen Einblick in die Augenoptik-Fertigung sowie die von mikroskopischen und optischen Systemen und industrieller Messtechnik.

Nicht ohne Stolz präsentierten Mitarbeiter der Carl Zeiss GmbH ein kurz vor der Auslieferung an das Pekinger Planetarium stehendes Laser-Ganzkuppelprojektions-System ADLIP, einen der leistungsfähigsten Grafikrechner der Welt für die digitale Bildprojektion und speziell entwickelte Software für astronomische Darstellungen. Die Ganzkuppelprojektion ermöglicht die Darstellung von Videos und Grafiken an eine sphärische Projektionsfläche mit vollen 360 Grad mal 180 Grad. Die Laser-Display-Technologie sorgt dabei für phantastische Bilder; der enorme Kontrast, die satten Farben, die unendliche Schärfe und Dynamik hinterließen bei allen Teilnehmern unvergleichliche Eindrücke.

Einen weiteren Höhepunkt erreichte die Tagung mit dem Mental- und Gedächtnistrainer Oliver Geisselhart. Auf eindrucksvolle Weise demonstrierte er, wie man sich innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl von Gegenständen sogar in der richtigen Reihenfolge merken kann. Die „Geisselhart-Methode“ des Gedächtnis- und Mentaltrainings nutzt die Eigenschaft des Gehirns, sich Bilder besser als Zahlen merken zu können aus, indem sie den Zahlen eins bis zehn bzw. zwanzig Symbole zuweist, die dann mit dem zu merkenden Gegenstand im Gedächtnis zu einem Bild zusammengefügt werden.

Die Teilnehmer stellten mit großem Erstaunen fest, dass die Methode tatsächlich funktioniert.

Auch außerhalb der Tagung hatten die Teilnehmer reichlich Gelegenheit, sich in Weimar kulturelle Stätten und Veranstaltungen anzusehen - u. a. die moderne Musicalinszenierung „Mephisto“ von Goethes Faust.

Der letzte halbe Tag war noch einmal ganz dem Gedächtnis und der Rhetorik gewidmet. Das Merken von Namen und Einprägen der dazugehörenden Gesichter gelang den Teilnehmern ebenso gut wie die Speicherung von Redestichwörtern in der richtigen Reihenfolge.

Anhand der Seminarbeurteilungen ließ sich abschließend feststellen, dass es dem VSW-BW auch im Jahr 2003 gelungen ist, eine alle Teilnehmer begeisternde Führungskräftetagung auf die Beine zu stellen.

Gemäß dem Motto „Nach der Tagung ist vor der Tagung“ laufen bereits die Planungen für die Führungskräftetagung 2004, die vom 14. - 16. Juli in Köln stattfinden wird. Lage und Komfort des Tagungshotels sowie die schon feststehenden Programmteile versprechen auch im nächsten Jahr ein Tagungs-Highlight, für das die ersten Anmeldungen schon vorliegen.

LKA-Informationsveranstaltung für VSW-BW-Mitglieder

In enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg und dem Verband fand im LKA am 17. März aufgrund der erhöhten Gefährdungslage anlässlich des (drohenden) Irak-Krieges eine Informationsveranstaltung für die Sicherheitsverantwortlichen der VSW-BW-Mitgliedsunternehmen statt. Die rund 100 Teilnehmer erhielten eine aktuelle Bedrohungs-/Lageeinschätzung, auf deren Basis sie dann betriebsindividuell ihre Sicherheitsmaßnahmen überprüfen bzw. anpassen konnten. Ein den Teilnehmern ausgehändigtes Merkblatt gab wichtige Hinweise darauf, welche Unternehmen eventuell im Fokus von Attentätern stehen könnten.

Bei der zweiten Informationsveranstaltung zur Gefährdungslage in Baden-Württemberg am 25. Juli stellten die LKA-Repräsentanten vor dem Hintergrund des Irak-Krieges eine fortgeschrittene Lageeinschätzung vor und berichteten schwerpunktmäßig über die Ermittlungen gegen Islamisten und sich daraus ergebende Gefahren für unsere Mitgliedsunternehmen. Weiterhin wurden noch Handlungsempfehlungen zum Verhalten beim Auffinden von verdächtigen Gegenständen/Postsendungen sowie bei begründetem Verdacht auf ABC-Kampf und Gefahrstoffe gegeben.

Das große Interesse seitens unserer Mitglieder an beiden Veranstaltungen dokumentierte in überzeugender Weise die ebenso enge wie erfolgreiche Sicherheitspartnerschaft zwischen den Sicherheitsbehörden unsers Landes und dem VSW-BW mit seinen Mitgliedsunternehmen.

Erfahrungsaustauschkreise

Arbeitskreis der Sicherheitsbevollmächtigten (AK SiBe BW)

Auf die Durchführung der Frühjahrstagung der Sicherheitsbevollmächtigten (SiBe) ist aufgrund der sehr kritischen Gesamt-Sicherheitslage vor dem Hintergrund der Irak-Krise verzichtet worden. Die meisten SiBe waren für diese Entscheidung sehr dankbar, ersparte sie doch in diesen sicherheitsmäßig angespannten Zeiten einen oder gar eineinhalb Tage Abwesenheit von den Standorten.

Die Herbsttagung am 30. Oktober begann wie gewohnt mit einem „Vorabend-Abendessen“ und Informationsaustausch im Hotel Löwen in Allmersbach. Trotz der allenthalben spürbaren Sparzwänge soll nach überwiegender Mehrheit der SiBe’s auf diesen immer außerordentlich „informellen und vertrauensbildenden Vorabend“ auch in Zukunft nicht verzichtet werden.

Die Tagung selber begann mit einem kleinen Wermutstropfen, der krankheitsbedingten Absage vom Ministerialrat Pohnke vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Der Leiter des für den personellen Geheimschutz zuständigen Referates ZB 3 wäre erstmals im AK SiBe BW zu Gast gewesen und hätte über aktuelle geheimschutzpolitsche Fragen, die aktuelle Novellierung des Geheimschutzhandbuches, den vorbeugenden personellen Sabotageschutz sowie über verschiedene aktuelle Anträge und Fragestellungen referiert und diskutiert.
v.li.: Landes-Polizeipräsident Erwin Hetger,
LKA-Präsident F.H. Schürholz,
Leiter Staatsschutz Krim.-Dir. Norbert Walz


Ministerialrat Weidemann vom Wirtschaftsministerium BW stellte das Sicherheitsforum Baden-Württemberg und dessen Ziele vor. Danach berichtete er von der Studie „Fall- und Schadensanalyse Know-how-Abfluss“ der Universität Lüneburg. Aus rund 400 Fragebogen-Rückläufen wäre u. a. ein Gefährdungspotential von rd. sieben Milliarden €uro allein in Baden-Württemberg ersichtlich geworden. Aus dem Umstand, dass die Verluste (nach dieser Studie) etwa drei mal so groß sind wie die Kosten für Schutzmaßnahmen, ergibt sich die dringende Notwendigkeit weitergehender Präventionsmaßnahmen.

Herr Eckert, der neue Leiter des Referates 4 b des LfV BW, erläuterte organisatorische Änderungen innerhalb des LfV und zeigte Tendenzen auf dem Gebiet der Wirtschaftsspionage auf. Dabei erwähnte er auch den in der Öffentlichkeit weniger bekannten Umstand, dass sogenannte Spy-Shops (Spionage-Läden; ND-Technik für „Jedermann“) geradezu aufblühen würden.

Als letzter externer Gast präsentierte Herr Bächler von der Firma Nord Tec Software Engineering die neue Geheimschutz-Software „Security Control (SeCon)“. Das Produkt besteht aus mehreren Modulen zum Management der verschiedenen Sachgebiete des Geheimschutzes. Es beinhaltet ebenso Module für die Verwaltung von KWKG und zum Management des vorbeugenden personellen Sabotageschutzes (VPS nach SÜFV). Nach allgemeiner Ansicht handelt es sich bei diesem Programm um ein aus der Praxis entwickeltes, sehr gut strukturiertes und verhältnismäßig leicht zu handhabendes Werkzeug.

Der letzte Teil der Tagung war AK-internen Themen und der Novellierung des Geheimschutzhandbuches gewidmet.

Eine Stellungnahme zur Änderung des GHB hatte ein Ausschuss des AK SiBe BW bereits im Sommer 2002 erarbeitet und im Herbst 2002 in die Beratungen des Bundesarbeitskreises der SiBe (BAK-SiBe) eingebracht.

Ab Herbst 2003 hatte der Leiter des Arbeitskreises mehrere Besprechungen im Kreise des BAK-SiBe und beim BMWA zu absolvieren, um die Interessen der geheimschutzbetreuten Unternehmen in die Novellierung des Handbuches einfließen zu lassen. Mit dem Abschluss dieses Vorhabens kann im Sommer/Herbst 2004 gerechnet werden.

Hansjörg Bentele,
EADS Dornier GmbH, Friedrichshafen,
zum Vorsitzenden des BAK-SiBe gewählt


Der Bundesarbeitskreis der Sicherheitsbevollmächtigten geheimschutzbetreuter Unternehmen (BAK-SiBe) hat auf seiner Herbsttagung in Berlin am 25.11.03 Herrn Hansjörg Bentele, EADS Dornier GmbH, Friedrichshafen, zu seinem neuen Vorsitzenden bestellt.

Der BAK-SiBe setzt sich aus den Vorsitzenden der Länder-Arbeitskreise der Sicherheitsbevollmächtigten zusammen; er bündelt die bundesweiten industriellen Erfordernisse und Wünsche der SiBes der geheimschutzbetreuten Unternehmen gegenüber der Behördenseite.

Der VSW-BW gratuliert Herrn Bentele ganz herzlich für diesen Vertrauensbeweis der BAK-SiBe-Mitglieder und wünscht ihm in dieser neuen verantwortungsvollen Position viel Erfolg.

Erfa-Kreis Heidenheim
Albert Ziegler GmbH & Co. KG, Feuerwehrgerätefabrik und Schlauchweberei




Zum letzten Treffen des Erfa-Kreises Heidenheim im Jahr 2003 lud der Geschäftsführer der Fa. Ziegler, Herr Dr. Schildknecht, nach Giengen an der Brenz ein. Eindrucksvoll schilderte er die Anfänge der 1890 gegründeten Fa. Ziegler von der Schlauchweberei bis zum Hersteller modernster Flugfeld-Löschfahrzeuge. Neben dem individuell auf den Bedarf der verschiedenen Feuerwehren abgestimmten Fahrzeuge stellt die Fa. Ziegler auch eine breite Palette von Schläuchen in der eigenen Schlauchweberei her. Auch Tragkraftspritzen, Schlauchreinigungs-, Trocknungs- und Löschmittelmischsysteme, Überdruck-belüftungsgeräte, Feuerwehrbekleidung, Atemschutz und sonstiges technisches Rettungsgerät kann bei der Fa. Ziegler bezogen werden.

Bei der Führung durch die Produktion der Fahrzeuge stellte Herr Dr. Schildknecht das Aluminium-Paneelsystem "ALPAS" vor. Die in Leichtbauweise gefertigten Aufbauten sind im Vergleich zu den herkömmlichen Stahlkonstruktionen deutlich leichter und durch Verschraubungen besser zu montieren.

In weiteren Kurzreferaten stellte Herr Staudenecker von der Firma Lipp GmbH & Co die neueste Technik im Bereich der Alarmierungsarten/-geräte vor. Herr Schreiber von der Allianz Versicherungs-AG sprach über die Bewertung von präventiven Brandschutzmaßnahmen aus der Sicht der Sachversicherer und wie sich daraus die zu bezahlenden Versicherungsbeiträge errechnen.

Alle Teilnehmer dankten der Fa. Ziegler und Herrn Dr. Schildknecht für die herzliche Einladung und Gastfreundschaft ebenso wie dem lang-jährigen Erfa-Kreisleiter, Herrn Regner, für die hervorragende Zu-sammenstellung der Fachthemen im laufenden Jahr und hoffen auf weitere informative Erfa-Kreistreffen in 2004. Erfa-Kreis Mannheim „Sicherheit in der Wirtschaft“ der IHK Rhein-Neckar und IHK Pfalz Durch die beiden IHK‘n Rhein-Neckar und Pfalz sowie den VSW-BW initiiert, fanden auch im vergangenen Jahr insgesamt drei Treffen des Arbeitskreises „Sicherheit in der Wirtschaft“ statt. Beim Treffen im März berichtete Herr Sorg von der DaimlerChrysler AG, Werk Mannheim, über Ablauf, Ursachen und Erfahrungen anlässlich eines Großschadens in einer Gießerei der Automobilindustrie.

Im Juni kam man in den Räumen der IHK in Mannheim zusammen, um über die Änderungen der Betriebssicherheitsverordnung zu informieren und zu diskutieren.

Am 6. Nov. trafen sich die Teilnehmer des Erfa-Kreises zum letzten Mal zu einer Besichtigung bei der Heidelberger Druckmaschinen AG in Heidelberg. Der Leiter der Werksicherheit, Herr Baum, begrüßte die zahlreich erschienenen Teilnehmer und stellte in seinen Ausführungen die Print Media Academy (PMA) und die Vorführdruckerei vor, in der die ganze Vielfalt der Druckmaschinen präsentiert und betrieben werden. Herr Baum stellte weiter das CampusConcept vor, in dem die verschiedenen Gebäude der Heidelberger Druckmaschinen AG in mitten des Stadtzentrums in Heidelberg entsprechend den verschiedenen Sicherheitsanforderungen mit modernster Zutrittskontrolltechnik ausgestattet sind.

Die Resonanz der drei Treffen mit je 25 bis 30 Teilnehmern zeigt, dass die Auswahl der behandelten Themen und die Mischung zwischen Betriebssicherheit, Arbeitssicherheit und Brandschutz durch die Herren Steinmetz, Steinhorst und Wolf erneut sehr gut gelungen ist.

Der VSW-BW dankt für die gute Zusammenarbeit und hofft auf weitere interessante Treffen in Mannheim und Umgebung.

Erfa-Kreis-Werkschutzmeister 2003

Die Werkschutzmeister des VSW-BW konnten auch in 2003 mit informativen und anschaulichen Themen bei ihren Erfa-Treffen aufwarten.

So waren die Teilnehmer zum ersten Treffen am 22.05. im Hause Alcatel SEL AG eingeladen.

Herr Gültig begrüßte im Namen der Unternehmenssicherheit des Hauses Alcatel SEL und des Leitungsteams der WSM-BW die Teilnehmer. Herrn Dipl.-Ing. Lutz Biederstedt (s. Bild), Niederlassungsleiter Stuttgart der WAGNER Alarm und Sicherungssysteme GmbH, präsentierte zum Hauptthema Brandvermeidung das Produkt „OxyReduct“ aus seinem Hause. Durch Absenkung des Sauerstoffvolumens von 21 % auf ein Sauerstoffvolumen von 13 - 15 % durch Zuführung des nicht toxischen Gases Stickstoff wird diese Brandvermeidung erreicht.

Gesunde MitarbeiterInnen können nach BG-Untersuchungen in einem Sauerstoffvolumen von 13 - 17 % bis zu maximal sechs Stunden arbeiten. Seine theoretische Präsentation (Idee, Einsatzbereiche, Stickstoffgewinnung etc.) untermauerte Herr Biederstedt mit einer praktischen Demonstration in einem Testcontainer, in dem ein Sauerstoffvolumen von 15 % herrschte. Plötzlich versagten Feuerzeuge, Streichhölzer und auch vorher wohlschmeckende Zigaretten verloren deutlich an Geschmack und gingen aus; jedoch kamen alle Teilnehmer nach ca. 15 Minuten wohlbehalten aus dem Testcontainer. Des Weiteren informierte Herr Gültig die anwesenden Teilnehmer u. a. über LSN-Netzwerktechnik und flexible Netzwerktopologien sowie deren Einsatzmöglichkeiten als Managementsystem inklusive der dazugehörenden Redundanzgeräte.

Das Jahrestreffen 2003 startete am Freitag, 11.07.2003, bei der MTU Friedrichshafen. Kollege Peter Seebach, MTU Friedrichshafen, hatte für alle Teilnehmer eine sehr informative und abwechslungsreiche Führung zusammengestellt.

Herr Arps, MTU, führte die Teilnehmer in die Unternehmensstruktur ein und zeigte MTU-Produkte unter Einsatzbedingungen beim Endverbraucher. Danach folgten die Besichtigung der Montagestraße für militärisch genutzte Motoren mit einem Einblick in die Prüfstände derselben; als Abschluss gab es ein Über-/Einblick in die Sicherheitszentrale der MTU.

Im Anschluss führte der Weg zur Bregenzer Seebühne, um dort Backstage die sicherheitsrelevanten Aspekte der Theaterbühne kennen zu lernen, die auf dem Bodensee errichtet wurde. Herr Klocker, Seebühne Bregenz, erläuterte die für Land und Wasser ausgerichteten Sicherheitsmaßnahmen den Teilnehmern in einer den äußeren Rahmenbedingungen angepassten Art und Weise so, dass keine Fragen offen blieben.

Anschließend folgte die Fahrt zum Ailingerhaus in Au im Bregenzerwald, welches für die nächsten zwei Tage als Basislager diente.

Am Samstag ging es nach einem zünftigen Frühstück nach Bezau zur Fahrt mit dem historischen „Wälderbähnle“.

Mit rasantem Tempo und viel Rauch fuhr die Museumsbahn nach Andelsbuch.

Nach kurzem Fußmarsch zum Wasserkraftwerk Andelsbuch wurde die Gruppe gemäß der Kraftwerktradition Andelsbuch von Herrn Gmeiner, Vorarlberger Kraftwerk AG, standesgemäß mit einem Schlückchen biologisch reinem Naturwässerchen begrüßt. Das Kraftwerk ist ein Kleinod an Industriearchitektur und war sechs Jahrzehnte hindurch die Stütze der Vorarlberger Energieversorgung.

Nach der Rückfahrt zum Ailingerhaus und reichhaltigem Abendessen sah man gespannt der traditionellen Abendunterhaltung, dem „Hüttenzauber“ entgegen. Neben den unterschiedlichsten Spielen (IQ-Test etc.) zelebrierte der „Urwerkschutzmeister“ Werner Bögel in unnachahmlicher Art die „Weihung“ von „ARGUS vom Bodensee“, Werkschutzmeister Helmut Diesch. Nach den Strapazen des Hüttenzaubers stärkten sich die Werkschutzmeister am Sonntag mit einem tollen Frühstück für die weiteren Aufgaben. Auf dem Heimweg fand man sich noch zu einem kulinarischen Hochgenuss im Aulendorfer „Ritterkeller“ ein.

Ein meisterliches Rittermahl war angerichtet, welches die „Wänste“ der „Hochwohlgeborenen“ reichlich füllte. Ein passender Abschluss eines erneut gelungenen Jahrestreffens; dies war die einhellige Meinung aller Teilnehmer.

Die Abschlussveranstaltung des Erfa-Kreises fand am 04.12. in den Räumen des VSW-BW statt.

Herrn Gültig vom Leitungsteam des Erfa-Kreises Werkschutzmeister war es gelungen, einen Referenten des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) für eine Vorstellung seiner Behörde zu gewinnen. Herr Kwiotek, Sachgebietsleiter Stuttgart, erläuterte die strukturelle Gliederung des BAG und speziell die der Außenstelle Stuttgart.

Herr Hildebrand, Ausbilder und Kontrolleur des BAG, präsentierte die Rechtsgrundlagen und das Kontrollweisen des BAG. Er erläuterte wertvolle Synergien zu den Themen:
  • Transportsicherheit sowie Ladungssicherung und Schadensminimierung durch sachgerecht durchgeführte Kontrollmaßnahmen des Werkschutzes, die einen erheblichen Beitrag zu reibungslosen Prozessabläufen im betrieblichen Alltag leisten können.
Wir danken dem Leitungsteam des Erfa-Kreises WSM-BW, den Herren Gültig und Bosch, für die gelungene Mischung der fachlichen Themen mit den sonstigen gemeinsamen Aktivitäten.

WS-Meister-Freisprechung 2003

In feierlicher Atmosphäre fand am 24. Juli 2003 die Freisprechung der neuen Werkschutzmeister in Neuhausen statt

Der Präsident des VSW-BW, Herr Schweigler, begrüßte die Gäste und dankte den Anwesenden für ihr zahlreiches Erscheinen. In ihrem Grußwort unterstrich die Vizepräsidentin des Landtags von Baden-Württemberg, Frau Christa Vossschulte, MdL, wie enorm wichtig Weiterbildung und Qualifizierung gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten sind.

Nach den Grußworten der stellv. Geschäftsführerin der IHK Region Stuttgart, Frau Brost, und dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Herrn Häfner, wurden die Meisterbriefe und Prüfungsdokumente durch Frau Brost und Herrn Rummrich überreicht. Musikalisch untermalt wurde der Abend durch mehrere Darbietungen einer jungen „Jugend musiziert“-Preisträgerin am Flügel.

Der Leiter des Werkschutzmeisterlehrgangs, Herr Bögel, ehrte die drei Lehrgangsbesten, die Herren Ammon, Joos und Wolf und überreichte ihnen - zusammen mit Frau Vossschulte - die Ehrenpreise.

Nach einem Grußwort des Lehrgangssprechers, Herrn Hoste, und dem Schlusswort von Herrn Schweigler ging man zum gemeinsamen Abendessen bzw. zum gemütlichen Teil mit Rück- und Ausblicken über.

Gremien-Aktivitäten des VSW-BW auf Bundesebene

Im Verlauf des Berichtsjahres agierte der VSW-BW auf Bundesebene in den verschiedensten Beratungs- und Entscheidungsgremien. Hier wurden unter Mitwirkung des VSW-BW in vielfältigster Weise tiefgreifende Richtlinien und rechtliche Rahmenbedingungen für die Sicherheitsdienstleistungsbranche, das Bewachungsgewerberecht und die Qualifizierung des Werkschutzpersonals festgelegt.

In den folgenden Gremien vertrat der VSW-BW durch die personelle Freistellung von Frau Hirsch in ihrer Funktion als ASW-Ausbildungsleiterin nicht nur die Interessen seiner Mitglieder:

  • zweiter Bundesvorsitz im Prüfungsaufgabenerstellungs-Ausschuss der Sachkundeprüfung gem. § 34a GewO
  • Mitgliedschaft im VdS-Prüfungsausschuss zur Prüfungsordnung VdS 2237 (PA 2237) bzgl. der Prüfungen zur L-NSL-FK und NSL-FK
  • Mitgliedschaft im VdS-Koordinierungsausschuss Qualitätsstandards für Sicherheitsdienstleistungen (KA QSDL)
  • Vorsitz der ASW-Aus- und Fortbildungs-Arbeitsgruppe
  • Mitgliedschaft im Arbeitskreis Staatlicher Berufsschulen „Fachkraft für Schutz und Sicherheit/Arbeitskreis Lehrplan“
  • Mitglied im Arbeitskreis Fachkraft für Schutz und Sicherheit (Zwischenprüfung) der IHK-Gemeinschaftsstelle für bundeseinheitliche kaufmännische Abschluss- und Zwischenprüfungen
  • Mitgliedschaft in der Arbeitsgruppe Rechtsverordnung „Meister Schutz und Sicherheit“ Kuratorium der Deutschen Wirtschaft/ BiBB/BMWI
  • Mitgliedschaft in der Arbeitsgruppe Rahmenplan „Meister Schutz und Sicherheit“
  • Mitgliedschaft im Lenkungsausschuss Pilotprojekt Weiterbildungsberatungs- und Qualitätsringsystem in der Sicherheitsbranche des bmb+f (Bundesministerium für Bildung + Forschung)
Neue Vorschriften im Bewachungsgewerbe

Wer das Leben oder Eigentum anderer Personen gewerbsmäßig überwacht, muss seit dem 1.1. bzw. 15.1.2003 neue Vorschriften beachten. Eingeführt wurden eine neue Sachkundeprüfung sowie weitere Pflichten, die sich auf Betriebsablauf und Personaleinstellung auswirken.

Erst im April 1996 wurden die Unterrichtungen für die Unternehmer und das Bewachungspersonal eingeführt. Die erneute Verschärfung der Vorschriften konnte zwar im Vergleich zu den ursprünglich geplanten Veränderungen abgemildert, jedoch nicht verhindert werden. Sie wird mit den gestiegenen Anforderungen im Bewachungsgewerbe begründet. Die Unterrichtungen wurden verlängert und eine neue Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe eingeführt. Neu eingeführt: Sachkundeprüfung Personen, die bestimmte Bewachungstätigkeiten ausüben, müssen grundsätzlich die neue Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe absolvieren. Die Einführung der Prüfung wird damit begründet, dass die Bewachungstätigkeiten vor allem im öffentlichen Bereich ausgeführt und an gestiegene qualitative Anforderungen angepasst werden. Mit der Sachkundeprüfung weist die Wachperson die entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten nach. Die Sachkundeprüfung ist zukünftig Bedingung für Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr (z. B. sog. Citystreifen), zum Schutz vor Ladendieben (Einzelhandelsdetektive) und zur Bewachung im Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken (Türsteher).

Von der Sachkundeprüfung sind befreit:
  • Personen, welche die Laufbahnprüfung für den mittleren Polizeidienst, Bundesgrenzschutz, mittleren Justizvollzugsdienst oder für die Feldjäger in der Bundeswehr erfolgreich absolviert haben,
  • Absolventen der neuen Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit, die geprüften Werkschutzfachkräfte und Werkschutzmeister,
  • Bewachungspersonal, das praktische Erfahrungen vorweisen kann. Dies sind Personen, die am 1.1.2003 seit mindestens drei Jahren befugt und ohne Unterbrechung im Bewachungsgewerbe tätig sind.
IHK’n nehmen Prüfung ab

Wer jedoch am Stichtag 1.1.2003 weniger als drei Jahre tätig war oder nur mit Unterbrechungen, der muss bis zum 1. Juli 2005 den Nachweis der erfolgreich abgelegten Sachkundeprüfung vorlegen, wenn er in den drei genannten Bereichen weiterhin tätig werden will.

Personen, die seit dem 1.1.2003 Bewachungstätigkeiten zum ersten Mal absolvieren, benötigen die Sachkundeprüfung sofort. Dieses Personal muss vor der ersten Bewachungstätigkeit als Citystreife, Einkaufspassagenstreife, Einzelhandelsdetektiv, Diskothekentürsteher etc. die Sachkundeprüfung bestanden haben.

Die Sachkundeprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung und wird von den Industrie- und Handelskammern abgenommen. Die Vorbereitung zur Sachkundeprüfung kann durch die Teilnahme an Vorbereitungskursen, die auch der VSW-BW anbietet, oder durch Selbststudium erfolgen; die Prüfung darf wiederholt werden.

Der Unternehmer muss prüfen, ob er Personal in den Tätigkeitsbereichen, die der Sachkundeprüfung unterliegen, einsetzt und ob sein Personal die erforderlichen Voraussetzungen mitbringt. Auftraggeber sollten diese schriftlich im Dienstleistungsvertrag fixieren. Die Voraussetzungen müssen erfüllt sein, bevor der erste Einsatz erfolgt. Auch der Unternehmer benötigt die Sachkundeprüfung, wenn er selbst Bewachungsaufgaben in den drei Bereichen ausüben will. Befreiungen und Übergangsfristen werden wie beim Personal gehandhabt.

Prüfungsstoff der Sachkundeprüfung
  • Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschl. Gewerbe- und Datenschutzrecht,
  • Bürgerliches Gesetzbuch,
  • Straf- und Strafverfahrensrecht einschl. Umgang mit Waffen,
  • Unfallverhütungsvorschriften Wach- und Sicherheitsdienste,
  • Umgang mit Menschen, insbesondere Verhalten in Gefahrensituationen und Deeskalationstechniken in Konfliktsituationen und
  • Grundzüge der Sicherheitstechnik.
In der mündlichen Prüfung wird der Schwerpunkt - neben den genannten Sachgebieten - auf das Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich Gewerbe- und Datenschutzrecht und den Umgang mit Menschen, insbesondere Verhalten in Gefahrensituationen und Deeskalationstechniken in Konfliktsituationen gelegt.

Mehr Unterrichtsstunden

Die Unterrichtungen wurden seit dem 15.1.2003 deutlich verlängert. Das Bewachungspersonal muss an mindestens 40 Unterrichtsstunden (bisher 24), Gewerbetreibende an mindestens 80 Unterrichtsstunden (bisher 40) teilnehmen. Datenschutzrecht ist von nun an auch beim Bewachungsgewerbe Unterrichtsstoff. Die Bereiche Umgang mit Menschen, das Verhalten in Gefahrensituationen und Deeskalationstechniken in Konfliksituationen werden deutlich intensiver behandelt.

Keinen Unterrichtungen müssen sich unterziehen:
  • Personen, die von der Sachkundeprüfung befreit sind,
  • Personen, welche die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe erfolgreich absolviert haben,
  • Bewachungspersonal, das sich selbstständig machen möchte, wenn es zuvor die Unterrichtung für das Personal absolviert hat und seitdem eine mindestens dreijährige ununterbrochene Bewachungstätigkeit nachweisen kann.
Weitere Pflichten

Neu sind die Verschärfung der Zuverlässigkeitsprüfung und die Erweiterung der Anwendbarkeit des Bundesdatenschutzgesetzes. Bewachungspersonal, das Kontrollgänge durchführt oder als Türsteher in einer Diskothek eingesetzt wird, muss künftig gut sichtbar ein Namensschild tragen, das alternativ eine Kennnummer sowie den Namen des Gewerbetreibenden enthält. Künftig kann das Gewerbeamt dem Unternehmer die Beschäftigung von unzuverlässigem Personal untersagen; dazu erhält es Informationen über bestimmte strafrechtlich relevante Aspekte (Anklageerhebungen, Verurteilungen etc.) durch Mitteilungen der Staatsanwaltschaften und Gerichte.

Quellen:
  • Gesetz zur Änderung des Bewachungsgewerberechts vom 26.7.2002, Bundesgesetzblatt Teil I S. 2724 ff. (www.bundesgesetzblatt.de).
  • Gesetz zur Änderung der Gewerbeordnung und anderer gewerberechtlicher Vorschriften, Bundesgesetzblatt Teil I vom 30.8.2002, S. 3412 ff. (www.bundesgesetzblatt.de)
  • Waffenrechts-Neuregelungsgesetz, eine Zusammenfassung der anstehenden Änderungen ist unter www.bmi.bund.de, Stichwort: „Waffenrecht“ abrufbar.
Beratung

Der Bereich Beratung von Mitgliedsunternehmen - und in immer stärkerem Maße auch von Nichtmitgliedern - gewann im Laufe des Jahres weiter an Bedeutung.

Erkennbare Schwerpunkte waren die Beratungen in den Bereichen IT- und TK-Sicherheit sowie Gebäudeabsicherungen.

Die meisten Anfragen erfolgten telefonisch und konnten von den VSW-Mitarbeitern im Verlauf des Gesprächs oder mit einem Rückruf beantwortet werden. Waren die Probleme zu speziell, um von den Mitarbeitern mit ihren eigenen Fachkenntnissen gelöst zu werden, so konnte auf externe Sachverständige zurückgegriffen bzw. die Beantwortung dieser Fragen in Mitgliedsfirmen und/oder den Sicherheitsbehörden recherchiert werden.

Hierbei gilt der Dank des VSW-BW allen Fachleuten aus den Mitgliedsunternehmen und den Sicherheitsbehörden, die ihre Erfahrun-gen und Kenntnisse dem VSW-BW bzw. anderen Mitgliedsfirmen und sonstigen Ratsuchenden zur Verfügung gestellt haben.

Die finanzielle Entwicklung

Für die VSW-BW-Mitglieder ist die Jahresbilanz und G/V-Rechnung 2003 diesem Geschäfts- und Rechenschaftsbericht beigefügt. Notwendige Erläuterungen dazu und auch die Darstellung der Ergebnisse aus der am 16.03.2004 vorgenommenen Bilanzprüfung erfolgen im Rahmen der 36. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 21.04.2004 durch den Schatzmeister, Herrn Ludger Remler, und den Revisor, Herrn StB Wilfried Helmstädter.

Besetzung des Vorstands seit 5. April 2000

Vorstandsmitglieder
  • Berthold Schweigler, Präsident
    und Vorsitzender der ASW, Berlin Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  • Bernd Luithle, Vizepräsident
    Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH, Neckarwestheim
  • Dr. Werner Britsch
    DaimlerChrysler AG, Stuttgart (bis 8.4.2002)
  • Dr. Karl-Otto Künkele
    Hofkammer des Hauses Württemberg, Friedrichshafen
  • Dr. Markus Müller
    ABB AG, Mannheim (bis 31.12.2002)
  • Dr. Hans-Jürgen Reichardt
    Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart, Stuttgart
  • Ludger Remler (Schatzmeister)
    Landesbank Baden-Württemberg, Karlsruhe/Stuttgart
Revisor

  • Wilfried Helmstädter
    Dipl.-Volkswirt, Steuerberater
Ehrenmitglieder
  • Siegfried Hack, (Ehrenpräsident)
    Teckstraße 97, 71696 Möglingen
  • Dr. Werner Britsch
  • Hans-Peter Hummel
  • RA Wimar Klein
  • Dr. Ing. Eberhard Merz
  • Dr. Gering Mylius
  • Dr. Gerhard Schmidt
  • Harald Sommer
  • Dieter Utsch